Dienstag, 29. April 2014

Willkommen zurück in der (Lehr)Anstalt, in der manchmal die Köpfe etwas leerer sind als anderswo

Endlich wieder dieses Gejaule und Gejammere: "Abooooo, vooooooll müde!", "Isch find zwei Wochen sind zu wenisch. Isch schwör, drei wären PERFEKT, Frau Herzmolekül, PERFEKT", "Wieso arbeiten wir heute schon? Sollen wir nicht erstmal reden?" und so weiter und so fort.
Ja, endlich ist wieder alles so, als wäre nichts gewesen, als würde jetzt plötzlich nicht ein zweites kleines zartes Herzchen in mir flimmern, als wären das Aushändigen des MuPasses und Paris schon wieder meilenweit weg. 
Und dazu war ich doch gar nicht bereit. 
Ich wollte jetzt irgendwie diese Ferienzeit weiter haben, diese Morgenrituale, die mir meine Übelkeit nach und nach milderten weiter zelebrieren, weiter in den Tag leben und ja, einfach so etwas weiter durch die Gegend hüpfen, mit der "Glücksbohne" in mir. 
Aber so rosig-romantisch läuft es ja hier nicht ab. Und ehrlich gesagt, bei aller Freude, bin ich auch etwas froh, dass ich nun für einige Stunden am Tag gedanklich so eingespannt bin, dass nicht mehr viel Raum für Anderes bleibt, was sich zwischendurch nämlich ganz wuchtig, mit dem Stempel "Sofort zu erledigen", versehen in meine Hirse, in der wie bei Frau J.B. schon festgestellt zusätzlich noch der Troll wohnt und seinen Platz beansprucht, einschleicht. 
Denn das ist gemein und hinterhältig und unnötig. Letzteres muss ich aber erst kapieren. Dann kann ich das während der Anfälle nämlich auch abrufen. Solange ich aber, hormondurchtränkt durch das Leben surfe, stellt sich dies als etwas schwierig heraus. 
Ich wollte nie so eine Panikschwangere werden. Ich bin generell - wie man vielleicht liest - optimistisch. 
Aber ich habe eben manchmal trotzdem diese Panik, wenn ich jetzt plötzlich eine Tablette gegen Schilddrüsenunterfunktion nehmen muss, und zwar solche Panik, dass mein Herz rast und mein Liebster mich beruhigt, denn der ist glücklicherweise nicht so hormonverseucht und hat einen deutlich klareren Kopf. 
Und nachdem ich heute Morgen auch nochmal von meiner Ärztin gesagt bekam, dass es nur ganz leicht wäre, und es wohl auf die SS zurückzuführen sei und ich mir keine Sorgen machen brauche, seitdem purzelten dann auch gleich - natürlich erst allein im Auto - die Glückshormonmolekültränen aus mir heraus. 
Man kann es als komplett verrückt bezeichnen. Aber ich erahne schon jetzt, welche Ängste man durchsteht, hat das Kind mal was richtig Fieses wie Schnupfen und Husten. Oooooh, daran mag ich gar nicht denken. 
Jedenfalls lenkt die Anstalt mich also auch ab. Wobei, ganz ernsthaft, ich hatte heute ein Oberteil an und wartete jeden Moment darauf, dass entweder einer dieser forschen Schüler keck raushaut:"Aboooooo, voll fett sind Sie", oder mich eine meine Kolleginnen dezent anspricht, was denn das Bäuchlein wäre. 
Sie werden es vermutlich registriert haben, aber da es eben eine aufgeblähte kleine Wampe ist, kann es alles sein. Also hat auch noch niemand gefragt. 
Dafür wurde dann heute schön das neue Schuljahr geplant. Machst du hier und da? Machst du dies, machst du das? Hast du noch ein paar Stündchen für Klasse XYZ? Ja, natüüüürlich, antworte ich allen brav. "Aber nur für etwa 7 Wochen" knicke ich mir an dieser Stelle. Das muss einfach noch ein wenig warten...
So, ich muss mich leider wieder verabschieden, obwohl mich heute zwei Schüler echt extrem auf die Palme gebracht haben. Denn ich habe aus "Versehen" mal wieder bis 17 Uhr mein Mittagsschläfchen gehalten und möchte gerne dem süßen Herrn Herzmolekül etwas zum Abendessen kochen. Denn er ist leider auch wieder mitten drin im Arbeitsmodus, switcht zwischen Nacht- und Tagschichten hin und her und wird deswegen auch mal belohnt. Zudem kümmert er sich wirklich soooooo rührend um mich. Ganz, ganz toll!
Und deswegen gibt es gleich was zu essen. Aber jetzt erwartet nichts Großes, nur was Normales, was Alltägliches: 
Entrecote mit Rotweinsoße und Mandelmöhren! 
Wirklich schnell gezaubert. 

...Ist ja schon gut:
Frikadellen, Kartoffeln, Blumenkohl und Sauce Hollandaise! 

Ihr glaubt aber auch nichts, ihr Schelminnen und Schelme! :))

Liebste Grüße

Eure Penny

Montag, 28. April 2014

Skandal der Woche+Exklusiver als die Bildzeitung+Eilmeldung+Die Frau hat einen an der Klatsche

So, liebste Tanz der Moleküle LeserInnen,

zunächst einmal springen wir alle zusammen ganz verrückt in die Luft. 
Aber so richtig. Keine halben Sachen. 
Wofür? 
Na, bei über 5000 Besuchern in meiner bescheidenen kleinen Molekülwelt, da muss man das ja wohl anständig feiern. 
Und wenn wir alle gesprungen sind, dann darf sich jeder ein Stück Torte nehmen. 

Also: Losgehüpft! 

Sieht lustig aus. 

Danke! 

Jetzt zum Skandal der Woche (und die hat gerade erst begonnen!):
Ich liebe seit meiner Kindheit diese Schokolollis, die es immer zu Ostern und Weihnachten in diversen Supermärkten zu kaufen gibt! 
Und jetzt habe ich mir solch einen Pack zum Osternistvorbeifeiern gegönnt. 
Und auch ziemlich viele von ihnen schon genascht. Die sind aber auch sehr klein. Ein, zwei Bissen, kurz den Rest vom Stängel abknabbern und alles landet zu schnell im Bauch. Also besser noch einen hinterher! :)
Jedenfalls bin ich eine derjenigen unter uns, die brechen und spucken und würgen müssen, die halbtot mit Magen-Darm im Bett liegen, die eine Fischvergiftung erleiden und trotzdem immer, zu jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit Schokolade inhalieren können. 
Bis heute Morgen. 
Da komme ich nämlich noch nüchtern vom Blutzapfen, futtere schnell ein Brötchen und will mich mit einem Schokololli als Nachtisch (und Ermunterung, denn Hausputz stand an!) belohnen und was passiert? 
Ich beiße ab, kaue, frage mich, warum das denn heute nicht schmeckt, beiße nochmals ab, denn das kann ja gar nicht sein und es schüttelt und würgt mich so, dass ich den Lolli in den Müll schmeiße! 
Zack. Jetzt bin ich voll bekloppt. 
So eine richtige Anti-Schokololli-Tante!
Ist das bitte jetzt ein Skandal? 
Ja? 
Ich werde nachher mal testen, ob es heute eine allgemeine Anti-Schoki-Laune ist. Das kann und will ich mir aber beim besten Willen vorstellen. 
Als Experimentiergegenstände wären noch vorhanden: Kinderschokolade, Erfrischungsstäbchen, Milka Osterhasen und ein Toblerone Riegel. Wobei...wenn ich mir den gerade schon allein vorstelle...iiiih...ne, der fällt aus! 
So! Ein! Skandal! 

Ab morgen heißt es übrigens wieder: Herzlich Willkommen im Kabinett der Heiterkeit. Ja, ganz richtig, ich darf wieder zur Schule. 
Und ich frage mich ernsthaft, wie ich meinen zeitigen Unterricht in Einklang mit meiner verlässlichen Morgenübelkeit bringe? 
Ach, wird schon. Zur Not hänge ich mich in den Klassenräumen kurz übers Waschbecken und lasse mir von hilfsbereiten Schülern die Haare aus dem Gesicht halten! :))

Wird alles! 

Eure Penny

Donnerstag, 24. April 2014

Mittwoch, 23. April 2014

Wir könnten das alles mit Hormonen abtun/Wir könnten aber auch sagen: Das ist immer so!

Also diese Menschen beim perfekten Dinner, also die nerven mich ganz extrem. 
Der Mann mit den vielen Leberflecken, der gestern gekocht hat, der redet vielleicht geschwollen daher. Diese Tonlage. Ich könnte den schütteln und anschreien und sagen, dass er das bitte sofort unterlassen soll. 
Und die Mutti, die heute kocht. Meine Fresse (Pardon, ich weiß mich schon ganz damenhaft auszudrücken, aber ich lasse gerade echt ziemlich gerne meine Ruhrpottschnodderschnauze los!) DIE ist auch so doof. 
Deswegen nutze ich die Zeit jetzt um meine negativen Fernsehenergien noch etwas weiter zu verbreiten, so dass es richtig übel und niederträchtig fies wird. 
Das kann ich nämlich sein. Ja, könnt ihr mir glauben (falls ihr das bisher nicht geglaubt habt, aber spätestens nach meinem Vitamalz-Freirülps-Post war das vermutlich sowieso ganz klar:)). Jedenfalls brauchen wir ein paar ganz ungeheuerliche Unglücksmoleküle für heute Abend. 
Sofern das nicht deutlich wurde, ich bin eine wahnsinnig fußballliebende Rautenfanin! Ich liebe den SV Werder. Auch wenn er mich seit geraumer Zeit unentwegt sauer/traurig/wütend macht und mein mit einer Raute tätowiertes Herz deswegen ganz schön oft blutet. 
Und weil ich den SV Werder liebe und Fußball mir wirklich mit die schönsten Herzflattermomente bescheren kann, heißt das nicht zwangsläufig, dass ich so eine von denen bin, die im internationalen Wettbewerb zu den deutschen Clubs halten. 
Nö! Jetzt ganz wirklich nicht. 
Und hier setzt jetzt also meine Niedertracht an. 
Denn ich verachte genau zwei Vereine ganz extrem doll. 
Der eine ist hier ganz in der Nähe, mein halbes Kollegium ist ihm verschrieben und niemand kann verstehen, dass ich ihn dermaßen nicht leiden kann: Wir reden vom FC SCHALKE 04!
Der andere, dass ist der um den es heute geht und weswegen ich hier meine bösen Schwingungen etwas verbreiten muss, ist der legendäre FC BAYERN MÜNCHEN!
Pest und Cholera. Beide. 
Und weil ich - sehr zum Entsetzen vieler anderer Fans - da wirklich keinen Hehl draus mache und mir in diesen Fällen der internationale Wettbewerb ganz schnurz ist, wünsche ich heute REAL MADRID nur das Beste! 
Weil ich es definitiv nicht ertragen kann, wenn ich breit grinsende fiese Köppe wie den Froschfresser Ribéry, den Minipimpf Lahm oder den Oberidioten Robben da nach 90+ Minuten vom Platz stiefeln sehen muss. 
Leute, das geht nun wirklich nicht! 
Falls ich hier jemanden persönlich beleidigt haben sollte, dann verbucht es bitte unter "Sie ist halt ehrlich...und kann zwischendurch auch nett, beinahe sympathisch sein!"
Ja, kann ich auch. Aber in diesem Fall, da breche ich leider auch immer meinem Herzmolekülschwiegervater das Herz! 
Da kann ich nicht anders. 

Und damit wir hier das Bild der völlig blöden, total bösartigen Frau Herzmolekül komplementieren, setze ich noch einen drauf und verrate euch: Die richtig leckeren roten Erdbeeren, ne? Also die habe ich nicht mal selber gewaschen und geschnitten. 
Einzig gefuttert habe ich die. 
Ganz selbständig. 
Und selbstverständlich. 
Rotzfrech! 

Seid ihr jetzt auch in Wallungen geraten? 
Dann ladet hier ruhig eure Negativmoleküle ab! :))

Eure pampige Penny

Dienstag, 22. April 2014

Ich atme nicht. Ich bin zu faul.

Und so gingen sie dahin, diese verrückten Ostertage, an denen niemand auch nur ahnte, dass das Minimolekül klammheimlich mit am Tisch saß! 
Reine Selbstbeherrschung und Konzentration ist dazu übrigens der Schlüssel gewesen! 
Und eine Seidenbluse mit einer raffinierten Schoppung am Bauch. 
Denn ganz ehrlich: Sobald ich abends etwas esse, platzt der Bauch dermaßen auf, dass ich locker mit einem viermonats Bäuchlein mithalten kann! 
Unangenehm! 
Und wirklich nur abends. Morgens bzw. tagsüber ist er einfach ganz flach. 
Ich würde fast gerne mal ein Foto vom Abendbauch machen, aber ich bin selber noch zu sehr verschämt und wenn hier jemand lacht, dann gehe ich nicht mehr aus dem Haus. Und dann hätten wir ab nächster Woche ein richtiges Problem, weil die Ferien wieder vorbei sind und die verrückten "Kinder" dann etwas lernen müssen. Ich denke wir starten mit etwas ziemlich Anspruchsvollem in den Endspurt Richtung Schuljahresende: Monatsnamen rückwärts und die fünf Sozialversicherungen. Beides habe ich in den letzten, sagen wir großzügig drei Monaten, zwar besprochen, aber bei den liebreizenden Hollarittmaschinen in deren Köpfen wird alles, wirklich generell alles, spätestens nach einer schulfreien Woche gelöscht. Alles dahin. Futsch. Einfach so. 
Deswegen ist das wirklich anspruchsvoll, was ich hier in meinem teuflischen Kopf plane! 
Beim Thema Teufel fällt mir ein: Ich habe doch schon mal von der Dame, für jene ich ein Tischfeuerwerk anzünde, wenn sie an Familienfeiern nicht da ist (oder später erscheint oder viiiiiel früher geht), kurz erzählt oder? 
Jedenfalls, sofern man es bis jetzt nicht erahnen kann, ist sie wirklich meine allerliebste Schwägerin. 
Und leider auch zugleich der Teufel! 
Aber jetzt mache ich wieder ein hochexplosives Fass auf und das wollte ich doch heute gar nicht. 
Ne, ich wollte euch mit meinem fetten Blähbauch etwas amüsieren und euch an meinem derzeit echt stressigen Leben teilhaben lassen. Ich habe gerade nämlich schon wie eine ganze Wilde Paninibilder geklebt und muss jetzt gleich mein heute erworbenes NINTENDO 3DS SPIEL (Ja? Echt jetzt!) spielen, wobei ich dafür gerade noch etwas erschöpft bin, weil mich der kleine Einkaufsbummel doch ziemlich müde gemacht hat. 
Und Erdbeeren, so richtig rote, die muss ich gleich auch noch putzen und kleinschneiden UND verzehren! 
Was für ein Stress. 
Ich muss echt mal etwas runterfahren! :))

So, meine Lieben:
Heute schenke ich euch gut 23469643 noch übrige Faulheitsmoleküle. 
Bitte bedient euch, ich habe echt eine Menge davon! 

Eure Penny

Sonntag, 20. April 2014

Von der noch nicht erzählten Osterbiberepisode

Ich liege gerade so im Bett, dass mein Magen nur in einer Art Wehenrhythmus rebelliert. 
Der liebe Herzmolekülmann ist ganz in Sorge, weil ich seit drei Tagen nunmehr Dauerbreche und Dauerunwohlsein habe. 
Aber das geht vorbei. Ich nehme es locker, auch wenn ich mich frage, wie ich heute und morgen (bei meinen Eltern und Schwiegereltern) ohne auffälliges Benehmen überstehen soll? 
Unser Wunder soll nämlich noch einige Wochen unser kleines Geheimnis bleiben. 

Ich schweife aber ab, denn eigentlich wollte ich euch allen nur ein verrücktes, buntes und wahnsinnig schönes Osterfest wünschen, welches ihr hoffentlich nach euren Vorstellungen verbringen könnt. 
Esst so viel Schokolade bis der Hosenknopf platzt und lasst eure Lebensmoleküle einfach mal treiben! 

Eure Penny, die noch so gerne die Osterbibergeschichte erzählt hätte, aber leider nun wieder das WC aufsuchen muss...


Samstag, 19. April 2014

Menschen mit Maschinengewehren bewachen den Eiffelturm und ein kleiner Kakao im La Fayettes für 3,80€ sowie durchgeknalllte spanische Omas

Kennen die Franzosen eigentlich noch was anderes als Baguettestangen? 
Ach so, falls ihr es nicht bemerkt, ik bin wieda da, wa! 
Jedenfalls finde ich die dortigen Essgewohnheiten ziemlich...naja...eintönig. Zumindest was das Frühstück anbelangt. Croissants, Baguettes, ein Käffchen und für die ganz Harten ein Zigarettchen: That's all. 
Und wenn ich frei habe, bin ich doch so eine ausgiebige Frühstückstussi. Mit allem Zipp und Zapp. Mit meiner liebsten Apfel-Zwiebel-Leberwurst (Wer das jetzt fies findet, den zwinge ich demnächst dazu sie mal zu kosten!) und mit einem leckeren Ei. Und mit Brotaufstrichen. Und mit Nuspli oder Erdnussbutter ganz zum Schluss. Ja, so eine bin ich. Und die Franzosen haben sich da irgendwie quer gestellt. Ich dann übrigens auch. Und so begrüßte ich die Pariser ganz gerne mit einem herzerfrischenden und nur weil es die falsche Sprache war nicht weniger freundlichem "Buongiorno"! 
Natürlich tat ich das nicht extra, aber ich bin im Französischen einfach nicht Zuhause. Und deswegen verwechselte ich auch ständig solche Floskeln, bestellte mir ein Aqua con gas ebenso selbstverständlich wie einen Café Latte. 
Also ehrlich gesagt ließ ich mir das eigentlich alles bestellen. Mein Herr Herzmolekül, der ist nämlich der hinreißendste französisch Sprecher der ganzen weiten Welt und ich hätte ihm stundenlang zuhören können, wenn er den "Signorinas" (kicher) das alles so wunderbar erklärte und für mich mit bestellte. 
Ansonsten war Paris natürlich wundervoll. 
Herrlichstes Wetter, unentwegter Sonnenschein und dieses Minimolekül an Bord, alles perfekt. 
Auch wenn zuerst mein Kreislauf, gepaart mit meiner wirklich absolut krassen Müdigkeit sich meldete und seit gestern in eine Art Dauerübelkeit übergegangen ist. 
Ehrlich gesagt, so pervers ihr das jetzt finden mögt, ich erfreue mich daran, wenn ich mal wieder kopfüber in der Kloschüssel hänge. 
Nicht, dass ich hier eine überzeugte Kotzerin bin, nö, aber dieses Übel sein und Herzrasen und all das Drum und Dran lässt mich wissen, dass da ein Minimolekül wächst und gedeiht. 
Und mal ehrlich: Gerade am Anfang ist das doch ziemlich beruhigend. So weiß ich wenigstens, dass da alles richtig zugeht und brauche mich bis zum nächsten Termin nicht verrückt machen. 
Und das hatten wir nämlich auch kurz mal in Paris. Also zumindest ich. 
Zack, kaum ging es mir einen Tag nicht ganz so übel, schon saß ich an der Seine und grübelte und sorgte mich. 
Und das fand der Detektiv Herzmolekül rasch heraus und sagte mir dann schlicht und ergreifend, dass ich jetzt einfach genießen solle und dürfe und überhaupt: Allet jut! 
Und das reichte dann auch wirklich, dass ich cool blieb (einige Minuten zuvor war ich schon drauf und dran mir in einer Apotheke 250 SST zu kaufen, um nur mal kurz nochmal zu testen!) und die Stadt und alles um uns herum einfach nur genoss. 
Demnach ist es vielleicht doch ganz verständlich, dass ich dieses Unwohl sein schön finde oder? 

Dann wäre noch von meinen offensichtlichen Aggressionen zu berichten:
Spanierin hinter mir im Sightseeing Bus. Die gute, etwa 65 Jahre alte Dame, beging gleich am Anfang unseres Zusammentreffens einen großen Fehler: Sie sang. Dies tat sie lautstark, schief und ehrlich gesagt ziemlich widerlich! 
Und selbst ein mehrmaliges Umdrehen und mit Blicken mahnen, übersah sie. 
Das war Fehler Nummer eins. Wobei, eigentlich Fehler Nummer zwei. Nummer eins war, dass sie sich hinter mich setzte und mir dementsprechend ins Ohr jaulte. 
Nummer drei war dann, dass dieses opulente Persönchen ständig wild aufsprang (dabei weiter schrie!) und mit ihrer Kamera auf meinem Kopf herumfuchtelte, weil ich offensichtlich ein gutes Stativ abgab. Da war ich dann kurz vor meinem Explodionsmodus. Aber als wir dann in die Nähe des Eiffelturms kamen und der Fahrer extra sagte man solle bitte sitzenbleiben und wir könnten gleich alle in Ruhe aussteigen und die olle  Tante dann wieder wie vom Affen gebissen aufsprang und mir ihre Ellenbogen beidseitig beim Fotografieren in den Kopf rammte, da platzte mir echt der Kragen: "DON'T DO THAT! SIT DOWN AND DON'T DO ANYTHING WHAT MAKES ME ANGRY!"
Und yeah, diese scharfen Worte ließen  die gute Frau dann völlig verdattert in ihren Sitz plumpsen, mein Mann prustete los (der schämt sich eigentlich meist für mich!) und erfreute sich an seiner Hormonfrau, die da so in Wallungen  geraten war! 

Jedenfalls sind wir nun wieder im Lande und wer glaubt, dass diese Tage das Wunder nun etwas begreiflicher gemacht hätten, der irrt gewaltig. 
Ganz ehrlich, es ist und bleibt ein Wunder. Eines von der Sorte, das man vermutlich erst versteht, wenn es da ist (oder man es das erste Mal fühlen darf)! Eines von denen, das so viele Menschen als Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit Tag für Tag einfach hinnehmen, weil sie sich der immensen Bedeutung gar nicht bewusst sind. 
Aber ich weiß das. Und für mich wird es immer ein Wunder sein. 
Und all denjenigen, die auch auf dieses Wunder warten, denen drücke ich von Herzen meine Daumen. Und denen wünsche ich von Herzen, dass sie es auch erleben dürfen. 
Weil es jede(r) einzelne so sehr verdient hat! 
Ach, und ein paar Herzmoleküle lasse ich selbstverständlich auch frei. 
Mögen sie sich in den richtigen Herzen einnisten und Glück bringen! 

Eure Penny 

Dienstag, 15. April 2014

Pigalle, Pigalle, das ist die große Mausefalle mitten im Paris

Liebste Mit-Molekül-Tanzmäuse,

ich melde mich kurz aus der Stadt der Liebe!
Ja, ganz richtig, ich liege gerade vollkommen geplättet in einem Hotel unweit der Sacre Coeur und genieße es die Beine hochzulegen. 
Mein Liebster, ihr wisst schon, mein Herr Herzmolekül hat mich überrascht (eigentlich gedacht als kleines Trostpflaster, ihr wisst schon) und nun sind wir heute bei wunderschönstem Wetter hier angekommen und lassen uns einfach fernab von Zuhause von all den Eindrücken der Stadt und den Ereignissen in unserem Leben berauschen. 

Ich hoffe ihr lasst es euch ebenfalls ein wenig gutgehen. 
Tanzt. Lacht. Oder macht was auch immer eure Herzmoleküle erfreut! 

Ich bin in einigen Tagen wieder zurück und lasse spätestens dann auch wieder hier die Puppen tanzen.
Dann steppt der Bär. 
Aber sowas von! 

Eure Penny, die heute in der überfüllten Metro, in einem Café an einer riesigen Rue und auf einer Bank an der Champs Elysees beinahe weggenickt ist! <3 

Montag, 14. April 2014

Flug OWFL - Ich war noch niemals in NY

Und heute, am 14.04.2014, da hätte sich das eigentlich geändert. 
Wir säßen jetzt gerade in London frisch umgestiegen in einem Flieger nach Chicago und wären dort später noch einmal umgestiegen Richtung NY!
Dort hätten wir eine wahnsinnig aufregende spannende Woche erlebt mit so vielen Eindrücken, um die mich besonders Freundin B schon seitdem sie wusste, dass wir fliegen so sehr beneidete. 
Ich hatte mir ausgemalt, wie wir lässig einen Hot Dog an einem dieser berühmten Stände mampfen würden, wie wir die Undergroundszene und das New Yorker Nachleben entdeckten und dabei die stylischsten Cocktails schlürften. Ich sah uns ein Stück am Broadway anschauen und Händchen haltend einfach nur staunend durch die Gegend laufen. 

Doch dann kam alles anders, wir entschieden uns für einen für uns noch viel größeren Traum und stornierten. 
Der Fluggesellschaft war das ziemlich piepsegal, weswegen wir unsere Flüge, die wir letztlich nicht antraten, trotzdem zu 90% bezahlt haben. 

Doch wir wollten unser Wunder. Wir gingen diesen Weg. 
Zusammen. Händchen haltend. Miteinander. 
Ganz am Ende des Weges wurde ich sehr müde. 
Hoffnung wich und die Trauer darüber, dass wir dieses Wunder nicht jetzt erleben würden, zog schon ein, bevor wir es schwarz auf weiß wussten. 

Was blieb war der Gedanke, jetzt im Nachhinein NICHTS zu haben. 
Kein Wunder. Und auch kein Trostpflaster. Kein NY!
Und vor allem schwirrte in meinem Kopf unentwegt diese panische Angst herum, dass wir vom Pech verfolgt werden könnten. 

Und dann wurde mir schlecht. Schwindelig. Und ich bekam Herzrasen und Atemnot, wenn ich nur wenige Treppen lief. 
Zudem war ich unentwegt müde. Müde. Müde. 
Doch ich traute mich nicht daran zu wagen zu glauben. 
Bis ich es nicht mehr aushielt. 
Und wir beide fast ungläubig auf das Ergebnis starrten und starrten. 

Heute um 7:25 Uhr wären wir an Bord gegangen. Aufgeregt. Wibbelig. Ich zumindest. 

Stattdessen habe ich dich heute zum allerersten Mal schon erahnen dürfen und bin mit meinem Mutterpass aus der Praxis gelaufen, während die Tränen nicht mehr zu unterdrücken waren. 

Und das ist viel besser als NY!
Denn du bist bei mir an Bord, kleines Molekül, und das ist DAS SCHÖNSTE und GRÖßTE und AUFREGENDSTE Abenteuer, welches wir uns vorstellen können. 

Der 14.04.14: Ein Tag des Wunders! 

Samstag, 12. April 2014

Und noch mehr Eier in einem Posttitel/Es hat alles einen Sinn

Das Eierfärben war mitunter das Anstrengendste, was ich mit ihnen hätte machen können. 
Ich habe wirklich mehrfach anfangs motzen und fluchen müssen. 
Und war danach fix und fertig. 
Kennt jemand den Song "Stups, der kleine Osterhase"? 
Der wippt in der Osterhasenschule auch ganz gern mit seinem "Stuhle"!
Ich schwöre, das Stuhlwippen war noch das Harmloseste. 
Die Plastikbecher, die zum Färben gedacht waren, hatte jeder Schüler als erstes an seinen Mund gesetzt.  
Dann - nachdem es ewig lang dauerte bis sie kapiert hatten, dass die Tante Herzmolekül jetzt gleich nicht zum Bier einschütten vorbeikommt - als die Farbe also endlich im Becher war, ließen sie die Eier einfach in die Becher plumpsen! Und einhändig wurden sie wieder rausgeholt. Der Becher wackelte und ich mopperte wieder, dass man ja wohl durchaus auch seine zweite Hand zum Festhalten benutzen könnte!
Aber keiner dieser Wilden schien das zu verstehen. Zumindest schauten sie mich immer nur verständnislos an. 
Mein Lieblings-What's Apper meinte dann auch noch:"Boar, Frau Herzmolekül, Sie wollten was Schönes mit uns machen, aber sie meckern wallha nur!"
Ich erklärte ihm dann, dass es daran liegen könnte, dass sie unentwegt nicht zuhörten, ihre Becher ständig mit ihrem Mund anlullen würden, die Farbpatronen bereits irgendwie massakerähnlich bereits aufgeschnitten wurden, die Tische  dementsprechend versaut waren und er nur mit dem Stuhl zurückgelehnt wie ein Wahnsinniger wackeln würde! 
Lasst es an den zu vielen Informationen liegen, jedenfalls hat er dann nichts mehr gesagt. 
Prinzessin B war konsequent, seitdem sie wusste, dass wir Eier färben angeschnippt, zog ihren arrogantesten Schmollblick durch und verschränkte mit rollenden, selbstverständlich tiefschwarz geschminkten Augen demonstrativ die Arme! 
Warum? 
Weil sie meine Überraschung echt scheisse fand. 
Am Mittwoch hatte ihnen eine meiner Kolleginnen versucht den letzten Tag schmackhaft zu machen, indem sie ihnen sagte, dass ich auch etwas richtig Schönes mit ihnen machen würde. 
Seitdem wurde ich natürlich, besonders von Prinzessin B (in Wahrheit nenne ich sie übrigens "Dramaqueen Whitney Huston für Arme" und das macht sie immer seeeeeeeehr sauer, obwohl ich mir zu tausend Prozent sicher bin, dass sie die gute Whitney nicht mal kennt!) gelöchert. Aber ich blieb hart und nur als sie in ihrem Prinzessinnenwahn schon ganz sicher war, dass ich mit ihnen definitiv in einen hiesigen großen Freizeitpark fahren würde, musste ich kurz zumindest den Hinweis geben, dass was auch immer im Klassenraum stattfinden würde. 
Die Diva winkte aber nur ab und meinte, dass sie sich soooooo sicher wäre, dass ich mit ihnen einen Ausflug machen würde und grinste mich dabei auch dermaßen selbstsicher an, dass jegliches Dementieren zwecklos war. 
Vermutlich war sie in ihren Gedanken nun bei Helikopterrundflügen, Shoppingtrips zum türkischen Basar, um die 25. gefakte Louis Vuitton zu ergattern oder was weiß ich. 
Jedenfalls war sie sowas von angepisst und verhielt sich ihrem Spitznamen entsprechend. 
Also auch anstrengend. 

Und dann gab es da die Kategorie: Von waschen, geschweige denn mal ein Deo zumindest zum Übertünchen zu benutzen, halte ich mal gar nichts! 
Die darf man ja nicht ausschließen, obwohl mir wirklich danach war: "Hey Sorry, mein Lieber, aber es gibt hier ein sehr strenges Eierreinheitsgebot und du bist leider außerhalb der Norm dessen, was man als rein bezeichnen könnte!"
Aber da ich ja tendenziell eher nett bin, musste ich die Muffel dann auch in eine Eiergruppe packen. Und es kam mir auch nur ein ganz klein wenig was hoch, als ich ihnen die heißen, etwas feuchten Eier hinstellte, sie diese mit ihren Maulswurfsschaufeln anfassten und sich die Schalen sofort schwarz färbten und beim Anheben der Eier mir noch zusätzlich dieser Mix aus drei Monaten ungewaschener Kleidung und ebenso altem Körpergeruch, wie Schweiß und anderen Ausdünstungen entgegenwehte! 
Na????? Ist euch jetzt vielleicht auch übel? 
Das nennt man dann wohl Empathie oder so? :)

Jedenfalls war es das letzte Mal!
Ich habe daraus gelernt. 
Das war es! 
Es wird nur noch Jenga und UNO gezockt, wenn ich man am letzten Schultag was "Schönes" machen möchte! 
Das lieben sie. 
Da sind sie alle ruhig und konzentriert. 
Und da werden meine Nerven wirklich definitiv mehr geschont!
Und falls ich hier jemals wieder solche Ambitionen anklingen lasse, bitte erinnert mich an diesen Post! 
Danke! 
Ansonsten bleibt mir nur zu sagen:
Kirmes weiterhin im Kopf! 

Und mein Herz...das tanzt! 
Ganz aufgeregt! <3





Mittwoch, 9. April 2014

Sorry, ich habe heute leider keine Lust auf schlechte Nachrichten!

Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön!

Ja gut, soooooo grandios ist das jetzt nicht, wenn der Kopf bei der kleinsten nach unten Bewegung Wellengang hat. 
Vor allem ist das nicht schön, wenn ich mir Morgens kopfüber einen Wuschelzopf machen möchte. Aber es gibt ja schließlich Waschbecken, an denen man sich während der stürmischen Hin und Herschaukelei gut festhalten kann!

Was das alles soll?
Ich weiß es nicht. 
Ich hätte es ab heute herausfinden können, aber irgendwie bin ich dazu gerade noch nicht bereit. 
So wie es ist, so ist es für mich naja, nicht supertoll, aber dafür darf ich noch einen  kleinen Fetzen lang glauben. 
Und bei SCHWARZ auf WEISS, gibt es diesen Senfkorn Hoffnung nicht mehr. 
Und dazu bin ich jetzt noch nicht bereit. Klingt ambivalent, weil die meisten sich diesen besagten Tag X herbeisehnen und ich es ja letztlich auch tue. 
Aber gleichzeitig gefällt mir die Vorstellung, dass es jetzt vorbei ist, überhaupt nicht. 
Und ja, ich schreibe viel über das Optimistisch sein und ich schwöre, das bin ich auch. Aber ich als kleine Traumtänzerin will genau deshalb jetzt nicht, dass mir meine Zuversichtlichkeit von der manchmal doch recht grausamen und niederträchtigen Realität genommen wird. 
Es erscheint vielleicht komisch, aber genau so ist es! 
Und deshalb nehmen wir uns jetzt noch ein paar Tage. Entweder mein alter Körper sendet mir bis dahin deutliche Signale oder eben nicht. 
Wie auch immer: Die Wahrheit kommt ans Licht!
Und so bewusst ich mir dessen natürlich bin, so klar ist mir auch, dass ich dann furchtbar viel Aufmerksamkeit und Kuschelei und Champus und Malzbier und Schokolade und Herzmolekülpflege für mich beanspruchen werde!
Und dann geht es weiter. Natürlich. 
Weil es das immer tut. 
Aber solange mein Körper mir diese Tage noch schenkt, nehme ich sie einfach mit und habe so vielleicht noch zwei Schultage bis zu den Ferien, in denen ich mich nicht mit dem "Warum?" auseinandersetzen muss. 
Und das ist ganz gut, denn ich habe noch viel vor. So werden wir am Freitag nämlich Ostereier färben (und zwar nicht nur ödeschnöde Hühnereier, sondern auch Gänse-, Wachtel- und Enteneier!). Und dazu braucht es bei meinem Klientel, welches euch nun auch langsam bekannt ist, sehr viel Geduld und Kraft und so weiter! 

Und so schließt sich hier der Kreis:
Am Anfang war dann doch das Ei! 

In diesem Sinne

Liebe eierförmige Herzmolekülgrüße

von eurer Penny <3


Montag, 7. April 2014

Pass auf, dass du mich hier nicht richtig auf die Palme bringst, Schätzeken

It's mir übel. Und it's mir schwindelig. 
Tschüss Kreislauf. Hallo Ohrenrauschen!

Ähm ja, ich komme jetzt gerade nicht klar. 
Um kurz nach 12 war ich von der Schule so fix und fertig, dass ich mich mal kurz "ein Stündchen" hinlegen musste. 
Wach wurde ich dann jetzt um kurz nach drei. 
Peinlich.
Könnte aber auch daran liegen, dass ich bis halb zwei heute Nacht Arbeiten korrigiert habe und dementsprechend wenig Schlaf hatte. 
Jedenfalls schlug ich gerade klatschnass geschwitzt die Augen auf und merkte schon im Liegen, dass da jetzt was ganz Komisch läuft. Oder besser: Dass da nicht viel läuft. 
Und beim aufrechten Hinsetzen zog es mir dann echt die Schuhe aus. Rumsfallera, Drehkreisel. 
Mit Ach und Krach schleppte ich mich jedenfalls aus dem Bett und taumelte Richtung Schultasche. Diese griff ich dann und trug sie frohen Mutes dorthin, wo ich jetzt eigentlich seit knapp 45 Minuten sitzen und Fehlzeiten und Noten meiner Klasse zusammenrechnen wollte. Eigentlich. Wollte. 
Denn in Wirklichkeit rauscht es ja in meinen Ohren und mir ist latent kodderig, weswegen ich auf der Couch liege. Halb den Kopf hoch und darauf bedacht mich nicht gleich zu übergeben. 
Ich fürchte aber, sobald ich aufstehe, werde ich diesen Kampf verlieren. 
Hah, ich habe es probiert. Und ohne Ferkelei geschafft zum WC zu torkeln. Und ne, ich schwöre ich bin ganz nüchtern, sogar ohne von einer Spur Malzbier im Körper. 
Und weil ich hier so nichtstuend herumlungere, während die Welt vermutlich schon einmal das Haus frisch durchgewischt hat, die Wäsche fein säuberlich zusammengelegt oder gar gebügelt hat (übrigens alles Dinge, die auch auf mich noch warten), dachte ich mir, dass ich doch zumindest diese unfreiwillige Auszeit nehmen könnte um in aller Öffentlichkeit Folgendes kundzutun:

Lieber 34 Jahre alter Körper,

verarsch mich nicht!
Lass das! Sofort!
Führe mich nicht so hässlich hinters Licht!
Sei einfach ehrlich!

Deine Penny, die immerhin ja gewissermaßen deine Besitzerin ist und dich gegebenenfalls auch richtig derbe zurichten darf!

Samstag, 5. April 2014

Wie schreibt man einen Post, in dem Van Buyten und Britney Spears vorkommen?

Daniel van Buyten ist Belgier. 
Das bemerkte ich gerade ziemlich verwundert, als ich ihn in mein WM PANINI Album klebte. Also für mich ist er weiterhin übrigens Niederländer. Auch wenn Klugscheißer Herr Herzmolekül mir versicherte, dass der schon immer Belgier war. Ne, ich lass mich da nicht beirren. Meine Meinung gefällt mir besser. Und deswegen wohnt er jetzt zwar auf der Seite des belgischen Teams, fühlt sich dort aber höchstwahrscheinlich total unwohl, weil er gar kein Flämisch spricht. Tzzzt, mir schnuppe. Leiden kann ich den ohnehin nicht. 
Klebt hier noch jemand Paninibilder?
Ich habe von 75 Bildern 10 doppelte dabei. Das entspricht zwei Tüten. Und das wiederum ist ziemlich viel. Aber ich kenne das ja schon. Und lasse mir weiterhin gerne Tütchen schenken oder mitbringen. Das geht dann so:"Wenn du jetzt in den Kiosk gehst, bleibe ich im Auto, ne?"
"Klar. Soll ich dir was mitbringen?"
"Ja. Überrasche mich bitte!" <Augenzwinker>
Und er überrascht mich auch ziemlich gerne. Denke ich. Und ich falle ihm dann um den Hals und freue mich schon, wenn ich später die Tütchen liebevoll aufreiße, die Bilder erst wie beim Memory umgedreht hinlege und sie dann ganz gemütlich der Nummernfolge nach sortiere. Hach, ist das herrlich meditativ!
Ergeht es noch jemandem so?

Zurück zum Erwachsenenleben. 
Ich meine das, was derzeit etwas anstrengend ist. 
Also das, was aus etlichen Klassensätzen Arbeiten besteht, die auf ihre Korrektur ungeduldig warten. Denn am Montag ist Listenschluss für die Quartalsnoten. 
Und falls einer fragt: Jepp, ich habe gerade keinen Bock! Zwei Klassen sind schon durch, nun warten noch weitere zwei. Und die haben es in sich. Ich sage nur: Interpretationen von Kurzgeschichten! Klingelt da was? Wer sich an seine Schulzeit zurück erinnert, wird dies entweder in dem Moment mit Würgereiz oder Glücksgefühlen tun. 
Ich hatte letzte Tage beim ersten Überfliegen tendenziell eher mit ersterem zu tun. Nervig. Unspaßig. Pfui!!
Egal. Muss gemacht werden. Gehört eben zum Erwachsen sein dazu. 
Trotzdem verschränke ich die Arme und stampfe auf:"Bäääh, ich will nicht!"

Und dann war da noch die Sache mit der dreitägigen Klassenfahrt. 
Die musste ich auch erst einmal einige Tage verdauen.
Ich schrieb ja bereits von ein paar kurzen Dialogen, die sich potenziert etwa 345742 Mal so oder so ungefähr ereigneten. 
Dazu kamen erzieherische Maßnahmen wie das Üben von einfachen Benimmregeln. 
"Mach die Kappe beim Essen ab!"
"Benutze einen Teller um dir ein Brot zu schmieren!"
"Kau mit geschlossenem Mund und sprich nicht dabei!"
"Zieh die Jacke beim Essen aus!"
"Stütz nicht deinen Kopf auf, während du 
lustlos deine Nudeln isst!"
"Nimm die Tasse IN die Hand und gehe nicht mit dem Kopf zum Tisch, um aus der Tasse ohne deine Hände zu benutzen zu schlürfen!"
"Wasch dich nach dem Sport und generell jeden Tag!"
"Zähne heute schon geputzt?"
Und so weiter und so fort. 
Und das wirklich erschreckende: Wir sprechen hier über Schüler, die mindestens 17 Jahre alt sind. 
Und die von daheim solche grundsätzlichen Verhaltensregeln nicht kennen. Soziale Verwahrlosung fängt genau dort an! Und macht mich traurig.  

Und dann gab es noch diese Momente, in denen wieder mal deutlich wurde, welch schwere Rucksäcke die meisten Schüler zu tragen haben. 
Und auch das macht mich traurig. 
Wir machten unter anderem am Ende einer Einheit eine Traumreise. 
Sie sollten alle in einen Heißluftballon einsteigen und von einer schönen grünen Wiese in ein Abenteuer starten. Es ging über Wiesen und Felder, bis wir an ein kleines Haus kamen. Dort ging jeder für sich hinein und fand ein Fotoalbum vor. Es wurde geblättert. Auf der ersten Seite sah man seine Geburt. Bilder des Glücks. Familienangehörige, die sich freuten, dass man endlich bei ihnen in der Familie angekommen ist. Und so ging es Seite für Seite weiter: Die Kindergartenzeit. Grundschule. Alles auf Bildern im persönlichen Album festgehalten. 
Und dann sprang einer der Jungen, ein äußerlich so selbstbewusster, so ein Typ "Mega-Cooler", immer im Muskelshirt sich präsentierend, immer witzig, vorlaut und zappelig tränenüberströmt auf und verließ laut schluchzend und verzweifelt den Raum. 
Er hatte es nicht ausgehalten sich weiter seinen Bildern und seiner Lebensgeschichte so nah auszusetzen. Da waren Bilder, die furchtbar wehtaten, ihn in ihrer Heftigkeit umhauten und seine harte Fassade mächtig erschütterten. 
Und so unfassbar es auch war, dass gerade er mit dieser Konfrontation nicht zurechtkam, so stolz war ich auch auf ihn, dass er sich so fest auf diese Traumreise hat einlassen können und dass er somit diese tiefen Gefühle hat offen zeigen können. 
Denn nach wie vor bin ich der Meinung, dass es gerade für junge Menschen (und besonders für junge Männer) mit das Mutigste ist, wenn sie ihre Masken ungeniert fallen lassen und einfach sie selbst sind. 
Und das hat er getan. Ohne dass ihn jemand dafür krumm angeschaut hat. Ohne dass er deswegen seine Würde verlor. 

Und dann waren da noch die pubertären Kindereien. Jungs, die bei den Mädchen ins Zimmer einfielen. Sich auf deren Betten rumfletzten, sich ungebeten an den Zigaretten bedienten und Mädchen, die deswegen dann ziemlich böse wurden und mich dann zur Hilfe holten. 
Ich versuchte den Diebstahl natürlich aufzuklären, mahnte, dass man sich so in fremden Zimmern nicht verhält und als die Mädchen schon triumphierend lächelten, sagte ich auch ihnen, dass die ziemlich plemplem wären, denn wenn man nicht wollen würde, dass jemand ungebeten ins Zimmer kommt, könnte man auch dieses einfach abschließen. 
Das fanden sie wohl auch schlüssig und der Streit war somit geschlichtet. 

Und dann habe ich wohl offensichtlich auf meiner Stirn stehen:"Liebesberatung für Jugendliche oder Willse Eine klarmachen, frag die Herzmolekül".
Jedenfalls musste ich öfter darum bitten, dass ich jetzt nicht weiter darüber gezwungen werde nachzudenken, wie Hans und Franz an die Nummern von Gina und Pina und Lina und Nina gelangen. 
Das wollte aber irgendwie keiner der Jungs einsehen und so nervten sie weiter. 
Ach ja, und getanzt habe ich auch. 
Und zwar zu Britney Spears, den alten Backstreet Boys und Spice Girls. 
Die wurden nämlich in der Burgdisko aufgelegt und nach 1,5 Stunden Gangstermusik war das einfach notwendig! Außerdem war das die einzige Möglichkeit nicht mit der Anmach-Thematik belästigt zu werden. 
Weil unsere Schüler nämlich rein gar nichts mit "Baby, One More Time" und Co. anfangen konnten!

Alles in Einem war es wie gesagt schön. Und auch schön anstrengend. 
Und deswegen muss ich jetzt mal ein Päuschen von der Schule haben. 
Noch eine Woche, dann sind endlich Osterferien!

So, ich muss mich jetzt mal mental auf das Spiel gegen die blöden Schalker vorbereiten und wünsche deswegen allen ein zuckersüßes Wochenende. 

Macht jemanden klar. Und verratet mir dann was das überhaupt heißt. 
Oder macht jemandem etwas klar. 
Lasst eure Herzmoleküle herumflattern oder sperrt sie weg. 
Für was auch immer ihr euch entscheidet: Es ist richtig. 

Eure Penny, die gestern zwei Fensterputzer im Haus hatte und nun wieder klar schauen kann! 


Mittwoch, 2. April 2014

Tragik ist Komik in Spiegelschrift

Zu erzählen hätte ich natürlich Etliches: Richtig Tragisches. Wirklich Komisches. Tatsächlich Unterhaltsames. Absolut Unglaubliches. Einige Widerwärtigkeiten. Kindereien. Was die Abkürzung LP bedeutet (ratet doch mal!). Schlafloses und Malzbieriges aus der idyllischen Dorfkneipe neben der tollen Burg.

Außerdem müsste ich noch am Hans-Peter oder mittels diesem das übergroße Burgbild minimieren, denn das frisst sich ja ziemlich unschön durch die rechte Blogseite. 

ABER:

Ich bin ganz extrem müde! Müde! Müde!
Und deshalb müsst ihr euch nun entweder gedulden und nochmal vorbeischauen. 
Oder euch gedulden und nie mehr wiederkommen, weil die Herzmolekül echt lahm ist. 
Oder euch nicht gedulden und eure Fantasie spielen lassen und euch zu oben genannten Schlagwörtern eine dementsprechend unterhaltsame Geschichte zusammenreimen. 

Für was auch immer ihr euch entscheidet, lasst es mich gerne wissen. 

Ich sehe jetzt noch (leider) dem Dortmunder Untergang einige wenige Minuten zu und dann lasse ich mich von meinem Herzmolekülmann Huckepack ins Schlafgemach transportieren. 

Müde!!!! Sagte ich das schon?

Liebste Grüße


Dienstag, 1. April 2014

Sagt mal von wo kommt ihr denn her?

Wir wohnen auf einem traumhaften Wasserburggelände. Das Wetter spielt mit. Die SchülerInnen sind bis jetzt recht pflegeleicht. Bis eben war "Kinderdisco"! Und hier sind wirklich extrem viele coole Jugendgruppen mit noch extremeren Gruppen-T-Shirts. Wie zum Beispiel "Die Schlumpfkinder"! Man könnte nun mutmaßen, dass es sich um jüngere Kinder handelt, aber nein, es sind FSJler, also solche, die ein freiwilliges soziales Jahr machen. Und irgendwie sehen die mit ihren blauen Schlumpf-Shirts aus wie eine Kindergartengruppe.
Da lobe ich mir unsere Jungs und Mädels, übrigens in dem Verhältnis 16:5, die alle in Joggingpeitsche bis Lederoptikleggins gekleidet sind und die zwischen den erzkatholischen Angebergruppen wirklich auffallen. Richtige Exoten sind sie hier in diesem 2000 Seelen Dorf, wo sich Hase und Igel noch dezente Nachtküsschen geben und die Welt noch in Ordnung ist. Aber ich finde das richtig. Genau richtig. Unsere Multikulti-Jugendlichen gehören hier ebenso hin, wie die Spießer. Und cooler, ehrlicher und herziger sind sie sowieso. 
Ich könnte hier noch einige Anekdoten des heutigen Tages zum Besten geben, aber ich bin wahrhaftig platt. So ein bisher 16 Stunden Fulltime-Lehrerjob ist nicht ohne. Und da ich mit den Mädels auf einem Gang schlafe, hier seit 0 Uhr Nachtruhe herrschen soll, ich jedoch vor meiner Tür lautstarke Gibbeleien und Jungenstimmen vernehme, muss ich das auf ein anderes Mal verschieben, weil ich hier jetzt für Ordnung sorgen werde! 

Deshalb nur zwei kurze Dialoge, die aber - jeder für sich - besonders sind. Der erste besonders bekloppt. Der zweite besonders herzig. 

"Ey, Frau Herzmolekül, isch hab gerade Mädschen klar gemacht!"
"Was heißt bei euch eigentlich klar machen?"
Stille
"Jetzt sag doch mal, was meinst du damit? Knutscht man beim Klar machen oder tauscht man Nummern aus?"
"Ganz ehrlich? Isch weiß es jetzt nicht so genau! Isch mache die halt klar!"


Eines der Mädchen gerade auf dem Flur
"Frau Herzmolekül, haben Sie Ihren Mann vermisst?"
"Wieso denn haben? Ist er jetzt hier?"
"Ne, ich meine vermissen Sie ihn?"
"Ja, klar!"
"Dann kommen Sie ruhig zu mir und wenn es sehr schlimm wird, dann tröste ich Sie!"

Und weil die Burg wirklich sehr zauberhaft ist, gibt es noch ein Bild!

Mehr ist heute nicht drin. 
Ich brauche Schlaf! 

Romantik pur oder?

Mit absolut müden Molekülen verabschiede ich mich und sage: Schalten Sie bald wieder ein beim absolut wahnwitzigen Tanz der Moleküle!

Schnarch und weg

Penny