Montag, 30. Juni 2014

Und wieder zerstört ein Brummvieh die Idylle! Teil II

Ich muss mich mal kurz auslassen. 
Und zwar WM technisch. 
Mexiko raus. 
Chile raus. 
Und ganz ehrlich, bei beiden war ich schon traurig, aber bei Chile, also da musste ich echt ein Ströphchen mitflennen. Man, waren die traurig. 
Und dann gestern. Dieser Elfmeter-Nervenkrieg. Und zum Glück kamen meine Helden weiter. Ja, in echt. Ich fand sie richtig toll und auch wenn Ex-Werderaner Bert (ach kommt, jetzt sagt bloß nicht, dass ihr noch nicht mitbekommen habt, dass Sokratis wie Bert von der Sesamstraße ausschaut?) das Hammer-Griechen-vorerst-Rettungstor geschossen hat, so wollte ich doch, dass die Costa Ricaner weiterkommen. 
Leichte Tendenz gegen europäische Vereine? Ja, bemerke ich auch, aber ich kann auch nichts dafür. Ehrlich. Wenn die ganzen beispielsweise niederländischen Unsympathen hier in der BuLi verstreut sind, ne, da kann ich nicht zu denen halten. 

Ach und so ganz stimmt das ja nicht, denn Oberhammerfanin bin ich ja von uns. Und deswegen muss ich mir gleich auch eine Flagge auf den Popo tätowieren lassen. Weil das Glück bringen soll. :)
...kleiner Scherz. Wäre mir derzeit 'ne zu große Flagge! 0:)

Was ich jetzt gleich allerdings wirklich machen muss ist Folgendes:
Ich suche mir einen möglichst gut schmetterbaren Prospekt, rolle diesen und zerquetsche damit die dumme Fliege, die in einer ohrenbetäubenden und mich rasend machenden Summsummsumm-Flugkreisel-Performation am Fenster herumfliegt. 
Und dann plumpst sie wie ihre anderen Familienmitglieder in den letzten Tagen auch auf die Fensterbank (zur Not helfe ich nach!) und dann lasse ich sie dort erstmal liegen. So als Mahnmal für ihre ganzen abartigen Kollegen. Und dann, wenn ich richtig gut drauf bin, zerknülle ich sie im Taschentuch. Mülleimer auf. Beerdigt. Ich weiß, dass die Tierschützer unter euch jetzt die Hände über den Kopf zusammenschlagen, aber ich kann euch beruhigen: Dieser schnelle Tod ist mit Sicherheit "netter" als der langsame Selbstmord, den sie da vorhat. Denn sie fliegt wie eine völlig Bekloppte konsequent gegen die Scheibe, das muss im Fliegenhirn doch weh tun? 
Liebe Wünsch dir was, somit korrigiere ich die Liste der Fragen, die mich brennend interessieren: Haben Fliegen ein Hirn? Wenn ja, wofür? Um möglichst lange gegen das gleiche Fenster zu rauschen, obgleich in der Nähe eine Tür in die Freiheit weit offen steht?

So! Jetzt reicht es! Moment...

...Mistvieh. Das macht die doch absichtlich: Ich springe auf und sie ist weg. Ich sitze und sie umkreist mich erneut. 

Sorry, meine Lieben, aber ich muss mich jetzt auf eine gefährliche Mission begeben. 

Haltet die Ohren steif und drückt den Jungs für heute Abend...haha...erwischt...!! Da liegt sie nun...die Daumen! 

Eure Ischias-geplagte Penny


Nachtrag:
Ich habe jetzt 5!!!!!!! Fliegen erledigt. 
Und als wäre es ein Fluch, den ich nun entfesselt habe, kommt just in dem Moment eine Nachricht von der Teufelin. 
OMG, wo führt das nur heute noch hin?

Freitag, 27. Juni 2014

If I lay here\If I just lay here\Would you lie with me and just forget the world?

Ein Abend ohne Fußball. 
OOOOH MEEEEEEIN GOOOOOTT! 
Ach, so tragisch ist das jetzt auch nicht, schließlich gibt mir das die Gelegenheit mal wieder ein zaghaftes PIIIIIIIIIIIEEEEEEP, HALLO HIER BIN ICH in die Molekülwelt zu flöten. 
Und ich werde auch heute nicht wieder von der verrückten Anstalt mitsamt ihrer durchgedrehten Belegschaft berichten. Ganz sicher nicht. Nein, nein, nein, aber ich könnte da wieder ein paar Stories zum Besten geben...mein lieber Herr Gesangsverein, da wird der Storch in der Pfanne verrückt, da steppt der Papst im Kettenhemd! 
Aber okay, dass ich äußerst pikiert bin und jetzt auch nicht mehr dort hin mag, habe ich ja bereits berichtet und was bringt es uns allen, wenn ich dies jetzt noch mit weiteren "Indizien" versuche zu belegen? 
Das mache ich gerade nämlich offensichtlich ständig. Ich rege mich auf. Mein Herzmolekülmann sitzt meist derweil neben mir auf unserer Meeting-Point-Kaffepause-Bank und kaut auf seiner Laugenstange rum. Ob er wirklich komplett zuhört? Ich weiß es nicht. 
Heute kam nach meiner Litanei an wüsten Aufregern und wilden Gestikulierereien erstmal NICHTS. Rein gar nichts. Ich starrte, ach was, ich bohrte ihm regelrecht meinen Blick in seinen im Gegensatz zu meinem sehr durchtrainierten Körper! Das dauerte offensichtlich etwas länger, ich musste mich da ja auch durch Stahlwandmuskeln bohren. Schon mal gemacht? Langwierig!
Als ich dann endlich das Zentrum der Macht, also sein Gehirn erreicht hatte, muss ich da wohl aus Versehen die falschen Synapsen getroffen haben, denn es kam: 
"Die Sonne ist auch wieder weg. Sollte die nicht heute scheinen!"
Ich muss nicht groß erwähnen, dass mir mein Erdnussbutter-BüschBienchen beinahe im Hals stecken geblieben wäre. 
Aber so ja nicht:
"Ich habe dir gerade erzählt, wie sehr mich das da nervt!"
"Ich weiß. Ich habe es gehört. Ich höre das seit Tagen. Und du regst dich auch zurecht auf, aber es ist jetzt noch eine Woche und dann bist du sie alle erstmal für sechs Wochen los!"
"Tzzzz...die gehen wieder um wie im Flug und dann..."
Okay, DER Blick war dann auch für mich mal ein klares und eindeutiges Zeichen dafür, dass ich mich jetzt mal runterfahren muss. 
Und das muss ich wirklich, denn ich bin gerade nahezu mit einer gespaltenen Persönlichkeit unterwegs. 
Wie so eine Art Harlekin. Oder Teufel und Engel. Bernhard und Bianca. Oder so. 
Einerseits bin ich tierisch angenervt. Von Vielem, vor allem von Menschen. 
Ich tendiere dazu misanthropische Züge auszuleben, was meine Kollegen anbelangt. 
Anderseits streiche ich mir auch in der Anstalt in ruhigen Minuten über meine Plauze und bin einfach selig. 
Ich erfreue mich daran, dass Plauzi mittlerweile zu einem richtig schönen Bauch gewachsen ist. Kugelig. Rund. Und so gar nicht mehr einer Speckpocke ähnlich. Und ich glaube, dass unser Herr Minimolekül, der auch schon einen wunderschönen Namen hat (und den ich mir jetzt schon etwas abgewöhnen muss oft zu sagen, denn mir rutscht so etwas doch so schnell heraus und wir möchten ihn niemandem vorher mitteilen oder habt ihr wirklich geglaubt, dass Matteo...sein Name sei? ;)), sich seit letzter Woche wirklich und wahrhaftig in ruhigen Momenten bemerkbar macht. Also so, dass ich mit einem vermutlich auch sehr schrägen Grinsen auf der Couch oder im Bett voller Glückseligkeit vollkommen unvermittelt jauchze und gluckse. 
Ich kann es kaum abwarten, dass sein Papa den soooo süßen Rüdiger-Orang-Utan Klaus auch endlich spüren kann. Ich dann übrigens letztlich auch, weil ich schwanke noch, ob mein verrücktes Hirn mir da nicht doch was vortäuscht, weil ich mir das so wünsche. 
Denn es ist, ganz ehrlich und ohne Umschweife formuliert, absolut untauglich für alles was rationales Denken derzeit anbelangt. Dies bedeutet letztlich, dass mein Kopf eigentlich nur noch eine Attrappe ist. Einfach eine Zierde, ein Halsdeckel, damit da nicht ein komisches Loch ist, in welches wohlmöglich sonst schlimme Infektionen eindringen könnten. Ich möchte das nicht beschönigen. An meiner Hirse wachsen Haare, die fallen gerade weniger stark bis kaum aus und mit denen mache ich mir diverse Frisuren. Das war es. Der Kopfinhalt als solcher ist einfach momentan nahezu unbrauchbar. Und wenn was halbwegs Kluges rauskommt, kann ich mich nicht lange daran erfreuen, denn ich vergesse es schnell wieder. 

Um diesen Eintrag nun doch einigermaßen sinnvoll zu beenden, möchte ich heute kurz, dezent aber ganz mit Sicherheit vollkommen klar im Kopf sagen:

Mein Bloodflower, ich danke dir! 
Für alles, was du für uns tust. 
Was du für mich tust. 
Und dass du mir das Gefühl gibst, trotz meiner schrägen Momente (und auch wegen), deine Traumfrau zu sein! 
Ich liebe dich. 

Habt ein schönes Wochenende

Eure Penny




Dienstag, 24. Juni 2014

Rundumschlag, der mir auf der Seele brannte/Und auch eine Hommage an die Väter

Bin ich froh...

so fange ich immer kurz vor den (Sommer)-Ferien an. 
Ich bin aber auch froh. Aber sowas von. 
Ich kann die alle nicht mehr sehen. 
Und damit meine ich größtenteils nicht mal die verrückten, verwirrten Schülerseelen, ne, ne, ich meine Fledermaus und Co. 
Selbst eigentlich liebe und tolle Kollegen, boar, nein danke. 
Wir brauchen jetzt dringend mal etwas Abstand voneinander. 
Ich sehne die nächste Woche, hier insbesondere den Freitag herbei und dann nach mir die Sintflut. 
Und dann der Trottel. Der hat es sich - mal wieder - am einfachsten gemacht: 
Letztes Jahr brach er sich in der Lehrersport-AG den Fuß. Zudem, weil ihm das wohl noch zu unspektakulär erschien, riss er sich sämtliche umliegende Sehnen und Bänder. Totalausfall für 3 Monate. 
Nach den Sommerferien, die er mit seiner Familie für 4! Wochen in der Türkei verbrachte, kam er wieder, schaute wohl missmutig in seinen Kalender ("Ach, verdammte Schei*e, noch 7 Wochen bis zu den Herbstferien") und beschloss dann sich seine Titanplatte noch vor den Ferien herausnehmen zu lassen. Also war er eine Woche vor Ferienbeginn schon wieder verschwunden. 
Das war letztes Jahr. 
Letzte Woche stresste er mich, dass ich bitte Dies und Das machen möge. Irgendwann, nachdem er mir richtig mies auf den Keks (ich wollte eigentlich Sack schreiben, aber da das jetzt an dieser Stelle als nicht pädagogisch sinnvoll und auch vielleicht als ein wenig gossig rüberkommen könnte, habe ich es mir verkniffen!) ging, meinte ich zu ihm: "Was nervst du eigentlich heute rum? Wir haben noch 2 Wochen Schule!"
Und dann kam es zu folgendem Dialog, der mich noch jetzt beim Schreiben genauso aufregt wie live vor Ort:
"Ich bin übermorgen nicht da!"
"Wo bist du denn?"
"Ich werde operiert!"
AHA! 
"Darf ich fragen, ob es was Schlimmes ist?"
"Ja, ist ist heftig. Ich bekomme keine Luft mehr durch die Nase und kann nachts nicht mehr schlafen. Ich bin süchtig nach Nasenspray und so kann ich nicht mehr leben!"
Das war ja mein Stichwort. Nasenspraysucht, tzzzz, was will er da der Expertin sagen?
"Du, mir brauchst du davon nichts erzählen, das hatte ich 20 Jahre lang. Und dann habe ich einfach eine Woche gelitten und seitdem bin ich clean!"
"Ich kann das nicht. Deswegen lasse ich mich operieren!"
"Wann bist du denn wieder da?"
"Alsooooo vor den Sommerferien komme ich auf keinen Fall wieder zurück. Das dauert!"
Und dann knallten meine Sicherungen durch. Ich war wirklich extrem ANGEKOTZT:
"Sag mal, warum lässt du das denn nicht bitte zwei Wochen später IN den Ferien machen?"
"Weil es nicht geht!", spricht's und ich lasse ihn zutiefst angewidert einfach auf dem Gang stehen. 
Wäre ich länger stehen geblieben, hätte ich ihm wahrscheinlich die Nase einfach abgerissen. Oder gebissen. 

Und das ist kein Einzelfall. 
Im Grunde gibt es diese und ähnliche Aktionen fast von jedem dort. 
Und unsereins wird schräg angeschaut, weil er nach der Geburt zumindest das erste Lebensjahr keinen Abendunterricht mehr machen möchte. 
Weil dafür dann ja Ersatz beschafft werden muss. 
Ist natürlich ganz anders, wenn man sich irgendwelche Zimperlein kurz von den Ferien wegschnibbeln lässt, um ja nicht kostbare Ferienzeit zu vergolden. 
Ist klar.
Momentan bin ich so angenervt, dass ich schon drauf und dran bin mich mal in der kurzen Zeit zwischen Sommer- und Herbstferien einfach krank zu melden. Dann ginge dies nämlich nahtlos in meinen Mutterschutz über, was dann bedeuten würde: "Juchu, nur noch 1,5 Wochen Schule!"
Aber so bin ich nicht. Wenn es mir gut geht, bin ich da. Werde ich immer da sein. Weil ich wohl offensichtlich eine ganz komische Einstellung zu meinem Beruf habe. Und so etwas wie Verantwortungs- und Pflichtgefühl.
Und da kommen wir auch zum eigentlichen Anlass meines Schreibens, aber wer weiß, vielleicht habt ihr auch an dieser Stelle bereits die Flügel hängen lassen und seid hier gar nicht mehr am Start?
Jedenfalls ist mir in letzter Zeit in einigen "Ich-bin-Mutti-Blogs", die ich nach dem ersten Lesen sowieso nun vermeide, etwas ziemlich aufgestoßen. 
Da werden so unbedarft solche Formulierungen getroffen wie "Als Mutter bleibt man eben Zuhause", oder "Unvorstellbar, früher sind die Frauen nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gegangen", oder aber "Ich kann das nicht mit ansehen, mein Mann macht Dies und Das und Jenes nicht so mit dem Kind, wie ich es will!"
Zunächst habe ich das immer amüsiert gelesen. Weil ich mir meist denke, dass sie es eben nicht besser wissen oder vielleicht auch eher so ein KleinKlein-Denken selber vorgelebt bekommen haben. Eines, wo Mutti sich den ganzen Tag in die Küche stellt, wo es normal ist, dass Vati nicht weiß wie man Windeln wechselt und Fläschchen zubereitet oder 
wie er das Kind genauso beruhigen und in den Schlaf zu wiegen vermag. 
Aber irgendwann wurde es mir dann doch zu bunt. Weil ich im Grunde darüber regelrecht schockiert bin, dass es dieses Engstirnige, dieses Mutti macht Dies und Vati macht Das Geschlechterding noch in unserer Generation so krass gibt. 
Und gäbe es nicht diese Blogs, dann wäre ich darauf nicht gestoßen, denn ich lebe zum Glück in einem Umfeld, wo es normal ist, dass auch Papas Elterzeit nehmen, wo es selbstverständlich ist, dass der Papa sich ebenso gut kümmert wie Mama. Und wo es kein Ding ist, wenn Mama arbeitet. 
Ich werde auch eine sein. Eine Lehrerin-Mama. Zugegeben in einem absolut dafür prädestinierten Beruf, indem ich nicht von morgens bis abends verschwunden bin. Mit freiem Tag in der Woche. Mit ohnehin viel Freiheit und zudem viel Zeit für unser Baby. 
Wäre ich in einem Bürojob, dann wäre das so vermutlich nicht für uns in Frage gekommen. Aber es ist wie es ist, und bei uns wird das Minimolekül ganz viel Zeit und Liebe von Mama UND Papa bekommen können. Das ist Luxus, das weiß ich selber. 
Aber ich finde es für all die Frauen, die aus den unterschiedlichsten Motiven wieder arbeiten gehen einfach inakzeptabel, wenn es noch derart engmaschig strukturierte Menschen gibt. Besonders wütend werde ich, wenn es sich dabei um Frauen handelt, die nach der Geburt ihres Kindes nur noch ein elementares Thema in ihrem Leben haben und sich dann trotzdem noch mit den anderen, ihnen so ungleichen Frauen beschäftigen. 
Und wenn ich dann lese wie die Väter oftmals als kleine Dummchen dargestellt werden, weil sie von der Säuglingspflege an immer als trottelig und unfähig dargestellt werden, dann kommt mir alles hoch und ich schäme mich. Ja, das tue ich wirklich. Ich bin darüber beschämt, dass diese Denkweise nicht längst überholt ist. Dass man dieses angestaubte Rollenmuster nicht schon lange über Bord geworfen hat. 

Letztlich soll jeder und vor allem jede Mutter das machen, was für sie und ihre Familie am besten ist.  Ja, das schreibe ich ganz bewusst. Denn wer sich für ein Baby aus vollstem Herzen entscheidet, wer es liebt, der wird sowieso immer das Beste für sein Kind wollen, das steht nicht infrage. 
Infrage stelle ich bloß dieses Supermutti-Dasein. Jede Mama, die liebt, ist eine gute. Und jeder Papa kann ein Superpapa sein. 
Es ist eine Frage der Einstellung.
 
Ich bin dankbar, dass ich einen Mann an meiner Seite habe, der dem kommenden Jahr voller Vorfreude entgegenblickt. Der sich darauf freut anstatt stressiger Tag- und Nachtschichten viel Zeit mit seinem Sohn verbringen zu können. (Und mit seiner Frau!).

So, und jetzt gehe ich zu meinem Herrn Herzmolekül und knutsche ihn ab. Der ist nämlich gerade sauer auf mich, weil ich sauer auf ihn bin, weil er mir heute nichts kochen möchte.
Scheiß Emanzipation! 

Ganz liebe Grüße 
Eure Mopper-Penny ❤️



Montag, 23. Juni 2014

Meuchelmordgedanken - Bald ist er kaputt, der Hahn/Nachtgedanken

Montagmorgen, 0:37 Uhr, irgendwo in Deutschland:
Ein gähnender Herr Herzmolekül und seine leicht zerknitterte Penny-Frau liegen mit eingeklemmten Streichhölzern zwischen den Augen auf der Couch. 
Es handelt sich hier um das einzigartige Zusammentreffen zweier seltener Gegebenheiten: Beide Protagonisten müssen am Montag nicht raus aus den Federn UND es läuft ein WM GRUPPENSPIEL und zwar aus der wichtigen, ach was schreibe ich da, der WICHTIGSTEN Gruppe G. G wie Germany. Passt ja. 
Jedenfalls sind wir beide im Grunde hundskaputt, aber keiner von uns macht dennoch Anstalten Richtung Koje zu wandern. Dabei ist mir schon ein wenig (äußerst sehr viel ganz extrem) nach schlafen. Nach so richtig eingekuscheltem urgemütlichem Ratzen. Bis dieser dumme, unsympathische Hahn uns gegen vier/halb fünf wieder lautstark wecken wird. 
Wie sagte mein Mann heute beim Frühstück als das Hahnweckthema auftauchte so passend: "Was wäre denn wenn ich mich morgens auf die Straße stellen würde, um lautstark eine Runde zu krähen? Würde man das auch okay finden?"
Ich konnte ihm auf diese Frage, obwohl ich ja eigentlich auf alles eine Antwort habe, keine passende liefern. 
Ich erinnerte mich nur an das Sprichwort, welches meine Mutter ganz gerne früher zum Besten gab, wenn ich mal wieder in ihren Augen schräg pfiff (das war übrigens mit Sicherheit vor meiner Blockflötenkarriere, denn zu dieser Zeit hat sie sich vermutlich wieder ihre kleine zartpfeifende Penny gewünscht!):
Mädchen, die pfeifen und Hähne, die krähen, denen sollt' man bei Zeiten die Hälse umdreh'n. 

Und deswegen wird es über kurz oder lang zu einem äußerst blutrünstigen, vollkommen gerechtfertigten, deswegen aber nicht minder niederträchtigen Hahnenmord kommen. 
Wie genau und wann, wird an dieser Stelle nicht verraten. Sonst könnte man hier Mord nach Plan unterstellen. Und es soll schon ein wenig nach einer Tat im Affekt ausschauen. Also für Unbeteiligte, ihr liebe LeserInnen, seid ja jetzt sozusagen ganz klare Komplizen. Mitwisser. Ja, ja, zu spät zum Leugnen. 

So, ich trainiere jetzt noch ein wenig meine müden Augen, indem ich Herrn Herzmolekül so lange mit meinem liebsten Penny-Charmeblick verwirre, dass er wie hypnotisiert vorschlägt ab in die Pofe zu gehen. 
Und dann werde ich nochmal meine Kräfte sammeln und so tun als protestierte ich vehement:
"Och, Schaaaaaatz, ich bin noch gaaaar nicht müde. Aber okay, ich komme für dich mit!"

...irgendwie durchtrieben, oder?
Aber er wird es ohnehin durchschauen. 
Spätestens wenn ich die Streichhölzer aus den Augen pule und die Lider direkt runterklappen. 

Fußball WM ist echt anstrengend. 
Aber eine durchaus gute Vorbereitung auf das, was kommen wird. 

Habt einen hoffentlich munteren Wochenanfang! 

Eure Penn-Penny 

Nachtrag: 01:40 Uhr. Okay, verloren. High Five und einen Wanderpokal bitte an Herrn Herzmolekül, der noch tapfer und vollkommen unbeirrt die restlichen Spielminuten anschaut, während ich schon in der horizontalen Kuschelposition im Bett auf ihn warte. Und jetzt mal etwas zacki hier, mein Lieber, ich will mich mit dir verknoten und eine Kassette hören! 😃



Mittwoch, 18. Juni 2014

Sie leben eben in ihrem "eygenäm Kösmös"!

Also ich, ne, also ich persönlich drücke gerade diesen entzückenden Australiern meine Daumen. 
Zugegeben, das Robben-Tor war hübsch. 
Aber was danach folgte, naja, also dieser ellenlange schöne Pass und das Annehmen des Balles in der Luft samt Lattenpraller und Tor, hach, einfach herrlich oder etwa nicht? 
Zudem: Wer einen Leckie in der Mannschaft hat, zu dem muss man einfach halten. 
Liebe Nachbarn, ich esse leidenschaftlich gerne eure Poffertjes, eure Patatas met Pindasaus und euer Luftbrot, ich liebe euren Vla und euer Schokomelk, eure Küsten und euren Käse, selbst euren König find ich dufte. Ich habe wirklich nur ein ziemliches Problem mit euren Fußballern. Nicht mit allen, aber mit zu vielen als dass ich mit eurer Mannschaft sympathisieren könnte. 
Seid nicht böse. 
Ich bin es ja auch nicht, wenn wir regelmäßig keine oder mickrige ESC Punkte von euch abgreifen.

Jetzt noch was zum Schmunzeln, bevor ich mir ein Twix reinpfeife:

Präsentationen (wie letzte Woche), Teil II. 
Es geht um Festivalkultur, insbesondere um Rock am Ring. 
Der Schüler zeigt zum Schluss ein Video des Headliners. Schon bereits da ist mir klar, welche Band es gleich zu sehen gibt, nach den ersten Klängen bin ich bestätigt und wippe auf meinem Stuhl sitzend voll cool hin und her...
...und blicke in fragende, definitiv nicht mitrockende Köpfe. 
"Naaaaa? Wer ist das?"
Stille. 
"Halloooooo? Welche weltbekannte Band spielt da?"
Mittlerweile singt der mehr als bekannte Sänger, spielt auf seiner Gitarre und ich bohre weiter:
"Jungs, das ist eine der bekanntesten Bands. Wenn ihr gleich den Namen eingeblendet seht, dann haut ihr euch auf die Stirn und sagt: Ach jaaaaaaa!"
Schweigen. Ölgötzen. Ungläubige schauen mich an. 
Der Name wird eingeblendet. 
Einstimmiges: "Kenne ich nicht. Noch nie gehört!"
Ich bin entsetzt. Beinahe entrüstet und sage: "Ja, klar. Wenn sie Mütüllyca heißen würden, DANN würdet ihr sie alle kennen!"
Und dann lachen sie. Und ich. Also wir. 
Gemeinsam. 
Zumindest da gibt es kein fragendes Stirnrunzeln! 

Montag, 16. Juni 2014

Matteo-Roderich-Sturmhart und der Devil

Vorneweg:

Herr Herzmolekül und ich sind total im WM RAUSCH, wie vermutlich viele von euch. 
Und mal ehrlich: Mich kribbelte es ja schon, weil die BuLi pausiert und so komme ich wenigstens in den Fußballgenuss, auch wenn ich nur meinen lieben Merte und meinen lieben Glubschi Mesut und meinen damals oberhammerbewunderten Hugo Almeida als Ex-Werderaner sehen kann. 
Und über Hugo...naja...über den mussten wir heute schon ziemlich lachen, wie er da so 80er Jahre bartschnäuzig und mit Schmierlappenölfrisur bei den Portugiesen auflief. Ne, ne, ne! 
Jedenfalls liebe ich Fußball. 
Das ist einfach eine tolle Sportart. 
Übrigens bekomme ich bei Frauenfußball die Pimpernellen. Das geht gar nicht. 
Und da ich ja hier an dieser Stelle mein eigenes Geschlecht nicht niedermache, aber in der Sportart nicht ernst nehmen kann, ist das jetzt ja irgendwie nicht sexistisch. So. Und was ist es dann? Einfach ehrlich? Gemein? 
Egal. Ich stehe dazu. Fußball ist was für Männer. Ich will grobe Fouls und echte Kerle und auf gar keinen Fall androgyne (bestenfalls) Amazonen, die im witzigen Zeitlupentempo über den Platz spazieren. 
Sorry, falls ich hier jetzt die Eine oder Andere von euch kränke. 
Ihr dürft euch auch mächtig sauer über mich auslassen. Ich habe dafür ein offenes Ohr. Meine Moleküle drehen auch nicht durch. Versprochen. (Das ist eine gemeine, hinterhältige Lüge, aber das wisst ihr ja! 😃).

Hui, für vorneweg war das echt viel. 
Jetzt bleibt mir nicht mehr so viel Zeit für den wesentlichen Teil dieses Eintrags, denn meine Augen fallen immer wieder zu. 
Machen wir es kurz:
Ich habe bewusst keinen Schwanger_werden-Blog, ebenso wie keinen Schwanger_sein-Blog oder Mutti_sein-Blog mit der Eröffnung der Molekülwelt beabsichtigt. 
Das hat mehrere Gründe. Der Hauptgrund ist aber, dass ich bzw. wir als Paar nicht all unsere privaten Entscheidungen öffentlich machen möchten. 
Ich war einfach noch nie der Typ, der private Themen in der Öffentlichkeit ausdiskutiert. 
Zudem finde ich es auch eine Zumutung, wenn ich hier anstatt die quietschfidele Panik-Penny mit einem ganz normal verrückten, allumfassenden Leben gebe, sondern nur noch mit euch über Manducas und passende Schlafsackmotive diskutieren möchte. 
Versteht mich nicht falsch, es ist nicht so, dass mich die Wahl einer richtigen Badewanne oder eines passenden Kinderzimmerthemas nicht gerade - ebenso wie den allersüßesten werdenden  Papa - beschäftigt, aber ich möchte und werde das nicht hier alles breittreten. 
Davon gibt es unzählige Blogs, aber das war nie mein Weg. 
Und diejenigen unter euch, die mich in dieser kleinen Molekülwelt schon ein wenig besser oder näher kennengelernt haben, die haben sowieso schon Einiges zwischen den Zeilen gelesen und verstanden. 
Das finde ich schön. 
So soll es weitergehen. 
Dieser Blog ist so eine Wohltat, denn so kann Klein-Matteo-Roderich-Sturmhart immer wieder kleine Zwischenauftritte haben, ohne dass ich euch mit ihm langweile. 
Ja, klingt sehr nach Jungennamen, nicht? 
Könnte daran liegen, dass das Minimolekül ein richtiger kleiner Junge ist. So einer, der sich irgendwann die Knie beim Skateboarden und Fußball kicken mit seinem Papa aufschlägt. Und einer, der hoffentlich auf LEGO und PLAYMOBIL steht (damit er seinen Eltern das Alibi für diverse Käufe liefert!). 
Jetzt ist es aber so, dass Klein-Matteo-Roderich-Sturmhart auch eine wirkliche, reale und sehr verrückte Familie bekommt. 
Hier ist verrückt eigentlich das schönste Attribut, denn ich berichtete oder deutete zumindest schon mal an, dass der Teufel auch in unsere Familie eingeheiratet hat. 
Früher, vor wenigen Jahren, als es den Teufel noch nicht gab, war alles tutti. 
Dann kam der Teufel und zwar gehüllt in einem engelsgleichen Kostüm. Dies suggerierte mir zunächst, ich hätte einen recht liebenswerten Menschen vor mir. Doch so ein echter, tasmanischer, ungeheuerlicher Teufel kann seine Hörner nicht ewig verstecken. Und so kam es wie es kam. Es machte *knall_bumm_peng*, der Vorhang fiel und seitdem Tag, an dem sie letzten Endes ihre Maske endgültig fallen ließ, war es leider zu spät (für alle von uns!). 
Nachdem wir nun knapp ein Jahr Funkstille hatten und der Teufel nun erfuhr, dass das Minimolekül unterwegs ist, wurde sich wieder etwas angenähert. Dies ist auch in unserem Interesse, denn Matteo-Roderich-Sturmhart (stört euch was? :)) hat schließlich auch eine kleine Cousine und wir möchten ihm eine gemeinsame Kindheit (mit der Schippe seine 2,5 Jahre ältere Cousine ärgern, an den Haaren ziehen...) mit ihr natürlich gerne ermöglichen. Dass seine angeheiratete Tante einen gewöhnungsbedürftigen Charakter hat, spielt da erstmal eine kleinere Rolle. 
Nun verhält es sich also so, dass man sich öfter sieht. Auf Geburtstagen geht man sich jetzt nicht mehr aus dem Weg, man gibt sich eben Mühe. 
Und so kam es letzten Samstag zu einer weiteren Begegnung. 
Die dazu führte, dass ich erneut in Wallungen bei ihrem Anblick geriet, weil sie mir ununterbrochen ungefragte Kauf- und Produkt- und Anwendungstipps gab. Das hörte nicht auf. Sie hat so eine penetrante Art, lecko mio, innerlich kloppte ich ihr unentwegt den Holzhammer auf den Schädel. 
Dieses großkotzige Gehabe...Aggressionen. 
Habt ihr schon das Kinderzimmer gekauft? 
Ähm, nein. Wir haben noch Zeit. 
Naja, an eurer Stelle würde ich mich beeilen. 

Habt ihr schon den Namen?
Wir wissen erst seit 6 Tagen, was es ist. 
Stille. Stirnrunzeln. Murmeln...noch KEINEN Namen????

Kauf die und die Pflegetücher, alle anderen taugen nichts.
Dies und Das ist quatsch. Braucht kein Mensch. 
Hier, das Stillkissen (Foto her zeig) von der und der Firma ist das Beste. 
(Im Übrigen ist das empfohlene Stillkissen bei Ökotest recht negativ aufgefallen, weil es Giftstoffe enthält, die unter anderem zu Hautjucken und Atembeschwerden führen können. Aber sowas interessiert Frau Allwissend ja nicht. Manchmal frage ich mich, ob sie überhaupt lesen kann?).

Jedenfalls führte dieses ungebetene auf mich Eindreschen dazu, dass ich nachts einen halben Gedankentobsuchtsanfall bekam. Und das alles nur, weil ich sauer, angenervt und dadurch komplett wuselig im Hormongehirn war. 
Mein normales Gehirn würde da auf Autopilot schalten. Würde mir nen Vogel zeigen und mich schnell auf den Boden der Tatsachen holen, nämlich dass das nur wieder einer ihrer niedertächtigen, perfiden Wesenszüge ist um sich zu profilieren. 
Aber wie wir ja schon zur Genüge durchgekaut haben: Das funktioniert gerade nur ganz, ganz selten. 
Also hatte ich eine schlaflose durchdreh Nacht, bis mein Herr Herzmolekül, dessen Gehirn noch gut und realitätsnah tickt, mich dann wieder erdete. 

Und aus diesem Grund, verehrte Molekültanzmäuse, ganz genau aus diesem Grund bleiben wir hier einfach weiter bei einem buntgemischten Themenwirrwarr. Mit Anekdoten aus der Lehranstalt, mit allerlei Ulkigem (ja, für euch manchmal vielleicht nicht, aber ich schreie mich tendenziell ganz gerne über meine Witze weg), mit meinen Macken und Launen und euren dazugehörigen Kommentaren. 
Denn der tippgebende Teufel, der lauert schon zu sehr in der Realität! 

Lasst euch nicht ärgern! 

Eure Penny 

Donnerstag, 12. Juni 2014

Wenn die Schüler mal streng sind...

Thema "Lebendige Präsentation" in meiner Klasse (nicht bei den komplett Verrückten, sondern bei den 1/4 Durchgeknallten). 
Ein Schüler hat das Thema: Die richtige Ernährung für den Muskelaufbau. 
Zum Abschluss hat er Pappbecher mit und macht jedem in der Klasse einen kleinen Eiweiß-Protein-Shake.
Ich habe irgendwie Hunger und okay...in der Not frisst der Teufel...

"Ich mache jetzt jedem, der probieren mag, einen kleinen Probeshake!"
Hände reib: "Oooh, prima!"
"Außer für Sie, Frau Herzmolekül. Hier steht extra für Schwangere nicht geeignet!"

Und das ist übrigens einer der siebentausendzweihundertachtundvierzig Gründe, warum ich meinen Beruf liebe! 
:)

Mittwoch, 11. Juni 2014

"Frischzelle vehementes Wunder/Machst mich schwach, alles unwichtig und klein"

Halleluja, brat mir einer einen Storch, was seid ihr denn hier für wahnsinnig tolle und zahlreiche Molekülweltbesucher!

Respekt für eure Tapferkeit.
Ich verlange ja manchmal ganz schön viel ab (abooooo, vooooll krass, Leute) und freue mich umso mehr, dass ihr klammheimlich die 10.000!!! (hört ihr die Knaller? Seht ihr die Raketen am Himmel? Nur euch zu Ehren!) geknackt habt.
Ich freue mich wirklich über jeden Einzelnen von euch. Über die stillen und die kommentierfleißigen LeserInnen unter euch. 
Also bitte, wie "gewohnt" eine dieses Mal Reagenzglastorte, verziert mit einer dicken 10.000, gefüllt mit Passionsfruchtcreme (mein Bloodflower, erinnert dich das an etwas? ❤️), beschichtet mit leckerstem Marzipan. Wer den nicht mag, darf ihn mir geben! :))

Des Weiteren möchte ich mich kurz bei meinem Kopf bedanken:
Mein lieber Scholli, mittlerweile finde ich dich nicht mal mehr unausstehlich, sondern im Moment würde ich dich gerne von meinem restlichen Körper trennen, auf Eis legen und irgendwann, wenn du wieder richtig tickst, zurücknehmen. 
Ich hatte nun zum wiederholten Male exakt 48 Stunden einen so extremen Migräneanfall, der geht auf keine Kuhhaut mehr. 
Und irgendwann werde ich dann auch wirklich verzweifelt, nehme tapfer weiter nichts ein und kann eigentlich nichts mehr. 
Ich möchte nicht jammern, aber es wäre schon erleichtend, wenn wir die Anfälle von 1x in der Woche, auf 1x im Monat reduzieren könnten! 
Denk drüber nach, mein Guter! Bis dahin bist du für mich gestorben. 
Und ich schwöre, dass ich das durchziehen werde. 
Bald sind Ferien! Haha! Da knipse ich das Licht aus! 

Genug geschimpft! 
Kommen wir zu etwas Verrücktem. 
Hatten wir auch mindestens vier Tage oder so nicht. 
Hattet ihr schon Angst, dass ich langsam entverrückte? 
Keine Panik. Das kann nicht, niemals passieren. Ehrenwort! 
Also, gestern durften wir uns ein kleines Wesen anschauen. Und zwar in 3D, in 4D und mein Herr Herzmolekül sogar alles auf einer riiiesigen Beamerleinwand! 
Ziemlich verrückt. 
Noch etwas verrückter war dann aber unser Menschlein, unser zartes Minimolekül so wunderschön und so richtig fertig aussehend sehen zu dürfen. 
Und dies eine gute Stunde aus allen erdenklichen Positionen. 
Eine große Entschädigung für die bisher sehr kläglichen Ultraschallkurzmomente. 
Und so verrückt das auch ist zu glauben, dass dieses kleine Wunder da tatsächlich in meiner Plauze heranwächst, so begreiflich wurde es auch in diesem Moment. 
Ja, es ist so absolut zauberhaft und ein echtes, richtiges Baby, was wir da sehen durften. So mit allem, was ein gesundes kleines Minimolekül haben sollte. 

Und dann wurde es noch ein Stück verrückter, denn unser Zwerg machte es sich im chilligen Schneidersitz ("Ganz der Papa", rutschte mir dabei heraus), lässig am Daumen lutschend, während der Untersuchung bequem. Und weil man es fast nicht glauben kann, haben wir ein CHILL-4D-Foto. Da schaue ich seit gestern immer wieder so verzückt und verliebt drauf...auch verrückt. 

Und das eigentlich VERRÜCKTESTE daran ist, dass wir bereits bei der ersten Aufnahme erfahren durften, ob wir einen kleinen Jungen oder ein kleines Mädchen  bekommen! 
Unser Minimolekül ist da wirklich sehr freizügig gewesen (ich könnte jetzt wieder sagen: "Ganz der Papa!" ;)) und so steht es jetzt bereits zu 90% fest. 

Und weil ihr ja auch wundervolle SpekuliermeisterInnen seid (kleiner Tipp, die Chance liegt bei 50:50, hihi), dürft ihr das jetzt gerne machen! 
Also? 

Eure Penny, die mit Konfettis um sich wirft! 

Samstag, 7. Juni 2014

Von Abschweifungen zu Fliegen bis zu weiterem Blödsinn!

Ja Hallihallohallöchen alle miteinander,

schön, dass ihr wieder in die verrückte Molekülwelt hereinspaziert seid. 

Meine etwas ungewöhnlich lange Abstinenz hatte eigentlich nur einen Grund: Ich hatte fast überhaupt keine Zeit in den letzten Tagen.
Und dafür habe ich euch heute wieder die ein oder andere Belanglosigkeit, die in meinem bescheidenen (Lehrer)-Leben sich mal wieder ereignete, mit der ich euch vielleicht so zwei bis drei Minuten eures Lebens unterhalte/langweile/aufrege/amüsiere oder was auch immer für molekulare Gefühlsausbrüche ich euch damit beschere.
Ich musste gerade übrigens meinen Schreibwahn schlagartig unterbrechen, hatte es sich doch eine hinterhältige, wohl aber von der Wärme ziemlich gaga im Kopf seiende Fliege zum Ziel gemacht mich zu tyrannisieren, indem sie zunächst sturzflugartig in mein Gesicht flog und sich dann lebensmüde auf mein Sommerkleid niederließ. Ja, ja, so etwas bringt mich aus der Fassung. Mit Fliegen habe ich so meine Probleme, was mir meine Mutter spätestens in dem Moment attestierte, als ich als Vierjährige mit Holzclogs das hintere Fenster ihrer Ente einzutreten versuchte, weil dort eines dieser schwarzen Nervtöterwesen auf mich wartete. Ich ließ es dann auch sein, weil ich bemerkte, dass meine Ma das ehrlich ziemlich mies und unangebracht fand. Stattdessen hockte ich mich dann (wir warteten gerade auf meinen Vater) hinter die Rückbank und pieselte mir erstmal meine volle Stressblase leer. Fand sie im Nachhinein wohl auch nicht besser. Vielleicht hat sie sich da gesagt: "Hätte ich die verrückte kleine Penny lieber die Scheibe eintreten lassen. Es wäre zumindest die weitaus angenehmere Sache gewesen!" Tja, Mutter. Zu spät. 

Jetzt hat es eine blöde Fliege also wieder einmal geschafft Mittelpunkt meines Lebens zu werden. Das sind gar keine einfachen Fliegen, das sind in der Tiefe ihres Herzens alles Schweine. 

Und da kommen wir auch zum Punkt: 
Ich fahre glückselig am Dienstag zur Schule, bin ob des Anblicks eines unserer verlotterten Schüler, der da so viel zu spät des Weges entlangschlurft, regelrecht verzückt, denke noch: "Ach, irgendwie ist das schon ziemlich cool hier!", biege um die Ecke, hole meinen Lehrerparkplatzschrankenöffner raus und...stehe vor keiner Schranke. 
Nein, anstelle dieser befindet sich nun eine dicke Eisenkette mit noch dickerem Vorhängeschloss. Die Stadt hatte schon länger angedroht (wohlgemerkt seit über 40 Jahren unsere Parkplätze, an einem Schulstandort, der an Unattraktivität kaum zu überbieten ist!) unseren Parkplatz zu schließen. Sie ist leider eine dieser Pleitestädte des Ruhrgebiets, und der Meinung, dass wir von nun an 30€ monatlich (selbstredend auch während der Ferien = 360€ jährlich) für einen Parkplatz bezahlen müssen. 
Da dies keiner von uns auch verständlichen Gründen bezahlt, müssen wir uns nun Morgen für Morgen auf eine Glücksreise begeben, deren Ausgang jedes Mal ungewiss ist: Werde ich heute einen Parkplatz unter oder über 10 Minuten Fußweg finden? 
Spektakulär. Macht noch mehr Bock auf die Ferien, die nahen. 

In der Schule selbst war es dann auch wieder so herrlich unerwartet Erwartet:
Die meisten Schüler begrüßten mich mit den Worten; "Frau Herzmolekül, war'n Sie Karibik?", worauf ich immer das Gleiche sagte: "Ja, leider nur zwei Wochen. Viel zu kurz!" 
Letztlich wollten sie dann aber immer wissen, welche Krankheit ich hatte und waren konsequent erstaunt, wenn ich unfrei gut gelaunt entgegnete, dass ich gar nicht krank war. 
Es war in jeder Klasse ein unglaublich schöner Moment, wenn eine Vielzahl der Gehirne ratterten und knatterten: Wie kann sie nicht zur Schule kommen und gar nicht krank sein? Und vor allem: Wieso gibt sie das zu? 
Wundervoll. 
Ehrlich gesagt kostete ich das ziemlich aus.
Und löste es meist so auf: "Wisst ihr, ich konnte erstmal nicht unterrichten, weil mein Bauch jetzt immer dicker werden wird!"
Die Knallfrösche unter ihnen (gar nicht mal wenige) starrten dann immer so herrlich verwirrt auf meine Plauze und begriffen nicht. 
Die etwas Pfiffigeren fragten entgeistert, während sie auf Plauzi zeigten: "Wie jetzt? Ist da echt ein Baby drin?"
Die richtig Cleveren posaunten heraus: "Isch sag schon seit Wochen, dass Sie schwanger sind. Hab isch gewusst!"
Und die Mädchen schrien quietschend auf: "Abooooo voooooll schön. Voll schön, Frau Herzmolekül. Haben Sie schon Schwangerschaftshose an?", während sie wie selbstverständlich an meinem Shirt nestelten und meinen Bauch von nun an bei jeder Gelegenheit (Begegnung im Treppenhaus, Gruppenarbeit und ich eile zur Hilfe...) antatschten! :)
Komplett irre. Komplett so, dass mein Herz bei all diesen Reaktionen tanzte und ich einfach dachte, dass es verdammt cool und toll und richtig ist Lehrerin und werdende Mutter zu sein.

Kurzum: Es war eine überaus stressige Woche, mit vielen schulischen Terminen, mit ebenso vielen Freundinnen-Treffen, mit dem Geburtstag der kleinen Gräfin zwischendurch und mit einem Poolaufbau, der gestern nach 8!!!! Stunden Wasserbefüllung nun darauf wartet, dass mein Herr Herzmolekül und seine Plauzfrau diesen nachher einweihen. Und das werden sie. Auch wenn ich gestern immer wieder mahnend rief: "Schatz, dreh ab. Das wird zu voll. Schon mal was von Verdrängung gehört? Wenn ich da einsteige, läuft es über", was aber mit Augenrollen irgendwie nicht ernst genommen wurde. 

Als Beweis dafür habe ich eigentlich drei Fotos für euch. 
Eines kam heute Morgen. Ich bin nun das zweite Mal auf dem Rückweg von einer Minimolekülkontrolle geblitzt worden. 
Dieses Mal sieht man mich genüsslich mein Nougat-Croissant, welches noch heiß war (jamjam), mampfen. 
Und weil es nötig war und ich Prioritäten setzen musste, fuhr ich statt der geforderten 30 km/h unkonzentrierte 37. 
Aber wisst ihr was? Drauf geschissen. 
Ich hatte Hunger! Und war selig. Was soll's! 
Und weil ich das jetzt so wunderbar geschildert habe, braucht ihr das dazugehörige Foto gar nicht sehen. So regt das eure Fantasie auch eher an. 

Bild Nr 2 und 3 sind gephotoshopte Plauzbilder. 
Und weil wir auch hier unserer Fantasie nicht zu sehr in die Quere kommen wollen, dürft ihr euch den passenden Penny-Restkörper dazu erfinden. 

Mit Zahnbürste? Na logo! :)





Ich wünsche euch ein zauberhaftes langes Pfingstwochende und lasst mich gerne wissen, ob ich eine (und welche) Molekülregung bei euch bewirkt habe! 
Für die negativen Empfindungen gibt es im Voraus schon mal ein dickes, unschuldiges T'SCHULDIGUNG! 

Eure Plansch-Penny


Montag, 2. Juni 2014

Der Tag, an dem ich der Mafia den Stinkefinger entgegenstreckte

Am 31. Dezember 2013 trank ich zum letzten Mal genüsslich einen oder zwei (ja, ja, oder auch mehr) Hugo. Ich trank Campari O. Und genoss es.
Ich wusste dies würde vorerst der letzte Schluck Alkohol bleiben. 
Das war in meinem Kopf fest verankert, das Projekt stand kurz bevor und ich wollte alles hübsch in meinem Körper herrichten. Bereit machen. 
Dann reiste auch wirklich das Minimolekül an, renovierte hier und da ein wenig, stellte Möbel um und machte es sich Woche für Woche gemütlicher. 
Das gefiel mir. So sollte es sein. 
Also begann ich natürlich noch vorsichtiger zu sein. 
Ich aß keine Lieblingswurst mehr. Manchmal ertappte ich mich dabei an der Salamipizza meines Mannes zu schnüffeln. Im Lebensmittelgeschäft berührte ich zart die Bifi. Die gute Apfel-Zwiebel-Leberwurst wurde liebevoll getätschelt und natürlich liegen gelassen. 
Pommes ohne Majo. Brötchen beim Bäcker ohne Majo. Ein majo- und aiolifreies Leben begann.  
Gemüse wurde noch gründlicher gewaschen. 
Gartenarbeit sowieso nur noch mit Handschuhen erledigt. 
Ich aß gesundes Zeug. 
Obst. Obst. Obst. 
Manchmal vier Nektarinen hintereinander. 
Alle anderen Lebensmittel wurden auf deren Ingredienzien peinlichst genau untersucht. Irgendwas Geräuchertes dabei? Okay, dann nicht mit mir! 
Alles lief wunderbar. Gewissenhaft. 
Bis zu diesem Tag Ende Mai, genauer gesagt: bis zu Samstag, 31. Mai, etwa 18 Uhr, als ein Yes Torty das alles zerstörte! 

Ich freute mich sehr als ich die Sommeredition Yes Torty Erdbeer-Yoghurt entdeckte und schwupp landete sie selbstverständlich auch im Einkaufskorb. 
Vorgestern war es dann so weit. Nach dem Abendessen wollten Herr Herzmolekül und meine Wenigkeit etwas Kindheitsnostalgie erleben und nahmen uns ein kleines besagtes Küchlein (ohne uns zuvor gegenseitig eine Kerze reinzustecken. Ähm, Moment. Das hört sich jetzt auch verdammt...naja...beinahe pervers an. Also wir stecken uns NIE gegenseitig irgendwo Kerzen rein. Ach, verflixte Axt, ich mache es nur schlimmer! Also weiter). 
Ich inspizierte wie gewohnt das Kleingedruckte, welches hier wortwörtlich zu nehmen ist. 
Nichts Auffälliges zu finden, also reingebissen. 
Irgendwann denke ich mir (okay, es ist ja wirklich ein einziges Kuchenstückchen, also irgendwann ist etwas übertrieben, ich revidiere: als ich es aufgegessen habe, bemerkte ich im Nachgeschmack etwas Seltsames. 
Es machte mich stutzig und ich entknitterte nochmals die Verpackung. 
Und las und las. 
Und dann fand ich es. Den Hinweis. So klitzeklein, als wäre er schier bedeutungslos: Alkohol! 
So steht es da, irgendwo zwischen Vanillearoma und Kakaopulver, als wäre es nichts. 
Als wäre die Panik-Penny gar nicht vorhanden. 
Doch da haben sich die Yes Torty Macher geschnitten. 
Ich pfefferte das Papier in die Ecke, warf mich auf die Couch und flennte wie ein Schlosshund. 
Detektiv Herzmekül versuchte mich zu beruhigen: "Mensch, Schatz, jetzt mach da kein Drama draus!", doch zu spät. 
Die Yes Torty Mafiosos hatten das Drama heraufbeschworen, nicht ich.

Es gibt Alkoholiker, die sich sicher völlig unbedarft ein Yes Torty "reinzwitschern". Sie feiern damit vielleicht (mit Kerze) einen besonderen Abschnitt ihrer Abstinenz? 
Es gibt Eltern, die versüßen den Spielplatzweggang mit einem Yes Torty. 
Und es gibt Panik-Penny (sowie vielleicht auch die ein oder andere Schwangere) die einfach mal nach Jahren Lust auf ein Yes Torty hat. 

Und es gibt Yes Torty Produzenten, Pardon, ich meine die Yes Torty Mafia, die gemeinsame Sache mit der Lebensmittelindustriemafia macht. 
Jeder Scheiß muss in Deutschland mit irgendwas fett gekennzeichnet, gut ersichtlich gemacht sein. 
Glückliche Hühner? 
Halb glückliche Hühner? 
Alls muss für den Verbraucher klar ersichtlich sein. 

Aber dass man mal ganz deutlich irgendwo aufdruckt, das man Alkohol verarbeitet, ne, das braucht man nicht. 

Jedenfalls wollte ich hiermit bloß laut loswerden: 
Hochverehrte Yes Torty Mafia, du bist ein ARSCH! 

Ich wünsche euch einen tollen Wochenstart (die verrückte Lehranstalt hat mich wieder!), lasst eure Moleküle nicht so schnell durcheinanderbringen (lieber tief durchatmen) und überhaupt: Habt es zauberhaft! 

Eure OBERPANIK-PENNY, die sich gleich mit ihrer Freundin trifft und weil diese 2 Kindergartenkinder hat, jetzt schon leichte Ringelrötelnpanikanfälle schiebt. 

Ja, komplett verrückt eben. ❤️❤️❤️