Montag, 29. September 2014

Twiggy is gone. Also so gut wie.

Heute Morgen um 11:22 Uhr schaltete ich die kleine zickige Twiggy bei den E*ay Kleinanzeigen zum Verkauf frei. 
Um 11:26 Uhr klingelte mein Handy sturm. 
Und wenn ich hier sturm schreibe, dann meine ich das auch so. 
Wir sprechen von unzähligen Anrufen plus weiteren Mails. 
Um 11:33 Uhr war ich fix und fertig und textete meinen Mann an: "Hüüülfeeeee! Ich habe da was losgetreten. Und jetzt überrollt mich eine Lawine!"
Wenig verständnisvoll - weil gerade arbeitstechnisch schwer beschäftigt - kam nur eine Verhandlungssumme zurück, die ich jetzt so mal gar nicht an die potenziellen Käufer weitergegeben hatte. 
Aber gut. Das konnte ja noch werden. 
Also ab da die höhere Summe brav genannt. 
Zuvor jedoch, also vor dem "darunter läuft nichts Limit" hatte ich schon mit einem Interessenten, der mir wahnsinnig begeistert schien (wovon ich dann auch angesteckt wurde) und versprach den Wagen heute noch abzuholen, eine Summe ausgehandelt, auf die ich absolut stolz war und mir noch drei Minuten vor dem SMS-Abtausch mit meinem persönlichen Autoschieber :) total fanatisch auf die Schulter klopfte, während ich durch das Haus tanzte. 
War dann ja schnell vorbei mit dem Tanzen und so. 
Der liebenswerte Ehemann kam also nach Hause. Zuvor hatte ich ihm schon geschrieben, dass ich da eigentlich schon alles klargemacht hätte, aber guuuuuuut, dann eben Absagen würde. 
Da stand er nun unter der Dusche, völlig übernächtigt nach 14,5 Stunden Arbeit und ich kaute ihm das Ohr ab. 
Irgendwie war ich noch immer ziemlich verzückt von meiner (Moment...schon wieder Telefon, ratet mal?) Verkaufsstrategie. Nur irgendwie färbte das nicht so auf ihn ab und er murmelte weiter von wegen "Da wäre mehr drin gewesen" und solchen Dingen, die ich jetzt langsam nicht mehr prominent fand, denn nun kehrte anstelle der Freude doch eher Ernüchterung ein. 
Und Ernüchterung ist nicht mein Ding. 
Die deprimiert mich immer so. 
Und so wollte ich den Wagen jetzt nicht mehr verkaufen. 
Das wiederum fand Herr Herzmolekül jetzt auch blöde. Und er sagte: "Jetzt gib ihn halt so ab. Aber keinen Euro weniger!"
Hmmm. Blöd. Blöd. Blöd. 
Plötzlich machte verkaufen mir gar keinen Spaß mehr. 
Aber ich wäre nicht die ausgefuchste Penny Herzmolekül, die wagemutigste und risikoliebende und Nervenkitzel herausfordernde Profiverkäuferin, wenn ich nicht einen ganz hinterhältigen Plan in der Hinterhand hätte. 
Also schrieb ich demjenigen, dass es mir aufrichtig leid täte, aber mein Mann (höhö) nicht mit dem ausgemachten Preis einverstanden sei. Ich wünschte noch freundlich einen schönen Tag und viel Erfolg bei der Autosuche und stiefelte ein wenig erlöster in die Reinigung, um des Herren Anzüge für die  nächstes Wochenende anstehenden Events (Hochzeit und Taufe) tippitoppi herrichten zu lassen. 
Keine zwei Minuten später bekam ich die Antwort: "Ich nehme den Wagen auch für den Preis, den ihr Mann möchte!"
Na bitte!
Soeben stand ein dicker liebenswerter Autoschraubertürke vor unserer Haustür. Er war zauberhaft, Twiggy ließ sich brav starten, wir machten den Kaufvertrag fertig und er bezahlte. 
In wenigen Stunden wird die alte Dame abgeholt. Oder besser: Abgeschleppt, denn sie ist seit letzter Woche abgemeldet. 
Falls sich also noch jemand von ihr verabschieden möchte, noch steht sie auf ihrem Platz. 
Ich hoffe sie kommt in gute Hände. 
Besonders in diesem Monat habe ich so manche Stunde mit ihr verbracht. Man möge sich nur mal kurz an die Flucht vor unserer Putzfee erinnern, als sie mir wunderbaren Unterschlupf gewährte. 
Das werde ich ihr nie vergessen und ich finde es schön, dass sie wahnsinnig heiß begehrt ist, unsere kleine schwarze Twiggy! 

P.S.: Nach meiner erfolgreichen (Um)Verhandlung wollte ich mich beim Bäcker mit einer Vanillestange belohnen. 
"Besteht die Vanillestange aus frischen rohen Eiern?"
"Häh!"
"Die gefüllte Vanillecreme, ist sie gekocht oder mit rohen Eiern gemacht?"
"Dat is' ne Frage. Dat is ne Füllung. Wat da drin is, kann ich Ihnen gezz nich sagen", gröhlt es mich verständnislos und angenervt von der gegenüberliegenden Thekenseite an!
"Okay, dann nicht", entfleucht es mir, während ich ein wenig angekotzt den Bäcker verlasse. 
Wer weiß schon so etwas Kompliziertes wie die Zutaten angebotener Waren?
Ich bin aber auch unverschämt...

Gehirnakrobatik

Sonntagsblues. Ja, ja, kennt ihr mittlerweile. Den Rest an Sonntagsbeschimpfungen spare ich mir also...schlechtes Karma und so. Ihr versteht?

Wie auch immer, ich habe diverse Dinge in meinem Kopf und die müssen mal raus. An die frische Luft sozusagen. 
Also werfe ich jetzt gleich mit wilden Informationen um mich und jede(r) von euch darf sich was rauspicken, eventuell auch den Gedanken weiterspinnen oder ihn in den gelben Müllsack zum Recyceln stecken. Ihr seid ganz frei. Bloß sortieren müsst ihr das alles selber, ich bin dazu heute irgendwie - sagen wir - zu bequem. :)

1. "Die Mädels auf deinem Blog unterstützen meinen Kuschelhundwunsch!", kommt es gestern spontan von meiner manchmal wahrhaftig besseren Hälfte. 
"Ne, die vertun sich. Oder du interpretierst das völlig falsch!", versuche ich die Traumblase platzen zu lassen, bevor sie immer größer wird. 
Doch zu spät. 
Ich weiß nicht wie lange ich dem Labrador noch als neues Familienmitglied entkommen kann. Vielleicht lenkt der Minimolekülmann einfach bald ab? Wir werden sehen...

2. Dawanda. Ja, ich weiß, es schreien jetzt begeisterte Deko- und Stoff- und überhaupt schöne Dinge-Liebhaberinnen auf. Also ich finde die Seite ganz, ganz blöd. Gefällt mir nicht. 
Ich habe jetzt seit Tagen nach einem geeigneten Stoff für Kinderzimmervorhänge gesucht. Anbieter angemailt. Und alles von unzuverlässigem nicht Zurückmelden bis "So viele Meter Stoff habe ich leider nicht" kassiert. Das finde ich doof. Ach, ne, ätzend. Ätzend trifft es viel mehr. 
Schon mal Kinderzimmervorhang gegoogelt? Da findet sich allerhand Kitschiges. Teddybärchen in kitschblau, Bienchen und lauter so ein Zeug, bei dem ich mich allen Ernstes frage, ob das tatsächlich noch jemand im Jahr 2014 kauft? Ich glaube es nicht. Es ist einfach alles geschmacklos. Deswegen ja meine verzweifelte Überlegung Stoff zu kaufen und selber zwei Schlaufenvorhänge zu nähen. Und da sie bodenlang sein sollen, brauche ich eben auch einige Meter Stoff. Scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Grrrrr....

3. Kein Ding der Unmöglichkeit ist übrigens unser Vorhaben in den nahenden Ferien das Kinderzimmer als solches herzurichten. Dafür muss dieses aber auch geliefert und von den netten Herren aufgebaut werden. Ich hoffe wir bekommen spätestens übernächste Woche den ersehnten Anruf, damit wir den Liefer- und Aufbautermin festmachen können. 
Das passiert dann also 8!! Wochen bevor der Kleine hier auf dem Molekülplaneten landet. 
So verhält es sich übrigens auch mit dem Kinderwagen. Ich habe jetzt schon Sorgen, dass er nicht Mitte Oktober geliefert ist (sodass wir ihn dann Anfang/Mitte November nach Hause holen können!). 

4. Da wären wir beim wirklich wahnsinnig krassen Punkt: Der Minimolekülmann wird schon sehr bald geliefert. Das ist eine unglaubliche Vorstellung. 
Liegt das also daran, dass ich tendenziell jede Nacht groben Unfug träume? 
Mal wache ich nachts auf und habe plötzlich keine Plauze mehr. 
Oder ich darf das Baby nicht sehen, weil ich es gar nicht selber bekommen habe und die leibliche Mutter es nun doch nicht hergeben möchte. Ja, alles äußerst witzig. Da war es fast eine Wohltat, dass sich meine Hirse heute Nacht mit der Abschlachtproblematik bei den Sons of Anarchy beschäftigte. Ganz ehrlich: Da träume ich lieber von einer selbst abgebissenen Zunge als von diesen Babyträumen. 

5. Die Hirse, die finde ich unheimlich bescheuert. Also meine. Nicht eure. 
Aufgrund des Anratens der Ärztin, die das Ersttrimesterscreening gemacht hat, habe ich seit der 13. Woche ASS100 täglich eingenommen. Angeblich soll dies das Präklampsierisiko minimieren. Da es sonst keine Nebenwirkungen für das Kind hat, entschieden wir uns dafür. 
Kurze Zeit nach der regelmäßigen Einnahme verschwanden meine Migräneanfälle als auch generell meine Kopfschmerzen. DAS war herrlich. Eine wirklich richtige Erleichterung. Noch nie seit etwa 20 Jahren habe ich nun Monate ohne diese lästigen Schmerzen verbracht. Ich war frei. Konnte ohne Angst vor der nächsten Attacke durchatmen. Das war ein Traum. 
Nun ist die Packung seit einigen Tagen leer und da ich sie bis irgendwann jetzt ohnehin nur noch nehmen sollte (kurz vor dem ET darf man sie wohl nicht mehr nehmen), kaufte ich keine neuen. 
Tja, und was soll ich sagen, zwei Tage nach dem Absetzen sind die Kopfschmerzen beinahe täglich wieder da. Bisher konnte ich sie mal mit einer Paracetamol in den Griff bekommen, aber nun plagen mich seit Stunden das erste Mal seit Monaten wieder Migränevorboten. Und die sind gemein. So gemein, dass ich morgen wohl doch nochmal die ASS Therapie fortführe. Und sollten sich da die Schmerzen wieder verdünnisieren...hallo...da werde ich dieses "Experiment" nach der SS einfach weiterführen. Ich mag nicht mehr meine Triptane dauerhaft schlucken. Und vor allem nicht mit dieser "Es könnte gleich wieder losgehen-Angst" leben. 
Kennt sich da jemand aus? Ist das eine gängige Migräneprophylaxe?

6. Der Kleine tobt, tanzt, übt Steilpässe, tritt seinen Vater sehr fleißig gegen die Hand, wird immer dann munter, wenn ich doch in eine Art Tiefschlaf falle, boxt mich stundenlang, stemmt seine mich jetzt schon so verzückenden Minifüße so extrem gegen meinen Bauch, dass ich denke: "Jau, jetzt durchbricht er gleich meine Haut und macht ein Loch rein!". 
All das macht mich unheimlich glücklich. Ich habe mir nicht vorstellen können, wie sich das anfühlt einen kleinen Menschen in seinem Bauch zu beherbergen. Wie dieser wächst und immer kräftiger wird. 
Und jetzt? Jetzt kann ich das oftmals trotzdem nicht glauben. Manchmal wache ich nachts auf und muss fühlen, ob er noch da ist. Meistens werde ich ziemlich schnell getreten, wenn ich beide Hände auflege, oder aber er presst sich mit seinem Popo so sehr gegen die Bauchdecke, dass da kein Zweifel mehr bleibt und ich kapiere: Ja, er ist da. Und ihm geht es gut. 
Das ist übrigens der zwar schlafloseste, aber auch absolut entspannteste Teil dieser Schwangerschaft: Ich frage mich nicht mehr, ob es dem Kleinen gut geht. Ich weiß es. Ich spüre es. Es ist so beruhigend. Er wird nachts wach, wenn ich es mal kurz werde. Er fängt das Toben an, wenn ich zur Toilette muss (sehr, sehr, sehr oft!), so als ob er dann wach wird und mir sagen möchte: "Hey Mama, cool, dass du wach bist. Ich trainiere dann mal fleißig weiter!". Das gibt mir einfach absolute Sicherheit, dass es ihm gut geht. 

7. Betroffenheit. 
Ich möchte hier nochmal sagen, dass mich diese Woche jemand durch seinen zwar kurzen, aber dennoch sehr bewegenden Post, ziemlich traurig gemacht hat. 
Das Leben ist manchmal ungerecht. 
Ich wünsche all jenen, die mitten im Kinderwunsch stecken, ob in aktueller Warteschleife oder kurz davor oder aber gerade sehr verzweifelt/wütend/traurig sind, dass ihr euer Glück finden werdet. Und dies meine ich nicht auf den Kinderwunsch bezogen, sondern ganzheitlich. Auf euer Leben bezogen. 
Jede(r) Einzelne, der dies hier liest, hat immer die Chance dieses Glück zu finden. Manchmal sucht man es vielleicht einfach an der falschen Stelle? 
Ich wünsche euch jedenfalls, dass ihr es finden werdet oder aber euch finden lasst. Dass ihr daran glaubt, dass ihr das Recht darauf habt glücklich zu sein. Denn das habt ihr. Ganz sicher.
Verliert euch nicht selbst. Und wenn ihr merkt, dass ihr aber genau dieser Gefahr gerade in die Arme lauft, dann schaut in den Spiegel und betrachtet euch. Seht ihr euch dort? Seht ihr wie toll und besonders und wunderbar ihr seid?
Umgebt euch nicht mit den Dingen oder Menschen, die euch nicht guttun. 
Das Leben als solches ist zu wertvoll als dass ihr es damit verschwendet nicht glücklich zu sein. 
Gebt nicht auf daran zu glauben, dass euch dieses Glück zusteht. 
Räumt die größten Steine aus dem Weg oder klettert darüber. Denn manchmal ist man zu schwach, um einen dicken Felsen zur Seite zu räumen. Aber dann hat man immer noch seine gesunden Füße, um über den Klotz auf dem Weg zu steigen und ihn somit hinter sich zu lassen. 
Es gibt nicht nur einen Weg. Und erst recht nicht DEN Weg. 

Lasst euch nicht unterkriegen!

Eure daumendrückende Penny, die an all diejenigen denkt, die gerade hoffen und an die, die auf dem Weg dazu sind wieder Hoffnung in ihre Herzen zu lassen. 
Ich weiß, dass das ein verdammt schwieriger Weg ist. Aber vor allem ist es einer, der sich immer lohnen wird. 
❤️

Dienstag, 23. September 2014

Wenn der Postmann KEIN MAL klingelt

Hier passiert so wahnsinnig viel Aufregendes, sodass ich nicht umhin komme es auf diesem Wege weiterzugeben. 

Meine Hühnerschlachtkollegin hat mir gerade eine SMS geschrieben, welche beiden Pappnasen nun meine Klasse übernehmen. Und ganz ehrlich? Ich bin entzürnt, denn es sind zwei der unzuverlässigsten und faulsten im gesamten Kollegium. Und einer davon der unfähigste zudem. Selbst das Wort Pädagoge in seinem Kontext zu benutzen, wäre blanker Hohn. 
Nun ja, ich habe mich jetzt dazu überredet, locker durch die Hose zu atmen und mich erst dann aufzuregen, wenn ich nächstes Halbjahr zurück bin. 
Und dann garantiere ich euch, dann mache ich sie beide fertig. 
Sollte mein Klassenbuch nicht tiptop sein. Sollten meine Schüler auch nur ansatzweise so undiszipliniert oder sonstwie verkorkst sein wie es die Klassen der beiden IMMER sind, boar, ich flippe gepflegt aus. 
Aber jetzt sitze ich auf meinem Pilateskissen und seufze bloß ein tiefes OOOOOOOOOOMMMMMMMMMMM! 

Was mich besonders an Kollegen Prinz Eisenherz aufregt wäre übrigens mindestens einen eigenständigen Post wert. Aber wir haben ja noch eine Menge Zeit miteinander. :)

Zurück zu Kollegin Hühnerschlacht. 
Ich hatte vor einiger Zeit schon einmal angedeutet, dass ich über sie Einiges erzählen könnte. 
Machen wir auch noch. Aber nicht heute. 
Aber gut, DIESEN kleinen Dialog enthalte ich euch sozusagen als Schmankerl nicht vor:
"Penny, ihr hattet doch von Kollege Eure Eminenz eine Ente und eine Gans neulich oder?"
"Ja. Waren super lecker!"
"Seid ihr zu ihm und habt sie selber gerupft und geschlachtet?"
"Neeeeee...[schüttel]...DANN würde ich die armen Tiere nicht mehr essen können!"
"Hmmmm...sollen wir das mal machen?"
"Töten, rupfen und schlachten?????"
"Ja. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass bald Zeiten auf uns zukommen werden, in denen es lebensnotwendig wäre so etwas zu können!"

Ähm ja. So ist sie. Übrigens mein Alter. Und etwas freaky. Meist total mies drauf (vermutlich die Apokalypse immer vor Augen) und zu allem eine sehr schräge Meinung:
Unsere andere Kollegin hat nämlich Brustkrebs, weil sie ab und zu mal Colalight getrunken hat!
Oooooder: Sie bekommt ihre Kinder (hat noch keines!) ALLE per Kaiserschnitt, denn Kinder, die auf normalen Weg geboren werden, haben meist einen Hirnschaden! Viel zu gefährlich!!!

Absurde Theorien. Ich kann es oft nicht glauben, wenn sie mir mal wieder eine neue davon offenbart. 

So, jetzt beginnt mein eigentliches Thema. Haha...in der Kürze mag die Würze liegen, aber ich bin einfach zu mitteilsam. Aber dies zumindest mit einer Überleitung. Denn Kollegin Hühnerschlacht-Apokalypse heiratet nächste Woche (einen anderen Kollegen von uns! Anderes, wieder sehr spannendes, aber dann doch für heute zu weit ausholendes Thema!).

Für diese Hochzeit, zu der wir auch geladen sind ("Wir würden euch gerne einladen? Aber ihr geht bestimmt nicht mehr auf solche Feiern, weil ihr so viel wegen des Babies plant, oder?"), habe ich mir Strumpfhosen bestellt und seitdem sie gestern ankamen (übrigens ganz grässliche Dinger, die sofort wieder retoure gehen!), lauere ich in Kriegsstellung auf den DHL-Paketmann, der es sich ganz schlimm mit mir verscherzt hat. 
Und daran haben wir jetzt einige Monate gearbeitet. Hatten sogar eine Aussprache. Und jetzt das. 

Alles fing vor Monaten damit an, dass er unsere Pakete, so wir nicht da waren, fröhlich in der weiten Nachbarschaft abgab. Mich ärgerte dies oft sehr. Wir wohnen hier noch nicht lange und ich finde es einfach superdreist, wenn er irgendwelche Leute 50 m von unserem Haus entfernt im dritten Stock mit unseren Paketen belästigt (und sie netterweise auch noch alles annehmen!). In was für Wohnungen ich in dieser Zeit schon überall war. Unglaublich. Und unangenehm. 
Vor allem regte es mich auf, dass auf der eingeworfenen Karte im Briefkasten immer stand: "An Ihren Wunschnachbarn XYZ geliefert!"
Jedenfalls machte mich das irgendwann rasend, nachdem ich mal wieder bei irgendeinem Ömchen vor der Tür stand und mich artig bedankte. 

Einige Tage später klingelte es bei uns. 
Mein Freund drückte mir mit den Worten "Tach. Nehm Se dat ma an. Der Typ wohnt n'paar Hausnummern weita. Der is gezz noch am arbeiten. Der kommt erst imma so gegen vier!" ganz kackendreist einen riesigen Karton in die Hand und hatte schon eine fertig eingetragene Karte mit meinem Namen für den nicht Anwesenden "An Ihren Wunschnachbarn geliefert" in der Hand
Das war mein Auftritt. 
Ich knallte ihm das Paket in seine Arme zurück und sagte ihm deutlich, dass ich das nicht annehme! 
Er schaute sowas von angepisst. 
Deswegen erklärte ich ihm noch, dass ich auch nicht wollen würde, dass er unsere Pakete auf der gesamten Straße verteilt. Direkte Nachbarn wären völlig okay, aber nicht irgendwo 10 Häuser weiter!  
Er ließ mich sauer stehen. 
Einen Tag später klingelte es wieder, dieses Mal war mein Mann an der Tür und ich hörte meinen Kollegen Schnürschuh nur sagen: "Nehm Se dat ma an! Ihre Frau will dat ja nich. Abba gezz sind Sie ja anner Tür!"
Auch mein Mann erklärte ihm da, dass wir das nicht möchten. 

Daraufhin fanden wir manchmal nicht mal mehr eine Postkartenbenachrichtigung im Briefkasten vor und auf gut Glück kam dann irgendwann ein ehrlicher Nachbar vorbei, der uns unser Paket brachte. 

Letzten Freitag waren wir unterwegs und als wir in unsere Straße bogen, sahen wir den guten DHL-Kopp in seinem Auto. 
Also kurbelte mein Mann das Fenster runter und fragte, ob er etwas für uns hätte?
"Ja. Dat hab ich...warten Se ma, ich weiß gezz nicht genau welche Hausnummer, abba die ham dat. Auch wenn Ihre Frau dat ja nich möchte!"
Ähm, sah der mich nicht daneben in meinem Sitz kochen und wüten?
Herr Herzmolekül fand es witzig. 

Einen Tag später schellte es. Juchu, mein Freund. Ich mache mal die Tür auf. 
Da steht er so vor mir und beginnt zu sprechen: "Ich habe das gestern ja extra nur nach nebenan gebracht. Dat fanden Sie doch okay, nech? Wissen Se, wenn ich die Pakete alle wieder zur Post bringe, dann schaff ich meine Tour nich!"
Obwohl mir das nicht ganz schlüssig vorkam, vereinten sich Milde und Güte in mir und ich sagte geduldig und sanft: "Solange Sie es unseren unmittelbaren Nachbarn geben, ist das ja völlig okay. Für die nehmen wir ja auch Sachen an. Es geht um die Paketverteilung mehrere Häuser weiter!"
Er nickte brav und wir verabschiedeten uns. 
"Ist das nicht wunderbar, dass ihr euch jetzt vertragen habt? Ach, der wird schon ein wenig Angst vor dir gehabt haben. Mit dicken Plauzschwangeren würde ich mich ja nicht anlegen", säuselte der Herr im Haus. Witzig. 

Gestern Morgen parkte der DHL-Mann gegenüber von unserem Haus. Da ich meine Strumpfhosen erwartete, schaute ich aus dem Fenster und sah, wie er ein paar Häuser weiter lief. Er schellte nicht an, sodass ich davon ausging, dass die Lieferung nicht dabei wäre. 
Nachdem er wieder fuhr, ging ich trotzdem nochmal sicherheitshalber zum Briefkasten. Ich kenne ja meine Pappnasen. Keine Postkarte drin. Wäre ja auch ziemlich dreist gewesen, denn er hatte ja nicht mal angeschellt. 
Der Tag verging und gegen 17 Uhr steht plötzlich eine unserer direkten Nachbarinnen vor der Tür mit meinen Strumpfhosen!
Ich bin verdattet: "Wann war der Paketmann denn bei Ihnen?"
"Heute Morgen! Sie sind nicht da, hat er gesagt!", erklärt sie mir. 
Nachdem ich mich wieder artig bedankte, schloss ich die Tür und lehnte mich an sie. Ich schloss die Augen und stellte mir vor, wie ich beim nächsten Mal dem Mann einen bissigen Hund an die Wade hetze und wie dieser genüsslich am Bein meines DHL-Menschens knabbert, sich daran herrlich festbeißt, bis er schreit. 

Es könnte also sein, dass wir demnächst doch Hundebesitzer werden. 
Bloß eben nicht Schoko-Labrador-Kuschelhundbesitzer, sondern von einer richtig fiesen Sorte! 

Eure abgerichtete Penny ❤️

Sonntag, 21. September 2014

Wir unterbrechen den Happy-Modus für den Sonntagsblues

Sonntagabend bei Herzmoleküls. Keine Jubelstimmung. Sonntags ist Sonntagsblueszeit. Fängt gegen 16 Uhr an, steigert sich und ist nun auf einem Niveau, welches gruselig und niederträchtig und absolut ungerecht die Welt anbrüllt: "Geh wech, du blöder Sonntagsblues. Du hast gar kein Niveau. Du bist unerwünscht. Ne absolute Nulpe!"
Ganz unfein. Wirklich. 
Ändern kann man nichts. Ich tröste mich damit, dass der Dienstag nicht weit ist (auch wenn ich das gerade gar nicht so sehe und es mich insgeheim auch nicht tröstet, weil ich auf einer AllesblödWolke liege und von hier oben betrachtet gibbet gerade nüscht, was mich so vernebelt, dass ich meinen Worten Glauben schenken kann). Tzzzz...voll die finstere Seele hier heute, die in mir wohnt. 
Kann ich auch nichts für. Wenn mein Herr Herzmolekül nachts nicht da ist, schiebe ich Frust. 

Zudem war ich gestern auch ziemlich gemein. 
Und das ist etwas, was ich von mir selber extrem arschnasig finde. 
Und dann kann ich mich nicht leiden, was suboptimal ist, vor allem, weil ich ja jetzt hier mit mir selber auskommen muss. 
Ich könnte mich manchmal selber schubsen. Gegen eine Wand. Nicht gegen einen Zug oder so. 
Zugegeben manchmal, wirklich ganz selten, hat mein Mr Herzmolekül schon ein wenig verdient, dass ich böse bin. 
Aber selbst wenn das so ist, so gehen trotzdem die Pferde zu doll mit mir los. 
Die galoppieren dann und ich bin ein wütender Kobold. 
Beruhige ich mich dann wieder, bin ich von meiner Koboldhaftigkeit erschrocken. Peinlich berührt. Und dann auch wieder betroffen davon. 
Und wenn ich dann auch noch diesen so extrem mich liebenden Mann anschaue, der mich eben noch richtig tobend gemacht hat und der mich dann aber in den Arm nimmt und meinen Tobsuchtsanfall schon wieder vergessen hat, dann schäme ich mich umso mehr. 
Ich schäme mich, dass ich solch eine blöde Explosionskuh sein kann. Dass das Minimolekül jetzt sicher ziemlich sauer auf mich ist oder verwirrt oder enttäuscht. Was auch immer, die Nachwehen meiner Szene sind schmerzhaft. Ich bin dann immer verzweifelt. Und finde mich einfach panne. 

Und wäre das alles nicht schon tragisch genug, kommen dann noch diese wilden, boshaften und mich arg runterziehenden Träume hinzu. 
Niemals zuvor in meinem Leben habe ich wochenlang hintereinander jeden Abend eine so verwirrende, mich traurig und verzweifelt machende Scheisse geträumt. 
Ich werde nachts in Panikanfälle versetzt. Wache laut schreiend oder weinend auf. Bin davon vollkommen erschlagen und finde das absolut unwitzig. 
Es ist nicht so, dass ich gerade wunderbar schlafe. Erst recht nicht tief und fest. Und wenn ich dann doch für kurze Zeit den Tiefschlaf erreiche, peng, dann wird es unheimlich gemein. 

Zudem haben wir heute auf meinen Wunsch (weil wir letztens zufällig die ersten beiden Teile sahen) die ZDF Neo Reportage "Nicht von schlechten Vätern geschaut!"
Super Idee. Hat mich auch runtergezogen. 
Es geht um hauptsächlich alleinerziehende Väter. Eigentlich ziemlich interessant. Und auch sehr authentisch gedreht. Aber gerade das zog mich extrem runter. 

Ein kleiner Junge, der solch einen Herzschmerz empfindet, der mit seinen drei Jahren stets zwischen zwei Kinderzimmern und zwei Wohnsitzen und dementsprechend zwei Elternteilen überfordert und verzweifelt ist, weil er jeden Abend verunsichert nachfragt, bei wem er denn heute Nacht schläft. 

Eine Vierjährige zu sehen, deren Mutter sich seit ihrer Geburt nicht um sie kümmerte und die zwischendurch solche Wutanfälle bekommt, weil sie unbedingt ihre Mama sehen möchte. 

Eine andere Vierjährige, deren Blankenese-Villa-Papa alles für sein Töchterchen tut, diese aber in Tränen  ausbricht, wenn sie einmal im Monat eine Nacht bei ihrer Mutter verbringen soll. Ja, soll. Denn sie umklammert ihren Papa, will sich nicht lösen, weint und trotzt, weil sie zu der ihr fremden Frau einfach nicht möchte. 

Ach Mensch, das ist dermaßen trostlos und niederschmetternd. 
Selbst jetzt nach Stunden fühlt es sich so an, als ob mir ein wenig mein Herz rausgerissen wurde. 
Es zerreißt einfach. 
Und dann kommt von dem Mann an meiner Seite: "Unser Kleiner wird immer genau EIN Zuhause haben. Das verspreche ich dir!", als könne er meine Gedanken lesen. Und mir kullern die Tränen und ich kann kaum sprechen.
Selbst jetzt beim Schreiben ist das noch so. 
Ich will das nicht. Ich möchte das nie, nie, niemals erleben.  

Ja, so ein Hormonmolekülstrauss, wie er wohl hier heimlich geliefert wurde, ist schon manchmal kurios. 
Einfach eine bunte Mischung von allem. 
Und falls man es nicht bemerkt: Auf Manches davon könnte ich verzichten. 

Vielleicht noch zu den guten Dingen des Lebens?

Ähm klar. 
Ich habe mich mit Sandwichi ausgesprochen. Richtig lang. Und es tat so gut. War nötig. Und ändert hoffentlich Einiges. 
Und es kam übrigens von ihr. Das macht mich insofern noch ein wenig erleichterter, weil ich so gemerkt habe, dass sie das auch zwischen uns inakzeptabel und blöd findet. 

Und sonst?

Nun, mein Leben ist schön. "Eine gute Sache!". Rundum.
Ich bin voller Vorfreude und generell im Happy-Modus. 

Und deswegen möchte ich jetzt auch Dienstag haben. Denn der Happy-Modus mag keine Unterbrechungen. 

Habt einen schönen Wochenstart. 


Eure Drama-Penny ❤️

P.S.: Und einen wunderschönen Kuschel-Overall haben wir jetzt auch. Vielleicht sollte ich mir den gleich nochmal anschauen und mich daran erfreuen? Aber noch riecht er ja nicht nach Baby... ;)



Freitag, 19. September 2014

Gereizt. Oder warum ich Sandwichi nicht haue

Kurzes Sammelsurium von allerlei Unspektakulärem:

Sandwichis Baby ist mittlerweile acht Wochen alt. 
Ich habe meine kleine Nichte in diesen Wochen exakt drei Mal gesehen. 
1x davon war bereits im Krankenhaus. 
Ein anderes der übrig gebliebenen zwei Male war auf Sandwichis Geburtstag, wo das Kind nicht von einem anderen Menschen gehalten werden durfte. 
Sie musste die komplette Zeit auf Sandwichis Arm bleiben und selbst als diese gerne etwas essen wollte und alle um sie herum bereits fertig waren, kam sie nicht auf die Idee das Baby mal kurz unserer Mutter oder sonstwem, der mit am Tisch saß, in die Arme zu legen. 
Gefreut hätte sich mit Sicherheit jeder. 
Naja, bis auf der Großvater von der anderen Seite. 
Der ist nämlich mitunter der beschmierteste Mensch auf diesem Planeten. 
Allein als ich reinkam, er mich sah und laut trötete, dass ich ja wahnsinnig dick sei und ob ich den Zwillinge erwarte, war für mich schon etwas toooooooo much. 
Dass er dann noch die kleine Gräfin mit "Die Dings" anredete, weil er zum wiederholten Male ihren Namen nicht mehr wusste...naja. So nach 10 Jahren weiß man so etwas eben nicht. 
Wir sind ja auch so groß wie die Waltons und die komplette Schlumpffamilie zusammen. 
Wer soll sich da alle Namen merken? 
Ne, ist klar. 
Jedenfalls DER ist einfach...sagen wir...besonders. 
Und deswegen hätte er sich auch nicht gefreut. 
Aber allein das traurige Gesicht meiner Mutter, wie sie da am Tisch sitzt und rüberschielt, sieht wie Sandwichi sich umständlich und etappenweise eine Gabel in den Mund führt, statt das heilige Kind mal kurz abzulegen...man machte mich das grantig. 
Nun ja, nicht meine Sache. 
Bloß meine Nichte. 
Aber soll ich mich da jetzt drum kloppen? 
Als ich vor einigen Wochen hinfahren wollte, fragte ich am Abend vorher vorsichtshalber nochmal nach. 
Mitten in der Nacht kam dann die Ausladung: Also jetzt passt es morgen früh doch nicht, da kommt eine halbe Stunde die Hebamme. 
Ich hätte einfach später kommen können. 
Ich hätte einfach solange warten können. 
Ich hätte auch einfach dabei sein können. 
Meine Güte, ich bin ihre Schwester!
Stattdessen wurde ich also ausgeladen und von ihrer Seite wurde auch kein neues Treffen mehr vorgeschlagen. 
Und ich? Ich beiße mir lieber die Zunge ab als noch ein weiteres Mal vor den Kopf gestoßen zu werden. 
Jedenfalls haben unsere Eltern uns morgen zum Frühstück eingeladen. 
Wie lange dauert bei euch ein Frühstück?
Lassen wir es gemütlich angehen, sagen wir zwei Stündchen?
Vorhin kam dann die Antwort von Sandwichi: Sie kämen wohl, aber blieben nicht lange. 
Und ich bin soooooo versucht provokant zu schreiben, ob sie nicht schon mal durchgeben möchte, was sie auf's Brötchen mag. Dann könnten wir das schon vorbereiten, sie kommt eben rein und nimmt das Dubbel mit für den Rückweg. 
Was soll so was?
Ich glaube die Kleine war noch nie bei ihren Großeltern Zuhause. 
Und wenn man dann mal zum Frühstück kommt, muss man im Vorfeld schon wieder sagen, dass man nicht lange bleibt. 
Halleluja! Sorry, aber ich würde sie gerne hauen. 
Und vor allem ganz pampige SMS schreiben. 
Und weil ich aber artig sein möchte, lasse ich hier meinen Dampf ab!
Hoffe ihr versteht das?

Was gibt es sonst noch hier auf dem Planeten?
Wisst ihr was die dumme Sache an enggeschnittener Kleidung ist?
Na, dass sie eng geschnitten ist. 
Blöde Sache. 
Vorgestern wollte ich meinen Trenchcoat und meinen Wintermantel, beide erst letzten Winter gekauft, anprobieren. 
Tjoar, offen lassen geht auch. 
Zumindest noch vorübergehend. 
Wird es knackig kalt, muss also noch eine dicke Jacke gekauft werden. 
Dabei denke ich an die komischen Leute, die überall um mich herum immer sagen: "Schön, dass du nicht im Sommer entbindest. Diese Hitze..."
Sorry, aber erstmal schleppt man ja seine Plauze nicht nur eine Jahreszeit. 
Ergo schwitzt man auch mit einer 6Monatsplauze im Sommer. 
Und außerdem, und das finde ich nicht ganz bedeutungslos, würde ich meine Sommerkleider alle jetzt noch tragen können. Und das ein oder andere sogar auch noch bis zum Ende der Schwangerschaft. 
Ich finde es bedeutend unpraktischer, dass man sich nun teure Winterklamotten zulegen muss oder erfriert. 
Nicht, dass ich jetzt meckere. Mir ist die Schwangerschaftsjahreszeit völlig schnuppe. 
Ich kann bloß diese blöden Sprüche, diese dahergelaufenen unbedachten Kommentare nicht mehr hören. 
Woher kommt das?

Und wo wir gerade beim Winter sind:
Gestern habe ich nach wochenlangem Suchen einen Kuschel-Newbornoverall gefunden, der uns beiden sofort gefiel. 
Also bestellt. 
Und dann nochmal nachgedacht. 
Vermutet.
Nochmal geschaut. 
Und in ein "kalte Füße Loch" gefallen. 
Da hat der bestellte superkuschelsoftweiche Newbornoverall keine Füße!!!!!
Das ist ja nichts für mich. 
Irgendwie sind kalte Babyfüße so gruselig allein in der Vorstellung, dass mich die Hormonmoleküle aus der Fassung brachten. 
Also das Ding wieder storniert. 
Ab da leicht verzweifelt. 
Herr Herzmolekül wusste wieder nicht wie ihm geschah. 
Kurze Aufklärung. 
"Aaaaah jaaaaa!".
Und nachher ziehen wir los. 
Damit das Minimolekül keine kalten Füße bekommt. 
Wenn es beispielsweise im MaxiCosi zu seinen Großeltern reist. 

Habt ein wunderbares Wochenende!

Eure leicht gereizte Penny ❤️

Mittwoch, 17. September 2014

Grüße vom Minimolekülmann

Die liebe Nenu hat mich dazu inspiriert mal wieder ein Minimolekülbauchfoto zu posten. 
Schnell auf den Kalender geblickt und bemerkt, dass morgen bereits die 29. Woche beginnt. 
Hui, da wird es echt Zeit für einen Einblick in die Herberge des kleinen Mannes. 
Und da diese Woche vermutlich die letzte sein wird, in der ich mich in ein Sommerkleid zum Knipsen (und auch so zum Rumlaufen!) werfen kann...tadaaaaa: Hier bitte!


So, jetzt gehe ich etwa 23,5 Stunden bügeln. 
Yeah!

Eure Plauz-Penny ❤️

Dienstag, 16. September 2014

Manchmal muss man einfach ganz laut DANKE sagen

Es gibt Menschen und Begegnungen, die vergisst man einfach nicht mehr.
Und dann gibt es sogar solche Menschen, die wachsen dir ans Herz ohne ihnen im richtigen Leben überhaupt schon einmal begegnet zu sein. 
Ich habe hier Dank meines Blogs und euch liebenswerten Damen (und Herren falls es die gibt?) ganz viele bezaubernde Menschinnen kennen lernen dürfen, die nicht mehr aus meiner Molekülwelt wegzudenken sind. 
Heute möchte ich mich einmal bedanken: Bei all denen, die hier fleißig kommentieren, wüten, toben und lachen. 
Die sich in die verrückte Molekülwelt verirrt haben und einfach geblieben sind. 
Weil es auch für sie vielleicht ein schöner Ort ist, in dem sie gerne einkehren und ein wenig verweilen. 

...und dann schellte heute Morgen unsere Postbotin und brachte mir etwas so Zauberhaftes, so Niedliches und mit Liebe angefertigtes, dass ich wirklich völlig gerührt davon bin. 
Ich freue mich jetzt schon, wenn wir dem Minimolekülmann diese so winzigen kleinen Dinger an seine kleinen Füßchen ziehen können und lasse euch sicher an diesem Moment teilhaben.



Vielen lieben Dank, liebe Birgit!
Die Molekülwelt steht Kopf. 
Ist gerührt. 
Und begeistert. 
Wir danken dir von Herzen für diese schöne Freude, die du uns damit bereitet hast! 

Eure herzhüpfende Penny

Montag, 15. September 2014

Aus dem Exil

Macht euch keinen Stress, wenn ihr es lest, aber: Ich bin verbannt und kann gerade nicht nach Hause. 
Besonders tragisch daran ist wohl, dass das Minimolekül, obgleich vollkommen frei von jeglicher Schuld, mit verbannt wurde. 
Wobei, ehrlich gesagt ist ihm offensichtlich schnuppe an welchem Ort der Welt wir uns aufhalten. 
Es ist schließlich morgens. Und morgens fängt das Prenatale-Aerobic-Telekolleg an. Heute lernen wir steppen. Fühlt sich jedenfalls gerade so an. 
Wo eigentlich?
Hier im Auto, welches beschlossen hat das Zeitliche zu segnen. 
Da hier alles einen Namen hat, berichte ich also kurz von Twiggy. 
Twiggy ist wahnsinnig klapprig, trotzdem ganz niedlich. Sie wird von uns als Zweitwagen genutzt und da ich ja mit einem sehr beschützenden Helden verheiratet bin, darf ich sie auch kaum ausführen. "Nur für kurze Strecken", klare Ansage, versteht ihr?
Normalerweise fahre ich immer unseren großen Wagen, aber da wir vorletzte Woche beschlossen hatten, dass wir in den Ferien Twiggy abmelden werden und offensichtlich etwas laut darüber sprachen, ist sie seitdem in einen Streik getreten. Allerdings nicht ganz so konsequent. Denn sie streikt nur, wenn der Motor heiß wird. Ich als Laie mutmaße mal, dass die Zylinderkopfdichtung eben nicht mehr ganz dicht ist.
Twiggy hat also einen Schaden. 
Nicht mehr alle Kerzen im Leuchter. 
Jedenfalls ist unsere Putzfee gerade daheim, die ich eigentlich gerne abbestellen möchte, wozu mein Mann aber nicht bereit ist. 
Ich könnte jetzt schön putzen und das Haus richtig von oben bis unten auf Vordermann bringen, aber ich soll das die Putzfee erledigen lassen. 
Diese trägt ihren Namen übrigens völlig zu unrecht. Sie ist eine hundsmiserable Putzfee. Das einzige, was einer Fee würdig ist, ist der zurückgelassene Staub. Allerdings nicht mal Feenstaub. 
Und DAS hat mich letzte Woche ziemlich rasend gemacht.
Ich bin da nicht penibel, aber wenn die Rollos nicht mal hochgezogen sind, dann stellt man sich doch die Frage, wie sie denn ordentlich sehen konnte?
Nachdem ich sie dann nachmittags hochzog, erschloss sich mir, dass sie das eben gar nicht konnte. 
Alles war staubig. Der Esstisch war nicht mal von Wochenend-Frühstückskrümeln befreit, die Küchenarbeitsplatte war grob gewischt, sodass ich als ich unseren Zuckerpott nur um 2 cm verschob, dachte mich trifft der Schlag und selbst der Fliesenspiegel über dem Herd, auf dem sich einige Tomatenspritzer von Sonntag befanden, sah noch aus wie ein Fliesenspiegel mit Tomatenspritzern. 
Und ja, da war ich leicht angesäuert, schließlich kommt sie jede Woche, verdient dabei wirklich nicht schlecht und ich finde da könnte man solche Grundreinigungen schon erwarten. 
Jedenfalls schrieb ich ihr einen Brief, vergewisserte mich bei Herrn Herzmolekül, dass dieser nett und dennoch mit Ansage sei und habe mich seitdem aus dem Staub (höhö) gemacht, weil ich ihr jetzt nicht begegnen mag. 
Ne, sie soll mal in Ruhe darüber nachdenken. Und wenn möglich auch sauber putzen. Danke. 
Um mir die Zeit totzuschlagen, war ich so wie eine richtige Hausfrau heute morgen bei einem großen bekannten Discounter um mich erstmalig und LETZTMALIG mit lauter Verrückten um Lätzchen und Babystrumpfhöschen zu kloppen. 
Fazit: Die Ausgeburt der Hölle, wer das erfunden hat. 
Überall sprangen und wühlten und schubsten diese Leute. 
Als ich von einem verlodderten Lumpenjüngling beiseite gefegt wurde, musste ich mich kurz aufregen. Sein Kommentar:" 'Tschuldigung. Ich stehe hier nicht seit 4 Stunden rum und Sie hätten mir ja mal sagen können, dass Sie schwanger sind!"
Ähm, es war 8:07 Uhr. Der Laden war seit 8 Uhr erst auf. 
Unverfroren. 
Nachdem ich den Kampf rasch aufgab, beschloss ich meine neu erworbene Schwangerschaftsjeans zum Schneider zu bringen. 
Kurze Frage: Wird man während einer SS im Normalfall nicht nur dick, sondern auch lang?
Meine Hose hatte nämlich gut und gerne ca. 15 cm zu lange Beine. Oder ich zu kurze. 
"Ich mach dich das schön. Bis morgen. 8€!", versprach mir die entzückendste griechische Schneiderin der Welt, wegen der ich den Nahkampf von eben sofort vergaß. Hier wollte ich bleiben, beschützt zwischen ihren Stecknadelkissen und Garnrollen und weiter ihrem so lieben Akzent lauschen. 
Aber vermutlich wäre das schräg rübergekommen. 
Also ging ich, kaufte mir ein Schokocroissant und einen heißen Kakao, zückte mein Smartphone und tippe euch diese belanglosen Zeilen aus dem Leben einer Frau, die sich an diesem Montagmorgen selbst verbannt hat. 
So, und nun starte ich Twiggy, hoffe, dass sie nicht auch noch meine Lästerzeilen lesen kann und fahre zur Post, um mir unter anderem diese entzückenden "Der kleine Prinz"-Briefmarken zu sichern. Und um meine Box of Beauty (die höchstwahrscheinlich direkt wieder retour geht) abzuholen. 

Ihr lest von mir, ihr Lieben!

Eure verbannte Penny ❤️

Donnerstag, 11. September 2014

Wenn die Mission vorerst scheitert

So, da bin ich wieder um kurz meinen gestrigen Post zu vertiefen. 

Vorneweg: Ich liebe meinen Beruf. 
Mir ist das sehr wichtig, dass es so verstanden wird, denn ich kämpfe gerade mit mir und meinem Gewissen. Sehr. 

Auch meine Schule, trotz sozialem Brennpunkt (oder sogar deswegen!), möchte ich nicht verlassen. 
Zumindest nicht in den nächsten Jahren. 
Besonders die Arbeit mit Jugendlichen aus einem sehr schwierigen sozialen Umfeld hat es mir angetan. 
Ich bin dort freiwillig. 
Ohne Zwang. 
Und normalerweise auch gerne. 
Es ist oft eine undankbare Aufgabe, bei der ich -vor allem als Frau- oftmals an meine Grenzen gebracht werde. 
Aber wenn ich am Ende des Schuljahres meine Arbeit sehe, sie sogar am veränderten sozialen Verhalten oder an nun vorhandenen Strukturen ablesen kann und selbst wenn mir das nur bei ganz wenigen Schülern gelingt, so bereichert mich das ungemein. 
Das ist die einzige Belohnung und Anerkennung meines Berufes, die mich zufrieden und glücklich macht. 
Und die meinen Tank wieder, so leer er auch im Laufe des Schuljahres wurde, auffüllt. 
Dafür lohnt es sich all die Zeit und Mühe aufzuwenden und auch den Frust zu ertragen. 

Was ich aber im Laufe der Jahre auch langsam begreife, ist, dass ich nicht jede Seele retten kann. 
Es gibt eben diejenigen, die sich a) nicht mehr retten lassen wollen oder können und b) diejenigen, die es zwar irgendwann nach jahrelanger intensiver Betreuung doch schaffen könnten, es aber dann doch nicht schaffen, weil sie bei uns maximal zwei Jahre Zeit haben, um sich zu sammeln und wohlmöglich zu finden. 
Zu akzeptieren, dass ich manchmal einfach nicht weiter komme, fällt mir auch heute noch ziemlich schwer. 
Für mich gleicht das einem persönlichen Scheitern. Auch wenn das vielleicht Quatsch ist: Hakt der PC am Arbeitsplatz im Büro und löscht meine gesamten Daten, kann ich es auf die Technik schieben. Wer sagt da schon: "Das liegt an mir?"
"Haken" Menschen und man arbeitet mit ihnen, geht das nicht so einfach. 
Natürlich tragen sie alle ihr Paket auf dem Rücken, haben schwerwiegende Probleme und all das. 
Aaaaaaaber trotzdem fühle ich mich immer (manchmal ein größeres, manchmal ein kleineres) Stück für sie verantwortlich, solange ich sie begleite. 

Ein älterer Kollege sagte mir mal, als ich wegen eines Schülers wirklich am Boden war: "Du musst verstehen, dass du nicht alle retten kannst. Und im Grunde ist das auch gar nicht deine Aufgabe. Du bist keine Heimerzieherin, keine Sozialpädagogin, keine Bewährungshelferin. Du bist Lehrerin!"

Wums! 
Er hat Recht. Allerdings fungieren wir gerade bei den "Spezies" von denen ich hier immer berichte, in all diesen Funktionen. Hinzu kommen noch: Mama, große Schwester, Freundin!

Jeder braucht eine bestimmte Rolle von mir. Mal streng, bemutternd, fordernd, meckernd, Trost spendend. 

Und jeden Tag auf's Neue liegt es an mir zunächst herauszufinden, welches Hampelmännchen heute beim jeweiligen Schüler benötigt wird, um mit ihm arbeiten zu können. 

Bereits am Montag probierte ich bei einem der "Fresse Polierer" von letzter Woche mehrere Rollen. 
Zunächst verständnisvoll, dann humorvoll, letztlich aber, als er mich verbal bedrohte ("Passen SIE GUT AUF!")  und so manch Anderes vom Stapel ließ, war die einzige Option die sachlich knallharte Pädagogin zu spielen, auf die er übrigens dann auch gar nicht klar kam. 

Gestern dann spielten sich wahnsinnig aggressive Szenen in meinem Klassenraum ab, die den Minimolekülmann vermutlich durch meinen Adrenalinschub verursacht, extrem unruhig und so heftig zum Toben brachten, dass ich es mit der Angst um unser Kind zu tun bekam. 
Selbiges lief dann zwei Stunden weiter in der nächsten Doppelstunde ähnlich ab, sämtliche Rollen, die mein Lehrerinnenreportoire hervorzaubern kann, waren bereits durch und es fruchtete nichts. Gar nichts. 
Wenn von 18 Schülern vier konsequent am Rad drehen, sprengt das alles. 

Jedenfalls war ich zu dieser Zeit bereits an einem Punkt gelangt, dass ich mir vor Schmerzen den Bauch hielt, ihn beruhigend streichelte und versuchte ruhig zu bleiben. 

Am Ende des Schultages traf ich dann eine meiner beiden Kolleginnen, die mit mir in dem Team arbeiten und sie berichtete mir von ihrem Höllentag mit gleichen Schülern. Zudem erzählte sie mir noch, dass selbst unsere gestandenen Werkstattlehrer (Pfundskerle!) sich weigern würden mit diesen Jungs weiter zu arbeiten. 
Zumindest war ich dahingehend beruhigt, dass es ein allgemeines und kein Frau Plauze spezifisches Problem ist. 

Ich schleppte die steinharte, krampfende Plauze mit ihrem so kostbaren Inhalt zum Auto und war einfach durch. 

Daheim sah mein Herr Herzmolekül sofort, dass die Hütte brannte. 
Ich bin so dankbar dafür, dass er so liebend und kümmernd ist, dass er mich einfach zunächst in den Arm nahm und hielt, während ich in unserem Nest endlich meinen ganzen Gefühlen freien Lauf lassen konnte. 

Den weiteren Tag verbrachte ich leicht panisch liegend auf der Couch, denn die Schmerzen waren so zwar auszuhalten, aber sobald ich aufstand oder saß, hatte ich das Gefühl mein Bauch explodiere gleich vor Druck. 

Und dann erreichte mein Mann zuerst den Punkt, den ich gerade noch nicht vollständig erreicht habe. 
Er sagte mir, es seien jetzt noch verflixte drei Wochen bis zu den Ferien und ich werde mich morgen bis dahin krankschreiben lassen. 
Prioritäten setzen! 
An das Wichtigste jetzt denken, und dass sind eben nicht andrer Leut's verkorkste Kinder, sondern unseres. 

Ja, das stimmt. 
Ich weiß es. 
Und ich sehe es genauso. 
Trotzdem beschleicht mich ein Gefühl der Unzufriedenheit. Ich wollte noch vor den Ferien alle anstehenden Arbeiten geschrieben, korrigiert und zurückgegeben haben. Ich wollte einen sauberen Schnitt machen. Nichts unerledigt hinterlassen. 

Nun komme ich gerade frisch von meiner bestürzten FÄ, die mich nach meiner Erzählung natürlich bis zu den Ferien von sich aus krankschrieb, habe bereits in der Schule dies mitgeteilt und die Rückmeldung bekommen, dass das Wohl des Kindes doch wohl vor allem ginge, liege hier wie durch den Kakao gezogen auf dem Sofa (ich glaube eine Erkältung ist auch noch im Anmarsch), der Bauch ist noch immer ein angespanntes Etwas und fühle mich dennoch wie eine verantwortungslose Lehrerin. Wie eine Verdrückerin. 

Vielleicht sollte ich mir auf meine Hand tätowieren:
"Du spielst jetzt die einzig wichtige Rolle deines Lebens: Mama werden und sein!"

Macht es gut ihr Lieben!

Eure bedröppelte Penny 




Mittwoch, 10. September 2014

Punkt erreicht.

Heute ist der Punkt erreicht. 
Der Punkt, an dem wir im Haus Herzmolekül beschließen, das geht so nicht mehr weiter. 
Schultechnisch toppt diese Woche bereits jetzt schon die letzte Höllenwoche.
Es ist gerade unfassbar anstrengend. Und ätzend. Und macht mich ziemlich traurig. 
Morgen berichte ich mehr. 
Für heute genieße ich einfach die beruhigende Hand meines Mannes auf meiner Plauze, während der Minimolekülmann irgendwas recht Spektakuläres da drinnen treibt. 

Montag, 8. September 2014

Knoten ins Taschentuch: Denkedran, Frau Denkenichtdran

Gestern Abend ging ich ziemlich missmutig ins Bett. 
Allein. 
Das macht sonntags immer noch mehr gute Laune als sonst so. 
Und sonst so ist es schon einfach ätzend. 
Jedenfalls nahm ich meinen Mutterpass noch ein Ründchen zum "ins Fotoalbum schauen" mit in die Koje. 
In dem Moment mochte das so aussehen als täte ich dies einfach aus purer Freude Herrn Minimolekül zu sehen. 
Dann aber klappte ich die erste Seite auf und fand folgenden Vorsorgeeintrag: 08.09.!
Ähm ja, kopfkratz, Herrn Herzmolekül angetextet: "Schatz, wieso ist der VU-Termin nicht am Donnerstag, sondern morgen?"
Von ihm kommt vollkommen selbstverständlich, er habe schon die ganze Zeit (wenn ich von "Hach, Donnerstag sehen wir ihn endlich wieder" und "Hach, Donnerstag ist ein schöner Tag" und lauter solche Donnerstags-Lobeshymnen losließ) gedacht: "Der Termin ist ja eigentlich am Montag!"
Aber anstatt dass der liebe Herr mich mal aufklärt, mir dezente Hinweise gibt so von wegen "Könnte es sein, dass" oder andere subtile Zaunpfahlwinkereien, nöööö, er lässt mich weiter vom tollen Donnerstag schwärmen. 
"Warum sagst du denn nicht mal was?"
"Weil du dir so sicher warst!"
Süß, oder?
Er wollte meine Selbstsicherheit nicht zerstören und sagt deshalb nichts. 
Einfach liebenswert. 
Und auch etwas fahrlässig. 
Denn ich bin weiterhin die terminlich verpeiltste Frau der Welt. 
Und wir reden nicht vom kleinen muckeligen Molekülkosmos, sondern von der echten weiten Welt. 
Und das ist mir das Unbegreiflichste überhaupt: Ich, Frau Terminplanerin im Kopf! Frau "Ich schreibe alles auf an Terminen und das ohne Grund, denn Termine vergesse ich NIE. NIE. NIEMALS" und erst recht keine Minimolekültermine!
Ich habe nichts mehr im Griff. 
Beim letztens Vorsorgetermin wollte ich lässig um 15 Uhr hin. Um 13 Uhr drängelte mein Mann. Voll der Stresser. 
Gut, in den MuPa geschaut, hatte sich da wohl jemand heimlich dran gemacht und den Termin von 15:30 Uhr auf 13:30 Uhr vorverlegt. 
Meine Mutter erinnert mich jetzt ein Mal wöchentlich daran, wann wir unseren Nähkurs haben. Jedes Mal beantwortet sie mir geduldig zwei Fragen: Welches Datum? Welche Uhrzeit?
Mittlerweile weiß ich wann er terminlich startet. Die Uhrzeiten habe ich irgendwo aufgeschrieben und müsste jetzt tatsächlich nachschauen. 
Ich bin mit zwei Freundinnen an unterschiedlichen Tagen zu unterschiedlichen Uhrzeiten nächste und übernächste Woche verabredet. 
Ich weiß noch im Kopf mit wem ich zuerst verabredet bin. Das war es. 
Ohne meinen Lehrerkalender wäre ich aufgeschmissen. 
Dort versammeln sich alle schulischen und privaten Termine meines Lebens. 
Wenn der verloren geht, bin ich es auch. 

Jedenfalls durften wir gerade ein entzückendes kleines Minimolekül in 3D bewundern. 
Man sah sein kleines so süßes Gesicht und wir bekamen auch zusätzlich nochmal einige Bewegungssequenzen auf DVD gebrannt. 
Zudem geht es dem Zwerg wirklich prima. Er denkt unglaublich viel nach (zumindest sieht seine Hand an den Kopf fass-Stellung ganz danach aus!) und ist einfach zauberhaft. 
Und bei all dem Termin-Wirrwarr war es wundervoll ihn heute unverhofft schon sehen zu können. 
Wir haben übrigens ganz lässig die 1100 Gramm erreicht (man merkt es beim Treten!)!
Und weil das alles so wundervoll ist, habe ich jetzt auch den ganzen Tag über meinen morgigen Termin vergessen: 
Kolloquium beim Chef. Beamtenrechtliches. Yeah. 
Noch nichts dafür getan, aber ich hoffe einfach, dass er sich von mir etwas zuquatschen lässt. Darauf hoffen, dass er diesen Termin vergisst, brauche ich wohl nicht. 
Passiert ja nicht jedem/jeder! 

Habt einen tollen Wochenstart, ihr brütenden und gackernden und bereits gelegten Eierdamen und -herren!

Eure verpeilte Penny ❤️

Freitag, 5. September 2014

Verrückt? Ausgedacht? Quatsch, bloß eine stinknormale Schulwoche

Montag:

Ich weiß nicht woran es liegt, aber Schüler Nummer zwei in nun erst drei Schulwochen meint kollabieren zu müssen. 
Also zumindest führt er sich kreideweiß im Stuhl sitzend so auf, als tue er dies jetzt. 
Auf mein besorgtes Fragen reagiert er nicht mehr. 
Irgendwer spricht ihn auf Türkisch an. Beruhigenderweise scheint nur sein Deutsch-Sprachzentrum gestört, denn er plaudert und erklärt nun seine Problematik. 
Ich bekomme übersetzt, dass er wohl Migräne habe. 
"Was machst du dann immer? Nimmst du dagegen Medikamente?"
Das weiß er wieder nicht. 
Ich schicke ihn einfach nach Hause. 
Soll er sich von Mama pflegen lassen. 

Zudem sitzt in dieser Klasse, sagen wir, das deutsche Eck.
Drei furchtbar unangenehme 16Jährige. Großfressig. Unsympathisch. Hohes Aggressionspotenzial. Und despektierlich. Auch mir gegenüber. 
Unmotivierte Äußerungen wie "Nennen Sie Ihr Kind doch Adolf!" oder "Kiffen Sie mal, dann bekommt Ihr Kind was Ordentliches zu rauchen!", bringen mich an den Rand meiner Geduld. 
Augenlaserblitze und extrem scharfe Worte meinerseits lassen sie zwar vorerst verstummen, führen aber letztlich dazu, dass dieser (und andere Vorfälle) nun mit Schulordnungsmaßnahmen geahndet werden. 
Manchmal geht es eben nicht anders. 
Auch das intensive Gespräch mit einem der asozialsten von den Dreien ergibt nur: "Ich habe ein Aggressionsproblem. Das ist aber jetzt schon viel besser. Sie hätten mich mal vorher kennenlernen sollen."
Dass der Vater seit ein paar Jahren im Knast sitzt, erfahre ich hinterher von einer anderen Kollegin, die gleiche Erfahrungen (nur ohne Plauze) in der Klasse sammelte.
1. Tag der dritten Schulwoche: Ich mag eigentlich nicht mehr. 

Dienstag:
Ich sitze mit einer Kollegin kurz im Lehrerzimmer. Irgendwer hat(te) Geburtstag, denn auf dem Konferenztisch steht ein Blech Pflaumenkuchen. Ich weiß nicht von wem der ist, also lasse ich die Finger davon. Abgesehen davon, dass Pflaumen eh nicht so meins sind.
Einer der älteren Geizhalskollegen kommt rein. Sieht uns da sitzen, holt sich einen Porzellanteller und schaufelt sich etwa 20 Küchenstücke drauf. Stapelt. Quetscht und schiebt, damit auch möglichst viele drauf passen. Das Blech ist nun halb leer. Mit den Worten: "Schön was für Zuhause" und "Wehe ihr verpetzt mich!", zieht er von dannen. Ich schüttle nur meinen Kopf, meine Kollegin sagt: "Lass ihn doch", frei nach dem Motto "Der hat doch sonst nichts!".

Es stellt sich heraus, dass die Montags-Asiklasse tadaaaaaaa die Klasse von Kollege "Verstopfte Nase" ist. 
Ich war mir ja schon lange sicher, jetzt wurde es bloß mehrfach bestätigt: Da ist leider ein bisschen mehr verstopft als nur das Näschen!
Dieser ist nämlich ganz verwundert als wir über seine Klasse berichten. Auch kennt er noch nicht die Namen (was zumindest eine Erklärung dafür ist, weswegen er bis heute kein Klassenbuch schafft anzulegen!). 
Ganz verwundert erfährt er davon, dass ein äußerst schwerwiegender What's App-Mobbingvorwurf gegen einen Großteil der Klasse erhoben wird (betreffender Schüler ist freiwillig aus der Klasse geflohen, der Vater des Jungen möchte Strafanzeige erheben) und all die anderen Vorfälle.

Mittwoch: 
Was für ein fast entspannter Tag. Ich setze einen der Hyperaktiven um. Er diskutiert und behauptet, das ginge gar nicht, denn DAS wäre sein Platz (nicht der, dem ich ihm zuweise vorne bei mir!). Ich vergewissere mich, dass weder an Stuhl noch Tisch sein Name eingraviert ist und verfrachte ihn dann unbarmherzig nach vorne. 
Dort legt er sich dann mit dem gesamten Oberkörper trotzig auf den Tisch, erblickt mein Schlüsselband und gibt es mir jetzt richtig: "Manno! Werder Bremen ist DOOF!"
Putzig! 

Donnerstag:
Während sich in der 3. und 4. Stunde bei mir noch alles weitgehend ruhig verhält, polieren sich zwei Schüler danach bei meinem Kollegen die Fresse. 
In der Parallelklasse zwei Stunden weiter wird er dann mit nassen Papierkügelchen und Kreide beworfen. Warum? Weil sie es lustig finden, dass er (mein Kollege) so nett ist und sich nicht wehrt. 
In meiner 7. Stunde rastet ein Schüler komplett aus. 
Wir lesen einen Zeitungsartikel über Jugendgewalt in dem u.a. steht:"...wurde ein Rentner brutal überfallen!"
Der Schüler flippt ab. Schreit rum, dass das nicht stimmt. Dass das nicht so gesagt werden könne und ich stopfe ihm erstmal seinen Mund. 
Nachdem alle mit dem Text arbeiten, setze ich mich neben ihn, um ihm Gelegenheit zu geben nochmal in Ruhe zu erklären, was ihn so aufbrachte. 
"Wenn Sie überfallen werden und ich Ihnen eine Waffe an den Kopf halte OHNE ABZUDRÜCKEN und Sie geben mir dann Ihr Geld, ist das gar keine Gewalt und erst recht nicht brutal! Sie machen das ja dann freiwillig!"
Diese Worte sind brutal für mich.
Jetzt mag ich wirklich nicht mehr. 
Freitag, wo bist du?

Freitag:
Heute machen wir es uns mal gemütlich, denn der Schulleiter kommt vorbei. 
In meinem Unterricht. 
Meine Beurteilung zur Lebenszeitverbeamtung steht an und da ist es das normale Prozedere. 
Erst läuft alles okay. 
Bis einer der Schüler wütend rumschreit, seine Mitschüler beleidigt und darauf pfeift, dass hinten eben der Chef sitzt. 
Ich finde es gut. 
Er wollte "normalen" Unterricht sehen. 
Den hat er bekommen. 
Naja, halbwegs. 
Denn im Normalfall wäre es nun zu verbalen Aussetzern und großer Gereiztheit der gesamten Klasse gekommen. 
Dieses blieb aus. 

Wochenende?
Bitte. Danke. 


In diesem Sinne...euch allen ein schönes Wochenende! 

Brutal-Penny ❤️



Mittwoch, 3. September 2014

Ein bisschen Du und ein bisschen Ich

Meine Herzmoleküle sprudeln nur so aus mir heraus.
Verstreuen sich. 
Flattern eine Runde durch die Molekülwelt und verlassen dann diese um sich im gesamten Kosmos zu verbreiten. 
Sie setzen sich nieder. 
Auf deine Nasenspitze (also falls dich in diesem Moment etwas kitzelt...), auf eine verlassene Bank im Wald, auf eine vorbeirauschende U-Bahn in der Großstadt. 
Und du allein, du kleiner Mensch, du bewirkst das. 
Du lässt mich dich so sehr spüren. 
Du tanzt. 
In mir. 
Weil auch deine Moleküle, so winzig sie jetzt auch noch sein mögen, herumschwirren. 
Im Wasser blubbern. 
Zu etwas Großem heranreifen. 
Niemals habe ich dieses Gefühl auch nur erahnen können, welches mich seit dem Tag deiner Anreise-Bestätigung Tag für Tag begleitet. 
Das Gefühl dich auf ewig beschützen zu müssen. 
Das Gefühl für dich bereits als kleines Senfkorn in meinem Bauch so viel Liebe zu empfinden. 
Das Gefühl deine Mutter von nun an zu sein. 
Es ist unbeschreiblich was für wunderschön verrückte Dinge du mit mir anstellst. 
Ich bin unfassbar gerührt von der Vorstellung, dass wir dich bald halten dürfen. 
Manchmal wünsche ich mir die Zeit ganz schnell vordrehen zu können, weil mich eine unglaubliche Sehnsucht nach dir überkommt. 
Dann wiederum ist es so, dass ich dich so gerne in mir herumtrage, dass ich fast wehmütig werde, wenn ich daran denke, dass das bald nicht mehr so ist. 
Was mich dann aber noch zufriedener macht, ist der Gedanke, dass dein Papa dich dann endlich auch beschützend in seine Arme nehmen kann. 
Denn er wartet ebenso sehnsüchtig auf dich. 
Auf unser Wunder. 

Nun bin ich ein UHU. Wir haben es so weit geschafft. 
Ich kann dich täglich mehrere Stunden fühlen, merke wie du dich auf das Leben außerhalb meines Bauches vorbereitest, wie du immer stärker wirst. 
Und nichts bereitet mir mehr Glücksmoleküle als die Vorstellung, wenn wir dich kleinen Menschen das erste Mal sehen dürfen. Wenn wir deine kleinen Powerfüße in die entzückendsten Söckchen stecken (und sie vorher zart küssen!), wenn wir dir eines deiner coolen Mützchen aufsetzen und du mit uns durch das Leben gehst. 

Wachse noch ein wenig. 
Renoviere ruhig noch einmal dein Bauch-Appartement.
Und probe weiter fleißig den Molekültanz. 

Und ehe wir uns versehen, werden wir dich in den Arm nehmen, dich, unseren ein bisschen Du-ein bisschen Ich-Minimolekülmann! 

❤️❤️❤️❤️



Montag, 1. September 2014

Tobe-Post

Es gäbe heute - kaum hat die Woche begonnen - schon wieder lustige Heiterkeiten aus der Welt des Lernens zu berichten, aber da ich bis jetzt am Schreibtisch sitzend verbracht habe, und mich eine private Sache gerade verärgert, müssen wir das vertagen. 
Aber da die Woche ja noch frisch ist, sammeln wir einfach ein wenig und dann lege ich hier los. Haha, das wird ein Festival der guten Laune. Oder der Absonderlichkeiten. Oder beides. 

So, zurück zum Privat-Toben. 
Meine Freundin. 
Ja, ein ganz heißes Thema. Freundschaften sind irgendwie manchmal so kompliziert. Und unsere hat im letzten Jahr arg gelitten, da meine gute alte Freundin irgendwie meinte sie müsse keine Partei ergreifen, damit ihr ein Vorteil nicht flöten geht. 
Das hat mich grantig gemacht, verhielt es sich doch so, dass sie weiterhin der Teufelin fröhlich Kinderklamotten andrehte, obwohl sie wusste, was für eine Zerstörertour die gute Dame gerade innerfamiliär abzog. Und obgleich sie immer über sie lästerte, kein gutes Haar an ihr ließ, musste sie trotzdem ganz opportunistisch "Die kauft ja immer so viel!" weiter Kontakt zu ihr aufnehmen. Das ärgerte mich ziemlich. Ich hätte wirklich mehr Loyalität erwartet. Sie ist auch überaus hasserfüllt, wenn es um ihre Schwägerin geht. Ich würde niemals gerade dann, wenn es echt brenzlig ist, Kontakt zu ihr aufnehmen. 
Ich habe es ihr auch mehrfach gezeigt, dass ich es ziemlich ätzend finde. Schließlich ist es meine Freundin seit der Schulzeit und die Klamottenweitergabe erfolgte nur durch mich, weil sie sich so nicht kannten. Und dann für etwa 30€ eine Freundschaft solchen Turbolenzen auszusetzen...naja...missfiel mir. Mich hat einfach gestört, dass sie mir das auch immer unter die Nase rieb. "Heute war die Teufelin wieder da. Sie macht gerade Dies und Das. Und eure Nichte war auch dabei!"
Vielleicht meinte sie auch damit mir ihre Loyalität zu zeigen. So nach dem Motto: Ich bin ganz offen und erzähle dir das. 
Leider bedachte sie dabei nicht, dass es schon ganz schlimm verletztend zwischen den Fronten hergegangen war und es zudem einen Stich ins Herz versetzte, wenn sie von UNSERER Nichte berichtete. 
Wie auch immer, nach gut einem Jahr versuchen wir ja wie berichtet mittlerweile für die Kinder normal miteinander umzugehen. Vergessen werde ich Vorgefallenes nie, aber das ist auch okay. Jedenfalls ist dadurch die Situation zwischen meiner Freundin und mir diesbezüglich entspannter geworden. 
Nun das nächste:

Wir sind beide Lehrerinnen. 
Sie hat zwei Kinder. Eines davon mittlerweile ein Schulkind, das andere im Kindergarten. 
Seitdem die Kinder da sind, hat sie drei Jahre Elternzeit genossen, seitdem diese um sind, leidet sie unter 10 Stunden Unterricht, die sie gibt. 
Und ja, ich meine wirklich leiden. 
So leiden, dass jetzt schon täglich: "Ich bin ferienreif"-Nachrichten eintrudeln. 
Hinzu kommt, dass sie NICHTS im Haushalt macht. Das macht ihr Mann, der übrigens zu seinem vollen Lehrerjob auch noch nebenbei arbeitet, damit der Laden läuft. Das bedeutet: Damit der Shoppingtrieb ausgelebt werden kann. Denn das ist das, was bei ihnen zählt. 
Soll mir gleich sein. 
Die Bügelwäsche erledigt die Schwiegermutter!!! seitdem beide zusammen sind. Also auch in der kinderlosen Zeit. 
Kochen? Er. 
Wischen und saugen? Auch er. 
Das Bad? "Iiiiih, das kann ich gar nicht!" Sowieso er. 
Einkaufen? Er. 
Kann er ja gut nach seinem vollen Schultag auf dem Rückweg erledigen, während Mutti sich um 14 Uhr Shopping Queen reinpfeift.
Ja, sie hat es echt schwer in ihrem Leben. 
So schwer, dass wir es nicht geschafft haben uns ein einziges Mal in den Sommerferien zu treffen, obwohl wir vielleicht 20 Minuten auseinander wohnen. 
Von ihr kam zwischendurch mal immer wieder was von wegen...bla bla bla...unbedingt treffen, aber wenn ich dann schrieb, ja gerne mal abends, dann war das sofort gestorben. 
Warum? 
Ich weiß nicht genau was dahinter steckt. 
Wie gesagt, sie geht ständig shoppen. Das sind dann ihre MUTTI-freien-Tage. Und damit ist von morgens bis spät abends gemeint. Das geht also. 

Gestern Abend kam von ihr:" Du musst unbedingt mit dem Minimolekül mal wieder vorbeikommen!"
Erst wollte ich schreiben: "Ja, klar. Spar es dir doch! Wir sehen uns im KH!"
Egal. 
Sie schlug mir drei Termine vor. 
Ich schrieb ihr daraufhin, dass ich dann und dann könnte, erwähnte aber direkt, dass es mir abends besser passen würde, damit wir einfach so quatschen können. 
Wenn ich nämlich nachmittags dort aufschlage (regt mich übrigens auch auf, dass ich da wieder aufschlagen soll. Kann sie nicht mal kommen?), dann werde ich von beiden Kindern in Beschlag genommen. 
Versteht mich nicht falsch, ich liebe die beiden Mäuse echt. Sie sind toll. 
Aber auch mit ihren sechs und drei Jahren sehr anstrengend. Normalerweise sieht mein Besuch so aus: Hallo sagen, Kaffee bekommen, der dann aber sehr kalt wird, weil ich dann schon oben ins Kinderzimmer geschleppt wurde und wir toben und spielen. 
Ich mache das gerne. Ich liebe es. 
Aber ich finde es im Moment ziemlich anstrengend mit meinem echt schweren 7Monatsplauzbauch zu toben und auf dem Boden rumzukriechen. 
Außerdem habe ich sie auch schon so lange nicht mehr gesprochen, denn wenn die Kinder dabei sind, kommt man ja nicht zum privaten Frauenplausch. 
Das stört mich. 
Auf alle Fälle kam dann von ihr: "Also mit abends muss ich mit meinem Mann sprechen. Und dann darf ich das nur heimlich machen, weil der Große sich immer so freut, wenn du kommst. Und dann kann ich mich nicht mit dir offen treffen!"
Ich dachte erst ich lese nicht richtig. 
Oder mir ist was ins Gehirngetriebe geraten, weswegen ich jetzt plemplem bin. 
Aber nichts. Es steht da so. 
Ähm, sie kann sich ständig mit Menschinnen treffen. Shoppen. Schwimmen. Was auch immer. 
Aber mit einer ihrer ältesten Freundinnen geht das nicht, wegen des Kindes?
Entschuldigung, aber hier läuft was verkehrt. 
Natürlich schmeichelt es einerseits. Irgendwie. Aber mehr überwiegt ein gewisses Maß an Unverständnis und auch Wut. 
Ja, ich bin wütend, weil es so rüberkommt, als sei ich eine total tolle Nachmittagskinderbespaßung, aber mehr auch nicht. 
Und das mag ich einfach gerade nicht (nur) sein. 
Wie gesagt: Ich habe beide Kinder in mein Herz geschlossen. Das wird sich nicht ändern. Aber ich bin halt auch gerne noch Freundin. Oder anders gesagt: Manchmal einfach nur Freundin, ohne dass mir eines der Kinder gerade bunte Haarspangen ins Haar knotet, während das andere solange auf mir herumhopst, bis ich es auskitzle. 

Ist das denn zu viel verlangt? 

Eure Tobe-Penny ❤️