Samstag, 29. November 2014

(Noch) kein Appartement zu vermieten. Und Würde ist auch nicht lieferbar.

Ich bin noch da. Oder viel wichtiger: Der kleine Herr Bauchbewohner ist noch da. 
Sein Papa und ich erklären ihm gerade abwechselnd, dass es völlig okay ist raus zu wollen, er dann bitte aber den offiziellen Ausgang nehmen möge. 
Denn noch ist er emsig dabei sich durch die Bauchdecke ans Licht zu buddeln. 

Mein mechanisches Problem ist weitestgehend im Griff. Wobei ich dem Braten erst trauen werde, wenn ich einige Tage geschafft habe. 
Ich lass mich ja nicht veräppeln. Ne, ne, ne...!

Derweil überkommen mich gerade wellenartige Katastrophengefühle. 
Also Ausbrüche, von denen selbst ich verwirrt bin. 
Sowas habe ich zuvor noch nicht erlebt. 
Selbst am Anfang...tzzz...im Gegensatz zu jetzt war das NICHTS! 
Ich flenne. Und bin anhänglich. Und flenne. 
Und das egal wo. 
Mitten im Einkaufscenter? Kein Ding. Ich kann es auch nicht mehr unterdrücken. 
Schau mich schräg an und es läuft. 
Schluchzend. Weltuntergangsmäßig. 
Beschämend lächerlich. 
So unvermittelt es auftritt, ist es übrigens  auch wieder vorbei. 
Zack. Weg. Nichts mehr da vom bevorstehenden Urknallgefühl. Happyness. 
Komm, lass uns gegenseitig den lustigsten Witz erzählen, Herr Herzmolekül!
Und ich gewinne. Ja. 
Und nein, ich bin mir absolut vollkommen sicher, dass er mich nicht absichtlich gewinnen lässt, weil er sonst den nächsten Anfall befürchtet. 
Nö. Nö. Nö. 
Jedenfalls ist das alles ziemlich überwältigend. 
Und deshalb schniefe und tropfe ich auch seine Kuschelpullis voll, während er mir geduldig erklärt, dass das alles GAAAAAAAANZ NOOOOOORMAAAAAAL wäre, wenn ich hingegen versuche ihm begreiflich zu machen, dass ich schätzungsweise richtig einen an der Murmel habe. 
Kommen wir nochmal zum Fazit: unsere Männer. Die leisten während eine hormongeladene Abrissbirne vor ihnen steht und mit ihnen lebt, wirklich Einiges. 
Und ich bin dankbar dafür, dass ich solch einen Mann an meiner Seite habe. 
(Auch wenn er selbst manchmal unverschämt daherkommt. So hieß es doch heute beispielsweise: "Also...wenn ich es hochrechne...dann hast du in all den Jahren, die wir zusammen sind, etwa....10???...ja...doch...10 Mal was zu essen gekocht!"
Also bitte, ich komme auf lockere 25-30 Mal. Ohne GEBACKENES mitzuzählen.
Und nein: Da habe ich nicht geheult. Da habe ich geschmunzelt!).

Ansonsten verbleibt mir noch euch zu sagen, dass ich neulich bei den ungeschminkten Wahrheiten was vergessen habe: Die Würde. 
Die ist aber auch leicht zu vergessen, denn man verliert sie ja ein bisschen. 
So ein klitzekleines. 
Wenn man seine Schlafanzughose falsch herum trägt, man den Gatten darauf anspricht, warum er denn nicht was dazu sage, und dann kommt: "Du läufst doch auch unschwanger mal ganz gerne verdreht rum. Da wollte ich es dir mit deiner Plauze nicht noch schwerer machen", oder wenn ich mich gerade angezogen habe, wir loswollen und irgendwelche unpassende Reinschlüpfstiefel schon bereit stehen. Und wenn ich dann protestiere: "Die passen doch gar nicht zu der Hose. Und ich verliere jegliche Würde, wenn ich so rausgehe!" und ich nur noch ein gehauchtes: "Zieh sie doch an. Die sind doch bequem und du kommst schnell rein" vernehme, während ich gazellengleich erhobenen Hauptes mit den bequemsten und sogleich unpassendsten Schuhe würdelos das Haus verlasse! 

Auch egal. Alles egal. 
Noch seid ihr alle im Rennen! :)


Habt ein schönes Wochenende

Eure WÜRDELOSE, glückliche und ziemlich verrückte Penny ❤️ 

Mittwoch, 26. November 2014

Ein letztes Foto bei 37+6 (?) und dann wird das hier auch noch zum Bingo!


Willst du Bingo spielen?

Okay, dann tippe doch mal, wann der Minimolekülmann sein Appartement für immer verlässt!

Offizieller ET 11.12.

Wer weiß, vielleicht gewinnst du ja? :)

Liebe Grüße von der 

Abrissbirnen-Penny ❤️




Dienstag, 25. November 2014

Die Sache mit der Mechanik

Ich dachte eigentlich, dass ich auf dem Weg zur mündigen Patientin wäre. 
So richtig. 
Ich bestimme. 
Ich entscheide, wer mir zwischen die Beine schaut und wer sich besser davon schert (Winke-Winke an meine liebste Frau Dr. Pissnelke!)!
Ich habe in den letzten Monaten wieder mal gelernt: Wenn du schon so mündig sein möchtest, dann kümmere dich auch um alles selber. 
Es ist schon fast bemerkenswert, dass ich bei der VU niemals selber mein Pipi auswerten und mein Blut zapfen brauchte. 
Du willst mündig sein, liebe Penny?
Dann sei es auch! 

Seit mittlerweile drei Wochen habe ich dieses Problem. Um dessen Abhilfe habe ich mich vehement versucht selber zu kümmern. 
Darunter fielen zwei VU, in denen ich mein Dilemma direkt ansprach. 
Zwei Hebammentermine. 
Ein Geburtsplanungsgespräch und letztlich mein verzweifelter Selbstgang zur Apotheke. 
Das empfohlene Medikament schlug an. Ich hatte zwei, drei Tage richtig Ruhe. Auch wenn es damit einherging, dass ich ständig dieses Gelzeug in mich stopfte. War mir egal. Unschädlich fürs Kind. Hilft der Mutter. Rein damit. 

Dann ging es wieder los. 
So richtig. 
Mit allem drum und dran und einem hicksenden Menschlein im Bauch, das sich mittlerweile ganz sicher fragt, ob seine Mutter ein Tier ist? Eines aus dem Dschungel. Denn diese Geräusche, die müssen so ein Baby schon recht verstören. 
Jedenfalls kam somit auch die Verzweifelung. 
Und ja, es ist einerseits wirklich pure Trauer, dass ich NICHTS essen und vor allem trinken kann. 
Andererseits - und das schrieb ich ja bereits - bin ich bis zum Rand voll mit Sorgenmolekülen, die damit nicht gut umgehen können, dass es dem kleinen Wundermolekül dadurch schlecht ergehen könnte. 
Das macht die Sache nach dieser mittlerweile doch recht langen Zeit ziemlich unentspannt. 

Was tut man also?
Richtig. Um nicht wieder in ein blöd schauendes Gesicht zu blicken, was besagt: "Sodbrennen ist halt so. Müssen Sie durch!", ruft man in der Praxis an. 
Bittet um Rückruf. Es wird versichert, dass Frau Doktor sich meldet und man auf DER LISTE (what???) stünde. 
Keine Panik. 
Die Zeit vergeht. So ein Montag ist ja auch eh lästig, scheiß drauf, dass Frau Herzmolekül "ein bisschen spuckt", da ruft man doch nicht zurück.
Nun denn, nach einer weiteren (nicht ganz so schlimmen, aber eben doch mit Umzieherei wegen Kotz****) Nacht, probiert man es als mündiger Patient gerne wieder. 
Erst geht niemand dran. 
Zweiter Versuch. 
Ich schildere eindringlich und langsam auch verärgert mein Anliegen. 
"Sie stehen aber auf der Liste. Hat Frau Doktor Sie nicht angerufen?"
N-E-I-N! Verdammte Axt. 
"Sie ruft Sie heute auf jeden Fall an. Versprochen!"
Ja, ja, kenne ich alles. Wäre schön, wenn mal was passiert. 

Und Tatsache: es passiert nur wenige Minuten später. 
Meine Frau Doktor. Die, die gerne jedes Telefonat als Beratungsgespräch abrechnet. Jene, die dann doch bei jeder Vorsorge Organe screent, weswegen wir nun schon ganz genau kapieren, sobald der US auf dem Bauch liegt, ob der Magen gefüllt ist und die Nieren gut arbeiten, DIE ist tatsächlich dran. 

Ich schildere ihr dann zum dritten Mal mein Anliegen. 
Und sie fragt: "Glauben Sie es ist (ACHTUNG!!!) ein mechanisches Problem?"
Ähm, bitte, wie? Was? 
Was will sie von mir? 
In meinem Kopf rattert und knattert es: Was ist jetzt hier die richtige Antwort?
Ich, als mündige Patientin, ich muss ja jetzt erstmal verstehen, was sie unter dem medizinischen Gesichtspunkt "Mechanik" versteht, meine Symptome binnen kürzester Zeit dahingehend überprüfen und ihr dann eine Diagnose geben. Verstehe...
...ne, eigentlich verstehe ich mal gar nichts:
"Ich kann Ihnen das nicht sagen. Ich habe das Gefühl, dass das Kind eben alles quetscht. Aber ich bin kein Arzt. Ich weiß es eben nicht!"
Zudem schicke ich einen Vergleich hinterher. 
"Es ist wie ein verstopfter Abfluss. Ich habe auch kein Sodbrennen mehr, weil es meist gar nicht in den Magen gelangt, sondern irgendwo im Rohr stecken bleibt und mir im Hals hängt!"
"DAS ist doch mechanisch. Ein mechanisches Problem!"
Ja, prima, Schnalle. Schön, dass du jetzt weißt, dass es mechanisch ist. Und wenn du jetzt auflegst mit den Worten: "Frau Herzmolekül, es ist die Mechanik. Besorgen Sie sich nen guten Klempner", dann raste ich aus. 
Tut sie aber nicht. 
Nein, sie schaut mal in ihren PC. 
Und erzählt mir irgendwas von irgendwelchen Tabletten. 
Dann ist sie überrascht, dass ich die nicht kenne. 
"Nicht mal von früher?", sagt sie fast entrüstet! 
Kurz überlegen...hmmm...also als ich damals noch Pillen auf dem Schulhof verkaufte...also neeee...da war das Zeug nicht bei. Dann, als ich selber abhängig war? Hmmm...also da habe ich ja alles genommen. Kann sein, dass sie auch mal dazwischengerutscht sind. Weiß ich aber nicht mehr. 
"NEIN!".
"Dann probieren wir erstmal die. Und wenn das nichts hilft: Das Kind ist ja fertig. Dann schicke ich Sie eher ins KH!".

Ich bin ein mündiger Patient. 
Ich atme tief ein und aus. 
Ich habe seit gestern eine Wehenapp und sie auch gleich testen können. 
Oder besser: Ich habe die App, weil ich dachte Wehen zu haben. 
Denn, auch als mündige Patientin, weiß ich das nicht genau. 
Fragt mich beim nächsten Kind, dann sag ich es euch eindeutig. 
Jedenfalls stelle ich mir Wehen so vor. Also in der Trainingsphase. Und kann dementsprechend auch erahnen, wie sich das dann bei der richtigen Geburt steigert. 
Und ich, als mündige Patientin, habe jetzt beschlossen: Nebenher werde ich einfach Medizin studieren und mich um meine Mechanik kümmern. 
Das ist so interessant. Da muss ich mehr drüber wissen. 

Lasst euch nicht entmündigen. Nicht entmutigen. Nicht irgendwas. 

Eure Penny, bei der die Mechanik versagt! ❤️

Freitag, 21. November 2014

Post für Papa

Lieber Papa, 

da ich mein gemütliches Appartement (welches mir langsam echt etwas zu eng wird) bald verlassen werde - und NEIN, ich verrate dir nicht genau wann das sein wird, du Schlingel - möchte ich dir kurz ein paar Dinge sagen. 
Denn noch habe ich hier im Bauch etwas Zeit dafür meine Gedanken niederzuschreiben, obgleich es doch schon auch etwas schwer fällt den Stift hier einzusetzen. 
Sobald ich erstmal bei euch bin, wird das mit dem Schreiben vorerst nichts mehr werden. Da teile ich mich dann ganz einfach mit schreien oder anderen Geräuschen mit. 

Nun ja, jetzt aber zu dem, was ich dir gerne einmal sagen möchte: 
Ich danke dir, mein Papa. 
Für alles. 
Dafür, dass du Hand in Hand mit Mama dafür sooo viel gegeben hast, damit ihr mich endlich bekommt. 
Dafür, dass du obwohl du anfänglich ganz traurig warst, nicht aufgegeben hast an mich zu glauben. 
Ich weiß es noch als wäre es gestern gewesen wie unfassbar ungläubig du geschaut hast, als ich mich hier klammheimlich ankündigte. 
Du hattest solche Angst vor diesem Tag. Und davor wie traurig Mama und du sein würdet, wenn... 
Insgeheim habe ich mich, obwohl ich da bloß ein kleines Sesamkornkind war, kringelig gelacht. Denn ich hatte es mir ja längst gemütlich gemacht und erkundete bereits das da noch sehr riesige Appartement. 
Von dem Tag an, liebtest du mich. 
Ich spürte das so fest, dass ich mich manchmal wie ein kleiner Flummi drehte und vor Freude herumhüpfte. 
Du warst dir ab da ganz sicher, dass ich bald zu euch kommen würde. 
Dass ihr mich in den Armen haltet würdet. 
Ich danke dir dafür, dass du Mama das auch ziemlich deutlich klar gemacht hast, als sie mal wieder einen ihrer klitzekleinen Panikanfälle bekam. 
Du bist ihr Felsen. Und damit auch meiner. Denn so eine Durchdreh-Ma macht einen ja auch leicht irre. 

Irgendwann fing ich dann an mich auch für dich bemerkbar zu machen. 
Erst konntest du das gar nicht richtig fassen, wenn Mama dir etwas vom Gluckern und Blubbern erzählte. 
Doch dann kam der Tag, an dem ich mal meine ganzen Kräfte zusammennahm und dich gegen deine große starke Hand boxte. 
Mensch, ich war so stolz auf mich, dass ich so eine Power hatte. 
Und du? Du konntest gar nicht genug davon bekommen und wolltest mehr. Mehr von mir spüren. Mich fühlen. 
Ich danke dir dafür, dass du mir bereits während meiner Appartementzeit so viel Zuwendung und Liebe gibst. 
Dass du mir in jeder Sekunde das Gefühl gibst, dass ich geliebt werde. 

Seit einigen Wochen nun merke ich, dass du auch immer gespannter darauf wartest, bis du mich endlich sehen kannst. 
Und ich sage dir etwas: Ich bin selber wahnsinnig aufgeregt, dich, meinen Papa, endlich richtig kennenzulernen. 
Ich freue mich so sehr darauf deine Stimme mit deinem Gesicht vor mir zu haben. Und freue mich darauf, dass deine großen, starken Hände mich halten und kuscheln werden. 
Ich weiß jetzt schon, dass du mich immer beschützen wirst. So wie Mama. 
Erst neulich, als Mama mit dir im Auto fuhr und jemand dir die Vorfahrt nahm, und du ganz doll abbremsen musstest, hast du mich ganz selbstverständlich beschützt. 
Du nahmst deinen ganzen Arm und hieltest ihn schützend vor Mamas Bauch, damit sie ja nicht nach vorne geschoben wurde. 
Das machtest du in Sekundenbruchteilen. 
Weil du den Papainstinkt hast. 
Dafür danke ich dir sehr. 

Ich werde dir vermutlich ganz oft auf die Nerven gehen. Ich werde dich anpinkeln und anbrüllen. 
Ich werde von dir Sachen demolieren, die dir heilig sind. 
All das verspreche ich dir. 

Und vor allem verspreche ich dir, dass ich dich immer lieben werde. 
So wie Mama. 

Und ich danke dir dafür, dass ich es weiß und fühle:
Mama und ich werden immer ALLES für dich sein. 

Dein dich liebender gar nicht mehr glücksbohnig kleiner Sohn! ❤️


P.S.: Verzeihe mir, wenn der Brief ein wenig zerknittert ist. Hier drin ist es echt verdammt eng und außerdem hatte ich Hicksauf! 


Dienstag, 18. November 2014

Falsche Fährte oder wird es Zeit durchzudrehen?

Bitte keinen Beifall oooooder, wenn es gar nicht anders geht, dann nur so ein Fußgetrampelbeifall, ja?
Wofür?
Na, ich bin wieder da. 
Kann hier am virtuellen Leben wieder teilnehmen. 
Und ja: Das ist etwas Besonderes. 
Denn seit gut einer Woche waren meine Ladekabel sagen wir ZERFETZT, weswegen ich nur noch sporadisch online sein konnte. 
Also natürlich habe ich vorsorglich für Ersatz gesorgt, aaaaber hier scheinen die bestellten Dinge dann doch noch per Fahrrad angeliefert zu kommen, weswegen sich meine Bestellung eine laaaaange, sehr, sehr lange Woche hinauszögerte. 

Mit unserem Hans-Peter bin ich ja weiterhin auf Kriegsfuß. Den rühre ich nur im äußersten Notfall an. Paaah!

Jedenfalls bin ich wieder da...taaaadaaaa! So richtig.
Mit dicker Brandblase. 
Aber das ist mir jetzt allemal lieber als noch am Mittelfinger diesen winzigen Tannenzapfen kleben zu haben. 
Sicher, er war äußerst schmuckhaft und man hätte meinen können: Das soll so. 
Aber irgendwie riss ich das Ding vorhin panisch ab. Kann auch am sehr heißen Heißkleber gelegen haben. Der tat weh. 
Deswegen tippe ich jetzt übrigens gerade mit weggespreiztem Mittelfinger. So wie ein Stinkefinger, nur im anderen Winkel, versteht ihr, nicht? 

So, nachdem das nun geklärt ist, kommen wir zur Sache:
Letzte Woche hatten wir das Geburtsplanungsgespräch im Krankenhaus. 
Das macht man jetzt nämlich in der heutigen Zeit so. 
Gehört zum guten Ton werdender Eltern. Und man wird auch schräg von der Seite angeschaut, wenn man sagt: "GeburtsWaaaaaas?"
Ne, ne. 
Man wird ja Profi. 
Und als solcher habe ich ja bereits sämtliche Kurse der Schwangerschafts- und Geburtsvorbereitung geflissentlich missachtet. 
Ich bin da recht eigen. Falls man das noch nicht wusste?
Auf alle Fälle hatten wir jetzt den wichtigen Termin der Geburtsplanung. 
Und ich nehme solche Termine, wenn ich sie denn dann mache, auch absolut ernst. 
Generell fand ich es ja toll, was heute so alles möglich ist. Denn Geburtsplanung, sorry, das hört sich für mich wahnsinnig vielversprechend und eben planerisch an. 
Ich stellte mir also vor, dass ich denen da genau sagen kann, wie meine Geburtsvorstellungen sind:
Genauer Tag der Geburt. 
Genauer Zeitpunkt der einsetzenden Wehen. 
Exakte Vorstellungen von der Wehenanzahl bis der Minimolekülmann geschlüpft ist. 
Und so weiter und so fort.
Ja, wenn die hier schon so große Namen haben und es GEBURTSPLANUNG nennen, bitte, dann wollte ich hier auch von A bis Z planen. 
Die Realität ist dann - oh Wunder - eine andere:
Zunächst wurde Mr Minimolekül (so nebenbei, bald ist er dann Mini-Herzmolekül) nochmal geschallt und seine Lage beurteilt. 
Ein streberhaftes kleines Menschlein, das sich kopfüber offenbar pudelwohl fühlt und wie sagte der Arzt so schön: "Ein absolutes Durchschnittsbaby ist!"
Übrigens mit ganz normaler Fruchtwassermenge. Alles ganz normal. 
Durchschnitt ist wunderbar. Wunderbar beruhigend. Ganz ehrlich. Man freut sich drüber. 
Nach dem US wird dann abgecheckt wie die Walin so drauf ist. Und dann, wenn man sich als lässige entspannte "Ich möchte bitte auf ganz natürlichem Weg gebären" Walin entpuppt, ach, dann strahlen und funkeln die Äuglein der Ärzte und Hebammen. 
Wenn ihr mal einem Arzt eine Freude bereiten wollt: Dann sagt das einfach mal so dahin. Irgendwas wie: "Also ich würde immer die normale Geburt bevorzugen. Trotz Schmerzen und Anstrengung!".
Ihr werdet in glückliche Augen schauen. 
Leider ist es nur so, dass man sich ganz selten darum schert einen Arzt happy zu machen. Machen die ja auch oft nicht. 
Aber der Arzt, ach, der hatte es schon verdient. 
Wenn das Thema "Wunschkaiserschnitt" (übrigens noch immer für mich das (Un)Wort des Jahres!) vom Tisch ist, wird man in den Kreissaal gebracht. 
Und das, meine Lieben, ist speziell. Und komisch. 
Man sitzt da in einem der Räume, in denen in wenigen Wochen oder Tagen das Minimolekül geboren wird. Nicht könnte eventuell und irgendwann. Nein: Wird. Definitiv. 
Und dann sitzt man da auf dem Bett, beantwortet geduldig 2350 äußerst uninteressante Fragen der Hebamme und ist gedanklich im Grunde ganz weit weg. 
Man betrachtet den gegenüber stehenden Tisch für die Erstversorgung. Die Wärmelampe. Die Tücher und die Waage. Und man denkt sich nur: "OH mein Gott!"
Es ist kein ängstliches OH mein Gott. Nein, es ist eher so immer noch ein begriffsstutziges. Ich weiß, dass es so weit sein wird, aber ich kann das trotzdem weiterhin nicht so richtig fassen. 
Wird das erst der Fall sein, wenn wir ihn zum ersten Mal sehen?
Ich spüre und sehe ihn da in meinem Bauch. Seine Füße, seine Knie, sein Popo und sein Rücken sind ständig richtig greifbar. Und doch kapiere ich es nicht so richtig. 
Mein Kopf ist völlig GAGA! 
Weiter im Text: Diese Hebamme ist also auch hocherfreut, dass ich eine natürliche Geburt anstrebe. Sie ist zwar so sehr eigentümlich und versteht meine Witze nicht wirklich, sondern schaut konsequent wortlos und irritiert, während ich mich halb aufgeregt und eben halb witzig wegkichere, weil ich wieder was verdammt Lustiges im Kopf herumschwirren habe, aber egal. 
Sie freut sich. Natürliche Geburt ist ihr Ding. 
Dann kommt sie zur letzten Frage:
"Kann ich sonst noch etwas für Sie tun? Haben Sie noch irgendwelche Wünsche?"
In meinem Kopf geht es wieder los. Ich schmeiße mich innerlich weg und denke: "Ja, Herzchen. Bifi. Leberwurstbrot. Mettbrötchen!", zügle mich aber es rauszuhauen, denn meine vorherigen Witzeleien sind ja bereits im Wind verpufft und das wollte ich mit diesen eigentlichen Oberkrachern nicht erleben. 
Stattdessen höre ich meinen süßen Herrn Herzmolekül sprechen:
"Ja, einfach ein gesundes Baby. Mehr möchten wir nicht!"

So, verehrtes Publikum: Der Vorhang fällt jetzt wieder. Schaut hinter die Kulissen. 
Aber nicht luken: Ich muss Pipi! 

Eure später wieder akupunktierte Witzbold-Penny ❤️


Freitag, 14. November 2014

Hier kommt (k)ein Karton

Wenn der Wurm drin ist...

...bohrt er sich bei Herzmoleküls auch ganz gerne einfach mal komplett ins Fruchtfleischinnere. 

Unsere Kaffemaschine. Bzw. unser Lebenselixierautomat. Das ist der, der mir seit Monaten meine knallheiße Milch für meinen Kakao heiß macht. Und der meinem Mann seinen heißen Lieblingskaffee in sämtlichen Stärken zum täglichen Essbankgeflüster zubereitet. 
Also der machte vor wenigen Wochen Mucken. 
Nicht der ganze Automat, sondern vielmehr die Milchsaufschäumerdüse. 
Bis zu dem Tag, als die Düse mit einem Affendruck von der Maschine während des Heißdampfens flog, alles an kochender Milch ebenfalls durch die Gegend flog und Herr Herzmolekül (sagte ich schon, dass er mein Held ist?) sich geistesgegenwärtig vor mich schmiss! 
Da waren wir schon echt sauer. 
Aaaaaber man ist ja klug, das Teil hat zwar gerade erst ein Jahr auf dem Buckel und somit eh noch Garantie, aber wir haben zusätzlich noch eine 5 Jahres Plus "für allerlei Gedöns" Garantie zum Kauf abgeschlossen. 
Also beim großen Elektronikgeschäft angerufen und mal gefragt, wie das jetzt so ablaufen soll?
In der Warteschleife sicher 10 Minuten gemütlich hängend, kam ich endlich dran. 
Der Typ am anderen Ende war sichtlich erquickt als ich ihm unser Problem schilderte. Als ich mich dann noch anmaßte, nachdem er mir sagte, wir müssen "dat Teil da hia inne Filiale abgeben un' die schick'n dat dann ein" noch zu fragen, ob uns denn ein Leihgerät zustünde (was in den Plusgedönsklauseln übrigens steht!), sagte er, nein, schrie er förmlich: "Wat weiß ich. Fragen Se da bei der Servicestelle nach, ob die da wat hab'n" und knallte einfach den Hörer auf. 
Ja, gut. Der wusste halt nicht, dass ich am anderen Ende der Leitung war. Und so konnte er auch nicht ahnen, dass ich ihn laut beschimpfend und befluchend mit Formeln wie: "Wenn ich den gleich erwische, dann mache ich Mett aus ihm" neben meinem Helden und der Maschine samt KARTON (das ist ein wichtiger Hinweis, bitte merken!) im Auto zum großen bekannten DOPPEL-M fuhr. 
Um mich zu echauffieren. Aber so richtig. 
Im Servicecenter selber war dann ein Engel. Leider. Im Grunde. Denn den konnte ich jetzt nicht anmaulen. Der war nett, machte einen kompetenten Eindruck, nahm unsere Fehlerbeschreibung korrekt auf, wollte die Maschine OHNE KARTON haben ("Den bekommen Sie sonst nicht wieder, denn die kommen immer ohne Karton hin und zurück!") und gab uns ein Leihgerät, welches wir in unserem Karton nach Hause transportieren. 
Knapp zwei Wochen später kam dann die SMS, dass wir unsere Maschine abholen können. 
Yippie yeah. Leihgerät wieder in den Karton. Ab zum Markt. 
Das war am Mittwoch. 
Wir bekamen unser Gerät in die Hände gedrückt, der Mann erklärte uns, was alles ausgetauscht wurde, wir gaben die andere Maschine zurück, packten unsere wieder in den Karton und gut war. 
Am Mittwochabend, als wir dann Zuhause waren, die Maschine gerade wieder ihren gewohnten Platz einnahm, sagte ich zu meinem Mann: "Siehst du eigentlich, dass da im Edelstahl total die Macken sind?"
Er blieb gelassen. (Hatte es natürlich noch nicht entdeckt!), schaute sich das an und meinte bloß, dass das jetzt ärgerlich sei, aber man da ja nichts machen könne. Er blieb ruhig. 
Ich hingegen, ich rastete aus. Mich überkommt gerade so ziemlich schnell das Gefühl, die Welt wolle mich verarschen. Und dann flenne ich eben. Vor Wut. Ist so. Kannste nichts machen. Wird wieder weggehen. Irgendwann. 
Sein Spruch: "Schatz, du musst mal ruhiger werden!"

Gestern wollten wir dann zusammen auf unserer Bank gewohnte "Wie war dein Tag?" Plauderei mit Kaffee und Kakao erstmalig wieder zelebrieren. 
Leider lässt sich die Milchdüse jetzt nicht mehr anbringen, weil ja das Edelstahl an der Stelle mehrfach eingedötscht ist, weswegen sich wohl das gesamte Gerät verzogen hat. Was im Übrigen bei einem Transport OHNE KARTON und sonstigen SCHUTZ in meinen Augen auch kein Wunder ist. 
So, und da flippte und fluchte dann mein süßer Mann. Während ich auf der Bank sitzend rief:
"Schatz, du musst wirklich ruhiger werden!"
Das Ende vom Lied: Ich mache gleich die Maschine wieder startklar, wir verpacken das nun zermackte Gerät in unseren Karton und dann????
Ihr wisst selber, dass das jetzt der Anfang von etwas ganz Großem sein wird, ja? 

Hinzu kommt noch unsere Monster-Waschmaschine. 
Die macht seit einigen Waschgängen besonders aus Herrn Herzmoleküls hellen Sachen Batikteile. Sehen nicht unstylish aus. Aber er findet es aufregerisch. Wir denken, dass sie irgendwo Öl verschmiert und das dann manchmal in die Klamotten verteilt. 
Ist jetzt nicht sooooo der Hit gerade. 
Wäre aber noch entschuldbar, würde sie nicht zusätzlich noch regelmäßig Teile zerfetzen. So richtig. Dass manchmal Hemden ohne Ärmel wieder herauskommen. 

Unser Geschirrspüler blinkt seit einer Woche als flirte er mit mir. 
Man muss ihn wirklich dazu überreden und tausend Mal das Blinkknöpfchen drücken, bis er mal seinen Säuberungsvorgang einläutet. 

Und zu guter Letzt: Die Maschine Penny. 
Der Kawemsmann. Der Walapparat. 
Der mit einem Bauchumfang von karnevalistischen 111 Zentimetern. 
Jedenfalls ist da auch der Motor fratze. 
Nachdem ich den Mittwoch schon eigentlich als Tag der Wunderheilung durch Hebammenzuspruch deklarierte, kann ich heute sagen: So beschissen ging es mir noch nie. 
Wieder eine Nacht, die ab 1 Uhr vorbei war. Ende. Aus. Wieder nicht schnell genug im Bad gewesen. Wieder. Wieder. Wieder. 
Jetzt bin ich wirklich ausgetrocknet. 
Und wenn das unserem Minimolekül auch nur ansatzweise schadet, dann zeigt es mir das nicht. Denn der Kleine tobt da drinnen wie ein Wilder. Ist vermutlich doch noch viel Platz. Meinen Magen gibt es bestimmt gar nicht mehr. Der sieht bestimmt aus wie die verschrumpeltste Rosine der Welt. 

Ich will nicht jammern. 
Wir haben heute noch Einiges vor.
Unter Anderem holen wir den fahrbaren Untersatz für den kleinen Tobefuchs. 
Es sei denn, der ist nachher noch nicht aufgebaut, sondern im Karton. 
Da habe ich nämlich bereits mehrmals im Laden angerufen und ihnen gesagt, dass wir den Wagen bitte bereits aufgebaut OHNE KARTON haben möchten!

Sollen wir mal wetten????

Haltet durch, gleich ist Wochenende!

Eure mittlerweile auf dem Zahnfleisch robbende, leicht verzweifelte Penny ❤️

Mittwoch, 12. November 2014

Die ungeschminkte Wahrheit

Hallo meine Lieben,

machen wir uns nichts vor: Schwangerschaften sind wahnsinnig schön. Ich liebe und genieße meine. Dieses Wunder da in mir drin, diesen die Bauchdecke stets touchierenden "Deoroller" und das Gefühl eine "Wolkenplazenta" zu haben (Danke, Einspluseinsi für diese fantastisch passenden Vergleiche), in der sich das Minimolekül so gerne seine winzige Nase eingräbt. 
Okay, mittlerweile wird hier nichts mehr touchiert. Jetzt drückt und hebt der Kleine mit aller Wucht die Bauchdecke an. Das funktioniert prima. Und vor lauter Toberei hat er dann ständig Hicksauf. 
Hicksauf ist toll. 
Also für uns hier draussen. 

Wir sollten uns aber auch bezüglich der unangenehmen Dinge, die da auf einen zukommen könnten, nichts vormachen. 
Und dazu zähle ich nicht das zur Walin werden. 
Echt nicht, das ist schon okay. 
Und mal ehrlich: Wer kann schon von sich behaupten, dass er mal einige Monate in die Haut eines gewöhnlich im Meer existierenden Säugetieres schlüpfen durfte, ohne dass man ihn einfangen wollte?
Zumindest ist mir das jetzt noch nicht passiert. Sollte es dazu kommen, werde ich mich schon zur Wehr setzen...und leicht eskalieren. 
Also, Wal sein ist auch schön. Versprochen. 

Was ist mit - Verlaub - pupsen?
Pup...was???
Ach kommt, wir sind hier ja auf dem Molekülplaneten und deswegen frei von der Leber(tran) ;)) raus: Also iiiiiiich pupse nicht! Nie, nie, niiiiiiiemals.
Ich bin eine feine Walin. Eine richtige Waldame. Die sind anständig. 
Da müsst ihr lachen, wie?
Ich auch. 
Pupsen gehört einfach dazu. 
Mein Bauch ist zeitweise - wo auch immer da noch Platz für ist - ein Pupsfass. 
Ich kann nichts dafür. Es ist eben so. 
Und auch das: Überhaupt kein Ding.
Also nicht für mich. Für meinen Herrn Herzmolekül und Andere? 
Nun ja. Sie sind zu 90% geruchlos. Also die Pupse. 
Versprochen. Zumindest bilde ich mir das ein. 
Also pupsen ist auch kein Ding! 
Woooobeiiiii, ich glaube das Minimolekül erschrickt jetzt ab und an, wenn es so weit ist. 
Aber da würde ich an seiner Stelle gaaaaanz kleinlaut sein. Ich weiß ja, dass wir uns demnächst auch manches Mal erschrecken werden. Macht aber nichts. Ich werde jede volle Windel mit Hingabe (und Nasenklammer) wechseln. 

Mit dem Pupsen Hand in Hand gehende Verdauungsprobleme?
Ja, gibt es. Sind ziemlich unschön. Kenne ich mich mit aus. Aaaaaber: regelmäßig Magnesium und die Sache läuft wieder. 
Versprochen.
Also auch kein Ding. 

Schwanger sein ist also selbst mit diesen kleinen Pups- und Co.-Wehwehchen herrlich?
Ja. Definitiv. 
Aber es gibt da gerade so eine Sache, die mir doch langsam zu schaffen macht:
Ich kann nichts, rein gar nichts mehr essen oder trinken, ohne dies rückwärts zu tun. 
Erst fing es mit unregelmäßigem Sodbrennen an. Immer mal wieder in den letzten Wochen. 
Das war aber in den Griff zu bekommen. Oder aber durch einmaliges Rückwärtsessen für die nächsten Wochen erledigt. 

Nun ist es so seit letzter Woche, dass nichts mehr geht. 
Alle Hausmitteltipps versagen. 
Und ich habe verdammt nochmal Hunger und Durst.
Durst wie "ne Berchziege", sagen wir hier. Und das allein ist selten bei mir, der man im Normalfall 20.000 Mal am Tag sagen muss, dass ich ausreichend trinken soll. 
Und nun, in den letzten Wochen, hat sich mein Körper wohl daran gewöhnt und fordert es nun ein. 
Tja, leider behalte ich nichts mehr drin. 
Und sobald ich liege, ist ohnehin alles vorbei.
Und da beginne ich mir nun langsam Sorgen zu machen. 
Also ich glaube, dass unser Minimolekülmann schon noch gut versorgt wird, aber ich frage mich doch, wenn wir das jetzt noch weitere Wochen durchziehen, ob es so toll ist?
Und mal unter uns: Mit Walplauze umarmt man nicht mehr so easy die Kloschlüssel. Ne, man beugt sich nur noch so leicht über und streichelt beruhigend den Bauch, denn - und das mag Einbildung sein - ich glaube, der Kleine ist von Muttis mehrmals täglicher neuer Show wenig erquickt oder irritiert. 
Wobei: Ich dachte schon, dass ich ihm so ein abwechslungsreiches Entertainmentprogramm liefern würde und er das auch zu schätzen weiß. 
Warten wir mal ab, was er draußen dazu sagt! 
Denn die Wahrheit ist: Ich sorge mich dabei nicht um mich. 
Ich stehe da und der einzige Gedanke dabei ist: "Hoffentlich schadet oder stört das den Kleinen nicht!"

Jedenfalls ist das jetzt wirklich die einzige Sache, bei der ich langsam sage: Für absolut uncool befunden. Kann weg gehen. Danke. Tschüss. 

Man liest, dass es wohl mit der Senkung des Bauches besser wird oder gar dann schon verschwindet. 
Also warten wir geduldig und sehr zwiegespalten auf diesen Moment. 
Denn auch, wenn es wohl Erleichterung was das Beschriebene (und der Schnappatmung, aber die kratzt mich gar nicht) anbelangt bringt, so bedeutet es doch auch, dass unser Minimolekülmann sein Achtung!! WOLKENKRATZERAPPARTEMENT verlässt. Und das wiederum lässt mich dies alles trotz des Wissens darum weiterhin noch nicht wirklich begreifen und andererseits bekomme ich beim Gedanken daran, dass wir unser kleines Wundermolekül demnächst in die Arme nehmen und an ihm schnuppern (und an seinen Füßen...ach das wisst ihr ja schon!) können, feuchte Augen. Sehr feuchte. 

Falls also heute Abend meine Hebamme mich nicht wieder versetzt, dann werde ich sie eindringlich um weitere Tipps bitten. Hoffentlich nicht, während sie neben mir steht und ich meine HILFESCHREIE ins Klorohr ablasse.

So, und jetzt nehme ich einen erneuten Anlauf und versuche mich an der Nahrungsaufnahme. 
Schon mal einen hungrigen und durstigen Wal getroffen?
Seid froh! 😃


Egal auf welcher Wolke ihr auch gerade schwebt, lasst euch nicht herunterschubsen! 

Das wünscht euch eure ausgedörrte (muuuuuhaaaa ;)) Penny ❤️

Montag, 10. November 2014

"Pack deine Tasche, Penny"

Eigentlich...

...müsste ich darüber berichten, dass ich zwei (Quatsch: Drei!!!!) der süßesten Mädels getroffen habe. Und es soooo schön war. Und ich hoffe, dass sich die große Runde auch bald treffen wird. 

...könnte ich mal wieder einen dermaßen tobigen Tobe-Teufelinnen-Post verfassen, der sich gewaschen hat (und der auch wirklich gerechtfertigt wäre! Wirklich. Wirklich.).

...sollte ich mal langsam mit den Schweinehund-Vetternwirtschaft-Ansichten meines SL klarkommen.

...sollte ich mit meinem Herrn Herzmolekül verknotet im Bett liegen. (Komm sooooofoooort her!)

...sollte ich mich dafür entschuldigen, dass ich euch die Ruhrpottrunde ans Herz gelegt habe und letztlich da wirklich durchgehend sehr bekloppte Oberschwachmaten und Schwachmatinnen rumgesprungen sind, die mich ziemlich beschämten. Und die auch gar nicht cool und ruhrpottig waren. Also sowas Niederträchtiges aber auch. 

...wollte ich hier mal wieder total witzig sein. 


Doch stattdessen...

...litze ich (das ist eine Mischung aus liegen und sitzen) hier herum und bekomme links zwei knapp 7 cm lange Füßchen und rechts einen kleinen Popo und Rücken zu sehen, die meine Plauze wie ein Viereck aussehen lassen.

...muss ich litzen, weil ich wirklich "ganz dezente" Probleme mit meinem Magen habe (Sodbrennen ist was Feines!).

...überlege ich die ganze Zeit, welche Heissklebesticks in meine Pistole müssen?

...habe ich das Gefühl, dass der kleine Minimolekülmann definitiv seine coolen Eltern recht bald sehen möchte. 

...ist dieses Gefühl einerseits ziemlich schön, aber auch trotzdem noch surreal.

...werde ich mir morgen tatsächlich fest vornehmen meine Tasche laaaaaangsaaaaam zu packen. 


Denn...

...irgendwas in mir ist sich ziemlich sicher, dass wir hier ganz bald jemanden haben, der sich im bereits angebrachten Family Fix System, im glänzenden, selbst von innen auf Hochglanz polierten Auto von Papa und Mama nach Hause bringen lassen möchte, um endlich sein Kinderzimmer in Beschlag zu nehmen! 
❤️


Eure von nun an irgendwie etwas angezappelte, litzende Penny ❤️

Mittwoch, 5. November 2014

Alle bitte hierher zum Festsaal/Lauschangriffe

Miiiiimiiiiiimiiiiimiiiiiiiii....

*räusper*

...

Also ich weiß gar nicht was ich jetzt schreiben soll. 
Haben wir nicht vorgestern noch bei meiner lieben Deko-Wünschi groß gefeiert?
Und jetzt kehre ich gerade in die Molekülwelt ein und denke ich sehe nicht richtig. 
Mich trifft der Schlag. 
Über 30.000 Klicks (Wünschi, bumm nachgemacht;))!!
Das ist so wundertoll. 
Ich danke euch, dass ihr euch seit Jahresanfang auf diese verrückte bescheidene Welt eingelassen habt. 
Dass ihr, ob nur klammheimlich als stille LeserInnen oder eben als diejenigen, die hier öffentlich mit mir toben und wüten und ab und zu vielleicht auch mal schmunzeln (oder lachen??? Lacht ihr mal hier? Das wäre soooo schön. Also auch, wenn ihr über mich lacht. Nicht nur mit mir. Das geht alles. Alles erlaubt!), euch niedergelassen habt. 
Dass ihr meinen Gehirnwindungen lauscht, euch oft wundert und mit mir freut. 
Dass ihr einfach hoffentlich gekommen seid um zu bleiben (wie ein perfekter Fleck!). 

Und jetzt müssen wir uns an die Celebrationstafel setzen. 
Nehmt Platz, ist genug für alle da. 
Ich backe Waffeln. Heiße. Außer für diejenigen unter euch, die sie nur abgekühlt mögen. Also ich backe sie auch für euch heiß, stecke sie aber zum Kühlen in den Kühlschrank (ich kenne das hier schon. Bei meinem Herrn Herzmolekül läuft das immer so!). Dazu gibt es heiße Kirschen und Tahiti-Vanilleeis. Natürlich auch nur dies wer mag. In beliebiger Kombi. 

Auf euch, meine herzallerliebste Molekültanzgang und auf dich, mein lieber Ehemann. 
Danke, dass du mir immer zeigst, dass ich so wie ich bin perfekt für dich bin. 
Und danke für jede einzelne Sekunde unseres Molekültanzes! ❤️



Sooooo, nun mal hier keine Träne aus dem Knopfloch quetschen, jaaaa?

Dafür gibt es noch zu viel zu berichten und da brauche ich ungeteilte Aufmerksamkeit. 
Selbstverständlich ist das Meiste davon unerheblich, aber was macht das schon? :))

Gestern schaute ich mir verschiedene Teesorten an. 
Irgendwelche Weihnachtssorten. 
Und eigentlich schaute ich auch nur auf die hübschen Verpackungen, denn meistens sind diese Gewürzweihnachtssorten nicht meins. 
Da stehe ich nun mit meiner dicken Plauze tiefenrelaxt und bestaune die bunten Bilder als neben mir jemand zu sprechen beginnt: "Kaufen Se den mal hier. Dat is' nen lecker Tee. Damit können Se vor allem supa Glühwein machen!"
Ich schaue mich um. Weit und breit niemand zu sehen. "Der Opi meint wohl mich!", denke ich und bin irgendwie so eine Mischung aus angenervt, dass mich wieder mal irgendwer einfach von der Seite anquatscht und auch ein wenig pikiert darüber, dass der 'ner leibhaftigen Walin hier Alkohol schmackhaft macht. 
Nun denn, ich lasse ihn stehen. Zuppel zum Gatten an die Kasse und rolle mit den Augen. 

Abends im Nähkurs dann ging das Augenrollen und Schnappatmen weiter. 
Ich weiß nicht was Mutter Natur mit weiblichen Gehirnen auf Dauer anstellt, aber es scheint ein weit verbreitetes Phänomen zu sein, dass besonders schon etwas länger zurückliegende Gebärende immerzu ihre langwierigen Geburtserlebnisse zum Besten geben müssen, sobald eine Walin in der Nähe ist. 
Und die machen das auch nahezu immer auf identisch gleiche Weise:
"Ist ja nicht mehr lang. Hast du es schon satt?"
"Ehrlich gesagt genieße ich es, auch wenn es langsam etwas mühselig wird!"
"Oooooh, du wirst es bald hassen. Hast du schon Angst vor der Geburt?"
"Ich freue mich eigentlich sehr drauf. Ich weiß, dass es kein Kinderkarneval ist, aber das wird trotzdem ein sooo schöner Tag werden!"
Hier sieht man schon die Augen flimmern und manchmal fast in enttäuschte Gesichter. 
Vermutlich denken sie sich: "Ja, Mist, verdammter. Wie kann ich denn jetzt hier meine Story noch gut platzieren?"
Und dann kommt:
"Also bei der Geburt von X...ach, ich sage lieber nichts. Ich will dir keine Angst machen!"
"Mich interessiert das jetzt auch nicht so. Ich bin völlig unbelastet. Jede Geburt ist anders. Und ich mache mich nicht verrückt!"
ERROR!!! ERROR!!! Großer Fehler. 
Denn jetzt wird natürlich trotzdem ausgepackt und alles, wirklich alles berichtet. 
Ihr mögt mich für arrogant halten, aber das langweilt mich so, wenn mir fremde Personen davon erzählen wie sie 1970 oder 80 oder 90 ihre Kinder zur Welt brachten. Kinder, die ich ebenfalls nicht kenne. 
Es half auch nicht, dass ich stets meine Nähmaschine rattern ließ. Neeeee, DANN SPRICHT MAN EINFACH ETWAAAAAAAS LAAAAAAAUTEEEEER!!!! 
Zu allem Überfluss gab dann natürlich auch meine Mutter ihre Schwangerschafts- und Geburtserlebnisse zum Besten. Echt noch niiiiiiie gehört. Tooootaaaaal neu für mich. Schön, dass es jetzt drei unbekannte Nähtanten auch wissen. 
Argh! 
(Meine wirklich geliebte SMS-lesende Schwiegermutter kann das übrigens auch. Seeeeeehr gut. So gut sogar, dass ich mir bereits einbilde bei der Geburt meines Mannes live dabei gewesen zu sein, was rein rechnerisch gar nicht möglich ist!). 
Jedenfalls dachte ich mir da so: "Naja, der Mann heute beim Einkaufen war bestimmt gar kein Freak. Der war einfach Hellseher und wusste schon, dass ich unter normalen Umständen den Abend nur mit einem zünftigen Fass Glühwein ertragen hätte!"

Und weswegen das alles?
Wegen dir, du kleiner Mann. 
Du süßer, kleiner, atemberaubend schön tobender, über alles geliebter Sohn. 
Du, bei dem gestern alles ganz zauberhaft perfekt war. 
Der nicht mehr auf das Ultraschallgerät passt. 
Der ständig seine winzige Faust irgendwie ins Gesicht gräbt. 
Der beim CTG das erste Mal tief und fest schlummerte. 
Und der bald, ganz ganz bald, schlüpfen wird. 
Alles wegen dir. ❤️

Also lauschen wir noch einige Wochen den außergewöhnlichen Fruchtblasenplatzern aller Menschinnen.
Wir lauschen den "Ich bin dann nochmal ganz entspannt duschen gegangen"-Ausführungen. 
Und wir lauschen den "Aber wenn es dann da ist, ist alles vergessen"-Versprechen. 
Bis wir unsere eigene Vorstellung meistern. Du, dein Papa und wohl auch ein kleines Bisschen ich. 

Macht es gut, ihr Lieben

Eure feierwütige Penny ❤️



Dienstag, 4. November 2014

Und ganz am Ende steht die längste Praline der Welt

Um es kurz und schmerzlos zu sagen:

Ich habe mit Hääänk Schluss gemacht. 
Und das auch noch feige am Telefon. 
Dafür aber super liebenswert, weil ich ihm habe auch noch "ganz herzliche Grüße" ausrichten lassen. 
Wie geht es mir mit dieser Entscheidung?
Nun, ich bin erleichtert. Und ehrlich gesagt auch so sehr mit meinem Neuen beschäftigt, das lenkt gut ab. 
Ja, ja, verdreht nur die Augen und denkt euch: "Die Walin (meine Kitty beherrscht einfach diese meine Sprache nach kurzer Zeit dermaßen perfekt!), die ist aber auch eine Bit**!"
Ich bin ja mit meinem Neuen beschäftigt und der lenkt mich ab. :)
Ich stelle ihn euch aber gerne vor. Er heißt Ääärik. Das macht es übrigens noch um Einiges leichter. Denn ich kann weiterhin das Ä so schön in die Länge schreiben. 
Ääärik jedenfalls traf ich letzten Freitag. 
Nach nur kurzer Wartezeit lud er mich in sein gemütliches Behandlungszimmer, setzte sich dermaßen lässig auf die Schreibtischkante, lauschte exakte 2 Minuten und 25 Sekunden meinen Beschwerden, kritzelte irgendwas dabei mit einem sehr, sehr weichen HB Bleistift auf meine Karteikarte und sagte: "Das, was Sie beschreiben, ist ganz typisch vor allem für Ihr SS-Stadium." (Jetzt wollte ich schon Stadion schreiben. Da gehen die grün-weißen Pferde wohl wieder mit mir durch...tzzz!).
Natürlich wollte ich ihm das nicht soooo schnell abkaufen. Nö, ich war eher der Typ: "Erzähl du mal, Ääärik, Hänki hat schließlich auch so getan als verstünde er mich ansatzweise! Ich glaub dir hier erstmal gaaaaaaar nichts. Und wenn mein Mann nicht ganz extrem sauer gewesen wäre, weil ich ihm schon morgens meinen Plan unterbreitete, diesen Termin hier sausen zu lassen, dann würdest du jetzt nicht so cool auf deiner Schreibtischkante sitzen!"
Ja, so war ich drauf. 
Zack, auf die Liege gewuchtet und dann (an dieser Stelle müsste so ein kirchliches HALLELUJAAAAAAAAA platziert sein), denn dann geschah ein Wunder. 
Er drückte an unfassbar schmerzhaften Stellen. Nahm sich erst den oberen Rückenteil vor, drückte dann (in seinen Augen ganz leicht!) auf meinen Rippen und der Haut dazwischen herum und mahnte mich schon, dass das morgen ganz furchtbaren Verprügelungsmuskelkater geben würde. 
Und meine heilige Stelle, also den Bobbes, den bearbeitete er von vorne. Ja, wirklich. Nur von der Bauch- bzw. Beckenseite. Und das ganz behutsam, damit unser Minimolekül keinen Tobsuchtsanfall bekommt. Den bekommt er nämlich, sobald hier jemand seinen Tanzbereich auch nur wenige Millimeter droht einzuengen. 
Es geht mittlerweile so weit, dass ich hier mit meinem Iphone möglichst weit vom Bauch entfernt tippe. Denn sonst rastet der kleine Tobefuchs aus und tritt mich heftigst, dass ich doch ins Grübeln komme, ob da nicht ein zweiter Tobefuchs in mir rein zufällig übersehen wurde. 
Aber Ääärik hat das hinbekommen. Der Kleine hat ihm nur drei Mal gepflegt gegen seinen Ellenbogen gewemst und ich finde das okay. Also vom Minimolekülmann. Er soll sich ruhig jetzt schon wehren. Ja, ja! 
Dabei dachte ich übrigens weiterhin skeptisch: "Drück du nur irgendwo Richtung Becken an mir herum. Der Spaß kostet ja nur mehr als das doppelte einer Hänkisession, also mach mal."
Nach 40 Minuten war der Spuk vorbei. 
Und man kann mich ja jetzt für bekloppt halten (Haaaaalloooooo???? Ich weiß jetzt genau, was du und du und DU da gerade in dich hineindenkst. Also bitte!), aber da ging es mir schon deutlich besser. Trotzdem hatte ich Angst vor dem Abend, dem nächsten Tag und allen die da noch folgen werden. 
Was soll ich groß berichten?
Wir haben Dienstag. 
Ich habe das WE gehörig herumgecoucht, ich habe mich bewegt und lauter normale Sachen gemacht. Schmerzen? Nichts. Nicht einen Fieselschmerz. 
Hoch lebe die Osteopathie. 
Hoch lebe Ärik. 
Jetzt gehe ich 1x wöchentlich zu meinem Wunderheiler. Zu meinem Guru. 
Nur ein Mal die Woche. 
Nix zwei Mal 10 Minütchen, Hänki. 
Ne, ein Mal 40 Minuten und es hilft. 
Es ist fantastisch. 
Und weil ich in einem totalen Begeisterungsmodus gerade gefangen bin, wollen der Ärik und ich uns nach der SS, sofern die olle Migräne wieder auftaucht, sich um sie und ihr Verdünnisieren kümmern. Haha! Und wisst ihr was: Ich werde das tatsächlich zulassen. 
Hoch lebe die Osteopathie. 
Wiederhole ich mich?
Drauf gesch*****!


Gäbe es noch folgende Dinge zu vermelden:
Also Kinderzimmerschlaufenvorhänge selber zu nähen ist reiner Wahnsinn. 
Was auch immer da mit mir durchging und wie viele Kinder wir auch noch in diese Welt schicken (Neulich sagte ich zum Herrn Herzmolekül: "Also die nächsten zehn Kinder bekommen das jetzt nicht!", worauf er nochmal nachfragte: "Wie viel?" und ich selbstverständlich, dieses Mal für den doch wohl bereits mit Hörverlust kämpfenden Mann lautmalerisch eine "ZEHN"! formulierte. Der hat geguckt. Köstlich!), das bleibt eindeutig ERSTGEBORENENRECHT!
Zumindest sind sie fertig. Gefallen uns beiden, auch wenn sie nicht perfekt sind, aber das Thema hatten wir ja schon und jetzt ist es tatsächlich komplett fertig: Das Zimmer. Sein kleines Zimmer, in dem ich doch durchaus oft stehe, mir diese klitzekleinen von mir drapierten Schühchen auf der Wickelkommode anschaue und ach....schnulz...schnulz!


Zudem möchte ich euch etwas ans Herz legen: Wenn ihr die verrückte Pennywelt etwas mehr verstehen wollt und mit dem Ruhrpott so gar nichts anfangen könnt, dann solltet ihr diese Woche "Das perfekte Dinner" bei VOX anschalten. 
Und bevor ihr jetzt hier einen Herzkasper wegen Lachflashs bekommt: Nein, natürlich koche ich da nicht mit. 
Aaaaaber, es ist eine Ruhrpottwoche. Und eigentlich sind die immer mit die besten (ohne jetzt angeben zu wollen), denn hier geht es im Allgemeinen halt unkonventionell und ruhrpottisch zu. Und das war gestern bereits in Folge 1 durchaus wunderbar festzustellen. 
An dieser Stelle bitte ich zu beachten, dass dieser behämmerte Matteo (wenn ihr schaut, wisst ihr schon warum ich das schreibe) also der ist auch ein Original. Aber ich möchte mich davon distanzieren, dass er ein Original-Ruhrpottler ist. Der ist alles. Original-Angeber, Poser, Vollhorst, Spinner...also oookaaaaay, die leben hier mitunter auch. Mittendrin!

So, und nun träume ich ein wenig von einem weißen Duplo Limited Edition, jene Werbung ich gestern sah und freue mich auf den nachmittäglichen Vorsorgetermin, bei dem ich mir sicher bin, dass da ein zwei Wehen übers CTG hüpfen! 

Macht es gut und bleibt alle Originale! 

Eure originalgetreue Penny ❤️



Montag, 3. November 2014

Ehrentitel - Liebster Award

Liebe Molekültanzgang,

auch ich habe die Ehre einer Doppelnomierung. Fühlt sich fantastomatisch an, kann ich nur sagen.
Gerne würde ich eine Rede schwingen, aber da das die liebe Kitty so zauberhaft und einzigartig und charmant schon tat, könnt ihr ihre Worte gerne hier nachlesen und es einfach auf mich adaptieren! :))

Da ich ja ein wenig wild bin, werde ich frei nach Schnauze sowohl Fragen von der Trollfee J.B.  als auch von der niedlichsten spinnigen Frau Spinne beantworten.


Alles Roger?
Gut, tief ein- und ausatmen, dann geht es mal los:


1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Vielleicht wundert es Einige (vielleicht aber auch nicht), aber ich blogge schon seit vielen Jahren. Früher hatte ich einen anderen Blog. Da ging es zwar auch so drüber und drunter wie hier, aber er war trotzdem anders.
Dort finden sich, anders als hier, so ziemlich die schwärzesten Momente meines Lebens verschriftlicht. Irgendwann, nachdem sich die Sonne wieder in mein Leben nach vielen Tränen und vielen Kämpfen schlich, hörte ich auf zu schreiben. Aber ich vermisste es sehr.
Ich beschloss neu anzufangen und musste deshalb meinen alten (zugegebenermaßen auch recht witzigen) Blog dafür verlassen. Ich wollte etwas Neues, ohne das Düstere. Ohne diese Schwere.
Deshalb erfand ich meine kleine Molekülwelt, in der ihr euch hoffentlich so wohl fühlt, wie ich es tue?
Und ja, den anderen Blog gibt es noch, aber ruhend. Ich lese mich ab und zu dort nochmal durch und bin einfach dankbar dafür, dass ich diesen Weg gegangen bin und jetzt dort bin, wo ich mich sicher und geborgen fühle.


2. Gibt es etwas (Eigenschaft/Körperstelle) was du an dir ändern möchtest?

Eigenschaft? Hmmm...ich bin manchmal ziemlich aufbrausend. Das würde ich schon gerne etwas reduzieren, allerdings ist aufbrausen auch ziemlich anregend, nicht? :)
Körperstelle(n)? Also nun ja, wer ist schon perfekt? Es gäbe da so einige Baustellen, die man angehen könnte. Aber ich kann ja auch, wenn ich will. Stört mich was richtig, dann entwickle ich einen Ehrgeiz und treibe Sport oder ändere sonstwas. 


3. Was wolltest du schon immer machen, hast dich aber noch nicht getraut?

Ganz ehrlich? Ich würde gerne einen Tag lang allen Menschen, die in meinem Leben so rumschwirren, ganz direkt mal ins Gesicht sagen, was ich teilweise von ihnen halte.
Irgendwie habe ich manchmal das Gefühl zu platzen und mich ein wenig selbst zu verraten. Andererseits zeige ich ja beispielsweise durch mein Ignorieren bestimmter Personen (HUHU, Teufelin!), dass sie mir unwichtig sind. Und dann denke ich wiederrum, was würde es denn letztlich bringen, wenn ich den Menschen das vor den Kopf knalle, was sie vermutlich eh schon wissen?

Also was weniger Spektakuläres: Einen Eisbären an der Nase kitzeln.


4. Was bringt dich so richtig auf die Palme?

Ihr lest doch hier manchmal mit, oder?
Dann erübrigt sich die Frage. Mich bringt sehr, sehr viel auf die Palme! :)


5. Wie sieht dein idealer Tag aus?

Morgens mit Herrn Herzmolekül aufwachen. Frühstücken, etwas Schönes unternehmen. Was Tolles essen, abends Theater/Kino/Konzert und nachts zusammengeknotet mit ihm wieder einschlafen. 


6. Was ist/sind dein(e) absolute(r) Lieblingsfilm/Lieblingsserie(n)und warum?

Film: Almost Famous und The last Kiss.
Warum? Weil so alles begann.

Serie(n): Leute, ich bin da nicht normal.

The Walking Dead - Weil ich mich so gerne bei Herrn Herzmolekül verstecke.
Game of Thrones - Weil es einfach dazugehört.
Sons of Anarchy - Weil mir das Anarchische dort gut gefällt.
Mad Men - Weil John Draper mich so extrem auf die Palme bringt. Alter Betrüger, der.
Parenthood - Weil ich Familiengeschichten mag.
Up all night - Weil wir uns beide in den Hauptdarstellern immer wieder finden.

Ich könnte jetzt noch einige Tage so weitermachen...aber jetzt wisst ihr zumindest etwas Bescheid: :)


7.  Welche Sache lässt in dir eine Sammelleidenschaft hervortreten?

Schöne Momente.


8. 10 Jahre zurück...Würdest du etwas anders machen?

Mit dem Wissen von heute? Nein.


9. Dein peinlichstes Erlebnis?

Hui, jetzt muss ich mich hier aber nackig machen. Um aufrichtig zu sein, mein zweiter Vorname ist Tollpatsch:
Ich stehe in einer Freistunde mit einer Freundin auf dem Schulhof und wem kackt die vorbeifliegende Taube auf den Kopf?

Ich sitze nach der Schule im Bus. Neben mich setzt sich ein kreideweisser Typ, bringt gerade noch ein:" Wir haben gerade in Bio ´nen Frosch seziert" raus und bekotzt mich von oben bis unten. (Die Gurken auf Mc Donald´s Hamburgern haben übrigens eine interessante Halbwertzeit!).

Das dürfte erstmal reichen, ja?


10. Hast du ein Lieblingszitat? Wenn ja, welches?

"It´s all happening!"


11. Was wünscht du dir für die Zukunft?

Dass das Leben weiterhin so schön und ruhig und sicher bleibt. 



Da hier schon eigentlich alle meine Lieblingsblogs nominiert sind, möge sich jeder angesprochen fühlen, der mag.

Und dich liebe Birgit, dich nominiere ich ganz speziell! 


Hier sind meine 11 Fragen:

1. Was interessiert dich auf anderen Blogs?
2. Sekt oder Selters?
3. Welche Überschrift würdest du deinem Leben geben, wenn es verfilmt werden würde?
4. Hast du ein besonderes Lied, dass du mit etwas Schönem oder Traurigem verbindest?
5. Bist du abergläubisch?
6. Eine gute Fee schenkt dir drei Wünsche! Die wären?
7. Morgenmuffel oder Gerne-Aufsteher?
8. Was magst du an Anderen überhaupt nicht?
9. Wie würden dich Andere beschreiben? Nenne 3 Schlagworte.
10. Kaffee oder Tee?
11. Beende diesen Satz:
Wenn ich könnte...