Samstag, 30. Mai 2015

Es war einmal...

Habt ihr schonmal versucht 'ne Qualle an die Wand zu nageln? 
Hat nicht so gut funktioniert oder?
Ähnlich verhält es sich mit meinen verirrten Seelen und ihrem Textverständnis: 
Die Qualle rutscht vom Nagel, vielleicht bleiben noch einige durchsichtige Quallenfetzen hängen, aber das war's auch schon. 
Im übertragenen Sinne ist es also so, dass ich mit ihnen Texte lese und wenn sie dann den Inhalt wiedergeben sollen (und nein, nein, ich rede nicht von einer Verschriftlichung, sooooo größenwahnsinnig bin ich längst nicht mehr), dann schauen sie mich wortlos mit offenstehenden Kaugummimündern an. Und dann mopper ich rum: "Mahmut, wirf jetzt SOOOOFOOOORT dieses Kaugummi weg!", was meist mit einem "<grummel_grummel>...dass Sie abba auch imma alles sehen müsseeeeen, lan, Frau Herzmoleküüül", befolgt wird. 
Also so nach dem dritten bis achten Mal. Aber das nur nebenher, jedenfalls bleibt nichts hängen. Da hängt eher mehr Qualle am Nagel, als Inhalt im Kopf bleibt. 
Doch ich gebe ja so schnell nicht auf. 
Und so kam es dazu, dass...

...Es war einmal eine furchtbar kluge, wahnsinnig ehrgeizige (mein Märchen, meine Regeln, Leute!) und engagierte Lehrerin. 
Diese hatte sich eines schönen Tages vorgenommen, den mehr oder weniger begriffsstutzigen Schülerlein das Lesen schmackhaft zu machen. 
Und so ging sie also zu ihrem Kindelein und sprach: "Liebes, kleines Minimolekül, ich würde so unheimlich gerne den Jugendlichen in meiner Klasse ein paar Märchen vorlesen. Wäre es möglich, dass du mir dein tolles Vorlesebuch, welches du gerne ansabberst, leihst? Ich denke es ist vom Schwierigkeitsgrad genau das Richtige!"
Und das liebenswürdige Minibaby brabbelte: "Selbstverständlich, geliebte Mutter, nimm, was du brauchst und verkünde die Grimmsche Message!"
Und da tat sie wie ihr geheißen und schleppte das große, bunte Märchenbuch in ihren Unterricht...

Wir lasen. Also ich las. Und die lieben "Kleinen" fletzten sich auf die Tische und forderten nach jedem gelesenen Märchen "Meeeeeeeehr, Frau Herzmoleküüül, meeeeeehr. Isch schwör, das is' vooooooll schöööön" und ich las und las. 
Meine Fragen konnten alle beantwortet werden, was mich besonders freute. 
"Warum ging Rotkäppchen denn zur Großmutter?"
"Wallaaaaa, Oma is krank von Rotkäppschen!"
"Wie heißt Rumpelstilzchen denn jetzt?"
"Sie siiiiiind soooooo lustisch, abboooo das heißt doch Rumpelstilzschen. Das is der Nameeeee, Frau Herzmolekül!"
"Warum hasst die Stiefmutter Schneewittchen?"
"Schneewittschen is nich so hässlisch. Deswegen is die Stiefmutta aggro, so!"

Ich war happy. Offenbar waren Märchen voll ihr Ding. Also gab es eine Hausaufgabe:
"Für morgen sucht ihr euch mal im Internet drei Märchen aus und lest sie!"
"Voll leischte Hausaufgabe!"
Wir klärten noch kurz, dass Spongebob und die Gummibärenbande genauso wenig Märchen sind, wie die Teletubbies und die Ninja Turtles und sie gingen hinfort. 

Nun denn, der nächste Morgen kam. 

"Karl-Ibrahim, welche Märchen hast du denn gelesen?"
"Hans!"
"Aha! Wie heißt das Märchen denn genau?"
"Ja, Hans!"
"Okay, Karl-Ibrahim, hast du das Märchen denn gelesen?"
"Natürlisch, Frau Herzmolekül!"
"Worum geht es?"
"Das war gestern. Isch hab das gelesen. Abba isch weiß nisch, was da drin steht!"
"Ahjaaaa. Vielleicht hilft dir die Überschrift? Hieß das Märchen vielleicht <<Hans im Pech>>?"
"Isch weiß nisch! Kann sein!"
"Oooooooder <<Hans im Glück>>?"
"Neeee, isch glaub nur Hans!"
"Nun, welches ist das zweite Märchen, was du noch gelesen hast?"
"Das hieß...GRIMM!"

...und wenn sie nicht gestorben sind, nageln sie noch immer Tag für Tag fleißig Quallen an die Wand. Mit Hilfe eines dicken "MÄRSCHÄÄÄÄNBUCHS"! 



Gebt niemals auf, irgendwann hält die Qualle...

Eure Penny, die ferienreif ist. ❤️

Sonntag, 24. Mai 2015

Wie die Anarchiesöhne mich fix und fertig machen

Noch immer hänge ich diesem Staffelende gedanklich nach. 
Da kann der hochintelligente Gatte mir auch noch dreiundachtzig Mal erklären, dass das ja nur eine Serie ist und es der Tara im wahrhaftigen Leben wahnsinnig gut geht. 
Ne, das hat mich umgehauen. 
Und ähnelte so einen Dexterstaffelende und zwar als sie endlich, endlich so richtig glücklich hätten sein können (abgesehen von Dexters dunkler Seite, aber die beiden als Paar, die hätten es geschafft!), da wird Rita grausam von Trinity ermordet. Da war ich schon geschockt. 
Aber Taras Abgang, also irgendwie ist der gefühlt noch grausamer vonstatten gegangen. Von wem sie ermordet wurde...grrr!
Und dann diese Szene: Rocker-Jax, der seine leicht zermatschte Frau auf dem Küchenboden hält, der erschossene Deputy daneben. Ach, traurig, traurig. 
Die beiden Jungs, die nun ohne ihre Ma aufwachsen müssen. Die BÖSE, seeeeehr BÖSE Jax-Mutter. Die durchtriebendste und oldeste Old_Lady ever...all das hat mich ein wenig mitgenommen. 

Dazu dieser Soundtrack. 
Diese mal wieder so gut gemachte, liebevoll und passend gewählte Musikuntermalung...das ist ja genau mein Ding. Wenn es gut ist, bekommt man mich. Sons of Anarchy haben mich. 

Und wer das dazugehörige Lied mal anhören mag: 
Day is gone von Noah Gunderson. 
Berührt. Sooooooo, sooooo schön traurig. 

Ich warte jetzt auf die letzte Staffel. 
Und dann bin ich wieder traurig. 
Ganz sicher. 

Habt ihr auch Serien, die euch emotional so richtig aus dem wahren Leben in die Serie katapultieren? 

Her damit! 

Eure gejaxte Penny, die allerdings auch gedrapert, geparenthooded, gehartofdixied, getrueblooded, gereturned, gecaliforniacationed, gewalkingdeaed und was weiß ich noch alles ist! ❤️











Mittwoch, 20. Mai 2015

Dann reden wir heute mal über deine Plazenta

Ich bin für die Brigitte-Mom des Jahres 2015 nominiert. 
Und als ob das nicht schon genug der Ehre wäre, haben sie mich gleich gefragt, ob ich nicht eine eigene Kolumne schreiben mag. 
Bequem kann jeder. 
Unbequem...



"Können wir heute weiter über Ihre Plazenta reden?", wurde ich neulich gefragt. In einer Klasse voller Jungs. Von Testosteron nur so triefenden 16-21jährigen.  
Und ja, da steht weiter, weil wir da in der vorherigen Stunde aufgehört hatten. 
Es ist nicht so, dass ich gerne von selber über die oder speziell meine Plazenta sprechen möchte. 
Und besonders nicht im Unterricht. 
Oder besser gesagt: nicht im Deutschunterricht. 
Es sei denn wir gucken eine Folge "Es war einmal...das Leben" und ich lasse danach eine Zusammenfassung schreiben. Und in der Folge taucht eine Plazenta als Protagonistin auf. Dann ist das natürlich etwas anderes. 
Nun ja, jedenfalls scheine ich den Jungs zu suggerieren, dass man mich den menschlichen Körper betreffende Dinge ohne rot zu werden fragen darf. 
Und man darf. Manchmal. Wenn es passt. Und es anständig ist. 
Und bevor ich dafür haftbar gemacht werde, dass sechunszwanzig Kinder dadurch entstanden sind, weil ich keine Lust hatte elementare, die Verhütung betreffende Fragen zu beantworten, also neee...dann besser mal offen für solche Exkurse sein. 
Jedenfalls wollten sie wissen: "Muss das Mädchen die Pille jeden Tag nehmen? (Denn Samantha hat mir gesagt, alle paar Tage reicht)"
oder 
"Ein Tampon verstopft doch auch das Loch, oder nicht, Frau Herzmolekül?"
oder
"Wie merke ich, dass ich Aids habe?".
Wichtige Dinge, die ich da erklären soll. 
Und von denen ich immer und immer wieder auch geplättet bin, denn sie geben oft ohne groß darüber nachzudenken preis, dass sie weder von ihren Eltern noch in der Sek I aufgeklärt wurden. 
Das finde ich schlimm. 
Also gebe ich meine Weisheiten von mir und erkläre alles wie ich es einem Grundschulkind schildern würde. 
Und da sitzen sie alle und lauschen gebannt meinen Ausführungen über "Regenschirme", die man sich über den Lulu-Mann zieht, dass Knutschen allein nicht dick macht und man sich niemals nur auf das Mädchen beim Thema Verhütung verlassen sollte. 
Und so kommen wir dann auch mal auf die Plazenta zu sprechen und damit einhergehenden Fragen von "Wie atmet das Baby im Wasser?" bis zu "Stimmt es, dass man die Plazenta manchmal isst?"

Sie hören zu. Fragen ganz ungeniert. Sind nicht albern. 
Lassen sich aussprechen und lachen niemanden für seine sei es noch so absurde Frage aus. 
Das finde ich schön. 

Und wenn dann der 21jährige Hassan-Muhammed-Ekrem am Ende der Stunde sagt: "Frau Herzmolekül, ich mag disch voll gerne! Disch kann ich sowas fragen ohne dass du disch aufregst", dann ist das für mich ein Kompliment, das ich - wohlwollend über das Duzen hinwegsehend - einfach nur gerne entgegennehme. 


Behaltet die Sonne im Herzen, das wünscht Euch

Eure Penny, die die Heizung gerne aufdrehen würde, aber laut Mann "macht man das im Mai nicht mehr"! ❤️




Ach ja, bevor die Brigitte-Mom Redaktion verteufelt wird:
Kleiner Scherz am Rande. 
Muss auch mal sein! ;)



Sonntag, 17. Mai 2015

Von Mutantinnen und mir

Bitte jetzt keinen Szenenapplaus, ja?
Ich meine, gut, ihr seid jetzt völlig überwältigt, dass ich schon wieder hier auftauche, aber mir schwirren einige Gedanken durch den Kopf und die wollte ich gerne mal hier entstrubbeln. ;)

Seit fünf Monaten bin ich Mutter. 
Mutter eines wundervollen kleinen Sohnes, der mich jede Sekunde (auch wenn er derzeit gerne kratzt und kneift, dass mir manchmal ganz anders wird) verzückt. Den ich mit Haut und Haaren liebe. Jeden Millimeter seines Ichs. 

Und doch bin ich nicht anders. 
Ich bin weiterhin ich. 

Überall lese ich davon (oder erlebe es), dass Mütter zu Mutantinnen werden. Dass Freunde, besonders weiterhin kinderlose, mit der "neuen" mutierten Mutterversion nichts mehr anfangen können und umgekehrt. 
Das ist so schade. Für beide Seiten, aber doch letztlich einschneidender für die frischgebackene Mama. Denn die Kinderlosen, die können sich - dank ihres größeren Interessengebietes - nach neuen Bekannten oder gar Freunden, Wegbegleitern umschauen. 
Die mutierte Mutti hat es da schwerer. 
Klar, sie findet auf den Schaukeln und Wippen dieser Welt sicher gleichgesinnte Mutantinnen, aber sie wird nie mehr außerhalb dieser Sparte Kontakte knüpfen. 
Wozu auch? 
"Die verstehen mich ja doch nicht. Nur Leute, die selber Kinder haben, verstehen wie niederschmetternd und kräftezehrend diese ruhelosen Nächte sind..."

Ich habe es ja bereits schon in meinem Stillpost anklingen lassen: Ich denke ich ticke nicht mehr richtig. 
Oder positiv(er) formuliert: anders. 

Wieso?

1. Wenn ich die paar Stunden am Tag in der Schule verweile, dann vermisse ich mein Minimolekül sehr. Und kann es kaum erwarten wieder nach Hause zu kommen. Ihn zu nehmen. Zu kuscheln. Mit dem Wagen spazieren zu gehen.  
Doch trotzdem bin ich gerne auch in der Schule. Unterrichte gerne. Ohne Hetze. Ohne Bauchweh. Ohne Sorge. 
Denn er ist bei seinem Papa. Der ihn genauso abgöttisch liebt. Der ihm sein Fläschen ebenso zubereiten und geben kann, der mit ihm kuschelt und spielt. 
Ich gehöre nicht zu den Frauen, zu den mutierten Muttis, die mit dem ewigen Gedankenpanikstrudel "Ohne mich geht nix" nicht mal den Weg zur Mülltonne gehen ohne das Kind in der Bauchtrage mitzunehmen. 

2. Andere Mütter stressen mich oft (und manchmal langweilen sie mich auch regelrecht!).
Ich unterhalte mich gerne. Tausche mich auch gerne mal über das ein oder andere Babythema aus, aber nicht immer. Nicht überall und ausgiebigst. 
Ob Klein-Dagmar schon Würstchenketten in die Windel legen kann, das ist mir so schnuppe. 
Versteht mich nicht falsch, natürlich nehme ich die Begeisterung für jeden noch so kleinen Minischritt anderer Eltern sehr ernst. Denn ich weiß ja selber wie begeistert wir sind, wenn das Minimolekül wieder etwas Neues gelernt hat. Aber es ist nicht mein einziger Lebensinhalt geworden mich Rund um die Uhr über das Babythema auszutauschen. 
Ich habe viele Freundinnen. Alle mittlerweile mit Kindern. 
Und wir reden AUCH über unsere Kinder. Aber unsere Interessenlagen sind vielfältiger. DIE sind möglicherweise nun mutierter, vielzähliger als noch vor 10 Jahren. 
Wir können stundenlang quatschen. Lästern. Über Sinnloses reden. 
So wie immer. 
Es gibt keinen großen Unterschied zu früher. Zu meiner kinderlosen Zeit. 
Es hat sich nichts verändert. 

3. Ich genieße. Alles. Die Zeit mit Kind. Die wenigen Stunden ohne. 
Ich bin einfach dankbar. Und blogge deswegen auch bewusst nicht rein über das Thema Mutter sein. 
Genauso wie ich mich zuvor nicht ausschließlich auf den Kinderwunsch und das Schwanger sein fokussiert habe. 
Weil es mich selber langweilen würde. 

Weil mein Leben so viel mehr ist. 
Mama zu sein ist wundervoll. 
Ein Kind bekommen zu dürfen, war das größte Wunder meines Lebens. 
Aber nach der Geburt des Minimoleküls bin ich weiterhin ich. 
Ich finde noch die gleichen superwitzigen Sachen ulkig. 
Höre noch die gleiche Musik. 
Verbringe nach wie vor gerne Nächte mit Herrn Herzmolekül vor der Glotze um unsere Serien zu schauen -> derzeit Sons of Anarchy, nur fürs Protokoll! 
Koche nach wie vor nicht!
Quatsche gerne über alles Mögliche. 
Und finde weiterhin das Leben viel zu spannend und bunt und schrill, als dass ich mich in einen Tunnel begeben mag, in dem es nur noch eine Richtung zu gehen gibt. 
Dann doch bitte lieber Röhrentunnel. Mit abenteuerlichen Ausfahrten. Unbekannten Gängen. 

Bitte vergesst das nicht, wenn ihr auf eine mutierte Mutti stoßt und die Hände wieder mal fassungslos über den Kopf schlagt: "Wieder so eine von denen!"

Es gibt sie noch. Die anderen. Die nicht mutierten Muttis. 
Die sich im besabberten Kapuzenpullover neben die Freundin auf die Couch plumpsen lässt, genüßlich die Flasche Weißwein leert, 2,5 kg Chips und Schokolade binnen Minuten leert und sich über die Germany Next Topmodel Kandidaten echauffiert!

Ihr müsst nur daran glauben. Sie lauern überall. :)

Eure nicht-mutierte Penny! ❤️







 




Samstag, 16. Mai 2015

Im Zeitrausch

Liebste Molekültanzgang,

es ist still hier. Ungewöhnlich für mich, die ja schon eine extreme Quasselstrippin ist. Na, na, na...nichts Anzügliches bitte nun ableiten, ihr kleinen Ferkelchen, ihr. 

Ich schweife ab. Es ist ruhig. Die Ruhe vor dem Sturm? Nö. Kein Sturm. Kein Orkan zu erwarten. 

In der Schule ist es derzeit, zum Schuljahresende, wieder extrem. 
Wuselig. Anstrengend. Laut. Hibbelig. 
Momentan liegen hier auf der Treppe nach oben zum Arbeitszimmer 68! Deutscharbeiten. Ein gruseliger Anblick. Und ich habe das erste Mal in meinem Lehrerleben noch nicht korrigiert. Nicht einen einzigen Abend, obwohl sie da seit Dienstag liegen. 
Und so werde ich ebenfalls das allererste Mal nicht eine Woche später alles korrigiert und benotet an die Schüler zurückgeben. 
Mein schlechtes Gewissen dahingehend ist so semiausgeprägt. Manchmal erwischt es mich, denn ich denke schon oft dran und dann wird mir heiss und kalt. 
Aber dann denke ich mir: "Was soll's! Du darfst das auch mal!"

Das trichtere ich mir ständig ein. Und fast tendiere ich dazu es wirklich zu glauben, dass es okay ist die Arbeiten erst in zwei Wochen! zurückzugeben. 
Ich bin eigentlich nicht so.  
Und ich war auch anfänglich absurd hochmotiviert bereits am Dienstagabend mit den Korrekturen anzufangen. 
Doch dann machte ich einen fatalen Fehler: Ich blätterte in der Schule erste Arbeiten durch. Und fiel fast vom Glauben ab wie unfassbar schlecht sich der Großteil der sich im zweiten Ausbildungsjahr befindenden Schüler auszudrücken vermag. Oder eben nicht. 
Das war so niederschmetternd, dass ich beim nur daran Denken, dass der Schrott (möglichst positiv! Haha) korrigiert werden muss, keinen Funken Lust mehr drauf hatte. 
Das lange Wochenende vor der Nase...ne...ehrlich gesagt, war ich dieses Mal zu zeitgeizig um es mit diesem Schmarn zu verschwenden. 
Ich bin verärgert. Dass ich bei 80% der Arbeiten länger an der Korrektur sitzen werde, als der einzelne Schüler an Zeit in sein literarisches Meisterwerk investiert hat. Buuuuuuh! Ich würde den Einen oder Anderen unheimlich gerne schubsen. Oder zumindest mit rohen Eiern bewerfen   !

Da weiß ich wirklich sehr viel besser mit meiner Freizeit umzugehen. Liebevoller. Schöner. Lohnenswerter. 

Dem Minimolekülmann geht es prima. Er lacht und kugelt sich durch die Welt. Vom Rücken auf den Bauch und umgekehrt, das ist nun seine absolute Lieblingsbeschäftigung. Neben dem Fußgrabschen. Das ist wahnsinnig niedlich anzusehen, wenn er seine Händchen nimmt und damit an beide Füße fasst. Und dann kugelt er sich sehr gekonnt hin und her. 
Generell ist er absolut niedlich. Zum Auffressen. Also das meine ich völlig OBJEKTIV betrachtet. Ernsthaft. 
Ich könnte ihn den ganzen Tag auffressen und abknutschen (mache ich natürlich nicht. Nur 75% des Tages!).

Dann wären da noch meine Milchstationen. 
Ganz ehrlich: Die sind mir ein Rätsel.

Seit letzter Woche stille ich nicht mehr. 
Ich habe nach und nach in den letzten Wochen immer mehr reduziert (durch die Beikost...oder sagen wir das Beikostinhalieren, denn Mr Minimolekül verschlingt wirklich ALLES...Pastinake, Kürbis, Kartoffel, Spinat, Biorind, Risottogemüse...was auch immer wir ihm vorsetzen: es wird restlos mit offenem Schnabel nach mehr lechzend aufgefuttert!) und nun muss ich ausstreichen. Und ausstreichen. Und...ja, genau. 

Und das, obwohl ich davor etwa eine Woche nur noch nachts gestillt habe. Problemlos. Und jetzt ist die Milchproduktion dennoch schwer im Gang. Ich dachte, dass das schonende Langzeitabstillen unproblematisch sei. 
Pustekuchen. Also meine Hu*en denken jedenfalls, sie müssten nun Milchvorräte für schlechte Zeiten anlegen. Und egal wie ich es thematisiere, sie hören nicht auf mich. Sture Dinger. 
Ich bin gespannt wann es ihnen zu doof ist für den Abfluss zu produzieren...


Dann wollte ich noch unbedingt erwähnen, dass das letzte Wochenende mit den Blogmädels zauberhaft war. 
Es war eine schöne Zeit und ich bin von den Damen live und in Farbe noch begeisterter als ich es eh schon war. 
😍

Der Herzmolekülmann, also der große, ist weiterhin einfach toll. 
Auch wenn er meine neue Swiffervorliebe (Swiffer. Swiffer. Swiffer...ich darf es nicht so oft sagen, aber von schreiben hat er nichts gesagt ;)) belustigt verfolgt, ebenso wie meine Tweets. 
Wir waren bereits das erste Mal alleine im Kino, während das Minimolekül bestens von meinen Eltern versorgt wurde und ich habe diese Stunden als Ehepaar Herzmolekül richtig genossen. 

Ich weiß nicht wie das andere Paare handhaben, aber ich liebe diese Paarzeit total. Nach wie vor. Und finde es wichtig. 
Das Minimolekül ist total unproblematisch. Lieb. Und schläft sogar ein. In seinem Zuhause. Kein Ding. 
Ich bin froh, dass wir uns da nicht selber im Wege stehen und auch Zeit miteinander verbringen. 

Noch 26! Schultage. Mein persönlicher Countdown. 


Genießt die Zeit. Mit wem auch immer. Sie ist so kostbar. 

Eure Penny, die gerade von Minimolekül-Gemüsepupsen bombardiert wird...alter Schwede...❤️

Mittwoch, 6. Mai 2015

Little Superman

Du liegst hier vor mir auf deiner Decke. Mit deinen winzigen Superman-Socken. 
Mit deinem roten Comicshirt mit der Aufschrift "Wrooooom" und ich wische mir eine (oder zwei) Glücksträne(n) aus dem Gesicht. 

Willst du wissen warum? 

Heute vor genau 5 Monaten kamst du als wundervolles, geknautschtes Bündel in diese Welt. 

Und heute? 
Heute rollst du gekonnt deinen OBall mit deinem Fuß, drehst dich schelmisch grinsend zu mir und streckst die Zunge heraus, während deine Hände konzentriert alles befühlen, wonach du greifst. 
Wie soll ich da nicht weinen? 

❤️


Montag, 4. Mai 2015

Stress in der Tapete

Ja, da staunt die Molekülgemeinde, aber so ist es. 
Hier war Stress in der Tapete. Wegen Rolf Zuckowski. 
Und das ist ganz mit Sicherheit der falsche Ausdruck und ja, das weiß ich selbstverständlich. 
Denn eigentlich heißt es richtig, dass Strom in der Tapete war. Oder ist. Je nachdem. 
Nun bei uns heißen die Dinge einfach oft  anders. Scheiß auf Redewendungen. Wenn Herr Herzmolekül sich verspricht, dann wird der Versprecher hier gleichberechtigt mit meinen Verhasplern zum Herzmolekülwortgebrauch hinzugefügt. Zack, eine neue Wendung wart geboren. 
Beispielsweise wird sich auch hier oftmals "ins eigene Messer" geschnitten. 
"Boar, das war aber blöd von der Teufelin. Da hat sie sich mächtig ins eigene Messer geschnitten!", erklingt es im Herzmolekülschloss. 
Oder aber Versprecher Anderer, die adoptieren wir auch unheimlich gerne und dann wohnen sie bei uns. 
So klingt es völlig logisch, wenn jemand "eine Konifere auf seinem Gebiet" ist. 
Manchmal wundern wir uns dann über Augenbrauenhochziehblicke. Weil es für uns so normal, was für Unwissende Quatschideutsch ist. 
Falls ihr mich also mal trefft: Ja, ich rede ab und zu komisch. Meist lache ich mich darüber auch kaputt, sodass zum Komischen auch noch ein gewisses Maß an Verrücktheit rüberkommt...haaaaahaaaaaahaaaaaaaaa! 
Zurück zum Anfang. Ihr wisst schon: Stress. Tapete. Und so weiter. 

Ich bin seit kleinauf des Rolfs Zuckowskis Souffleuse. Wenn er mal 'nen Texthänger hat...überhaupt kein Problem, ich wäre jederzeit einsatzbereit.
Und Herr Herzmolekül? 
Also der ist manchmal ein komisches Kind gewesen. Der lernt nämlich jetzt gerade erst die Gassenhauer wie "Papiiiiiii, wach auf" und Co. kennen. Zwangsläufig. Denn das Minimolekül wird nachmittags gerne von mir mit einem Potpourri der guten Laune an Kinderstimmungsmucke beschallt. Musikalische SEHR-Früherziehung. Zu früh gibt es ja nicht. Also okay, um jetzt vielleicht Origami zu lernen oder Japanologie zu studieren, da wäre es noch ein, zwei Monate zu früh, aber für gute Musik: niemals. 
Wie auch immer: Eine gute Kinderlieder-Cd war schnell gefunden und ins Autoradio gesteckt. Papi, wach auf und Hallo Du da im Radio gehört und dann kam es zum StressinderTapete-Dialog zwischen zwei Klugscheißern:

"DAS ist nicht der Rolf!"
"Neeeee, ist klar. Wer ist das dann?"
"Nie und nimmer. Das ist er nicht."
"Sagt der, der nichtmal die Rolf Songs auswendig kann oder gar jetzt zum ersten Mal teilweise hört. Hahaaaaaa!"
"Sieh nach. Du willst Rolf-Kennerin sein und erkennst die Stimme nicht einmal. Unglaublich."
"Sooooo, hier steht M+T: Rolf Zuckowski!"
Es kochte und brodelte in Klugscheißer Herzmolekül. Der kann das nämlich selber nicht haben, wenn er meint Recht zu haben, dann MUSS ich das akzeptieren. Umgekehrt erwarte ich auch die Anerkennung meiner Rechthaberei, was ihm leider, leider sehr schwer fällt. Und das, obwohl er darin so geübt sein könnte, so oft wie ich Recht habe. 
Wie auch immer, dieses Mal lag ich fataler Weise, wie sich bei genauerer Recherche (CD-Cover Inspizierung und zwar HAARSCHARFE!) herausstellte, falsch. 
Da hat sich irgendein Horst oder Günther oder Klaus-Dieter (habe ich aufgrund der Irrelevanz ernsthaft vergessen) an Rolfis Lieder gemacht und sie neu gesungen. 
Und anstatt dass Herr Herzmolekül sich im Stillen an seinem offenbar nun sehr geschulten Rolf-Ohr erfreute, regte ihn auf, dass ich ihm das nicht geglaubt habe. Und so war er nun geboren: Der Rolf-Zuckowski-Stress in der Tapete. Und das, obwohl wir nicht einmal Tapeten besitzen. 

Ihr seht hier geht es weiterhin munter zu.
Und auch irre. 
So irre wie unsere neue Putzdame ist es allerdings noch lange nicht. 
De Frau ist wahrlich eine Göttin der Verrückten. Eine Anführerin. Ikone. 
Sie zu beschreiben fällt mir schwer. Aber da ich ja gerne assoziiere, da könnt ihr euch sie ungefähr so vorstellen:
Wenn Goofy aus Entenhausen eine Schwester hätte, dann wäre das unsere Putzfrau.
Sie sieht zumindest so aus wie frisch aus Entenhausen geflohen und ist mitunter der kauzigste Mensch, der mir je begegnet ist. Und ja: ES ist definitiv etwas unheimlich sie im Haus zu haben. 

So, ich muss jetzt mal die Terrassentür schließen, denn im Nachbarsgarten tobt und wütet das dreijahrige Nachbarsbiest und ich möchte bittesehr, dass der Minimolekülmann nullkommanix davon mitbekommt. Er soll noch ein wenig denken, dass die Welt da draußen viel zu langweilig im Gegensatz zur heimischen Molekülwelt ist...

Macht es wunderprächtig, trotz des Tropenwetters

Eure Penny ❤️