Dienstag, 30. Dezember 2014

Das war es also.

Überall liest und sieht man Jahresrückblicke. Persönliche und das Weltgeschehen umfassende. 
Auch ich habe genau das in den vergangenen vielen Blogjahren stets gemacht. 
Oftmals war viel Schmerz dabei. 
Wehmut. 
Traurigkeit. 
Sehnsucht. 
Ich schrieb über Tränenmeere. Verzweifelungen. Und war kraftlos. 

Dann wurde alles besser. 
Plötzlich wendete sich so unendlich viel zum Guten und auch wenn es innerhalb der Jahre immer wieder einige Tiefschläge gab, so konnte ich doch das Fazit ziehen, dass das Jahr ein Gutes war. 
2012 änderte alles. 
Da drehte sich unser Planet in eine neue Umlaufbahn und das, was ich mir immer erträumte, wurde endlich wahr. 
Die Unbeschwertheit zog in unser Heim, schaute sich um und es gefiel ihr wohl so gut, dass sie blieb. 
Manchmal überkam mich eine unbändige Panik, dass das alles nur ein Traum sein könnte. Dass jeden Moment wieder alles explodieren könnte. 
Doch nach und nach vertraute ich dem Glück. Unserem Glück. 
Ich fühle mich seitdem so sicher. So geborgen. So glücklich.
Das Jahr darauf wurde noch besser. Schöner. Sicherer.
Es endete mit einem Besuch im Dezember, der unser Leben so unerwartet rasch noch wundervoller machen würde. 
Wir saßen am Ende des Jahres unterm Tannenbaum, ich bekam zwei wundervolle Kleider von dir geschenkt und du sagtest: "Nächstes Jahr zu Weihnachten passt du da nicht mehr rein, weil du eine dicke Kugel haben wirst!"
Du warst dir dessen sicher. Wieder diese Sicherheit...
Wer hätte gedacht, dass wir genau ein Jahr später bereits zu dritt unterm Weihnachtsbaum sitzen würden? 

2014 war unser Jahr.
Auch wenn es etwas holprig und nervenaufreibend begann, so wendete es sich schnell zum Wunderjahr. Zu dem Jahr, in dem unser Sohn das Licht der Welt erblicken würde. 

Ich möchte dir danken. 
Dafür, dass du diesen Weg des Wunders mit mir gegangen bist. Bedingungslos. 
Dafür, dass du an unser Wunder glaubtest und es von Anfang an liebtest. 
Dafür, dass ich wegen dir die schönste Schwangerschaft erleben durfte. 
Dafür, dass du unseren Planeten so sicher und geborgen gemacht hast. 
Dafür, dass ich keine Angst mehr haben muss. 
Dafür, dass du so sehr auf uns aufpasst. 
Und uns liebst und beschützt. 

2014 war ein perfektes Jahr. 
Leider nicht für alle lieben Menschinnen, die sich seit Anfang des Jahres in mein Leben getanzt haben. 
Ich wünsche, dass sie alle am Ende von 2015 sagen werden: "Japp, das war es. Bin zufrieden und im Happymodus. 2015, I like you!"
So oder so ähnlich. 
Ja, das wünsche ich mir sehr. 

Das Kapitel 2014 ist nun bald fertig geschrieben. 
Ich bin fast ein wenig wehmütig, denn das, was war, war einzigartig. 
Trotzdem blicke ich voller Vorfreude auf das nächste und übernächste und überüber... Jahr. 
Bleibt alles anders. 
Spannend. Aufregend. Turbolent. 

Ich danke auch euch, liebe MolekülweltbesucherInnen, für diesen wunderbaren Neustart hier, der durch eure Besuche erst gelang. 
Der durch eure Kommentare zu dem wurde, was er ist. 
Mein Planet, auf dem ihr immer herzlich willkommen seid. 
Ich danke euch, dass ihr meine Verrücktheiten ertragen habt und empfinde es als sehr rührend, dass ihr von Anfang an dabei wart und das Minimolekül auf seinem Weg ins Leben begleitet habt. 

Wir lesen uns in 2015. 
Dann gibt es auch wieder eine Ladung Schulstories (auch wenn ich die Anstalt gerade alles andere als vermisse...)!

Rutscht gut rein und blickt positiv nach vorne. 
Begrüsst 2015 mit offenen Armen. 
So halte ich es auch. 
Jedes Jahr ist ein Geschenk. 
Das sollten wir nie vergessen. 

Alles Liebe für 2015
wünscht euch eure Penny, die in diesem Jahr vom umgeplöppten Bauchnabelschnabel bis zum Mechanik- und Popoproblem alles mitnahm und es jederzeit wieder machen würde. Genau so. ❤️

Dienstag, 23. Dezember 2014

Bloß noch eine Wahrheit. Nämlich meine.

Und da liegen wir nun und blicken den Sternenhimmel an. Und du quäkst, weil du furchtbar gerne auf deinem Papa und mir liegst, weil du stundenlang dort schlummerst und dieses Ins_Bettgeh_Ritual einfach noch nicht deines ist. 
Und obgleich du mit deinem BabyBay ganz nah an mir liegst, ist es wohl nicht das gleiche. 
Wie kann es das auch sein?
Es ist ohne Hautkuschelkontakt und das findest du eben blöd. Blöder. Am oberblödsinnblödesten...

Ihr Lieben,

ich würde furchtbar gerne gerade viel öfter schreiben, aber das Leben und dazu der vorweihnachtliche Zinnober sind gerade sehr intensiv. Auch zeitlich. 
Das Leben mit dem Kleinen ist wunderschön. Und natürlich auch anders. An einige Dinge, wie alle paar Stunden torkelnd und taumelnd aus dem Schlaf gerissen zu werden, bedürfen der Gewöhnung, wenn man 35 Jahre seines Lebens gewohnt war selber zu bestimmen wann man aufwacht. Also naja...wenn nicht gerade der bekloppte Wecker der Bestimmer ist.
Jedenfalls fühlt sich das nachts immer so an, als ob ich nicht mal eine Sekunde meine Augen geschlossen hätte, wenn die kleine Alarmanlage neben mir loslegt. Und ich schwöre das geht RATZIFATZI. 
Eben noch im Tiefschlaf und schwupp...da geht der Weckruf los. Und steigert sich vom kleinen Quieken bis zum Löwengebrüll, wenn die Milchbar nicht SOFORT!!! öffnet. 
Ganz der Vater...wenn er nämlich Hunger hat, hat er auch ne verdammt bescheidene Laune. :)
Und jetzt mache ich mir mal kurz ein paar Feinde. Denn die Stillpolizeimütter, die werden, sofern sie sich überhaupt in die Molekülwelt verirren, nun Jagd auf mich machen. 
Wenn ihr also Fandungsfotos von mir demnächst an den undenkbarsten Orten findet: Sagt mir Bescheid wo. Um ehrlich zu sein fänd ich es fast ein bisschen cool.
Also ein bisschen viel vielleicht. Aber gut...
Stillen. Ja, ja. 
Vorneweg: Ich stille unseren Sohn. 
Voll. 
Ich nehme es äußerst ernst und ernähre mich dementsprechend bewusst und verantwortungsvoll. 
Ich stille, weil es tatsächlich das Beste für das Kind ist und muss deswegen auch gar nicht überzeugt werden. 
Dennoch, und ich glaube aus meiner Position das sagen zu dürfen: Stillen ist schlichtweg bescheiden. 
Ich tue es trotzdem. Fürs kleine Milchmolekül und bereue es nicht. 
Aber ich finde ganz ehrlich, dass auch hier mal Tacheles gesprochen werden darf. 
Mich nerven diese ewigen ACHTUNG Stil(l)ikonen (höhö...ich finde ihn sooooo witzig, ich musste ihn einfach bringen), die nur weil sie stillen auch überall proklamieren müssen, wie unfassbar toll das ist. 
Nein, ist es nicht. Nicht konsequent. 
Und hier die Wahrheit. Meine Wahrheit. 
Erst tut es unfassbar weh. 
Die ersten Tage sind wirklich und wahrhaftig die Hölle und man hat...nein ICH hatte schon PANIK, wirklich richtige PANIK davor, dass der Kleine bald wieder andocken möchte. 
Alles ist wund. Blutig. Eitrig.
Der richtige Milcheinschuss ist krass. 
Die Hupen scheinen kochend heiß zu werden und explodieren. 
Wenn man dann einen nur wenige Tage alten Zwerg hat, der eben nicht schafft das alles zu trinken, dann ist man den Tränen nahe, weil es einfach schmerzt. Und die Hupen trotzdem nochmal vollladen, obgleich noch sehr viel da ist. 
Das reguliert sich nach einigen Tagen, wie auch das Eitern und Bluten. Es wird besser. 
Was jedoch nicht besser wird, ist der enorme Aufwand und die einseitige Belastung der Mutter. 
Manchmal mag dieser unfassbar wunderschöne kleine Zwerg alle 1,5 Stunden trinken. Auch nachts. Eine Stillmahlzeit dauert etwa 30 Minuten, denn Mr Miniherzmolekül schlummert gerne gemütlich dabei ein. Es dauert bis er wieder trinkbereit ist. Oder auch nicht. Wenn er nicht mehr wach wird, bedeutet das, dass er dann meist noch schneller wieder nach Hunger schreit. 
Jedenfalls dauert es. 
Und man ist müde und streichelt erschöpft das kleine Köpflein und denkt sich: "Hach, wäre es kräftesparend, wenn man sich abwechseln könnte!"
Kann man aber nicht. 
Klare Kiste.
Zudem macht es mich manchmal fast traurig, dass ich ihn nicht in jeder Situation trösten kann, sondern dann noch eher total wuschig mache, wenn ich ihn trage. Er schnüffelt dann die Milchbar und wird regelrecht rasend, wenn es nicht ganz PRONTO was zu futtern gibt. 
"Stillen ist soooooo praktisch! Man hat immer das Essen dabei!"
Wow. Totschlagargument. Kannste nichts mehr drauf sagen. 
Von wegen. 
Ich schon. 
Stillen ist super unpraktisch. 
Wenn man nicht zu den begeisterten "Ich hole meine Hupen überall raus-Faninen" gehört. Und sorry, mit Verlaub ich hätte jetzt gerade wirklich herzig tolle Hupen, die des Zeigens würdig wären, aber DAS bin ich eben nicht. Ich kann es nicht und mich setzt es unter Druck, wenn ich nur daran denke mein kleiner Mann schreit während eines Einkaufscenterbummels. 
Und die so praktische Vorstellung mich in eine H&M Umkleide zu setzen und ihn da "gemütlich " zu stillen...neeee...DAS ist es einfach nicht. 
Praktisch wäre in diesem Fall eine Flasche. Eine Thermoskanne. Und unser Twistergerät, welches binnen Sekunden!!! das Wasser auf die gewünschte Temperatur herunterkühlt und schwupp ist das Fläschchen fertig. 
DAS, verehrte Damen und Herren, ist PRAKTISCH. 
Jedenfalls brauche ich nicht überzeugt werden. Ich brauche keine "wie praktisch es ist-Motivation" und mal ehrlich, so richtig ehrlich: Wer mir sagen möchte, dass es das konsequent und bedingungslos ist, der macht sich doch selber etwas vor. 
Man muss nicht alles superperfekt finden. Darum geht es auch nicht. 
Man macht es, weil es das Beste ist.
Und dennoch bekomme ich Anfälle, wenn ich von Wildfremden indiskret egal wo gefragt werde, ob ich denn stille? Und wie hocherfreut man sich gibt, wenn ich dies bejahe. 
Erst gestern fragt mich ganz unvermittelt der bisher vollkommen fremde Versicherungsmann in unserem Esszimmer: "Stillen Sie denn?".
Gibt es denn keine Grenzen mehr? 
Als ich ihm antworte, strahlt er und fügt noch ungefragt hinzu, dass es ja wunderbar wäre und ich das bitte so lange wie möglich machen solle.
Es gibt sie also auch unter den Männern. Die Stillpolizeiwachmänner. Überall sind sie versteckt und lauern. 
Als mein Mann ihm einen Kaffee anbietet und er mich dann fragt, ob ich auch etwas zu trinken wolle, da schießt aus dem Versicherungsmann heraus:
"Aber das dürfen Sie doch gar nicht? Koffein???".
Ich komme nicht einmal dazu zu antworten, dass es auch diverse andere Getränke (KAKAO in meinem Fall) gibt, denn er ergänzt: "Ahhhh, Ihr Mann macht sicher einen entkoffeinierten Kaffee für Sie!".
Ich möchte das nicht. 
Ich mag nicht, dass sich Wildfremde erdreisten überhaupt irgendwas zu dem Thema zu sagen. 
Als wir mit unserem wenige Tage alten Minimolekül beim Neugeborenenshooting waren, fühlte sich selbst die Fotografin dazu berufen mir mit ihren Fragen extrem auf den Geist zu gehen: "Hat dir denn deine Hebamme richtig erklärt, wie du anlegst?", "Kennst du denn nicht den Fußballergriff? Der ist soooooo praktisch. Ich habe immer so gestillt!".
Ich kenne den Griff. Denn überraschenderweise meinte einen Tag zuvor meine Hebamme, dass ich den SUPERPRAKTISCHEN Fußballergriff (das Kind um den Rücken herum gelegt, unter dem Arm durch nach vorne zur Brust!) ausprobieren sollte. 
Wollte ich nicht. Sie blieb vehement dafür. Ich dagegen. Wer entscheidet? Ich. Richtig. Und ich finde unsere Stillposition gut. Total geeignet. Normal. 
Auch das "Du musst das demnächst mal einhändig machen, dann kannst du so auch die Tür öffnen und essen oder andere Dinge tun!", stößt auf taube Ohren meinerseits. 
Ich möchte gar nicht so die Tür öffnen. 
Ich stille in Ruhe. So sieht es aus. So bleibt es. 
Wir einigen uns einfach darauf, dass es eine Welt für sich ist und ich offensichtlich ein eigenes Stilluniversum betreten habe. Dort haben diese Fanatiker und Milchklugscheißer einfach keinen Zutritt. 
Wir sind da zu zweit. Bzw. zu dritt. 
Denn mein Mann kann mich verstehen und findet beschriebene Anmaßungen auch unangemessen. 
Mag sein, dass ich schräg bin. 
Oder aber, dass es vielleicht auch andere Stillmütter gibt, die sich wohlmöglich nicht trauen die Wahrheit zu sagen. 
Denn "das macht man ja nicht", man hat es einfach rundum fantastisch zu finden. Fertig aus. 
Nicht mit mir, meine Lieben! NICHT MIT MIR! 

Bevor ich hier zum besinnlichen Weihnachtswünschen übergehe, bleibt mir noch mich bei meinem Schulleiter und der Bezirksregierung zu bedanken. Danke für geballtes menschliches Versagen und ebenso tolle bürokratische Inkompetenz. 
Danke dafür. Wirklich. So zwei Tage vor Weihnachten ist es echt nett zu erfahren, welch Oberscheiss da gerade abgelaufen ist. Ohne meine Anwesenheit. 
Und ganz ehrlich: Ich lasse mir mein Glück und meinen Happymodus jetzt nicht davon zerstören. Nicht von dieser Unprofessionalität auf allen Ebenen. Vom menschlichen Desaster ganz abgesehen. 
Ich bin da raus. Hier läuft weiter die Happy-Platte. 


So, jetzt aber'n bissken wat Besinnliches hier:

Ihr MolekülweltherzblätterInnen,

das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich werde es mir nicht nehmen lassen, zuvor noch einmal für meinen persönlichen Jahresrückblick zurückzukehren. 
An dieser Stelle wünsche ich Euch ein wundervolles, molekülgeladenes, funkelndes Weihnachtsfest 2014. 
Versucht, auch wenn es dem Einen oder Anderen in diesem Jahr aus diversen Gründen etwas schwerer fällt, eure Herzmoleküle etwas umherflattern zu lassen. Traut euch, denn sie werden wieder zu euch zurückkehren und euch dankbar für diesen kleinen Ausflug sein. 
Genießt die Zeit und haltet sie einfach einen Moment an. Das geht. Alles geht. 
Wir lesen uns vor 2015 noch einmal wieder, wenn ihr mögt?!

Alles Liebe

Eure Penny, die diesen Eintrag wieder an zwei Tagen verfasste. ❤️












Dienstag, 16. Dezember 2014

Piiiiiiep! Und ja: Nen Vogel hat sie auch.

Liebe Welt,

hier, auf dem Molekülplaneten geht es gerade sehr turbolent und auch sehr kuschelig und sowieso sehr unglaublich schön zu. 
Deswegen komme ich olle Internethupe und Blogleseratte gerade auch sehr wenig dazu zu lesen und erst recht nicht zu schreiben. 
Das könnte auch daran liegen, dass ich mit diesen eingeklemmten Streichhölzern zwischen den Augen nicht so gut lesen kann. 
Und ja: Wir erfüllen das Klischee vollkommen. Klein-Herzmolekül macht die Nächte taghell.
Ich bilde mir ein, dass wir manchmal gemeinsam die wunderschönen Sterne der Nachtlichtlampe am Schlafzimmerdeckenhimmel anstarren. Dabei erkläre ich dem Mini-Mann auch immer recht viel und vor allem versuche ich ihm wirklich nahe zu bringen: Dunkel bedeutet Matratzenhorchdienst.
 
Für ihn jedoch bedeutet: Dunkel = Zeichen wach zu werden (tagsüber ist es ja auch viel zu hell für die kleinen Äuglein!).
Und so machen wir also die Nacht zum Tag. 
Nur weil man hier in dieser Region mehr tagsüber die normalen Dinge des Alltags erledigen kann, läuft das nicht umgekehrt: den Tag zur Nacht machen...Pustekuchen. 
Aber das spielt alles keine Rolle. 
Denn ein Blick, ein witziger kleiner Laut, eine Mimik reichen völlig aus, dass man so verknallt wie es nur geht diese NACHT-TAGE hinnimmt.

Gerne würde ich meine persönliche Stillmeinung kundtun, aber dafür müsste ich wacher sein. So richtig auf Scheibe. 
Denn das ist eine interessante Angelegenheit. 
Dafür brauche ich Zeit um euch meine "Thesen" um die Ohren zu pfeffern. 

Dann war es heute so, dass ich DINA4 Briefumschläge geklaut habe. 
So in echt. 
Und zwar stand ich an der vollen Post. Vor mir etwa 20 Leute. 
Ich also zum Regal mit den braunen  Umschlägen und brav in die Reihe. 
Nach einigen Minuten ging es noch immer nicht weiter. 
Innere Unruhe. 
Mann und Kind wartend im Auto. 
Schwupp..kurzum beschlossen, dass ich umkehre. 
Zurück mit dem ganzen Postkram ins Auto. 
Mein Herr Herzmolekül starrt mich an: "Warum kommst du zurück?"
"Zu voll. Das dauert da noch mindestens...OMG!!! Ich habe die Umschläge geklaut."
Was macht mein Mann?
"Ich fühle mich wie Bonnie und Clyde. Lass uns abhauen" und startet den Wagen. 
Liebe Post, sei nicht sauer. Die 2,79€ holst du schon irgendwann wieder rein. 
Und sorry...aber ich bin gaga. 
Und ne klauende MUTTI. 
So what? 

Wir beenden diesen Eintrag mit einem Feuerwerk. 
Für unsere Bauarbeiter. 
Denn es macht den Anschein, dass hier FINITO ist. 
Schicht im Schacht. 
Ende Gelände. 
Wenn ich nicht unser Weihnachtsgeschenk neben mir eng an Papa gekuschelt jetzt betrachten würde, könnte ich glatt meinen, DAS wäre mein Weihnachtsgeschenk.
Aber ich mag nicht so dreist sein. 
Ich will gar nichts mehr für dieses Jahr. 

So, und jetzt verzeiht meinen kurzen, sinnfreien Beitrag. Ich wollte bloß ein Lebenszeichen absenden und werde jetzt den kleinen Menschen von oben bis unten abknutschen. 
Noch kann er nicht weglaufen. 

Liebe Grüße von Eurer so verpeilten Penny ❤️




Donnerstag, 11. Dezember 2014

Du

Mein kleines, unbeschreiblich schönes Wunder. 
Mein Herz war von der ersten Sekunde bereits vollständig von dir ergriffen, als du dich in meinem Bauch angekündigt hattest. 
Ich habe es geliebt dich so viele Monate in mir tragen zu dürfen. 
Jeden deiner Tritte nahm ich fasziniert zur Kenntnis und jeder einzelne war etwas Besonderes für mich. 
Mein Bauch wurde dicker und dicker und alles wurde irgendwie etwas beschwerlicher, vor allem aber wurde ich mit der Zeit immer ungeduldiger, denn ich wollte dich endlich sehen. 
Dich bei mir haben.
Dich in meinem Herzen und auf meinem Bauch ganz nah spüren. 

Gerne möchte ich dir heute schreiben, wie der Tag deiner Ankunft war. 
Manches davon schreibe ich vielleicht ganz seltsam, weil du das - könnte man dich dazu befragen - anders sehen würdest, aber ich schreibe dir dies, um es für immer für dich, deinen Papa und mich festzuhalten. 
Obgleich es doch so ist, dass ich es niemals vergessen werde. 
Aber es könnte ja sein, dass du es später mal wissen möchtest. Dass es dich interessiert, wie geliebt und erwartet du von Anfang an warst. Und wie deine Ankunft war. 

Am 5. Dezember 2014 kam um 12 Uhr mittags die Hebamme zu uns, die wir auch später nochmal wiedersehen würden. 
Sie machte eine normale Akupunktur und untersuchte anschließend, ob du dich vielleicht schon auf den Weg zu uns machen würdest. 
Das tatest du wohl und so ging sie mit den Worten: "Diese Untersuchung kann jetzt Wehen ausgelöst haben. Das wirst du aber innerhalb 24 Stunden merken. Wenn nicht, dann ist dein Körper noch nicht wehenbereit!"
Ich machte mir keine großen Illusionen, schließlich erzählte man mir, dass der Bauch sich merklich senken müsste, wenn es losgeht. Oder zumindest kurz davor ist. 
Dem war aber nicht so. 
Du wohntest weiter in meiner riesigen "Kanonenkugel" wie dein Papa dein Appartement manchmal nannte und auch sonst gab es bis auf einige leichte!!! (das weiß ich jetzt) Wehen zwischendurch nichts was darauf hindeutete, dass du doch ziemlich schnell zu uns wolltest. 

Um 14 Uhr fuhren dein Papa und ich Richtung Großstadt, um einige Weihnachtsgeschenke zu besorgen sowie einen Weihnachtsmarktbummel zu machen. 
Als ich etwa um 14:15 Uhr im Auto sitzend merkte, dass etwas komisch war, waren wir bereits auf der Autobahn. 
Als wir in der Stadt ankamen, kämpfte ich bereits alle 5 Minuten mit Wehen, die man - so als kleiner Tipp - aber auch gut an fremden Autos stehend, an Parkhaustüren und an Kinderwagengriffen in Spielzeugläden noch wunderbar veratmen kann. 
Dein Papa sagte an diesem Punkt zu mir: "Das sind doch keine Wehen ooooooder? Das kann doch nicht sein! In so kurzen Abständen? Jetzt einfach so?"
Seine Ungläubigkeit machte mich zunächst natürlich auch etwas stutzig. 
Sollten das hier zufällige Bauchkrämpfe Deluxe sein, die einfach in einem fünf...nein mittlerweile sogar nur noch 4 Minutentakt aufkamen?
Also beschloss ich auch etwas skeptischer zu sein, was mein Wehenempfinden anbelangte und sagte deshalb zu ihm während einer kurzen Atempause: "Okay, dann lass uns jetzt mal auf dem Weihnachtsmarkt 'ne Bratwurst schnabulieren!" und watschelte los. 
Das wiederum fand dein Papa auch nicht mehr soooo gut und sagte nur: "Ne, wir fahren besser mal nach Hause!"
Während ich dachte: "Genau, wenn das hier so fix weitergeht, dann können wir direkt durch in den Kreißsaal!"

Wir fuhren also im dicksten Freitagsnachmittagsverkehr nach Hause. 
Ich lag mittlerweile im Auto und hielt mich an den Türgriffen fest.

Zuhause angekommen, schaffte ich es deinem hinreißenden Papa noch gerade zu sagen, er möge die Wanne volllaufen lassen und sich parallel was zu essen machen. Das werde noch ein langer Tag...oder so. 

Während er sich nun also nach oben zum Essen begab, lag ich im Bett und veratmete was das Zeug hielt. 
Dein Papa kam zu mir, brachte mich in die heiße Wanne und ich sagte sehr bestimmend: "Pack dir noch ein paar T-Shirts ein! Wir kommen nachher nicht mehr wieder!"
So ganz wollte er das alles nicht glauben. Dieser Wehenwannentest war ihm auch nicht geheuer, aber er packte, während ich aus der Wanne bereits gestiegen nur dachte: "ACH DU SCHEISSE, tut das weh!"
"Soll ich jetzt die Kamera und die Babytasche auch schon direkt mitnehmen?"
Da musste ich deutlich werden. 
"Schatz, du kannst jetzt echt erstaunt sein. Ich bin es auch. Aber du wirst heute oder morgen definitiv PAPA. Und wenn du unseren Sohn gerne mit deiner guten Kamera während seiner ersten Stunden festhalten möchtest, dann PACK SIE EIN! Nimm alles und los!"

Als wir im Kreißsaal ankamen, war es etwa 16:30 Uhr. 
Das CTG zeigte alle zwei Minuten Wehen an. Brauchte es allerdings nicht. Ich wusste mittlerweile auch so, dass sie da waren, immer heftiger wurden und ich über kurz oder lang eine Frau sein würde, die vor Schmerzen diese bisher nicht nachvollziehbaren Laute von sich geben würde. 
Während all der Zeit, bis zu dem Zeitpunkt an dem du diese Welt erblicktest, hielt dein Vater mir in jeder Wehe die Hand und drückte hinten den - ich nenne ihn Wehenankündigungsbestienrückenknopf - vehement, wenn ich nur ein "Jetzt!" hauchte. 
Du hast noch keine Vorstellung davon, aber dein Vater ist wirklich der wunderbarste Mensch der Welt. Der dich und mich so sehr liebt. 

Gegen 19 Uhr lagen wir also so richtig in dem Raum, in dem du zur Welt kommen solltest. Ich hatte seit 18 Uhr etwa Wehen im Minutentakt und war da schon dementsprechend müde. Kaputt. 
Ich wollte eine kleine Pause, mich kurz erholen und dann weitermachen. 
Ich wollte, dass die Wehenpausen mich nicht mehr veräppelten. Immer war ich dort, wenn auch nur etwa 45 Sekunden, total schmerzfrei, konnte wohl auch noch was Lustiges erzählen, deinem Papa kurz sagen, dass ich ihn liebe und er sich nicht sorgen bräuchte (denn das tat er sehr!) und dann ging es wieder los. 
Um 20 Uhr, nach mittlerweile 6 Stunden Wehen, wollte ich ein Schmerzmittel. 
Ich bekam einen Tropf, der allerdings vielleicht für 15 Minuten dafür sorgte, dass ich nicht alles, sondern nur die umliegende Gegend zusammenschrie und der mich parallel dazu matschhirnig und betrunken machte. Das wollte ich nicht. 
Um 21 Uhr bestand ich auf was Anderes. 
Ich sollte Lachgas versuchen. 
Schon witzig: Die Witzetante nimmt Lachgas. Richtig schön mit der Darth Vader Maske. 
Lachgas und ich hatten jedoch Startschwierigkeiten.
Irgendwie war es mir suspekt. Ich wurde auch duselig und zudem...so eine Maske...naja, was ich von Würde während der Schwangerschaft halte, darfst du später mal in einem anderen Post nachlesen. 
Ich atmete also Lachgas. Lachgas in rauhen Mengen. Nicht, dass ich da noch das Gefühl hatte die Schmerzen würden dadurch gelindert. Nein, aber es lenkte ab und man konnte gut während der Wehe in der Maske sozusagen wegtreten. Bei vollem Schmerzempfinden.
Das wurde dann auch das Problem: die Schmerzen. 
Um 23 Uhr verlangte ich eine PDA. Ich flehte, man möge mir das Ding in den Rücken setzen! 
Leider ging das nicht aufgrund eines erhöhten Blutwertes, sodass eine Narkose dieser Art eine schlimme Infektion hätte hervorrufen können. 

Zu diesem Zeitpunkt war ich panisch. Müde. Verzweifelt. 
Ich flehte die mittlerweile gewechselte Hebamme (unsere hatte schon zu viele Stunden auf dem Buckel) an mir zu schwören, dass es nicht mehr lange dauert bis du kommst. 
Mit dem Schwören hatte sie so ihre Probleme. 
Aber sie gewöhnte sich bald daran, denn kurze Zeit später verlangte ich den Eid von ihr, dass sie bloß nicht mehr den Raum verlassen dürfe. 
Sie gab mir ihr Ehrenwort, während ich mittlerweile das Gefühl hatte, dass ich pressen musste. 
Unaufhaltbar. Nicht kontrollierbar. Gewaltig. 

Ich würde dir gerne jede einzelne Kleinigkeit dazu aufschreiben. Damit du das alles später einmal fast minütlich nachlesen könntest, wenn du magst. 

Aber ich glaube, dass ich dir durch meine Schilderungen das durchaus bildlich machen kann. 

Irgendwann wie gesagt, setzte dieser Druck ein. Kam dieses unbändige, unzähmbare Verlangen zu pressen. 
Doch das durfte ich zunächst nicht. 
Ich sollte weiter veratmen. Und veratmen. 
Jetzt, wo wir unter uns sind: Ich habe trotzdem gedrückt. Also es fühlte sich so an. Kann es sein, dass du das warst, weil du mir helfen wolltest? 

Dann kam die Phase als ich dir endlich aktiv und offiziell helfen durfte. 
So richtig. 
Und auch wenn ich da schon gedacht habe, dass ich jetzt gar nicht mehr kann und du wohl doch noch etwas weiter wohnen bleiben müsstest, erblicktest du mit einem lauten Schrei das Licht dieser großen, weiten Welt. 

Ich bekam dich sofort auf meine Brust gelegt, sah deinen gerührten, voller Liebe und Glück durchfluteten Papa und war fassungslos.
Dieses so wunderschöne, perfekte kleine Menschlein, das haben wir wirklich geschenkt bekommen?
Ist das wahr? 

Wir kuschelten und du schriest dich frei. Du riefst in die Welt: "Hallo, hier bin ich. Ich bin jetzt da" und diese Welt ist seitdem eine völlig andere geworden. 
Von jetzt auf gleich hast du den Molekülplaneten berauscht mit deiner Perfektheit. Mir deinen wunderschönen Äuglein, Fingerchen und Füßchen. 

Was soll ich schreiben?
Ich bin seit diesem Moment einfach überwältigt. 
Von all den Gefühlen, die man empfindet, wenn man sein eigenes Kind plötzlich vor sich liegen hat. Ganz nah. 

Mein kleiner Sohn, oft starren wir dich stundenlang an. Machen verrückte Sachen, die du vermutlich ziemlich abgedreht findest, wir jedoch machen müssen. Denn wir lieben dich so sehr und wollen, dass es dir gut geht. 

Ich habe diesen Eintrag jetzt an zwei Tagen geschrieben. 
Unsere ersten beiden Tage Zuhause. 
In deinem Zuhause. 
Wir haben nun die zweite verrückte Nacht hinter uns gebracht. 
Ich hoffe du merkst, wie sehr ich deinen Vater dafür brauchte, denn ich bin leider in meinem Empfinden nicht ganz so perfekt wie du es verdient hättest. 
Ich habe manchmal Amgst, dass du das merkst und deswegen vielleicht weinst? 
Denn du hast nichts anderes verdient als perfekte Eltern. Perfekt zu dir passend. 
Dein Papa steht so oft mit mir auf.
Lässt es sich nicht nehmen dich zu wickeln und erfreut sich (jetzt wird es wieder etwas durchgeknallt) an jeder einzelnen deiner vollgekackten Windeln. Ebenso wie übrigens an deinem Pipistrahl. Den findet er auch sehr, sehr toll. Du kannst aber auch in einem Bogen strullern...mein lieber Scholli! Respekt! 

Jedenfalls hat dich dein Papa vorhin mit nach oben genommen, hat dich zwei Mal gewickelt. Dich tagesfein gemacht und mir Zeit gegeben mich nochmal hinzulegen. 
Das wollte ich auch gerne machen. 
Hast du bereits mitbekommen, dass vor unserem Haus einige komische Dinge geräuschetechnisch ablaufen?
Vermutlich nicht. 
Ich dafür aber. Und so lag ich minutenlang im Bett und versuchte etwas Schlaf zu finden.
Stattdessen gab ich meinem Bedürfnis nach, dir und uns diese Zeilen zu widmen. 
Diesen ersten richtigen Eintrag, bei dem es um das Leben mit dir geht. 
Wo alles begann. 
Dein erster Atemzug. 

Mein kleiner süßer Mann, ich liebe Euch, dich und deinen Papa so abgrundtief, dass ich gerade den Heultagen entsprechend von so vielen Gefühlen überschwemmt werde, die mich weinen lassen. 
Ich möchte, dass du weißt, dass das deswegen so ist: weil ich Euch liebe. 
Und ihr mein Leben seid.
Meine beiden Jungs. 

Ich werde dir stets versuchen eine liebevolle und verständnisvolle Mutter zu sein.
Ich werde darauf achten, dass dir und deinem Papa nie etwas geschieht. 
Dass es Euch beiden immer gut geht. 
Ich werde dich halten und wiegen und kuscheln, auch wenn ich hundemüde bin. 
Denn nichts Anderes hast du verdient, du kleiner perfekter Mensch. 

Deine Mama ❤️










Mittwoch, 10. Dezember 2014

Danke

Ihr Lieben,

wir drei Herzmoleküls danken Euch von Herzen für das wunderschöne liebevolle Willkommen heißen unseres kleinen Herzminimoleküls. 
Und weil ich das sehr wichtig finde und von vielen gesagten und geschriebenen Worten sehr berührt bin, möchte ich das hier einfach so für sich stehen lassen. 

Eure Penny, die jetzt Mama ist. ❤️

Samstag, 6. Dezember 2014

Er kam, sah und siegte

Heute Nacht um 1:07 Uhr hat sich unser Nikolausgeschenk mit aller Kraft in unsere Molekülwelt katapultiert. 
Die kleinen 50 Zentimeter sind die schönsten, die wir jemals gesehen haben. 
Uns geht es gut, trotz einer sehr anstrengenden Geburt, die selbstverständlich auch sehr witzige Momente hatte. 
Also so im Nachhinein betrachtet. 
In dem Moment war es dann schon sehr surreal. 
Und nun liegen wir hier zu dritt auf einem wunderschönen Familienzimmer, kuscheln viel und sind hin und weg von knapp 3,5 kg pure Liebe und Glück
Es ist ein Wunder. 
Alles Weitere lest ihr dann hier...wenn ihr mögt. 

Liebe Grüße 

von den drei Herzmoleküls ❤️

Eure nicht mehr ganz so walige Penny. 

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Es ist so.

Ich bin müde. 
Das Haus wackelt, weil hier wieder gerüttelt und geschüttelt wird. 
Also nachdem es 1,5 Std. Frühstückspause gab. 
Und gleich danach 1,5 Std. Mittagspause. 
Aber seitdem werden wir hier durchgerüttelt. 
Shake it, Baby. 
Und ich mag das jetzt alles gar nicht mehr. 
Ich hasse die da draußen mittlerweile. 
Monat für Monat und es nimmt kein Ende. 
Im Grunde habe ich diese SS vollständig mit Baulärm verbracht. 
Ich finde es asozial. 
Noch asozialer finde ich gerade den Paketmann. 
Der kommt einfach nicht. 
Und ohne den komme ich hier nicht weiter. 
Mein "Projekt" stockt. 
Welches verrate ich euch noch. :)
Und mein mechanisches Scheissdings ist auch seit gestern wieder da. 
Musste fast lachen als meine FÄ meinte: 
"Hach, sehen Sie. Es war die Mechanik!"
Ich weiß nicht was das für ein medizinischer Running-Gag sein soll? 
Aber offenbar ist es besonders elementar, dass sie in der Sache richtig lag. 
Vermutlich bloß so'n Egoding. 
Mir auch egal. 
Jedenfalls ist es zurück und jetzt heißt es: "Schaffen Sie das noch? Kann ja jeden Moment so weit sein!"
Sicher SCHAFFE ich es noch. 
Wer schafft es bitte nicht überm Klo zu hängen? 
Voll Pipikram. 

Dafür habe ich gerade eine Rose geschenkt bekommen. 
Einfach so. 
Von meinem Mann. 
Obwohl er sie verdient hätte. 

Und was ich noch sagen möchte: 
"Lieber, kleiner Minimolekülmann, meine Zehennägel sind jetzt zum zweiten Mal mit bestem Lack bepinselt. 
Das Familienstammbuch ist in der Tasche. 
(Beim weiteren Inhalt belassen wir es dabei, dass es einfach eine große Surprise wird, ja?).
Wir warten hier auf dich. (Und ich mittlerweile recht ungeduldig)!
Also du kannst kommen."

❤️

Lasst euch nicht ärgern! 

Eure wartende und wartende und waaaaaartende Penny ❤️


Montag, 1. Dezember 2014

Wenn es zum Witzig sein gerade noch reicht...

Jetzt wird es spannend, ne? 
Sehr spannend, ooooooder? 
Mensch, sie postet. 
Und versucht wieder witzig zu sein. 
Zählt man jetzt eins und eins zusammen...

...kann das Minimolekül noch nicht geschlüpft sein. 

Riiiiiichtiiiiiig! 

Ich muss mich kurz echauffieren. 
Das mache ich ja ganz gerne mal. 

Also soeben fand ich einen Zettel (zum wiederholten Male!) lieblos oben in unseren Briefkasten geklemmt vor. 
Unser Energieversorger unterrichtet uns, dass wir morgen MAL WIEDER weder Heizung noch Warmwasser haben werden. Als Zeitraum gibt er entspannte 8-14 Uhr an. 
Ne, ist klar. 
Es ist nicht nur so, dass ich äußerst tiefenentspannt gerne morgens im Warmen sitze. Mich gemütlich im Kuschelbad fertig mache. 
Mich noch gemütlicher in den Pöng werfe und chillig herumpönge, während ich mich durch das Internet querlese. 
Neeee...ist zum Glück nicht so. 
Hinzu kommt, dass wir nun DEZEMBER schreiben. Und Dezember heißt auf dem Herzmolekülkalender ganz klar: Wintermonat (ja, noch nicht...), Schlüpfmonat und Mach_mich_nicht_wütend_Monat! 

So geht das nicht, Freunde. 
So nicht.
Muss ich jetzt tatsächlich noch meine letzten Kräfte mobilisieren und Bauarbeiter, nervige, unendlich gestörte, dämlich glotzende, laaaaaaangsaaaaaame und unprofessionelle (sind wir mal ganz ehrlich, dieses Buddeln und sinnlose mit dem Bagger 50m Hin- und Hergefahre, DAS kann ich auch!) Bauarbeiter in ihrer eigenen Baugrube vergraben? 
Muss das denn wirklich sein, dass ich mich so schmutzig machen muss kurz vor Tore Schluss?
Man. Man. Man. 
Was, wenn die das jetzt noch öfter durchziehen?
Schon mal bebende Säuglingslippen gesehen? 
Dieses herzzerreißende Bibbern? 
Dieses Gefühl bekommen, dass man - und möge es ein noch so fremdes Kind sein - es am liebsten inhalieren möchte, damit es nicht weiter mit seinem winzigen Mündchen und dem dazugehörigen Körperchen klappert? 
OMG! 
Was werden wir dann mit diesen Baustellenlemmingen machen? 
Bekommt man da automatisch eigentlich mildere Umstände? 
Grrr..grrrr...grrrr!!!

Ich habe Probleme, nicht wahr? 
Ja, sorry. 
Mein derzeitiges Hausfrauendasein beschränkt mich geistig wohl. 
Ich ärgere mich auch seit MINDESTENS zwei Wochen jeden Abend über bestimmte Kerzen vom Möbelschweden. Diese riesigen, großen elfenbeinfarbigen. Kennt ihr die? 
Man konnte sie jahrelang kaufen. Auch mal so auf der Fensterbank drapieren und anzünden. Immer war alles tutti. 
Sie brannten ewig. Und vor allem ohne zu tropfen. 
Seit diesem Jahr ist es wohl so, dass der Möbelschwede schwedische Kinder in ein rotes Schwedenhaus verbannt hat, die sich so wie Michel ungebührlich verhalten haben. 
Nun bekommen sie von den ganzen Schwedendörfern Wachsreste in das Haus geliefert. Diese müssen sie dann zu neuen riesigen Kerzen schmelzen. 
Dementsprechend qualitativ minderwertig sind sie nun auch (und dennoch genauso teuer!). Sie brennen innerhalb kürzester Zeit ab und alles schwimmt in einem Wachsmeer dahin. 
Stehen zwei 30 cm Kerzen nebeneinander, sind sie nach zwei Stunden ein hässlicher Wachsklumpen mit laufender Wachslava. 
Unfein. Gar nicht nett. Nein. Nein. Nein. 

Und dann wollte ich jetzt mal was zum Nachteil einer bereits gepackten Kliniktasche schreiben. 
Ich liege jetzt gerne mal wach im Bett und versuche mich daran zu erinnern, was ich reingepackt habe. 
Theoretisch könnte ich das ja schnell aufklären, indem ich nochmal alles ausräume und mal aufliste. 
Aber mein Ehrgeiz möchte, dass ich mich dieser geistigen Herausforderung stelle und mal NACHDENKE. 
Tja, ich weiß was definitiv nicht drin ist (aber gleich gaaaaaanz sicher...lach) drin landet: unser Familienstammbuch. 
Ansonsten bin ich weiter planlos. 
Vermutlich so lange, bis es Zeit wird das Ding zu schnappen und loszufahren. 
Mal schauen wie gelassen mein Herr Herzmolekül reagiert, wenn ich mich dann vor ihn werfe, laut "STOPP!" rufe, um ihm dann zu erklären, dass ich mal "ganz kurz eben" die Tasche ausräumen muss. 
Ich bin mir mittlerweile nämlich sicher, dass ich Wesentliches nicht eingepackt habe. 
Schlüppis. Oder so. 

So, genug der Aufregerei. 
Ich habe Ablenkung gefunden. 
Draußen steht jetzt mitten auf der engen Straße der UPS-Mann mit seinem braunen Monstertruck. Nicht weiter interessant? 
Ne, generell nicht. Bloß, dass sein Wägelchen (nachdem er gerade hier war) nicht mehr anspringt und irgendwie ist es so putzig anzusehen, wie er die Hände über den Kopf zusammenschlägt und seine Lippen offenbar die wildesten Schimpfworte formen! 

So, und jetzt hoffe ich ihr hattet alle was Leckeres in eurem ersten Türchen?!

Eure sich echauffierende Penny ❤️