Donnerstag, 28. August 2014

Kein Blag mit scheiß Namen an Bord!

Diesen Aufkleber sah ich neulich an mir vorbeirauschen. Also gut, da war noch ein Auto dabei, aber das ist hier ja reine Nebensache. 
Ich fand ihn lustig, mache ich mich doch über die Ashley-Samantha oder Ernö-Cedrick an Bord Aufkleber immer recht gerne lustig. 
Mal eine Frage?
Was soll es bringen, wenn gruselige auf's Auto geklebte Kindernamen spazieren fahren? Sollte dies als Abschreckung dienen: RESPEKT! Ernsthaft. Mich schreckt es wahrhaftig ab, wenn ich derart geschmacklose Namen lese, sodass ich automatisch Bilder in meinem Kopf habe, wie dazugehörige Eltern wohl sein mögen. 
Denn zweifelsohne bin ich weit davon entfernt, in diesen Momenten nicht ziemlich tief in den Stereotype-Schubladen zu kramen. Zu mutmaßen. Oder auch einfach spaßeshalber darüber zu sinnieren, ob die Eltern von Chiara-Zöe vielleicht wohlmöglich ziemlich einen an der Waffel haben? 
Kann ja sein. 
Wir wissen es nicht. 

Was ich persönlich aber weiß, ist, dass es diverse Schüler gibt, von denen ich jetzt schon nach einer Woche Schule behaupten kann: Jepp, komplett gestört. Da funktioniert was nicht richtig. 
Bloß was genau für multiple Störungen im jeweiligen "Kindlein" vorzufinden sind, das wage ich jetzt noch nicht definitiv festzulegen. 

Es verhält sich demnach so, dass ich einen Schüler vorfinde, der mit dem Rucksack auf dem Rücken im Klassenraum sitzt und ich versuche ihn zu überreden, den Rucksack doch im Sitzen endlich abzulegen. Als Antwort bekomme ich im brüllenden Ton, man wisse ja schließlich gar nicht, ob man hier richtig sei, sodass ein Ablegen als nicht lohnenswert erachtet wird. Ich ziehe meine Stirn kraus, versuche dem Schätzchen zu entlocken welchen Abschluss er denn bereits erlangt habe, was sich aber als unlösbar darstellt, denn er hat keine Ahnung.
Auch weiß er nicht, wo er sich überhaupt angemeldet hat und letztlich ist er entrüstet, denn ich gehe ihm mit meiner Fragerei am frühen Morgen ziemlich auf den Geist. Er mir langsam auch. Aber das interessiert ihn nicht und bleibt weiter seelenruhig mit seinem Rucksack sitzen. 

Es bleibt keine Zeit mich weiter mit ihm zu beschäftigen, steht doch plötzlich und unerwartet der nächste Kandidat vorne neben mir am Pult und begrüßt mich mit den Worten: "Frau Herzmolekül, ich bin zu spät, aber ich habe Beweise!"
Meinen Einwand, dass ich dafür bloß auf die Uhr schauen muss, um den Beweis zu haben, wird ignoriert und schon jubelt er mir sein Smartphone unter die Nase und zeigt mir zwei Fotos, wie er wagemutig an einer S-Bahn-Haltestelle steht und sagt: "Hier erkennt man, dass die Bahn nicht kam!"

Nun ja, leider bleibt auch hier keine Zeit mich ihm weiter zu widmen, denn schließlich steht schon der Bewährungshelfer eines weiteren LÄMMCHENS zum Gespräch vor der Tür. Hier werde ich nicht näher drauf eingehen, aber ich verrate euch, das Lamm ist der Wolf im Schafspelz. Ganz ehrlich. So einen Bewährungshelfer bekommt man wirklich nur, wenn man sich richtig gut mit dem Gesetz versteht. 

Nach diesen aufregenden Geschehnissen wird es Zeit für einen Klassenwechsel. Nur verrückt ist ja auch auf Dauer öde. 
Dann doch bitte noch etwas verrückter. Und unverschämter. 
Hier treffe ich also auf eine Horde Testosteronmonster im besten Alter: 16jährige Jungs! 
Wir bilden fröhlich Präsenssätze, entdecken zusammen unterschiedliche Verben und setzen noch richtig Einen drauf, indem wir auch noch davon den Infinitiv bilden. 
Alles entspannt. 
Naja. Bis auf die 16jährigen. Die sind unentspannt. Bilden Sätze wie "Sie blässt...einen Luftballon auf!" und schreien sich weg. 
Nebenbei kollabiert mir hinten links fast ein Schüler, der mir erklärt er habe keinen Kreislauf mehr. Biologisch auf zack wie ich bin, beruhige ich ihn, dass er den Kreislauf an sich nicht verlieren könne, klopfe ihm auf sein klatschnasses T-Shirt (und bin vor Ekel, was da jetzt an Schweißviren an meiner Hand kleben mag, beinahe erstarrt!) und geleite ihn zusammen mit einem Schüler ins Sekretariat auf die Krankenliege. 
Bei meiner Rückkehr fordere ich einen der ganz großen Kotzbrocken auf noch einen Satz zu bilden. 
"Die Lehrerin hat einen Knall!", liest er vor und schaut mich provozierend an. 
Professionell bitte ich ihn nun das Verb und den dazugehörigen Infinitiv zu nennen!
Er funkelt mich an und antwortet: "Knall ist das Verb. Knallen der Infinitiv!".
Ich nutze die Steilvorlage und erkläre ihm: "Den einzigen Knall hast auf jeden Fall du, denn du weißt leider nicht was Verben sind."
Nach Stundenende bitte ich ihn noch zu bleiben. Auf meine Frage, warum er so ungehobelt sei, bekomme ich wütend entgegengebrüllt, er habe schließlich einen scheiß Tag. Und dann wäre das so.

Noch ist der Schultag nicht um, und ich gebe ihm noch eine Chance zu einem guten zu werden.
Ohne besondere Vorkommnisse in den weiteren Stunden, kehre ich also in meine letzte heutige Unterrichtsstunde ein. 
Dort sitzen heute einfach fünf neue Schüler, die erst jetzt den Weg in die Schule gefunden haben. 
Wie auch immer, beim Besprechen einer Aufgabe, die gerade einer der Schüler liest, herrscht wildes Durcheinandergebrabbel. Ich mahne zur Ruhe. Das interessiert nicht, denn es scheint elementarer zu wissen wie spät es nun sei. Da ja niemand dazu in der Lage ist seine protzige nachgemachte analoge Markenuhr zu lesen, wird solange herumgefragt, bis irgendwer eine digitale Uhrzeit auftreibt: "15 Minuten vor halb drei!"
Mittlerweile schimpfe ich und nenne die Störenfriede, die nach Stundenende noch im Klassenraum bleiben sollen. 
Es entsteht ein noch lauterer Tumult: "Lan, isch schwör, nur weil du die Zeit wissen musst, muss isch bleiben. Isch mach disch gleich kalt" brüllt einer der heute frisch Eingetroffenen: Ein schlaksiger Bursche in Fliegerseidemontur. 
Es klingelt und ich lasse die Anderen gehen. Es versammelt sich die zuvor ertappte Labergang um mein Pult. Der Jogginganzugjunge gebärdet sich weiterhin aggressiv. Ich spreche ihn darauf an, dass er seine aufbrausende Art zügeln müsse. 
Er schwört. Das kann er ziemlich gut: "Isch schwör isch bin nicht aggressiv. Das haben jetzt alle Lehrer seit der Grundschule gesagt. Isch bin das aber nisch. Isch schwör, das ist nur meine Art! Wenn sie misch länger kennen, merken sie das isch es nisch bin. Isch kann nichts für meine Art!"
Mit den Worten "Wenn du so weiter machst, werden wir beide gar keine Gelegenheit mehr haben uns näher kennen zu lernen", scheuche ich die Bande raus. 

Für heute reicht's! Definitiv!

Ich habe kein Blag mit scheiß Namen im Auto. Dafür habe ich 124673156 Blagen mit mal mehr und mal weniger scheiß Verhaltensweisen in den Klassen. 

Gibt es dafür auch einen Autoaufkleber? 

Dienstag, 26. August 2014

Zuhause ist's auch lustig

Nach dem Abendessen liegen Herr und Frau Herzmolekül gemütlich auf der Couch.
Während sie eigentlich noch etwas Zeit zum Verdauen braucht, damit der Milchreisnachtisch gleich gut runtergeht, macht er eine Packung verführerischer Minz-Schoko-Täfelchen auf und beginnt diese genüsslich zu verspeisen. 
Ein kurzer, schielender Blick von ihr zu ihm, hmmmm...riecht ja schon recht lecker: 
"Schatz, gib mir auch mal so eine Minztafel. Ist ja eigentlich wie Zähne putzen!", spricht's und isst. 
Platz für den Milchreis ist nachher ja trotzdem...

Montag, 25. August 2014

Klare Sache!

Heute erste Deutschstunde im neuen Schuljahr. 

Darsteller:

Aboooooo voll schööööööööhöööön, 14 andere Witzige und meine Wenigkeit!

"Abooooo voll schöööööööhööööön, könntest du mir erklären was nochmal Adjektive waren?"
"Frau Herzmoleküüüüüül, isch kann das nisch gut. Kann ich Beispiel sagen?"
"Natürlich, dann sag mal einen Satz!"
"Misch ist kalt!"
"Mir ist kalt! Ja, prima. Das sind jetzt drei Worte. Und eines davon ist das Adjektiv. Welches?"
"WARM!"

Vorhang zu. Tusch. 
Alles wie immer. 

Samstag, 23. August 2014

Es geht wieder loooooos! Und das Spiel ist nicht aus

08:38 Uhr:
Es ist ruhig. Ich liege noch an Herrn Herzmolekül verknotet in der Koje, er schlummert selig, während ich ganz heimlich tippe. 
Voll die Heimlichtuerin, jawohl! 
Und gleich werde ich noch heimlicher, so klammheimlich wie es nur möglich ist, meine Tätowiernadel zücken und mir auf meinen Bauch eine riiiiiiesige Raute in grün-weiß stechen. 
Und das alles nur, weil heute der erste Spieltag der Saison 2014/15 ist und ich ausraste vor Begeisterung (was der Schlummerer neben mir nicht ansatzweise verstehen kann, denn ihm hat allein das DFB-Pokal Spiel letzten Sonntag schon wieder gereicht)....aaaaaaber das wird schon, vor allem, wenn er irgendwann seine Rautentätowierung am Popo entdeckt. 
Er ratzt einfach seeeeeehr tief.... 0:)

Eure grün-weiße Penny

Freitag, 22. August 2014

Viel Lärm um Nichts

Gestern Abend um kurz nach 18 Uhr klingelte hier das Telefon. 
Und es war tatsächlich der nette Professor, der mit meinem Helden eine ganze Weile sprach. 
Ein äußerst netter Mensch, verständnisvoll, beruhigend und auch natürlich ein klein wenig sich vor seine Angestellte stellend. Jedenfalls kam heraus, dass Dr. Pissnelke wohl unmittelbar nach unserem Besuch am Montag zu ihrem Chef ging und etwas unglücklich über die Untersuchungssituation war. Im Nachhinein, also nach Erhalt des Briefes, gab es dann ein großes Gespräch und sie räumte einige Verhaltensfehler ihrerseits ein. 
Von der Minimolekülakte sprach er positiv, sah wirklich keinen Anlass zur Besorgnis und meinte ebenfalls, dass eine Reaktivierung bei weitem nicht so dramatisch sei wie eine Frischinfektion in der Schwangerschaft. 
Zudem wollte er gerne das Ergebnis des neu angeforderten Test erfahren und bat um eine Rückmeldung. 
Alles in allem war es ein gutes Gespräch, auch wenn trotzdem noch diese Sorge - wenn auch etwas hintergründiger als bisher - da war und blieb. 

Heute Morgen ging es dann zum Zuckertest. Dem hoffentlich letzten Test in dieser Schwangerschaft. Meinetwegen kann man ab und an mal meine Hautspannung messen, meinen Fettanteil oder meine Toleranz. Aber ich finde das reicht wirklich an medizinisch irgendwie beunruhigenden Tests. 
Die Laborergebnisse waren immer noch nicht da, ich schluckte brav die Glukosemischung (übrigens überhaupt nicht ekelig, sondern so ausschauend und schmeckend wie stinknormaler roter Traubensaft. Die Arzthelferin wollte mir das erst nicht glauben, denn ich sei die einzige Schwangere bisher, die sich nicht geekelt und geziert hat. Mag sein, dass meine Geschmacksmoleküle nicht ganz richtig ticken, aber es war einfach nicht schlimm!), wartete genau eine Stunde bis ich zum Blut zapfen erneut dran kam und zuppelte ab. 
Und vorhin, weit nach Sprechstundenzeit, da klingelte wieder das Telefon. 
Dieses Mal war es meine FÄ, die mir vor dem Wochenende nur schnell mitteilen wollte, dass alles in bester Ordnung sei und ich vor laaaaaanger Zeit diese CMV durchgemacht hätte. 
Aufgelegt. Dem Helden schnell berichtet. Sein Gesicht gesehen, wie es sich langsam von den Sorgenfalten befreite und entknitterte, Bauch getätschelt und ab sofort wieder ohne Kloß im Hals in den HAPPY-MODUS geschaltet. 

Wir haben nun beschlossen, dass das ganz beschissene 8 Tage waren, die aber  ad acta gelegt werden. 
Die bisher bis auf kleine Zimperlein so unsagbar wohltuend ruhig verlaufende Schwangerschaft, wird nun noch etwa 15 Wochen (OMG, das ist eigentlich NICHTS!) so weitergehen und dann schlüpft der Kleine und wir drehen erst wieder komplett durch, wenn er eine Schnoddernase oder so hat. 
Vorher läuft das nicht mehr. 
Punkt! 

Danke für's Mut machen und vor allem für's Mit-Entrüstet-sein. 
Das war sehr lieb! 

Habt ein schönes Wochenende

Eure Happy-Modus Penny




Mittwoch, 20. August 2014

Von Dr. Pissnelke bis Dr. Elektrik ist alles in diesem Post vorhanden.

Heute teilen wir diesen Post in zwei Kategorien! 

1. Kategorie: Emotionale Achterbahnfahrt, Teil II - Was sich getan hat

Einerseits nichts. Denn das Aviditätsergebnis lag heute Mittag noch nicht aus dem Labor vor. Da die FA-Praxis nur bis mittags geöffnet hatte, war mein mehrmaliges Anrufen zwischen Einschulung und durchs-Schulgebäude-Turnerei nicht erfolgreich. 

Andererseits hat sich doch was getan. 
Ich habe ja das große Glück einen Superhelden geheiratet zu haben. So einen von der Sorte, der selbstlos alles vergisst, wenn es um Frau und Kind geht. Der sich dann auch nicht mehr runterfahren kann, wenn er erstmal in Rage gebracht wurde. Und mischt sich dann noch große Sorge und Verzweiflung in diese Gefühlslage ein, dann fliegt er mit seinem blauen Umhang los und rettet unsere kleine Molekülwelt. 
Da kennt er nichts. 
Und so verfasste er - heute Nacht wohlgemerkt - einen äußerst ausführlichen Brief an den zuständigen Chefarzt der Pränataldiagnostik. Da er im Formulieren wirklich gewandt ist, schaffte er eine klare und deutliche Ansprache, jedoch mit der notwendigen Entrüstung und auch Wut bezüglich des ekelhaften Verhaltens von Frau Dr. Pissnelke. 
Zugegeben: Allein beim Lesen seiner Empfindungen und Wahrnehmungen musste ich kräftig mit meinen Tränen kämpfen. Es ist unglaublich, dass man durch solch einen Vorfall, wenn es um das eigene Kind geht, dermaßen aus der Bahn geworfen wird. 
Jedenfalls versah er den Brief mit dem Kommentar, dass er davon ausgehe, dass seine Worte in den Müll wandern würden. 
Etwa eine halbe Stunde später bekam er eine Antwort vom Chefarzt persönlich zurück, mit der wir in dieser Form nicht gerechnet haben. 
Natürlich hatten wir schon so obligatorische Floskeln wie "...bedauerlicherweise", "....tut mir aufrichtig leid...." und solch ein BlaBla als mögliche (und einzige Reaktion) einkalkuliert. Diese Antwort jedoch war etwas Balsam für die Seele, denn er schrieb ganz deutlich, dass er die Worte und den Vorfall selbstverständlich nicht in den Müll werfen würde, sondern dass er sich mit meiner Akte und dem Montags-Termin auseinandersetzen werde, die Pissnelke darauf ganz explizit ansprechen und zudem meine FÄ kontaktieren werde und sich gerne mit uns unterhalten möchte, weil ihm das wichtig sei.
Er schrieb dies nicht wie so eine Nullachtfuffzehn-Standart-Antwort, sondern sehr ehrlich und herzlich, sodass wir dadurch schon das Gefühl vermittelt bekamen mit dieser Sache ernstgenommen zu werden. 
Ich rechne noch in dieser (oder spätestens Anfang nächster) Woche mit einem Gespräch. Warten wir ab, was sich daraus ergibt. Irgendwie geht es mir seitdem schon ein klein wenig besser. 

2. Kategorie: Willkommen zurück an den Ort, wo alles irgendwie immer verrückt ist. 

Ja, genau. 
Heute war der 1. offizielle Schultag. 
Das kam mir erst nicht so vor, schließlich hängen wir schon seit Montag in Langzeitkonferenzen und Nachprüfungen rum. Heute waren eben nur noch zusätzlich ein paar verrückte Schüler da.  
Und verrückt sind sie wirklich. 
Aboooo-vooooll schön-Frau Herzmolekül, die spindeldürre S und Whitney Houston für Arme, an die erinnert ihr euch vielleicht noch? Sie begrüßten mich heute Morgen, indem sie am Hauptportal standen, mich angewatscheln sahen und begeistert quiekten. Also so richtig. Wie kleine rosa Ferkelchen, die sich um die Zitzen ihrer Mutter kloppen. Was mache ich? Ich quiekte zurück! Das kann ich auch. 
Als nächstes wurde dann von allen Dreien mein Bauch gerieben. Ja, nicht so getätschelt, sondern mehr so richtig gerieben. Wie man das am Bauch eines Buddhas macht. Ich sehe ja auch ein wenig so aus. Und wenn es Glück bringt, dann sollen sie mal lustig reiben. 

Danach hatte ich dann die Einschulung meiner Klasse. Ja, genau die, wo ich in Woche 8 oder so die Klassenleitung zusagte, weil da noch keiner was wusste. Ich hatte ja ehrlich gesagt geglaubt, dass man mich da letztlich doch nicht mehr berücksichtigte, aber guuuuuut, also Klassenleitung. 
Von den 20 angemeldeten Schülern (wirklich nur Jungs!), waren 13 da. 
Gemütliche Runde. Alle wirkten auf den ersten Blick recht umgänglich. Teilweise sehr schüchtern, aber komm du mal von deiner Heititeiti-Schule, auf der du bisher bis zur 10. Klasse (wenn es gut lief!) verweiltest auf ein Berufskolleg, in ein wirklich gewaltiges Gebäude und kennst keine Socke! Da biste auch etwas schüchtern. Und diese Schüchternheit, das weiß ich jetzt schon, wird ganz, ganz schnell verblassen. Und dann gewinnen sie an Oberwasser und haben eine große Klappe. Und dann muss ich wieder meinen bösen Penny-Blick walten lassen und den nun vor Selbstbewusstsein strotzenden Schüler bremsen. Und dann rege ich mich auf und alles ist wieder in seiner alten Ordnung hergestellt. Es ist doch immer so. Und ich mag das. Ich mag es zu sehen, wie sie sich entwickeln, und vor allem, wenn sie die gute Seite der Macht entdecken. 
Ich habe ihnen auch gleich angekündigt, dass wir nun erstmal nur noch ein paar gemeinsame Wochen haben. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sie das kapierten. 

Dann ging es noch zur Einschulung der neuen, diesjährigen Durchgeknallten und verwirrten Seelen 2014/15!
Das sind also jene Spezialfälle von denen ich euch so viel berichtete. Sie liefern aber auch immer äußerst viel Poststoff und ich verbringe auch einen großen Anteil meiner Unterrichtsstunden bei ihnen. Und ich kann jetzt schon sagen: Wow, das wird wieder lustig. Manchmal vermutlich auch recht tragisch. Aber jetzt bleiben wir erstmal bei den positiven Dingen stehen. 
Nachdem die wilde Horde also im Klassenraum von uns als Team eingeschult wurde, bekamen sie noch einen Rundgang durch das Gebäude um sich erstmalig zu orientieren. 
Danach sollten sie wieder nach oben, ihre Sachen abholen und dann durften sie wieder nach Hause. 
Die Schüler kamen brav und gesittet (höhö...ja klar...sagen wir so: beinahe übereinander stolpernd) in den Raum zurück, nahmen ihre Taschen und gingen. Also eigentlich stimmt das nicht, denn zuvor musste ich gleich mal klarstellen, dass man beim Raum verlassen seinen Stuhl bitte hochstellen möge. Einige mochten das aber gar nicht. Denen habe ich dann rasch gezeigt, dass sie es möglichst schnell doch tun sollten. Kam wohl an. Zumindest waren alle Stühle hochgestellt. 
Ich blieb nach dem Trubel noch im Raum zurück und sah einen komplett gefüllten Rucksack und etliche dazugehörige Materialien eines Schülers vereinsamt an einem Tisch stehen. 
Also wartete ich, vielleicht war es eines der ganz verwirrten Menschenskinder, das einfach etwas trödelte.
Tat sich nichts. 
Also ab nach nebenan zu meinem Kollegen: "Du, ich glaube das jetzt zwar nicht, aber da hat einer seine komplette Ausrüstung stehen und liegen lassen."
"Ich wollte dir das gerade sagen. Vor einer Minute rief die Mutter des Jungen an. Dieser war statt den Rundgang mitzulaufen, einfach nach Hause geflohen!"
Ich habe mir vorgestellt, dass er wie Forrest Gump um sein Leben gerannt sein muss, bloß um dieser Schule zu entkommen. Auf alle Fälle hat Mutti ihren Sprössling wieder abgemeldet und kam dann etwas später vorbei, um seine Sachen einzusammeln. 
Also ich habe ja für alles Verständnis, und ich finde mich auch manchmal echt gruselig, aber solch eine Flucht war doch nicht nötig. 
Ich bin mal gespannt, welche witzigen Gegebenheiten noch bis zu den Herbstferien geschehen. :))

Habe ich euch eigentlich schon mal von meiner verrückten Kollegin erzählt, die ganz dringend mit mir Hühner schlachten möchte? 
Au fein, dann hab ich ja schon wieder Stoff für einen weiteren Post. Yeah. Yeah. 

Heute verbleibt mir nur noch zu vermelden, dass mein Bauchnabel kurz vor der Umplöppung steht. Und irgendwie ist das eine ganz komische Angelegenheit. Ich habe eigentlich einen richtig tiefen Nabelkrater, jetzt jedoch plötzlich ist er fast vollständig rausgeplöppt.  
Mein Held meinte heute: "Sieht aus wie ein Badewannenstöpsel!"
Ich weiß noch nicht wie ich das jetzt finde, gebe euch aber auch dazu bald Bescheid!

In der Hoffnung heute nicht mehr ganz so trauerklosig gewesen zu sein, verbleibe ich mit einer krassen Neuigkeit: Einer meiner Kollegen, so fand ich gestern heraus, ist nicht Elektrikermeister, nicht Obermeister, sondern Dr. Elektrik! Jawohl. 

Lasst euch nicht verscheuchen, und wenn doch, dann vergesst euren Rucksack nicht! 

Eure Rausplöpp-Penny, die jetzt schnell schläft, weil dann morgen ist und morgen ist gut, weil ich dann den Klammeraffenstyle nachts wieder machen kann. ❤️❤️❤️






Montag, 18. August 2014

Emotionale Achterbahnfahrt oder manchmal sollte man einfach zum Schamanen gehen und nicht zum Arzt

Ich weiß nicht wie weit ich heute mit diesem Post komme, ich weiß auch nicht, ob ich meine ganzen Gedanken strukturiert heute "zu Papier" bringe, aber ich muss mich einfach etwas freischreiben. 
Wer heute auf einen supidupi witzigen Eintrag meinerseits wartet: Stopp sofort das weitere Lesen!
Du wirst enttäuscht werden. 
Furchtbar. 
Und dann weinst du vielleicht. 
Oder bist schlimmstenfalls schrecklich wütend auf mich.
Du wirst sagen: "Boar, die ulkige Penny ist ja ab und an ganz unterhaltsam, aber diese komische Trauerkloßtante...neeee...ich hau ab!"
Es ist dein gutes Recht. 
Es wird hier sicherlich auch ganz bald wieder absolut hinreißend witzig zugehen, nur heute eben nicht:

Nachdem ihr ja erleben durftet, dass die (Nicht)-Panik Penny wieder im Hause Herzmolekül ihr Klappbett letzten Donnerstag aufgestellt hatte, ich dazu einen passenden Post schrieb und dadurch an Gelassenheit zurückgewann, wurde es gen Nachmittag nochmal richtig schlimm. So mit Oberpanik-Penny. Die olle Hupe gibt es nämlich auch noch. 
Jedenfalls führte dies dazu, dass mein Mann sich den Hörer griff, um meiner FÄ mal ganz dezent zu berichten, dass Zuhause ein heulendes Frack sitzt und er das nicht so prickelnd findet. 
Die Ärztin war extrem irritiert. 
Sie fiel fast vom Stuhl als sie erfuhr, dass bei den Herzmoleküls eine komplette Panikgang ratzfatz eingezogen war und verstand die Aufregung nicht. 
Um uns zu beruhigen, schlug sie dann vor, dass wir zuerst den feindiagnostischen Teil im KH abklären könnten und den Zuckertest wie besprochen kommenden Freitag. 
Das war uns recht, hatten wir doch das Gefühl irgendetwas tun zu müssen. Sie regelte alles und wir durften heute Morgen einen Termin im KH wahrnehmen. 
Also habe ich meinen Schulleiter kontaktiert, um ihn darum zu bitten mich für die Lehrerkonferenz heute zu entschuldigen, mein Herzmolekül-bester Ehemann der Welt- Mann sagte seinen Termin auch ab und schwupp saßen wir heute im superschicken Pränatalzentrum, genau dort, wo ich eigentlich bisher hintendierte zu entbinden. 
Die Oberärztin dann war furchtbar. 
Ich kann nicht viel dazu schreiben, weil mich das heute Morgen furchtbar aufgewühlt hat und ich letztlich heulend auf der Ultraschallliege lag und die gute Frau mich anbluffte, warum ich denn jetzt heulen würde. 
Dies wiederum brachte meinen Mann sehr in Rage und er erklärte der guten Dame, dass es nach ihrem Zinnober wohl ziemlich klar sei, dass ich jetzt hier sitzen und weinen würde.
Sie verstand das nicht. 
Ebenso wie sie meinen MuPass nicht verstand, aus dem klar hervorgeht, dass ich bereits bei 7+4 auf Zytomegalie und Toxoplasmose getestet wurde. 
Hier kam heraus, dass ich vor der Schwangerschaft bereits eine Zytomegalie durchgemacht habe. Aber anstatt diese Tatsache, indem sie dazugehörigen Aufkleber einfach las, zu erkennen, begrüßte sie mich mit den Worten, übrigens während wir gerade eintraten und die Tür noch nicht einmal geschlossen war: "Sie haben wohl gerade eine Zytomegalieinfektion! Hat Ihnen das niemand gesagt?"
Erst war ich der Ohnmacht nahe. Ich konnte nicht klar denken, denn ich war ja wegen einer ganz anderen Sache da. 
Dann kapierte ich, dass sie den Infektionstest, den meine FÄ hat duchführen lassen (der ohne Befund, Konfettis...ihr wisst schon!), meinte. 
Ich erklärte ihr, dass ich darüber informiert sei, dass es keinen Befund gebe und außerdem aus meinem MuPass (der auf ihrem Tisch vor ihr lag!) hervorgehen würde, dass ich bereits eine hatte.
Dann schwenkte sie um und meinte, dass es auch ganz selten zu einer Re-Infektion kommen könnte und dann hätte ich eben die. 
Mein Herz war da schon kurz vom Stehen bleiben. 
Ich habe immer gesagt bekommen, hast du es schon durchgemacht, ist es letztlich besser, weil du dann ausreichend Antikörper im Blut hast. 
Plötzlich war ich infektiös. 
Wir standen also beide völlig fassungslos und panisch in ihrem Raum, sie telefonierte nochmals mit dem Labor (weil sie ja meinen MuPass Aufkleber nicht kapierte!) und nachdem sie damit fertig war, telefonierte sie mit dem Chefarzt  witzig und gut gelaunt (ist ja auch echt ulkig, dass die betreffende Schwangere, um die es in dem Telefonat ging (nicht mich), zur weiteren genetischen Diagnostik sich einer FU unterziehen muss!). 
Wir standen weiterhin dumm herum. 
Dann klärte sie uns auf, was jetzt wie unternommen werden könnte. 
Als wir beide wiederholt sagten, dass das alles gar keinen Sinn ergebe, weil die behandelnde supervorsichtige FÄ nichts davon gesagt hätte, kam dann von ihr etwas, was ich jetzt im Nachhinein, so als schleichende Nebenwirkung so dermaßen schrecklich und verletztend finde, dass ich große Lust hätte ihr die Fresse zu polieren:
"Was wollen Sie denn jetzt? Zum Abtreiben ist es doch jetzt eh zu spät!"
Nein, das ist kein Scherz. Sie hat es exakt so gesagt. Und wir standen beide so unter Schock, dass wir nicht das einzig Richtige getan haben: zu gehen! 

Das alles geschah ohne sich unser Baby überhaupt einmal angesehen zu haben. 
Und dann lag ich da, bekam gerade das Schmiergel auf den Bauch geklatscht, sah auf dem riesigen Monitor unseren Kleinen und weinte eben. 
"Sie brauchen nicht weinen. Ich verstehe das nicht. Ich habe ihr Baby doch noch gar nicht angeschaut!"
Tja, mein Held explodierte in dem Moment und ich, Frau Großschnauze persönlich, lag einfach da und flennte. 
Dann kam noch: "Das ist eben ihr Risiko, wenn Sie mit Kindern arbeiten! Das wissen Sie!"
Ich konnte nur noch entgegnen, dass ich nicht mit Kindern, sondern mit Schülern ab 16 Jahren arbeiten würde!
"Ach so!"

Sie schallte unseren Kleinen eine gute Stunde. Wir waren sprachlos. Sie rüttelte am Bauch und sagte ständig so etwas wie:" Der soll sich mal drehen. Ich will den linken Arm sehen!" oder "Das Kind zeigt sich nicht so wie ich es will!"
Dabei drückte sie mir ziemlich heftig das Ultraschallgerät in den Bauch und rüttelte ganz feste, damit der schlummernde Kleine sich endlich wendete.
Dieser aber kommt eben nach seinen Eltern und macht nur das, was er möchte. Braves Kind. Deswegen gähnte er auch nur gelassen und ließ sich auch durch ihr heftiges Rütteln nicht aus der Ruhe bringen. 
Alles war perfekt. So wie es sein sollte. Er hatte zu letzter Woche gut zugenommen. Alle Organe waren perfekt. Durchblutet. Unauffällig. Intakt. 
Sie kam dann zu dem Fazit, dass er gesund ist, wir bekamen ein 4D Bild auf dem er schlummernd zu sehen war und gingen mit einem emotionalen Gefühlswirrwarr Richtung Auto. 
Dort durfte ich mir auch keinen Zusammenbruch leisten. Ich musste zur Schule und das schnell. 
Als ich dann doch rascher als gedacht wieder Zuhause war, hielt ich es nicht aus und rief meine FÄ an. 
Diese war ebenfalls äußerst irritiert und versprach sich jetzt beim Labor zu erkundigen und sich nochmals zu melden. 
Das tat sie dann auch. 
Es kam heraus, dass diese Werte und vor allem der nicht vorhandene IgM-Wert weder auf eine akute und erst recht nicht auf eine bestehende Infektion schließen lassen. Im Gegenteil man gehe davon aus, dass die Infektion aufgrund des hohen IgG-Werts lange Zeit vor der Schwangerschaft durchgemacht wurde. 
Zudem sagte sie, dass das Labor ihr versicherte, selbst bei einer sehr unwahrscheinlichen Re-Infektion würde sich das zu 99% gar nicht auf das Kind auswirken, da ich so viele Antikörper habe.
Um aber ganz klar zu sagen wie lange etwa genau diese Infektion her ist, werde nochmal ein spezieller Bluttest gemacht, dessen Ergebnis in wenigen Tagen vorliegt. 

Nach diesem Telefonat war ich einerseits wirklich erleichtert.
Andererseits ist da alles an Panik und Angst und Wut in mir hochgekommen. 
Ich war unfassbar traurig, dass eine angeblich qualifizierte Ärztin uns solch eine Angst gemacht hat.
Ich war unendlich traurig, dass ich meinen Mann da so verzweifelt erleben musste. So in Sorge. 
Nun, der restliche Nachmittag/Abend war jedenfalls einfach nur bescheiden. Wir waren so erschöpft und erschlagen von den Geschehnissen am Morgen. 
Und ich bin selbst jetzt noch unfassbar wütend, dass man uns in solch eine Panik versetzt, uns so unmenschlich behandelt und sich dann auch noch wundert, bzw. regelrecht darüber  echauffiert, dass man als werdende Eltern verzweifelt ist. 

Der Minimolekülmann ist kerngesund. Ich weiß das. Man sah es heute wieder erneut. Ich weiß, dass ich jetzt nicht spontan zufällig in der Schwangerschaft nach dem ersten Test in der 8. Woche einer der besonderen Spezialfälle bin, der sich nochmal mit dem Virus angesteckt hat, obwohl er ihn schon hatte. 
Und ich bitte einfach darum, dass diese verschissenen Weißkittelgötter sich wie Menschen verhalten, die a) die Sensibilität besitzen mit Menschen richtig umzugehen und b) in der Lage dazu sind sich mit Laborwerten professionell auseinanderzusetzen.  

Und jetzt möchte ich in wenigen Tagen nochmal Schwarz auf Weiß lesen, dass diese Infektion (es ist so lächerlich, je öfter ich das schreibe, wenn ich an den Aufkleber im MuPa denke) ewig zurückliegt und dann will ich verdammt nochmal diese so wunderschöne Schwangerschaft einfach weiter genießen. 

Um es mit den Worten des Minimolekül-Papas zu sagen: "Beim nächsten Kind machen wir überhaupt keine über die normale Vorsorge hinausgehende Untersuchung. Wenn da alles okay ist, wird nichts weiter geschaut!"
Und er hat recht.
Aus zu viel Fruchtwasser wurde Fruchtwasser in oberer Norm. Aus in oberer Norm wurde, da ist eigentlich alles okay, nicht mehr ganz oben, ergo unteres Feld der oberen Norm und total unauffällig und daraus wurde dann ein Zytomegalie-Infekt bis es letztlich zu dem kam, was bereits im
MuPa vermerkt ist: Infektion bereits durch! 

Es ist grausam. 
Noch grausamer ist, dass dieser bekloppte Alltag auch wieder da ist, sodass ich die heutige Nacht wieder allein verbringen muss, obwohl wir es extrem nötig hätten im Klammeraffenstyle einzuschlafen und dann habe ich morgen  noch bis in die Puppen erst Konferenzen und dann noch Nachprüfungen.
Und dazu könnte ich fast wieder einen witzigen Eintrag verfassen...Schüler...! 
Das kommt auch. Ganz bestimmt. 

Jetzt schleppe ich mich erstmal mit dem kleinen süßen Tobemann ins Bett, halte meinen Bauch (der sich überall wie von blauen Flecken übersät anfühlt. Danke, Frau Pissnelke!), vermisse meinen Mann und versuche diesen beschissenen Tag zu vergessen! 

Gute Nacht ihr Lieben

Eure heute mal überhaupt nichts Penny

Donnerstag, 14. August 2014

Die Rückkehr der (NICHT)-PANIK Penny

++ Aktuelle Meldung - Stau auf der Nierenautobahn ++

Aber mal langsam:

Am Dienstag durften wir wieder das Minimolekül bestaunen. 
Ich will nicht lange um den heißen Brei reden. Bringt ja auch nichts, ergo:
Er ist der süßeste Fratz der Welt!
Jetzt ist es raus.
Selbstverständlich denken das alle werdenden Mamis und Papis von ihrem Bauchbewohner. Das soll ja auch so sein. 
Ich bin da etwas subjektiv, hormonell ohnehin nicht ganz dicht in der Rübe und kann dementsprechend auch nur aus meiner Sicht schlicht und ergreifend sagen, dass dieses Wunder sooo niedlich ist. Er boxte mit den Händen, trat mit seinen 4 cm Füßchen gegen das Ultraschallgerät, lutschte an seiner Hand, bewegte die Lippen zum Trinken und alles vorbildlich immer Richtung Ultraschall. 
Die Ärztin war ebenfalls verzückt von diesem kleinen Tobefuchs da in mir und so kamen wir überein, dass alles gut ist. 
Der mittlerweile 28!! (ich kann es auch kaum fassen!) cm Minimolekülmann ist also wohlauf gewesen, was er mir dann auch im weiteren Verlauf des Tages nahezu ununterbrochen zeigte. Also wenn die Babies zwischen 16-20 Stunden täglich schlafen, muss unseres in der Nacht zum Mittwoch ein erhebliches Schlafdefizit aufgewiesen haben, denn gestern war er deutlich ruhiger. 
Besonders spannend sind jetzt bestimmte Zeiten: morgens zwischen 6:30 Uhr und 07:15 Uhr fängt die Toberei meist an. Da boxt er, wenn ich auf der Seite liege permanent in die Matratze. Er spürt da offenbar diesen Widerstand und stemmt sich dann dagegen. Und ich sage euch, so ein kleines Wesen hat ziemlich viel Pfeffer. Jetzt schon. Blasentritte sind mittlerweile auch seine Spezialität. Kann er wunderbar. So fest, dass ich eine Sekunde später nur noch zur Toilette flitze. 
Nicht, dass ihr denkt, mich störe das. Ganz im Gegenteil. Ich habe immer gesagt: Sobald ich ihn spüren kann, bin ich die Gelassenheit in Person. Dann weiß ich, dass es ihm gut geht und bin entspannt. Naaaaa, wer findet sich da wieder? :))
Zurück zum Dienstag. 
Bisher waren alle Screens und Sonderzusatzuntersuchungen perfekt. Unauffällig. Nach Lehrbuch. 
Dienstag hing ich das erste Mal am CTG (fanden mein Herzmolekülmann und ich eigentlich etwas früh!). Der Wehenschreiber tat sein Werk, die Herztöne konnten nur kurzweilig eingefangen werden, weil der kleine Mann hin und her zappelte. Hinterher boxte er auch kräftig gegen den Wehenschreibergürtel, jenen ich im Übrigen in DUNKELBRAUN etwas hässlich finde. Aber wir sind mal nicht so.  :)
Das CTG war auch völlig unauffällig und wir waren fast draußen. 
Dann allerdings meinte meine FÄ, dass ich minimal zu viel Fruchtwasser hätte. 
Zugleich sagte sie mir auch, dass dies meist keine Ursache hätte, sie aber noch mehr Blut für einen Infektionstest bräuchte und ich nächste Woche zum Glukosetoleranztest kommen solle. 
Okay. Artig bedankt. Abgedackelt und zack...kaum aus der Tür und PANIK-PENNY war schon wieder nette Begleiterin. Noch dezent. 

Gestern dann bekam ich unvermittelt heftige Schmerzen in der rechten Seite. Teilweise konnte ich nicht mal mehr mein Bein heben, das Wasserlassen wurde gegen Abend und die ganze Nacht immer heftiger und auf der Seite liegen war nicht mehr möglich. 
Also heute Morgen Spontanarztbesuch!
Der erste. Ich betone das extra, denn ich habe echt ein Problem damit, wenn ich so eine übertriebene Panik-Tante werde. Möchte ich nicht. Aber da man bei solchen Sachen ja nur an das Kindswohl denkt, musste ich das einfach abklären. 
Und besser war es. Nachdem ich meiner Ärztin erstmal ein "Es ist richtig, dass Sie hier sind" abrang, fand sie dann auch schnell die Ursache meiner Schmerzen: Schwangerschaftstypischer Nierenstau, der nun mit Antibiotika ("Ist das schlimm fürs Kind? Dann nehme ich es nicht!" "Auf keinen Fall!" "Ja, gut!") behandelt werden muss, bevor er zur Nierenbeckenentzündung und dadurch dann wirklich erheblichen Komplikationen führen kann. 
Und da ich schon mal da war, teilte sie mir freudig mit, dass beim Infektionstest alles prima sei. Also griff ich hocheuphorisch in meine Hosentasche und warf mit Konfettis um mich. War toll. 
Dann allerdings fügte sie hinzu: "Jetzt machen wir nächste Woche den Zuckertest und sollte der auch ergebnislos sein, schicke ich Sie ins Krankenhaus?"
Ich dachte ich höre nicht richtig. Pfriemelte mir am Ohr rum, hätte sich ja ein Konfettifetzen drin verirren können, der mir meine Hörfähigkeit nahm: "Wenn alles okay ist, dann muss ich noch ins Krankenhaus?????"
Sie wiederholte, dass das Fruchtwasser nur minimal erhöht sei, es vermutlich keine Ursache dafür gebe, sie aber gerne "überall ein Häkchen" machen möchte. 
Dann sagte ich ihr, dass ich mir jetzt schon Sorgen machen würde, woraufhin sie mich nochmals versuchte zu beruhigen. 
Ein kläglicher Versuch. Denn kaum war ich an der frischen Luft und berichtete meinem Mann davon, schwupp, da war es AUS und VORBEI! 
Aber er ist nunmal etwa erfahrener im Umgang mit mir, sodass er mich ganz schnell beruhigte. 
Mittlerweile bin ich schon wieder geerdeter. Ich weiß, dass es dem kleinen Mann in mir wunderbar geht. Ich weiß auch, dass man gerade beim Stempel "Privat versichert" ganz gerne nochmal eine Untersuchung mehr macht. Da haben ja alles was von. Melkt die Kuh!
Ich weiß auch, dass diese minimale Erhöhung, die noch nie da war, eine Momentaufnahme sein kann. Und ich weigere mich, dass die dämliche Panik-Penny sich jetzt einmischt und diese Schwangerschaft mit einer Sorgenfalte beäugt. Ende. Aus. 

Warum ich das weiß?
Ich habe ein Wunder im Bauch. Und ich muss nur daran denken, wie dieser kleine Mensch heute soooo entzückend am Daumen lutschte, während er mit verschränkten Beinen abwechselnd gegen meinen Bauch trat. Völlig entspannt. Und zufrieden. 
Und das bin ich jetzt auch. 
Momentan halt verstärkt linksseitig, aber auch das ändert sich ja schnell wieder. 

Eure NICHT-PANIK Penny

Dienstag, 12. August 2014

Berlin Teil II: Kindheitsnostalgie meets "Mein erstes Mal im August"

Meine Damen und Herren,

seid ihr mit Hörspielkassetten aufgewachsen? So richtig altmodisch, zunächst noch sogar ohne die Möglichkeit ganz easypeasy von der A auf die B-Seite zu switchen?
Ich erinnere mich noch an meinen ersten richtig obercoolen Walkman, den ich mir von dem Geld zu meiner Konfirmation gönnte.
Und er war großartig, weil einfach so klein und leicht und mit so vielen Funktionen ausgestattet war, die seine Vorhänger alle nicht hatten. Das Ding machte mich glücklich und ich liebte ihn sehr. 

Davor allerdings, viele, viele Jahre davor, wurde ich bereits als Hörspielkind geboren. Ich kann mich noch heute an meine allererste Kassette erinnern: "Nichi und Tinchen Braunfells Mäusegeburtstag". Ich muss etwa drei oder vier Jahre alt gewesen sein, als ich sie bekam. Und zu meiner großen Freude, steht sie noch heute im Arbeitszimmer auf einem Regal. Mit Originalcover. Ich hüte sie wie einen Schatz. Denn sie ist einer. 

Es folgten diverse andere Reihen: in Flitze Feuerzahn war ich vernarrt. Ich wollte ihn unbedingt kennenlernen. Wollte mit Käptain Buddelmann um die Häuser ziehen und mit dem Raben Raps um die Wette fliegen. 
Pitje Puck und Holle Honig waren ebenso meine Helden wie Bibi Blocksberg und Nils Holgerson. 
Benjamin Blümchen war mir schon immer zu blöd. Irgendwie fand ich den einfältig, auch wenn mein Herr Herzmolekül jedes Mal von Neuem total pikiert und entrüstet sagt: "Also, du verkennst, was der alles gemacht hat. Der war ein Multitalent: Bademeister. Arzt. Schornsteinfeger. ALLES, was du dir...Skifahrer...vorstellen kannst!"
Meinetwegen. Ich für meinen Teil denke, wenn er Karl und Otto und Herrn Tierlieb nicht als permanente Betreuer zur Seite gehabt hätte, tzzz...der hätte ja wohl mal so gar nichts alleine gebacken bekommen. 
Im Übrigen werde ich dem Minimolekülmann das auch so erklären. Das empört wiederum jetzt schon meinen Mann, was mich irgendwie verzückt. :)

Es folgten die fünf Freunde, TKKG und...ja, selbstverständlich: Die ???
Drei Interpunktionszeichen!
Versteht ihr? :))

Justus, Peter und Bob begleiten mich im Grunde schon mein ganzes Leben. Zumindest sagen wir seit etwa 26 Jahren, denn ich glaube so mit etwa 9 Jahren fing ich an sie zu hören. 

Jedenfalls ist es ein Hype, der bis heute noch anhält. Natürlich vermehrt in meiner Generation+, aber auch die Zöglinge jener, die heute im Hörspielalter angelangt sind, lassen sich davon weiter begeistern. 

Und weil die drei ??? seit jeher in gleicher Sprecherbesetzung unterwegs sind, und im Abstand von einigen Jahren solch ein Hörspiel auch für die Bühne machen und damit touren und weil wir uns soooo unheimlich gerne etwas Kindheitserinnerungen bewahren und zudem noch niemals die Gelegenheit hatten die sagenumwobene Berliner Waldbühne bei einem Event zu besuchen, bot sich hier die Möglichkeit. 
Und so verbrachten wir einen wunderschönen Sommerabend in der Waldbühne (RateFÜCHSE!) mit einem Stück Kindheit...und wahnsinnigen anderen 20.000!!!! Nostalgikern und deren Kindern. 
Wahnsinn. 
Ich präsentiere also: Mein erstes Mal im August in der Waldbühne Berlin. 
Und wer dort noch nicht war: Es ist so unglaublich beeindruckend dort. Man muss es einmal erlebt haben. Versprochen! 








Seid ihr auch Hörspielkinder?
Oder war gar jemand von euch auch in der Waldbühne dabei? 
Ich bin gespannt. 

Eure Nostalgie-Penny





P.S.: Letztlich hatten wir doch eine clevere Ratefüchsin unter uns. Und das stimmt mich heiter. Bravo, Sandra! :)


Montag, 11. August 2014

Berlin Teil I: Ik glob wir sind hier falsch, wa?

Hochverehrte Molekültanzgang,

ik bin wieda da, wa!
Und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich das äußerst blöde finde.
Es waren tolle Tage mit ganz viel Sonne und Trubel und alldem, was ich an Berlin einfach liebe. 
Außer eine Sache, die war absolut irritierend und beunruhigend und besorgniserregend. Gänsehaut machend.  Ich mag euch höchst ungern ängstigen, aber es gehen in der buntesten Stadt Deutschlands ganz komische Dinge von statten. Man muss sich daran, wenn der erste Schock überwunden ist und man noch drei Mal auf die Schilder schaut, um sich zu vergewissern, dass man auch wirklich und leibhaftig in der richtigen Stadt gelandet ist, zunächst gewöhnen. 
Überall sucht man die versteckte Kamera. Man erwartet, dass das jetzt eine riiiiiiiesige Ausnahme war und geht selbstverständlich davon aus, dass es sich um einen Zugezogenen, keinesfalls aber Ur-Berliner gehandelt haben kann. 
Aber wenn es sich vier ganze Tage lang durchzieht und wenn man sich immer ganz zaghaft heranwagt und dann stets damit konfrontiert wird, dann wird es irgendwann wahr. Man begreift. Und bleibt dennoch verwirrt. 
Um es kurz zu machen: Die Berliner, jene sich bei unseren letzten Besuchen durchweg naja, sagen wir UNBEGEISTERT über uns gezeigt haben, die waren alle dermaßen toll. Und freundlich. Höflich. Absolut liebenswert. 
Der erste Taxifahrer: toll. 
Die Hotelmenschen: alle toll. Toll. Toll. 
Der zweite Taxifahrer: soooo unfassbar toll. Was er uns alles erzählte in seiner Berliner Art und wie gerne wir ihm einfach nur fasziniert zuhörten, wenn er von seinen Hausbesetzerzeiten mit Ton, Steine, Scherben berichtete oder von seinem Versuch als Hotelier vom Taxifahren wegzukommen. Einfach schön. Spannend. Und toll. Ja. 
Die Klodamen stadtweit: wundervoll.
Ich weiß gar nicht wie oft ich artig in einer Klogängerinnenschlange (Respekt, super Wort!) anstand und mich eine dieser kleinen Klodamen am Arm packte und mich auf irgendwelche sofort freien Sonder-Exclusiv-Geheim-WCs mit den Worten: "Sie brauchen doch hier nüsch inna Schlange warten!" lotste. 
Einfach unfassbar. Mittlerweile bin ich der festen Überzeugung, dass es ein Berliner Klodamen-Abkommen gibt: Schwangere bitte bevorzugt Pipi machen lassen! 
Ich fand es toll. Auch wenn ich mich öfter dabei erwischte, dass ich erstmal gar nicht kapierte, warum ich da jetzt drauf darf. :)
Der Personalkontrollmann im Reichstagsgebäude: super. Nett. Witzig. 
Die Dame, die uns durch den Reichstag führte: total freundlich. Auch toll.
Die Restaurantmenschen: super. "Sie dürfen diese Pizza nicht essen, denn der Schinken kommt roh drauf!"
Oder die Frage von Herrn Herzmolekül: "Kann ich anstatt des Gurkensalates Bratkartoffeln dazu bekommen?" und die dazugehörige Antwort des Wirtes (übrigens des Wirtes der DICKEN WIRTIN!): "Warum eigentlich nicht?".
ZUCKER. Wirklich. 

Ja, es mag euch vielleicht genauso fassungslos machen wie uns, aber wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, dass die Berliner Schnauze, das Ruppige und Stoffelige sich offenbar in die hinterste Ecke verzogen haben, dann ist das eine wunderbare Sache. 
Ich erinnere mich an Aufenthalte, da sind wir möglichst unauffällig an der Rezeption vorbeigeschlichen, um ja nicht angepfiffen zu werden. Oder wir sind eher 2356 km durch die Gegend gerannt, anstatt von einem augenrollenden Berliner eine pampige Antwort zu kassieren. Aber dieses Mal war alles anders. 

Gleich waren übrigens die sonstigen Berliner Kuriositäten. 
Es gehört einfach dazu, dass man von einem Punk, der unweit des Restaurants in dem man gerade isst seine Bierflaschen trinkt und fröhlich herumschnorrt, um die Reste seiner Speise gebeten wird. 
Oder dass der Udo auf seinem Bistrostuhl vor seinem Salon herumsitzt und sich von hysterischen Rentnern anquatschen lässt. 

Es ist wie es ist: Eine sooooooo facettenreiche Stadt, die ich jetzt schon vermisse. 

Des Rätsels Lösung folgt noch in einem zweiten Berlin Teil, in dem es auch um mein "erstes Mal" im August gehen wird. 
Zumindest hat die liebe Birgit die Stadt richtig erraten. Aber diese drei Interpunktionszeichen-Denkaufgabe, also Mädels...also wirklich. Nun denn, ihr erfahrt es im nächsten Post! 

Ik herze Euch!

Eure Großstadt-Penny



Mittwoch, 6. August 2014

Ich bin dann mal weg und nicht auf dem Jakobsweg

Ihr lieben Leseratten (das seid ihr ja eigentlich, wenn ihr euch hier hin verirrt, nicht?),

der Koffer ist gepackt. 
Das Beautycase ebenfalls. 
Das Wetter soll prima werden. 
Ich bin bereit. 
Und freue mich, dass wir einige Tage die Molekülwelt verlassen und etwas Großstadtluft schnuppern. 
Die riecht nämlich dort immer besonders gut. Und aufregend. Und voll. Turbulent. Nichts steht still. 
Ich mag das gerne. 
Und da ich ja kein Unmensch (Unwal hört sich so seltsam an!) bin, gebe ich euch einen kleinen, wirklich klitzekleinen Hinweis, wo es hingeht. Und vor allem um was sich mein "erstes Mal im August dreht"!

Vielleicht enträtselt ihr es ja, denn wenn ich den Tobefuchs im Bauch wohnen habe, dann seid ihr allesamt Rätselfüchsinnen und -füchse!

Also:
Es handelt sich um wesentliche, ganz bedeutsame Interpunktionszeichen, jene uns - meinen Herrn Herzmolekül und mich - seit der Kindheit begleiten. 

So meine Lieben, 
jetzt denkt mal scharf nach. 

Ganz scharf. 

Bis die Tage!

Eure Penny, die jetzt ganz gespannt auf eure Ideen ist! 

❤️

P.S.: Kennt ihr den Fraggleonkel, der auch immer auf Reisen war und den Fraggles in die Höhle immer Postkarten von seinen Reiseorten geschickt hat?
Den fand ich immer sehr extrem cool. 
Fiel mir gerade ein! :))

Montag, 4. August 2014

Findet die Message! Oder: So ist es eben im Alter

Zack, wir drehten uns nur einmal kurz in der wundersamen Molekülwelt von der linken auf die rechte Seite und schwups behauptet der Personalausweis rotzfrech, dass man jetzt ein Jährchen mehr auf dem Buckel hat. 
Es ist ungerecht. Aber irgendwie ist es jetzt auch schnuppe. Mama mit 35 Jahren. Ich finde es cool. Und im nächsten Jahr krabbelt dann hoffentlich das kleine Minimolekül durch die Gegend. Er darf dann im Garten die Tomaten abrupfen oder an meinen mittlerweile echt riesig gewachsenen Sonnenblumen die Stängel umbiegen. Cousine 2 wird ihm vermutlich dabei zur Hand gehen, wenn auch sie eventuell dann schon auf ihren zwei Beinchen unsicheren Schrittes durch den Garten wetzt, das Herr Herzmolekül-Patenkind panscht irgendwo in einem Beet herum, während Cousine 1 als lässiges Kindergartenkind die drei Ministöpsel liebevoll am Kopf tätschelt. Also so in der Art stelle ich es mir vor, wenn ich dann im nächsten Sommer in die 36 hereinflutsche. Oder gleite. Oder schwebe. Egal, jedenfalls möchte ich nicht hineintrampeln. Elfengleich schweben sagt mir einfach eher zu.  
Auf alle Fälle war es jetzt schon so toll, dass dort drei Kids in unserer Familie rumsprangen. Und als ich die soooo perfekte kleine Mininichte auf meiner Brust kuschelte, da stupste mich der kleine Minimolekülmann von innen an. Und ich sage euch, dass macht mich molto extremo glücklich: Säugling auf dem Arm, warm, weich, zart. Minimann im Bauch. Voller Vorfreude hüpft und tanzt da mein Herz und als er da so von innen anklopfte, da war mir klar, was er mir sagen wollte: "Hey Mama, bald kuschelst du mich. Und solange turne ich noch ein wenig im Bauch!"
Der Kleine ist nämlich unser Tobefuchs. 
Er turnt so sehr, dass ich mittlerweile die Bauchbewegungen schon per Video filmen konnte. Unfassbar. 
Und wenn es sich hier nicht um den Walbauch meinerseits handeln würde, ach, ich würde es euch glatt zeigen. 
Aber jetzt müsst ihr es euch vorstellen. Stellt euch vor ihr taucht im Meer unter einem Wal hindurch. Der Wal hat einen Bauchnabel. Und während ihr gerade am Walbauchnabel ankommt, da seht ihr es: Es vibriert und zuckt und hüpft an der Stelle. Genau da, wo neben dem Walbauchnabel das Muttermal ist. 
Ist nicht schwer vorzustellen, nicht wahr? 

Am Allerallerglücklichsten hat mich übrigens mein Mann gemacht. 
Ich bin wirklich mit einem aufmerksamen Superhelden verheiratet.
Und diesen Superhelden, den habe ich ab morgen nach verdammt langer Zeit wieder hier Tag und Nacht um mich und da werde ich vermutlich extrem an ihm kleben. So wie ein kleines Klettäffchen. Aber eher wie ein Klettwal. 
Und dann geht es nächste Woche für ein paar Tage in eine unserer allerliebsten Städte. Und dort wird auch mein erstes Mal im August "entstehen"!
Aber das verrate ich euch erst später. 

So, ich merke, dass ich mit 35 Jahren etwas Schonung brauche. Es geht nicht mehr alles so leicht von der Hand.  
Deswegen müsst ihr euch jetzt selber überlegen, was ich euch mit diesem Post sagen wollte. 
Wobei, eigentlich ist die Message ja immer Love! Aber vielleicht findet ihr ja noch was Anderes. Ich habe keine Kraft...

Eure alberne alte Penny