Donnerstag, 11. September 2014

Wenn die Mission vorerst scheitert

So, da bin ich wieder um kurz meinen gestrigen Post zu vertiefen. 

Vorneweg: Ich liebe meinen Beruf. 
Mir ist das sehr wichtig, dass es so verstanden wird, denn ich kämpfe gerade mit mir und meinem Gewissen. Sehr. 

Auch meine Schule, trotz sozialem Brennpunkt (oder sogar deswegen!), möchte ich nicht verlassen. 
Zumindest nicht in den nächsten Jahren. 
Besonders die Arbeit mit Jugendlichen aus einem sehr schwierigen sozialen Umfeld hat es mir angetan. 
Ich bin dort freiwillig. 
Ohne Zwang. 
Und normalerweise auch gerne. 
Es ist oft eine undankbare Aufgabe, bei der ich -vor allem als Frau- oftmals an meine Grenzen gebracht werde. 
Aber wenn ich am Ende des Schuljahres meine Arbeit sehe, sie sogar am veränderten sozialen Verhalten oder an nun vorhandenen Strukturen ablesen kann und selbst wenn mir das nur bei ganz wenigen Schülern gelingt, so bereichert mich das ungemein. 
Das ist die einzige Belohnung und Anerkennung meines Berufes, die mich zufrieden und glücklich macht. 
Und die meinen Tank wieder, so leer er auch im Laufe des Schuljahres wurde, auffüllt. 
Dafür lohnt es sich all die Zeit und Mühe aufzuwenden und auch den Frust zu ertragen. 

Was ich aber im Laufe der Jahre auch langsam begreife, ist, dass ich nicht jede Seele retten kann. 
Es gibt eben diejenigen, die sich a) nicht mehr retten lassen wollen oder können und b) diejenigen, die es zwar irgendwann nach jahrelanger intensiver Betreuung doch schaffen könnten, es aber dann doch nicht schaffen, weil sie bei uns maximal zwei Jahre Zeit haben, um sich zu sammeln und wohlmöglich zu finden. 
Zu akzeptieren, dass ich manchmal einfach nicht weiter komme, fällt mir auch heute noch ziemlich schwer. 
Für mich gleicht das einem persönlichen Scheitern. Auch wenn das vielleicht Quatsch ist: Hakt der PC am Arbeitsplatz im Büro und löscht meine gesamten Daten, kann ich es auf die Technik schieben. Wer sagt da schon: "Das liegt an mir?"
"Haken" Menschen und man arbeitet mit ihnen, geht das nicht so einfach. 
Natürlich tragen sie alle ihr Paket auf dem Rücken, haben schwerwiegende Probleme und all das. 
Aaaaaaaber trotzdem fühle ich mich immer (manchmal ein größeres, manchmal ein kleineres) Stück für sie verantwortlich, solange ich sie begleite. 

Ein älterer Kollege sagte mir mal, als ich wegen eines Schülers wirklich am Boden war: "Du musst verstehen, dass du nicht alle retten kannst. Und im Grunde ist das auch gar nicht deine Aufgabe. Du bist keine Heimerzieherin, keine Sozialpädagogin, keine Bewährungshelferin. Du bist Lehrerin!"

Wums! 
Er hat Recht. Allerdings fungieren wir gerade bei den "Spezies" von denen ich hier immer berichte, in all diesen Funktionen. Hinzu kommen noch: Mama, große Schwester, Freundin!

Jeder braucht eine bestimmte Rolle von mir. Mal streng, bemutternd, fordernd, meckernd, Trost spendend. 

Und jeden Tag auf's Neue liegt es an mir zunächst herauszufinden, welches Hampelmännchen heute beim jeweiligen Schüler benötigt wird, um mit ihm arbeiten zu können. 

Bereits am Montag probierte ich bei einem der "Fresse Polierer" von letzter Woche mehrere Rollen. 
Zunächst verständnisvoll, dann humorvoll, letztlich aber, als er mich verbal bedrohte ("Passen SIE GUT AUF!")  und so manch Anderes vom Stapel ließ, war die einzige Option die sachlich knallharte Pädagogin zu spielen, auf die er übrigens dann auch gar nicht klar kam. 

Gestern dann spielten sich wahnsinnig aggressive Szenen in meinem Klassenraum ab, die den Minimolekülmann vermutlich durch meinen Adrenalinschub verursacht, extrem unruhig und so heftig zum Toben brachten, dass ich es mit der Angst um unser Kind zu tun bekam. 
Selbiges lief dann zwei Stunden weiter in der nächsten Doppelstunde ähnlich ab, sämtliche Rollen, die mein Lehrerinnenreportoire hervorzaubern kann, waren bereits durch und es fruchtete nichts. Gar nichts. 
Wenn von 18 Schülern vier konsequent am Rad drehen, sprengt das alles. 

Jedenfalls war ich zu dieser Zeit bereits an einem Punkt gelangt, dass ich mir vor Schmerzen den Bauch hielt, ihn beruhigend streichelte und versuchte ruhig zu bleiben. 

Am Ende des Schultages traf ich dann eine meiner beiden Kolleginnen, die mit mir in dem Team arbeiten und sie berichtete mir von ihrem Höllentag mit gleichen Schülern. Zudem erzählte sie mir noch, dass selbst unsere gestandenen Werkstattlehrer (Pfundskerle!) sich weigern würden mit diesen Jungs weiter zu arbeiten. 
Zumindest war ich dahingehend beruhigt, dass es ein allgemeines und kein Frau Plauze spezifisches Problem ist. 

Ich schleppte die steinharte, krampfende Plauze mit ihrem so kostbaren Inhalt zum Auto und war einfach durch. 

Daheim sah mein Herr Herzmolekül sofort, dass die Hütte brannte. 
Ich bin so dankbar dafür, dass er so liebend und kümmernd ist, dass er mich einfach zunächst in den Arm nahm und hielt, während ich in unserem Nest endlich meinen ganzen Gefühlen freien Lauf lassen konnte. 

Den weiteren Tag verbrachte ich leicht panisch liegend auf der Couch, denn die Schmerzen waren so zwar auszuhalten, aber sobald ich aufstand oder saß, hatte ich das Gefühl mein Bauch explodiere gleich vor Druck. 

Und dann erreichte mein Mann zuerst den Punkt, den ich gerade noch nicht vollständig erreicht habe. 
Er sagte mir, es seien jetzt noch verflixte drei Wochen bis zu den Ferien und ich werde mich morgen bis dahin krankschreiben lassen. 
Prioritäten setzen! 
An das Wichtigste jetzt denken, und dass sind eben nicht andrer Leut's verkorkste Kinder, sondern unseres. 

Ja, das stimmt. 
Ich weiß es. 
Und ich sehe es genauso. 
Trotzdem beschleicht mich ein Gefühl der Unzufriedenheit. Ich wollte noch vor den Ferien alle anstehenden Arbeiten geschrieben, korrigiert und zurückgegeben haben. Ich wollte einen sauberen Schnitt machen. Nichts unerledigt hinterlassen. 

Nun komme ich gerade frisch von meiner bestürzten FÄ, die mich nach meiner Erzählung natürlich bis zu den Ferien von sich aus krankschrieb, habe bereits in der Schule dies mitgeteilt und die Rückmeldung bekommen, dass das Wohl des Kindes doch wohl vor allem ginge, liege hier wie durch den Kakao gezogen auf dem Sofa (ich glaube eine Erkältung ist auch noch im Anmarsch), der Bauch ist noch immer ein angespanntes Etwas und fühle mich dennoch wie eine verantwortungslose Lehrerin. Wie eine Verdrückerin. 

Vielleicht sollte ich mir auf meine Hand tätowieren:
"Du spielst jetzt die einzig wichtige Rolle deines Lebens: Mama werden und sein!"

Macht es gut ihr Lieben!

Eure bedröppelte Penny 




Kommentare:

  1. Dein Mann hat Recht. Und deine FÄ. Und du ja auch weil du weißt dass es so richtig ist!!

    Weißt du was du garantiert NICHT bist: Eine Verdrückerin. Süße, ich kenne dich nicht persönlich. Leider. Aber das was ich hier in der Online-Welt von dir kenne ist fabelhaft. Stark. Mutig. Und du bist 100 %ig eine gute Lehrerin. Eine supergute. Die ihren Job ernst nimmt. Die ihn wundervoll meistert. Die mit ganzem Herzen dabei ist. Und das ist nicht selbstverständlich. Mit deinen speziellen Schülern sowieso und erst Recht nicht.

    Du hast die richtige Entscheidung getroffen. Punkt. Ausrufezeichen!!!! Das war schlicht nicht mehr witzig. Ganz und gar nicht.

    Ich kann dich gut verstehen. Du wärst nicht Frau Herzmolekül wenn dir das "Aufhören" nicht trotzdem so zu schaffen machen würde. Aber es ist das Richtige. Zu 100 %.

    Du bist wundervoll. Und Priorität Nr. 1 hat das Wunder in dir! Und das ist mehr als richtig so!

    Dicker Drücker und ein vorsichtiger Streichler über die Minimolekülwohnung!

    Entspannt euch und lasst es euch gut gehen! ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️

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    1. Ich nochmal... Sorry... Geht nicht anders.

      Du darfst dich deswegen nicht fertig machen. Klaro?! Du hast die einzig richtige Entscheidung getroffen. Die EINZIG RICHTIGE!!!

      Du tust für deine Schüler was du kannst. Jeden einzelnen Tag. Dass du für deine Schüler mehr bist als nur Lehrerin, daran besteht keinerlei Zweifel. Aber was in so vielen langen Jahren verkorkst und verpfuscht wurde kannst du nicht innerhalb eines Jahres wieder wett machen. Das geht einfach nicht. Und die, bei denen das doch ging, die wissen das zu schätzen. Garantiert. Und an die solltest du denken. An das, was du bisher erreicht hast. Denn das ist eine ganze Menge!! Du hast die Leben einiger junger Menschen zum Positiven gewandt. Das können nicht viele von sich sagen.

      Ich sage es nochmal: Du hast die einzig richtige Entscheidung getroffen.

      ❤️

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    2. Oh man J.B, meine Trollfee, du bist mir ja eine schlechtes Gewissen Wegrednerin. Kann man dich buchen? Ich habe deine Kommentare gestern sicher 50 Mal gelesen und muss einfach mal loswerden: Danke für so liebe Worte. Dadurch geht es mir wirklich deutlich besser. Und das schlechte Gewissen ist fast gar nicht mehr da. Und wenn doch, lese ich einfach nochmal deine herzerwärmende und somit wirklich ganz lieben Kommentare.

      Ganz liebe Dank dafür, dass du so bist, wie du bist: Toll!

      Ich herze dich aufs Allerfesteste

      Deine Penny

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    3. Du kannst mich jederzeit und immer buchen :)) Eh klar!!!

      Es freut mich unglaublich, dass dein schlechtes Gewissen weg ist. Das "fast" überles ich nämlich einfach *g*

      ❤️ ❤️ ❤️

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    4. Ich habe ein 5Jahresabo J.B abgeschlossen. Vollkommen selbstlos erstmal NUR 5 Jahre...❤️

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  2. Das war definitiv die richtige Entscheidung! Ihr Zwei seid jetzt wichtig! Du bist weder verantwortungslos noch eine Verdrückerin!
    Erhol dich jetzt erst mal und bleib schon auf der Couch liegen ( Kakao und Kekse rueberschieb )

    LG

    Birgit

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    1. Ganz lieben Dank, Birgit,
      ich finde es wirklich total lieb, dass du hier immer so toll kommentierst und Mut machendes oder Witziges von dir preisgibst.

      Du bist sicher eine taffe Frau und tolle Mutter! <3

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    2. Danke dir ;-)).Hier liegt übrigens was für dich.....

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    3. Oooooh mein Gooooooott, ist es was Kuscheliges????
      Oh, ich bin ganz verzückt und aus dem Häuschen!
      Und jetzt? Ins Wollade-Städtchen fahren?
      Wie komme ich dort hin?
      Jetzt hast du mich ganz hibbelig gemacht!
      <3

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    4. Ganz einfach auf dem kurzen Weg :
      http://wollsocken42.blogspot.de/2014/09/sockenparade.html

      Hattest du mich nicht schon mal besucht ?! :))))))

      LG
      Birgit

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    5. Ach, DAS ist doch schon ganz lange geschehen. ;)

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    6. P.S.: Oder geht dein Kontaktformular gar nicht?
      Jetzt bin ich wieder verwirrt. :)

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    7. Alles schon erledigt. Habe dir schon geantwortet :))

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  3. Ich schließe mich den anderen Kommentaren an! Das war die richtige Entscheidung gewesen! Es ist jetzt erstmal wichtig, dass es dir und dem Minimolekülmann gut geht, alles andere ist zweitrangig! Und du bist keine Verdrückerin!

    *drück dich ganz vorsichtig* :-*

    Lg Carinchen

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    1. Ach Carinchen, ihr seid alle sehr zauberhaft.
      Heute bin ich auch wirklich schon etwas entspannter.

      Ich drück dich zurück, aber ganz doll, nicht zaghaft! :-*

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    2. Ach schön, das freut mich zu lesen!

      Dicker Drücker? Ja, dann komm her! :-*

      ;-)

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  4. Pennylein, ich kann sehr gut verstehen, dass die diese drei Wochen noch durchhalten wolltest, aber es ist besser so! Letztendlich dankt es dir keiner und in drei Wochen hättest du keine Seele retten können. Grübel heute noch und dann lass alle Schulsacheb wegpacken und gebieße es, auf der Couch zu lümmeln! Du und dein minimolekül seid jetzt am allerwichtigsten!!!

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    1. Du bist extrem süß, weißte wohl auch selber, ne? ❤️
      Hoffe es geht dir gut?
      Ich vermisse dich und deine Einträge!

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  5. Danke (jetzt werd ich doch glatt ein bisschen rot) :) Ich bin bestimmt bald wieder da. Lesen tu ich ziemlich fleißig, aber ich schaffe es gerade nicht wirklich zu kommentieren. Und zu bloggen ebenso wenig. Ich bin ganz fies antriebslos und habe mir als Ziel gesetzt, erstmal die blöden Anträge zu erledigen und Kosten einzureichen. Aber irgendwie ist immer was! Heute hat mein Cousinenschwesterchen Zeugnisübergabe von Ihrem Studium und sonst betüdeln meine Mädels mich fleißig! Nur zu Hause lieg ich am liebsten auf der Couch. Aber es wird besser! Versprochen :*

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  6. Liebe Penny,
    das Wort "Beruf" kommt doch sicher von "Berufung"... und ja, wenn man sich zu etwas berufen fühlt, dann kann man nicht gut damit um, wenn man dem nicht zu 150 Prozent nachgehen kann. Aber manchmal muss man da leider durch - um ganz zu bleiben und auch in Zukunft weitermachen zu können. Das ist aber keine Schwäche und kein Versagen (muss ich mir auch immer sagen, klappt aber auch nur so lala)! Gönn dir, deinem Minimolekül und dem Herrn Herzmolekül jetzt diese Auszeit, schöpfe Kraft, genieße DEIN Leben. Und in deiner Zukunft warten dann noch viele, viele weitere schwere Fälle darauf, von dir die entscheidenden Stupser in die richtige Richtung zu bekommen. Für die, die jetzt leider darauf verzichten müssen, wird es in eurem Pädagogentempel doch hoffentlich noch ein oder zwei andere Berufene geben, die sich ihrer annehmen - spätestens nach den Ferien hätten die diesen Job doch sowieso übernehmen müssen. ;)

    Es grüßt und küsst...

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    1. Weise, geschätzte Nenu,

      nüchtern betrachtet hast du recht. Und da fällt mir ein: Wir sind ja schon seit Monaten nüchtern. Haha, du liegst also vollkommen richtig. Ich glaube auch nicht, dass ich der Nabel der Welt bin, auch nicht der Schulwelt. Ich bin nur einfach zu sehr in dieser Berufung drin, sehe aber ganz allmählich auch, dass ich mir durchaus eine Prioritätenverschiebung leisten kann, wenn nicht gar erlauben MUSS! Jawohl.
      In diesem Sinne eine wilde Umarmung und einen Bauchknutscher für die gemütliche Haselmausdame!

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  7. Mann Penny was les ich da... Ich finde das war eine gute Entscheidung. Du sollst auf dich und Mr.Minimolekül aufpassen und niemand darf such so ärgern! Ich hoffe, dass du die Auszeit genießen kannst und es dir bald besser geht. Wirst sehen es geht dir mit dieser Entscheidung ganz bald richtig gut. Weil es ja auch richtig so ist!
    Süße ich knuddl dich :*

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    1. such = dich... Verdammtes Mäusekino :P

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    2. Oh wie schön dich zu lesen! Ich denke an dich und schicke euch nur die wunderschönsten Relax-Moleküle! <3 <3

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  8. Oh Darling, das sind ja mal Neuigkeiten. Sorry, aber ich bin doch momentan im Urlaubsmodus u deswegen nur sporadisch im www unterwegs.. und dann lese ich das?? Ich mag Deine Schulstories wahnsinnig und ich nehme Dir sofort ab, dass du mit Leib und Seele Lehrerin bist! Doch jetzt bist du an einem Punkt im Leben angekommen, an dem es wirklich Prioritäten zu setzen gilt! Du bist deswegen kein Versager - ganz im Gegenteil! Doch das Minimolekül soll es doch um eeiniges besser haben als viele Deiner Schüler und deswegen braucht es ein gesundes Umfeld und all Deine Kraft und Energie! Ich wünsche dir, dass du dich ganz schnell daran gewöhnen wirst ab jetzt Zuhause zu sein und vor allem diese kostbare Zeit zu genießen. Ich denke so sehr an Dich und habe soeben erst Deinen Eintrag vom Montag gesehen - ♥lichen Dank! Es ist alles gut gegangen und wenn Du Daheim nicht weißt, was du tun sollst, dann darfst du ab jetzt für 2 Wochen gaaaaaanz fest die Daumen für mich drücken :-* Du bist toll und ich drück dich ganz arg! Deine Kitty ♡♥♡

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    1. Knuddel-Kitty, ich denke so oft an dich und wenn du wüsstest wie sehr ich seit Montag meine Daumen quetsche...hach...eigentlich wäre dies allein ein Grund etwas eher in den MuSchutz zu gehen: Ich kann deswegen ohnehin nicht mehr ein Wort an die Tafel schreiben. Daumenkrampf. Ganz fein!
      :)
      Also drücke ich nun selbstverständlich weiter und schicke dir die brauchbarsten Gedanken. Also sozusagen eine Gedankenmolekülmixkiste: Take what you need!

      ❤️❤️❤️❤️❤️❤️

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    2. Oh du bist so herzzerreißend wundervoll!!! Da bin ich glatt sprachlos - oh mein Gott ;-) Allerdings darfst du ab und zu ruhig die Daumen entspannen, sonst bekomm ich glatt noch ein schlechtes Gewissen ♡♥♡♥

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  9. Liebe Penny,
    das war wirklich die richtige Entscheidung,
    denn ich denke, dass das bestimmt auch Wehen waren,
    ähnliches hatte ich damals auch,
    bei uns werden die schwangeren Erzieherinnen
    sogar im Kindergarten früher freigestellt, um sich den Stress mit den Kindern nicht anzutun, bei dir verstehe ich das nicht ganz,
    wo doch bei euch wirklich Stress vorprogrammiert ist.
    Liebe Grüße
    Nähoma

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  10. Liebe Nähoma, Erzieherinnen sind ja oftmals auch diversen Kinderkrankheiten ausgesetzt. Da unsere Schüler ab 16 Jahre aufwärts sind, und sich offensichtlich nicht so viel darum geschert wird, was das teilweise für einen seelischen Stress bedeutet, gibt es solch ein vorzeitiges gesetzlich geregeltes Ausscheiden bevor der MuSchutz beginnt nicht wirklich. Aber jetzt ist es so wie es ist und ich gewöhne mich langsam daran die paar geschenkten Zusatzwochen einfach zu genießen. :)))

    Liebe Grüße Penny

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  11. Liebe Penny,
    ganz abgesehen davon, dass ich mich allen anschließe, dass es absolut die einzige und richtige Entscheidung war jetzt zurück zu fahren und dir und dem Bauch Entspannung zu gönnen:
    Ich sehe es irgendwie auch als eine erste Übung als Fast-Mama...
    Mit Kindern ist es eben oft so, dass unsere eigenen Pläne nicht mehr so ganz funktionieren: Ein sauberer Schnitt, den Kollegen nichts an Extra-Arbeit hinterlassen - alles schön und gut, aber dein Sohn zwingt dich zu eben jetzt schon zu mehr Ruhe. Später wird er vielleicht ausgerechnet dann Fieber bekommen, wenn eine Konferenz ansteht oder eine wichtige Klassenarbeit oder auch ein privates Treffen mit einer Freundin. Manchmal sind das die nervigen Seiten am Eltern-Sein, weil man nicht mehr allein für sich entscheiden oder planen kann. Aber manchmal habe ich auch das Gefühl, dass die Kinder uns dadurch auch immer wieder dazu bringen, Prioritäten zu setzen und die richtige Frage stellen: Was ist jetzt hier gerade WIRKLICH wichtig und was kann und muss warten bzw. zurück gestellt werden?!
    Ok, merke gerade es wird doch ein Gedankenwust...
    Ich hoffe, was ich sagen will, kommt ungefähr an.
    Jedenfalls wünsche ich dir einen schnell entspannten Bauch, einen erholsamen Mutterschutz und nur das Beste für dich und deine Jungs!

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    1. Das hast du wirklich schön beschrieben und ganz und gar nicht wuselig. :))
      Prioritäten setzen. Und vor allem, sich von einem kleinen Menschen diese zukünftig setzen lassen, dass ist es wohl wirklich, was das Eltern sein ausmacht.
      Eigentlich fühle ich mich auch ziemlich wohl in dieser Rolle, auch wenn klar ist, dass die Welt nochmal etwas wilder und bunter sein wird, wenn der Kleine erstmal so richtig live in unserem Leben präsent ist. Wie du so schön schreibst: Jetzt ist das im Grunde eine sehr schöne Übungsphase, sozusagen die Trockenübung. :))

      Ganz lieben Dank für deine Sicht und viele Grüße
      Penny

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