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Dienstag, 13. Mai 2014

Es gibt Probleme. Wir müssen reden.

Okay, liebe Molekültanzgang, 
wir haben heute Einiges aufzuarbeiten. 
Also gut, im Grunde weiß ich ja gar nicht, was ihr alles aufzuarbeiten habt, aber da ihr mich in dieser verrückten Welt nun besucht, mache ich meine Aufarbeitung irgendwie ja auch zu der euren. 
Mag sein, dass ihr nun wieder mit den Augen rollt und vor euch hinmurmelt:"...schon etwas verrückt, die Gute","...was schreibt die da?...Irre???", und ich muss ehrlich sagen: Gefällt mir. Gefällt mir alles gut, was ihr da in euren munteren Köpfen formuliert. Und selbstverständlich bin ich das alles. Aaaaaaber, das haben wir ja nun zur Genüge besprochen. Begnügen wir uns also mit den Tatsachen und machen das Beste daraus. 
Nun zu unseren wichtigen Themen

1)
Phyllis und Recke, die beiden ja doch so  verpeiltesten und zugleich aber auch liebenswürdigsten Auswanderer, ey, wie sollen die jetzt ihr Tattoostudio-Fashionbar-Lädchen errichten, wenn sie nur noch 50€ haben. Dass sie gar nicht selber tätowieren können, wisst ihr vermutlich. Aber macht euch keine Sorgen, das hat bei Auswanderung Nummer eins in die Türkei schon gut geklappt. Irgendwie. Bis es Halbtürkin Phyllis einfach nicht mehr ausgehalten hat bei ihren Halblandsleuten zu leben und sie nach einigen Jahren dort feststellte, dass sie die Stadt, in der sie lebten und alles drum herum ganz furchtbar hässlich fand. Nun gut, jetzt sind sie, ihr Recke und die drei Jungs mit Sack und Pack ab nach Malle. Man munkelte dort wohl, dass es landschaftlich anmutend sei, die Menschen dort irgendwie naja..."netter" wären und es an Körperbemalungsgeschäften mangelte. 
Das erinnerte mich übrigens an die beiden absoluten Flachpfeifen, deren Namen ich verdrängt habe, die ihr Hab und Gut in Deutschland aufgaben um auf Malle ein...Achtung...SONNENSTUDIO zu errichten und sich dann wunderten, warum das nicht lief, weswegen sie eine einem beim Anschauen körperliche Schmerzen bereitende Klamottenkollektion mit dem Konterfei ihres fetten Köters zu vermarkten versuchten! 
Aber die sind ja nicht unser Fokus. Phyllis und Recke sind mein Ding. 
Ich habe jetzt auch noch keine Lösung gefunden, wie der sich noch im Rohbau befindliche Laden mittels 50€ weiter ausgebaut werden sollte. Mit Phyllis Mutter braucht ihr nicht rechnen. Die hat gerade schon einen kläglichen Anpumpversuch ihrer Tochter abgeschmettert. Dass da eine verletzte Mutterseele sprach, muss ich wohl nicht extra erklären, schließlich war es so: Phyllis verlässt Hamburg für die Türkei. Mutti als Türkin wird gebeten ihr Leben in Deutschland ebenfalls aufzugeben um zu folgen. Phyllis stellt fest, dass die Türkei ihr gar nicht gefällt und zieht weg. Mutter bleibt fassungslos zurück in der Türkei. 
Aber jetzt mal Butter bei die Fische: Wie sollen die das jetzt bitte machen? 
Ich bin überfordert.  

2) 
"Sie nehmen einfach jetzt an VOLUMEN zu, das ist normal", sprach die Sprechstundenhilfe gestern beim Wiegen und Blutdruck messen. Ich wollte euch damit gestern, wo wir doch eigentlich einen schönen Tag hatten, nicht belasten. 
Ich habe sie wohl etwas irritiert, beinahe auffressend angeschaut, denn sie schenkte mir im Nachhinein noch ein verständnisvolles Lächeln und wollte mich wohl mit:"Ihr Blutdruck ist zwar etwas zu niedrig, aber vööööllig in Ordnung" etwas trösten. Die Damen haben es dort einfach nicht so mit empathischen Gefasel. 
Jedenfalls habe ich, weil ich ja nun unaufhaltbar voluminös werde und mich eine meiner ziemlich verrückten, aber wirklich liebenswerten Kolleginnen fragte, ob Herr Herzmolekül und ich nicht in den Weihnachtsferien mit zum Ski fahren kommen wollen dazu entschieden meine Schulleitung nächste Woche einzuweihen. Zwangsläufig werden es dann auch einige enge Kollegen erfahren, aber so geht das auch nicht mehr. Wie sie mich heute anschaute, als ich erst meinte:"Ich spreche mal mit meinem Mann!", sie darauf sagte:"Aber er wollte doch mit, hatte er beim letzten Treffen gesagt und wir müssen das am Sonntag fix buchen!", worauf ich dann nur entgegnete:"Neeeee, das ist mir zu spontan. Streich uns mal vom Plan!" Ja, Entschuldigung, aber was hätte ich sagen sollen? "Ne, du, da werde ich vermutlich gerade erst ein paar Tage vorher das Minimolekül entbunden haben und höchstwahrscheinlich noch zu voluminös (ist echt mein neues Lieblingswort!) zum Ski fahren sein!"
Ja, klar. Oder Herrn Herzmoleküls Vorschlag: "Ja, gerne. Wir haben ja dann schon einen recht selbständigen zwischen zwei Wochen und fünf Tage alten Säugling. Das geht schon. Er wird sich wohl die Woche selbst versorgen..."
Und deswegen reicht es nun und ich lege die Molekültanzkarte auf den Tisch. 
Frage: Wie entgehe ich bis Dienstag weiterer Fett(haha)näpfchen? Schweigen? Lügen? 
Ich werde jetzt schon so puderrot, wenn mich einer wegen nächstem Halbjahr fragt...ungeheuerlich. 
Das liegt wohl an meinem anerzogenen permanenten schlechten Gewissen. 

3) 
Machen wir es kurz: Aaron Hunt, der bekloppte Ex-Werderaner hat nun gemerkt, dass der Transfermarkt gar nicht an ihm interessiert ist. Ja, ja, mich überrascht das nicht, aber der Aaron, der hatte nicht einen so ganz pfiffigen Berater und deswegen hat es die beiden jetzt schon komplett aus den Socken geschossen. 
Und nun zu meiner Frage: Kann irgendwer von euch (vielleicht aus der Nähe von Bremen kommend), Herrn Eichin darauf aufmerksam machen, dass es keiner weiteren Gespräche bedarf? 
Klar, sie dürfen sich liebend gerne über die neueste Bibi und Tina Folge unterhalten, über fehlende Paninibilder im WM Album oder den Termin für eine nächste Duftkerzenparty absprechen, aber sonst so, so fußballtechnisch verbiete ich mir das! 

Ihr lest also doch wieder sehr schwere Kost an diesem Dienstagabend. 
Aber ich musste diesen ganzen Ballast einfach loswerden, merkte ich doch, dass ich damit gänzlich überfordert bin. 
Sofern ihr für 1), 2), oder/und 3) Optionen findet, bitte scheut euch nicht diese hier zu hinterlassen. 
Gemeinsam retten wir die Welt! 

Eure, an Volumen zunehmende, überaus immer duller in der Rübe werdende Penny! 

P.S.: Mag hier jemand zufällig ein paar Durchknallmoleküle? 

Montag, 12. Mai 2014

Heute mal im Schmuseblues, so gar nicht rotzfrech pennylike

Jedes Mal, wenn ich auf dem Weg bin dich wiederzusehen, bin ich schrecklich aufgeregt.
Mein Herz, das klopft. Rast. Will weg.
Noch immer habe ich große Angst, dass es dir nicht gutgehen könnte.
Dass du meine Bauchquetscherei doch übel nimmst.
Dass du einfach keine Lust hast zu bleiben.
Und dann, wenn sie den Monitor ganz schnell zu mir dreht und ich dich mit schon erkennbaren kleinen Ärmchen und einem schlagenden Herzen da tatsächlich in mir drin sehe, dann komme ich mir furchtbar albern vor, dass ich nicht an dich geglaubt habe. Und ich bin einfach glücklich.
Und wenn ich dann höre, dass du in den letzten Wochen mächtig gewachsen bist und es verdammt nochmal wirklich und wahrhaftig so sein wird, dass wir dich noch in diesem verrückten Jahr 2014 in den Armen halten werden, dann kann ich einfach nicht anders und weine. Ich weine beim Haus wischen, wenn Chris Martin für uns beide singt. Ich weine zusammen mit Clueso, der das Chicago Mädchen betrauert. Mit Max Herre, der auf Wolke 7 entschwebt ist.
Und wenn du mich nun fragst, dann ist es sonnenklar: Du wirst wachsen. Mich noch plauziger machen. Und ganz bald werde ich dich spüren, wenn du deinen ersten Molekültanz probst. Vermutlich werden es winzige Tippelschrittchen sein, aber das macht nichts. Dein Papa und ich, wir nehmen dich, wenn du da bist in die Mitte und fegen durch´s Haus, wenn er mal wieder laute Musik hört. Du wirst das mögen. Ganz bestimmt (schließlich wächst du auch gerade mit guter Musik in mir auf!).
Heute weiß ich, dass du wohl doch Lust hast zu bleiben. Du bist gekommen um zu bleiben. Ich bin mir sicher. Du hast dir deine Eltern nun ausgesucht und musst sehen, wie du damit fertig wirst, denn sei dir sicher, wir sind nicht ganz so unkompliziert, wie du vielleicht meinst!
Ich will dir da nichts vormachen. Besser du erfährst jetzt, dass du einen ganz zauberhaften, aber auch absolut wahnsinnigen Papa und eine ebenso durchgeknallte Mama haben wirst.
Ja, wir haben einen Knall. Und du wirst auch einen haben. Aber selbst der wird so wunderbar und liebenswert sein, wie alles an dir.
Ich liebe jetzt schon deine kleinen Knubbelärmchen, jeden Zentimeter Babyspeck an dir und kann es kaum erwarten dich bald wieder betrachten zu dürfen.
Und weißt du, was mich heute noch glücklicher gemacht hat?
Dass dein Papa so ganz extrem glücklich mit mir und seinem Glücksböhnchen ist!

Ich hoffe, dass alle wartenden Mamas und Papas ganz schnell für ihre Geduld und ihre Torturen und all dem, was sie für ein Wunder in Kauf nehmen, belohnt werden.

Und da es jetzt als Video erschienen ist (und ich in einem meiner ersten Posts bereits davon schwärmte), möchte ich heute nochmal dieses Wunderlied posten!
Es liegt mir soooo sehr am Herzen, hat meine Warteschleifenseele gestreichelt und ich hoffe euch auch!

Auch wenn das heute mal ein Weicheisofteiswattebauschpost war, so hoffe ich doch, dass ihr nicht vergesst, wie ungeheuerlich und schrecklich und gemein ich sein kann.
Aber diese Hormone...die weichspülen mich eben!

Jetzt aber genug der Sentimentalitäten. Dreht die Boxen auf. Wippt mit dem Beat. Und WUNDERt euch!

Eure Specki-Penny <3


Donnerstag, 8. Mai 2014

Plauzi wurde entdeckt. Und dann irgendwie auch nicht.

So, jetzt ist es soweit: 

"Frau Herzmolekül, sind Sie Mc Fit?"
"Nein, da war ich 7 Jahre. Jetzt bin ich woanders!"
"Wo sind die 7 Jahre?"
"Wie meinst du das?"
"7 Jahre? Wo sind sie? Sie haben ein Bäuchlein. Sie müssen rauchen. Dann haben sie keins!"
"Ähm, ja, das Bäuchlein kann ja viele Gründe haben.."
"Ne, nur wenn Sie schwanger sind. Und das sind Sie nicht!"

Ja, okay...
Ich futtere dann mal meine soeben von einer Schülerin geschenkt bekommenen I Love Milka Herzen auf! 
Und ja: Die gehen. Wieder. Sonst aber nichts. 

Mittwoch, 7. Mai 2014

Ein paar kurze, wichtige Briefchen

Lieber kleiner neuer Erdbewohner,

wir freuen uns, dass du heute in diese bunte, große, verrückte Welt gehüpft bist. 
Du wirst deinen Eltern mit Sicherheit nun ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn du sie nur mit deinen bezaubernden Augen anblickst! 
Wir sind begeistert, dass du angekommen bist und den entfernten Herzmolekülfamilienstall nun bereicherst. 
Baby Nummer 1 in unserem Kreis wäre somit nun 2014 geboren. Es folgen noch zwei... <3

Kleines Minimolekül, du machst es dir wohl gerade ziemlich muckelig da unten bei mir. Zumindest habe ich das Gefühl, dass da ganz extrem viel renoviert wird. 
Und es tut mir leid, dass ich heute so komisch im Unterricht saß, dass der Plauzenblähbauch wohl etwas eingeklemmt wurde. 
Ich hoffe mal, dass du mir das verzeihst, aber NOCH passen mir meine Hüfthosen und mal ehrlich, wir klettern morgen auch erst in die 10. Woche: Da muss ich auch noch etwas in die Hosen passen (wenn ich Mr Speckie dabei auch etwas quetsche, aber der ist schließlich auch ziemlich neu für mich!). 

Liebe Kollegen, 
es tut mir leid, dass ihr mich in den Pausen nur noch Bananen oder Müsliriegel mampfend sprechen könnt. 
Ich verspreche euch, irgendwann demnächst werdet ihr den Grund verstehen. Und mich dann auch ab und zu mal füttern. Ich würde mich freuen. 
Zudem möchte ich mich jetzt schon mal bei meiner zukünftigen Klasse, bei der ich die Klassenleitung übernehme, entschuldigen: Also wir werden in diesem nächsten Halbjahr jetzt nicht wirklich viel und lange miteinander zu tun haben, aber wir werden uns dafür im zweiten Halbjahr richtig gut kennen lernen! 

Ansonsten verbleibe ich im Allgemeinen mit den allerleckersten Brühwurst-Molekülgrüßen (und das ist nicht ekelhaft!!! Nein! Nein! Nein!)

Eure noch immer ziemlich verduselte Penny

P.S.: Lieber alter Schulfreund und nun Paninibildertauschkumpel, die Bilder werden morgen früh ganz sicher mit der Post rausgehen. Ich wollte das heute schon machen, aber an Post Nummer Eins war der Briefmarkenautomat (heute Morgen vor Filialöffnung) außer Betrieb und bei Post Nummer Zwei nach Unterrichtsende leider bis 15 Uhr Mittagspause. Und es war erst 14:30 Uhr und mein Mittagschlaf wartete! Aber sie kommen. Morgen. Versprochen. 

Dienstag, 6. Mai 2014

Denn sie wissen nicht, was sie tun...

Sie wissen nicht, dass die Städte derzeit mit Plakaten zugekleistert sind. 
Wenn man sie danach fragt, antworten diejenigen, die kurz nachdenken, dass es wohl Zirkusplakate sein können. 
Sie wissen nicht, dass Hamburg einen Hafen hat. Dass es dort einige Sehenswürdigkeiten gibt. Dass man auf der Reeperbahn lustige Gestalten antreffen kann. Dass man den Fischmarkt besuchen kann. 
Sie wissen nicht, dass Matrosen auf dem Schiff arbeiten. Für sie sind es Prostituierte. 
Sie wissen nicht, dass Berlin einmal zweigeteilt war. Sie wissen nicht, dass Berlin so wunderbare Flecken hat, so viel Aufregendes zu bieten hat. 
Sie wissen nicht, dass hier an einem der größten Einkaufszentren Europas, in dem sie regelmäßig shoppen gehen, eine riesige Musicalhalle gebaut ist. Sie wissen auch deswegen nicht, dass sie damals für "Tabaluga" in Form eines Drachen gebaut wurde. 
"Wir gehen da zum Shoppen hin", sagen sie mir, wenn ich sie ungläubig danach frage. 
Sie wissen nicht, dass man sich Fahrkarten nicht unbedingt am Morgen eines Schultages kaufen braucht. Und sie wissen ebenfalls nicht, dass man sich Arzttermine durchaus in den Nachmittag legen lassen kann. Wenn man sie darauf hinweist, sind sie jedes Mal erneut völlig überrascht. 
Sie wissen (immer noch) nicht, was das Präsens ist, wofür eine Krankenversicherung gut ist und wenn ich sie frage, welcher Monat beispielsweise der achte ist, dann wissen sie das ebenfalls nicht. 
Sie wissen nicht, dass es wirklich möglich ist anhand einer analogen Uhr die Uhrzeit abzulesen. Und wenn sie es wissen, dann können sie es eben nicht. 
Sie wissen nichts von Jan Delay. Von Herbert Grönemeyer. Von Goethe. Schiller. Shakespeare. 
Und sie wissen nicht, dass es sich nicht gehört seine Lehrerin um 23 Uhr nochmal kurz anzutexten, weil dringende Dinge nun besprochen werden müssen. 

Dafür wissen sie, dass sie so wie sie sind, mit all ihren Fehlbarkeiten, ihrem Unwissen, ihrem vollkommen blinden Durch_die_Gegend_Rennen, ihrem Scheuklappendenken akzeptiert werden. 
Sie wissen, dass dann eben alles 25 Mal und mehr wiederholt und es morgen trotzdem wieder vergessen sein wird. 
Dass sie in ihrem Leben eben mehr ackern müssen, um etwas zu erreichen, das wissen auch die meisten von ihnen. 
Und dass sie dabei begleitet werden. 
Und dass ich nicht tagelang sauer bin, wenn ich mit ihnen meckere, das wissen sie auch. 
Sie wissen, was falsch ist, auch wenn sie es trotzdem immer und immer wieder falsch machen. 

Im Grunde wissen sie mehr als wir glauben. 





Montag, 5. Mai 2014

Ein wenig Sesamstraße und ein wenig Psycho! Sollte für jeden etwasdabei sein.

Die Fledermaus und Graf Zahl lassen sich ja noch in Einklang bringen, aber wie geht das mit einem Korinthenkacker, der Hexe Mimi, dem Haarreifträger, Prinz Eisenherz, Shaggy, dem Trottel, eurer Durchlaucht und dem Socken_mit_Sandalen_Träger?
Ach, das ist ziemlich easypeasy. 
Wenn man es weiß. 
Vorhang auf. Tusch. 
Tadaaaaa...meine Damen und Herren, heute darf ich Ihnen Teile des Molekülkollegiums vorstellen. 
Unter ihnen befinden sich Raben. Schleimscheißer. Widerlinge. Und auch zwischendrin ganz Nette, sogar tolle Menschen. 
Nach und nach werdet ihr also, wenn es mal ziemlich gut oder ziemlich schräg in der Schule läuft, über diese Pseudonyme hier stolpern. Und weil ihr ja alle ganz pfiffig seid, sagt ihr dann nicht, dass die Frau Herzmolekül echt verrückt ist, sondern ihr sagt: "Die Frau Herzmolekül schreibt also heute wieder über einen ihrer drolligen Kollegen und verrückt ist sie obendrein!"
DAS wäre dann übrigens auch okay für mich. Ich leugne ja schließlich nicht meine manchmal etwas ulkige Verrücktheit. 
Meine Feindin Nummer Eins in diesem lustigen Kasperletheater ist übrigens...na, wollt ihr selber mal raten...ja...nicht schlecht...aber nur fast...okay: die Fledermaus! 
Nichts gegen die Tiere als Lebewesen. Ne, echt nicht. Obwohl Herr Herzmolekül die Viecher gespenstisch findet und mir auch nicht glauben mag, dass sie unsere Bäume im Garten ganz sicher bewohnen, so habe ich nichts gegen die Flattergeschöpfe. 
Dafür habe ich aber was gegen die menschliche Fledermaus, bei der ich mich immer frage, warum man sich als erwachsene Frau nicht mal vernünftig pflegen kann? Warum müssen die schwarz gefärbten Haare tagein tagaus klättschig am Kopf mit einem Zopf verknuselt werden? Warum muss man JEDEN TAG, Sommer wie Winter, die gleichen schwarzen, ungepflegten Sachen anziehen? Warum muss man es sich mit seiner widerlichen Art mit jedem aus dem Kollegium verscherzen? Warum nur? 
Diese Geheimnisse wird sie vermutlich mit in ihre Pension schleppen. Und wenn ich daran denke, dass mir wohlmöglich noch so 20 gemeinsame Jahre (sofern sich nicht eine von uns versetzen lässt) mit ihr und ihrer penetranten Art bevorstehen, dann rollen sich meine in rot lackierten Fußnägel freiwillige auf! 
Ach Leute, natürlich ist es mitunter normal, dass man sich nicht mit allen Kollegen gleich versteht. Macht ja keiner. Aber ich finde es eben nicht mehr ganz so normal, wenn man sich wirklich gar nicht versteht und eine der beiden Personen ständig auf's Neue den "Kontakt" sucht. Es kommt zwangsläufig dann immer zu weiteren Abneigungstendenzen, obwohl ich es ihr doch so einfach mache, mir aus dem Weg gehen zu können. 
Egal. Irgendwie will sie das nicht. 
Und demnächst, da schiebe ich mich mit meiner gewaltigen Plauze einfach ganz wichtig an ihr vorbei. Das wird fein. Das Minimolekül und ich werden ein Spitzenantifledermausteam sein! 

Eigentlich wollte ich euch ja bloß über Umwege berichten, dass ich Angst habe so ganz richtig bekloppt, so mit Finger an die Stirn tippen und man ist die plemplem Äußerungen dull zu werden. 
Denn ich bin verwirrt. Irgendetwas in meinem Kopf funktioniert nicht mehr. 

Ich gehe in die Bank.
Und komme ohne Geld abgeholt zu haben wieder raus. 
Herr Herzmolekül fährt mit mir ins Theater und ich soll auf dem Rückweg beim Griechen schon mal vorbestellen. 
Ich suche im Internet nach der Nummer, rufe an, bestelle völlig gaga..."Nein, wir holen es ab, Sie brauchen es nicht zu bringen..." und lege auf.
Detektiv Herzmolekül meint, dass ich eintausendprozentig irgendwo anders angerufen habe, denn unser Grieche liefert gar nicht. "Ach, dann machen sie das eben ab jetzt", antworte ich verpeilt und nur weil er da am Steuer schon langsam etwas grantig wird, forsche ich nochmal nach. Okay. Natürlich war es der falsche Grieche. Ich will den richtigen anrufen. Mein Mann am Steuer beisst fast dort rein und zischt, dass ich wohl erst mal beim vorherigen die Bestellung absagen sollte. "Ach woooo. Wie doof ist das denn? Nö!"
"Ob die vielleicht meine Nummer jetzt haben?", sagt er...und irgendwas von "...keine Lust, dass die griechische Mafia mich sucht..." meine ich auch noch zu vernehmen. 
Also gut. Nochmal angerufen. Abbestellt. Alles tutti. Neuer Versuch. 
Zuhause öffne ich meine Fressschachtel..."Nanu, heute sind meine Cevapcici aber groß. Und es ist nur eins. Na ja. Egal. Hunger..."..."Was ist das? Da ist Feta drin! Cevapcici mit Feta? Ich darf das gar nicht essen..."
"Was ist los?"
Tränen laufen. "Wieso habe ich keine Cevapcici? Ich esse die doch immer?"
"Schatz, du hast dir ein Bifteki bestellt!"

Und? Was meint ihr? 
Am Troll kann es nicht liegen. Der weilt in Miami! Bin ich verrückt? 

Eure durchgeknallte Penny ❤️

Freitag, 2. Mai 2014

Hopkins würde sicher gerne an mir herumexperimentieren

Mögt ihr Porridge?
So richtig klebrig? 
Mit einer zermatschten Banane? 
So zäh und pampig, dass die Leute im Altersheim vor Begeisterung eine Runde Spontanbingo spielen? 
Also ich jedenfalls liebe es neuerdings. 
Und denke, weil meine Kochkünste eben nicht ganz so prominent sind, dass unser Minimolekül das auch lieben wird. 
Sofern Mutti mal gezwungen ist für das Mittagessen etwas zuzubereiten, weil Vati keine Zeit hat. 
Eigentlich unvorstellbar: Ich soll mal für eine Miniaturausgabe von uns etwas Nahrung zaubern! Tzzzz...
Aber ich weiß ja jetzt, wie diese Kleistermatschepampe mundet. 
Und die Konsistenz ist ein Traum. 
Herrn Herzmolekül schüttelt es, wenn er es nur sieht! 
Verstehe ich nicht! 
Und wenn es mal was zum Naschen geben soll, dann empfehle ich Bananenchips! 
Ich bin danach gerade beinahe süchtig. 
Vermutlich glaubt mein stupides Hormonhirn, dass so etwas echt gesund ist...sind ja bloß getrocknete Bananen! 
Insgeheim weiß ich ja, womit die Bananenscheibchen so alles schmackhaft gemacht werden, aber sie sind einfach zu delikat als dass ich mich davon abschrecken lasse. 
Und so kommt es nun vor, dass ich morgens mein Frühstück ins Lehrerzimmer stelle und anwesende Kollegen scharf darauf aufmerksam mache: "Sooooo, du siehst wie ich hier jetzt mein Frühstück hinstelle. Es soll sich mal einer wagen da ranzugehen und wehe wenn ich gleich in der ersten Pause wiederkomme ist was verschwunden!"
Dabei muss ich wohl ziemlich psychopathenähnlich beängstigend schauen, denn es war tatsächlich nichts weg als ich zurück kam. 
Und als mir ein anderer Kollege, der gar nichts von meiner Drohung mitbekommen hat und uns immer mit frischen Bioeiern versorgt, dann im Flur begegnete und mir sagte, er habe die leeren von mir mitgebrachten Kartons schon mal geholt und er wäre auch nicht an mein Frühstück gegangen, da wusste ich, dass das wohl ziemlich schräg, aber auch andererseits eben ganz klar und deutlich formuliert war, sodass diese Informationen auch brav weiter geleitet wurden. 
Und wisst ihr was? Das ist wunderbar so. 
Denn habe ich meine Banane und meinen kalten Tuffi-Kakao nicht greifbar, werde ich schnell ohnmächtig. 
Nicht dass mir das jetzt schon passiert wäre, aber ich versichere euch, ich würde es werden. Ganz sicher. 
Spätestens nach 2 Stunden Unterricht tut sich da nämlich ein Loch in meinem Bauch auf, dass wie ein schwarzes Loch alles verschlingt, was in seine Nähe kommt. Nur mein schwarzes Loch ist etwas wählerischer. Und so kann man mich weiterhin mit etwas Schokoladigem jagen. 
Und wenn ihr meint, dass ich übertrieben reagiere, dann glaubt mir: Lehrer sind wie Raben. Sie klauen und essen alles, was nicht niet- und nagelfest ist. 
Neulich hatte ich drei noch zusammengeschweißte Kinder Maxi Kings und eine komplett verschlossene Dose Weingummis dabei. Das waren Preise für eine Klasse. Das mache ich ab und zu um sie für Dinge auch mal zu belohnen. Zudem lieben Schüler diese Wettbewerbe. 
Jedenfalls lag alles fein verpackt auf meinem Platz. Drum herum verstreut diverse Unterlagen. Und als ich nach der Doppelstunde die Gewinne holen wollte, war ein Maxi King weg, die gesamte Packung wie im Wahn auseinandergerupft und meine Dose geöffnet! 
Boar, sind da meine Moleküle explodiert! 
Und das ist kein Einzelfall. 
Deswegen muss man sein Essen verteidigen! Man muss es einfach tun! 
Oder man wird ohnmächtig. Aber das wisst ihr ja nun. 

Habt ein schönes Wochenende und lasst euch mit leckerem Essen verwöhnen. 

Eure Penny