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Montag, 21. März 2016

Wir werden Mauern einreißen.

Manchmal hat man in seinem Gehirn (bei mir ist es das mit der Dauerparty, ihr wisst schon...) einen Plan. Man legt sich ihn fein zurecht, spricht ihn mit dem Gehirn des Partners ab, upgradet und updatet sich, entwirft eventuell noch weitere Zusatzpläne und kehrt dann zufrieden und urgemütlich in den Alltag zurück. 
Träume im Kopf, der tägliche Wahnsinn des Lebens im Jetzt und Hier; alles schick. 

Und dann geschieht das Leben. Und oft ist es das Leben Anderer, somit auch das Gehirn Anderer, das einem durch die Gemütlichkeit einen fetten Strich durch die Rechnung macht. Das ist zunächst äußerst unangenehm, denn sind wir mal ehrlich: Was unsere Pläne und Gehirne anbelangt, da sind wir schon eigen und wollen selbstbestimmerisch sagen, wo es langgeht. 

Im November 2015 traf es dann uns. Uns fegte ein nicht bestellter unangenehmer Wind - und zwar so einer, der meine Frisur gänzlich zerstörte und unsere Hirne mächtig durchpustete - um die Ohren und wir standen da und wussten nicht wie uns geschah. 
Nachdem wir uns sammelten, zwischendurch mit Phasen der Resignation und der Wut, ach was rede ich da, besonders ich war regelrecht ANGEPISST, herrschte purer Aktionismus. Und der war anstrengend, vor allem für unsere Gehirne. Und für die Seele. Denn die wurde ja auch nicht nach ihrem Einverständnis gefragt. 
Irgendwann, zwischen halben Nervenzusammenbrüchen und dieser tiefen Wut, schlug das alles bei mir in sonnige Zuversicht um. Einfach so. 
Mein Hirn scheint zwar etwas zu brauchen, aber ich wusste einfach, dass ALLES wieder in Ordnung käme. Und ich besinnte mich darauf, dass doch eigentlich ALLES sowieso gut IST, weil wir uns haben. Gesund und munter und bis zum Rand voller Liebe! 
Was sollte schon passieren?

Die Monate vergingen und wir dachten und dachten und schauten uns um. Wägten ab. Sagten oft "NEIN! DAS ist es nicht!" und eines recht närrischen Februarmorgens, da kam es in mein Herz geschlichen. Ich stellte es mir vor. Und konnte uns sehen. Und ich sagte zu meinem Herrn Herzmolekül: "Siehst du uns da auch?"
Erst war er zögerlich. Traute sich gar nicht "Ja" zu denken. Wagte sich nicht an einen neuen Plan. Vorerst. 
Und dann fing auch er langsam, ganz zaghaft, daran zu denken. Es sich vorzustellen und Wände herauszureißen. 

Und nun ist es klar: Familie Herzmolekül wagt das Abenteuer Altbau kaufen, sanieren und leben. Und zwar wunderschön. Das weiß ich jetzt schon, weil ich es fühle und sehen kann. 
Es wird nun eine wahnsinnig chaotische, anstrengende Zeit (in der wir uns gegenseitig mit Sicherheit ab und an mächtig anschnauzen werden), aber sie wird sich lohnen. Sie wird ein Kinderparadies schaffen, diese Zeit. Sowohl drinnen wie draußen. Sie wird eine wunderschöne Kindheit in herrlicher Gegend schaffen, diese Zeit. Und sie wird auch uns beiden Großen ein ganz schönes Zuhause erschaffen, diese Ackerzeit, die da nun folgt!

Ich freue mich wahnsinnig darauf. 
Mein Gehirn hat den neuen Plan bereits abgespeichert, Herr Herzmolekül hat die neueste Version hochgeladen und jetzt geht es los: ganz bald!


Pläne im Kopf sind gut und wichtig. Aber ohne Zeitplan. Den braucht es nicht, macht doch das Leben ohnehin was es will! 

Lasst euch eure Träume nicht nehmen. Speichert sie an einem geheimen Hirnort und irgendwann lebt ihr sie dann. 

Eure seeeeehr aufgeregte Penny, die übrigens ohne Architekten Wände einfach eingerissen hätte...wenn da nicht dieser übervorsichtige Mann an meiner Seite wäre! ❤️


Sonntag, 13. März 2016

Night fever

Puuuuh, ich werde alt. 
Oder die Schüler werden einfach immer...sagen wir...pflegebedürftiger?
Ooooder - was echt krass wäre - ich werde alt und parallel dazu werden die Schüler anstrengender!
DAS wäre echt die ungünstigste Konstellation und doch ist es wohl die logischste Erklärung für das, was gerade in mir vorgeht. 

Ich bin nämlich einfach kaputt. Und das liegt nicht (nur) am seeeehr niedlichen und frechen und fordernden Minimolekül, sondern vielmehr an den großen Kindern, die mich in den Unterrichtsstunden permanent an den Rande des Wahnsinns treiben. 
Und das ist neu. Ernsthaft. So geballt ist es sonst nie zu der Zeit. 

Ich habe ja schon in den letzten Posts kleine Einblicke gewährt, aber das jetzt...puuuh...da fehlen selbst mir die Worte. 
Ehrlich gesagt will ich dafür auch gar keine Worte finden. Nö! 
Und so zähle ich brav die verbleibenden Schultage, vertwittere meinen schulischen Alltag derzeit recht häufig und erwarte die Ferien. 

Eigentlich habe ich noch so einige Themen offen, die mich reizen. Oder sagen wir: Über die es sich lohnen würde zu schreiben. 
Aber das meiste davon ist noch so strubbelig in meinem Kopf, das braucht noch. Gut, könntet ihr hier einwerfen, du schreibst ja ziemlich oft frei Schnauze und dann würde ich sagen: "Na, na, na! Ja, stimmt!" Aber egal. 

Ich sag's frei raus: In meiner Hirse findet seit geraumer Zeit eine extrem laute Gedankenparty statt. Und zwar so eine mit Schwarzlicht. Und ich trage ein heißes Partyoutfit. Schwarz, aber woooohoooop! Nur Gäste, also andere Partypeople sind nicht so viele geladen. Herrn Herzmolekül, tja, den lasse ich zwar meist an den Bodyguards vorbei, ach, was rede ich da, der steht konsequent auf der Gästeliste, aber wie das nunmal so mit den Leuten ist, er will gar nicht immer mitfeiern. Oder er will, aber zu einer anderen Musik. Oder ihm ist es zu laut. Oder die Lieder wiederholen sich. Und dann muss er leider den Dancefloor verlassen. 
Während ich diese Zeilen tippe, muss ich lachen. Ich belüge mich selbst. "Findet derzeit [..]"...haha...ich LEBE in einer Gedankenparty. Eigentlich immer. Es gibt schließlich immer etwas zum Bedenken. 
Bloß jetzt ist meine Party eher dem Motto: "Let's plan!" verfallen. Und Herr Herzmolekül plant erst bei spruchreifen Dingen. 
Wisst ihr, das ist in etwa so bei uns:
Wenn wir uns gedanklich beispielsweise mit einem Autokauf befassen, dann denkt Herr Herzmolekül eher so: "Nächstes Jahr im Sommer überlegen wir mal, ob wir was Neues kaufen!" Punkt. Thema durch. Danke. Tschüß!
Und ich dann so: "Aaaaah, neues Auto. Ich guck mal nach, wo es passende Händler gibt. Ich guck mal nach, welche Farbe. Also DIE Innenausstattung ist toll. DAS brauchen wir unbedingt. Ich guck mal gleich nach, ob unser Wunschkennzeichen da ist. Also, wenn wir den Wagen im Juli kaufen, dann fahren wir damit ja in den Urlaub, oooooder? Was haben die denn für Sonnenrollos für hinten..." DENK. DENK. DENK. 

Und dann tippt er mir manchmal mitten im Gedankentänzchen auf die Schulter. Erst ganz sachte, dann eindringlicher. 
Und wenn ich mich dann umdrehe, steht er da. Mit meinem eigenen, von mir engagierten Bodyguard und trägt mich widerwillig nach draußen, damit ich frische Luft schnappe. 

Ja, so sieht es derzeit in meinem Gehirn aus. Also in Teilen. 
Und weil das so ist und hier so viel Gedankendiskotime ist und ich zwischendurch noch normal lebe und mich am Minimolekül tagein, tagaus erfreue, plätschert der Blog gerade so etwas vor sich hin. 

Aber ich bin noch da und freue mich über jeden Einzelnen von euch da draußen (falls noch jemand da ist?)!

Seid ihr auch manchmal auf eurer eigenen Party? 

Eure Penny, deren Minimolekül so schön wirklich alles nachspricht und bereits mit seinem zweiten Paar Schuhe (Gr. 21) diese Welt erobert. ❤️




Mittwoch, 2. März 2016

140

Manchmal meckere ich. Und zwar über unser Bett. Es ist nicht so, dass ich es hässlich finde, nein, aber es hat genau zwei Schwachstellen:
 - es quietscht. Bei jeder Umdrehung hat man das Gefühl ein Metallgerüst stürzt gerade neben einem ein und wenn der Andere sich wendet, ist man selber vom Krach wach. 

Quietscherei ist generell ja schon nicht so meins, aber wenn wir alleine wären, würde mich das nicht soooo stören. 
Durch das Minimolekül müssen wir jedoch Lärm bzw. Geräusche vermeiden. Denn alles ist potenziell ein Wachmachgeräusch und wenn der kleine Mensch in seinem Kinderzimmer wach wird, muss er unverzüglich rüber in unsere Quietschhöhle. Und dann ratzt er irgendwann dort zwischen uns eingemuckelt endlich ein und...einer von uns wagt eine Körperumlagerung...quiiiiiiietsch...vorbei!

- da wäre dann auch Schwachstelle Nummer Zwo: die Größe. 
140 cm waren mal super. Schön kuschelig und doch noch genügend Platz für uns zwei. 
Aaaaaaber jetzt liegen wir jede Nacht (zu unterschiedlichen Zeiten, aber verlässlich IRGENDWANN definitiv) zu zweieinhalb in diesen 140 Zentimetern. 
Die Aufteilung dabei ist recht ungerecht: 70 cm für den Kleinsten und die Herrschaften teilen sich die restlichen 70 cm. Ergo liegt man halb auf dem Rahmen und hängt mit dem Gesäß in der Luft. 

Ich prangerte das ganz oft in letzter Zeit - sogar noch gestern - an. 
Herr Herzmolekül, der alte Sturkopf, ist da taub auf dem Ohr. Neues Bett? Gibbet nich'! 
Und ich zog eine Schippe und dachte im Stillen: "Dich bekomme ich eh noch weich!"

Und dann fuhr ich heute mit dem Minimolekül Auto. Und im Auto lief ein Lied. 
Und als ich dem Text interessiert lauschte, musste ich schmunzeln und wusste, dass ich darüber gleich am Abend kurz schreiben würde. 
Weil ich mich bei meinem Herrn Herzmolekül bedanken möchte:

Danke, dass du darauf beharrst, dass wir keinen Riss bekommen werden, weil du so stur bist!

"Wenn die Matratze breiter wird, 
dann wächst der Riss, der es bricht."

❤️

Wie viele Zentimeter habt ihr?

Eure Penny, die die Tage bis zu den Ferien zählt! 








Sonntag, 28. Februar 2016

Die F**ze und der Hirnf*ck

Neben mir knuspert Herr Herzmolekül Flips. Und er knuspert exzessiv laut. Es macht mich ein klein wenig nervös, aber da er meine Erkältung nun auch (selbstverständlich hoch zwölftausend) abbekommen hat und leidet, lasse ich ihn mal. 
Zudem genieße ich (außer der Knuspergeräusche) die kurze Ruhepause, denn unser Minimolekül hat uns heute Nacht ziemlich auf Trab gehalten. 

Puuuh, gerade war ich kurz dankbar für eine Knusperpause. Jetzt geht es weiter. 
Ich versuche mich dennoch zu konzentrieren, versprochen. 

Eigentlich wollte ich euch ja ein paar lustige Anstaltepisoden liefern, aber ich mag nicht wirklich. 
Ehrlicherweise gäbe es extrem viel zu berichten, das Meiste davon ist nicht supernett und hat mich in den letzten Wochen sehr viel Zeit gekostet. 
Zeit, die ich gerade als vergeudet betrachte, denn diese nervtötenden Asozialen rauben mir Zeit, die ich für diejenigen Schüler, die Hilfe nötig(er) haben, dann nicht aufbringen kann. 

Wisst ihr, so gerne ich auch meinen Beruf habe, so sehr zerrt er ab und zu doch auch an meinen Nerven und stellt meine Geduld ziemlich auf die Probe. 

Mit den Jahren und der einhergehenden beruflichen Erfahrung schaffe ich es größtenteils nicht alles persönlich zu nehmen. Denn das zermürbt mich nur und das möchte ich nicht. 
Ebenso möchte ich nicht, dass ich morgens das Eingangsportal betrete, einer netten Schülergruppe, die ich gut  kenne, sage, sie möge doch bitte das Rauchverbot an dieser Stelle (direkt vor der Tür) beachten, mich dann weiter in Richtung Tür aufzumachen, um dann von hinten von einem mir unbekannten Schüler lautstark angerülpst und als "Fo**e" betitelt zu werden. 
Ich möchte mich nicht umdrehen müssen, den Spinner ansprechen und letztlich zur Schulleitung schleppen müssen, wo er dann versucht seinen Allerwertesten zu retten, indem er sagt, dass ich ihn sicher falsch verstanden hätte, denn er habe "doch nur FU*K YOU!" zu mir gesagt. 
Ich möchte auch nicht einen Schüler anmoppern, weil er nicht "kurz" auf der Toilette war, sondern 20 Minuten verschwand und dann dreisterweise nach  Rauch stinkend zurückkommt, der dann erwidert, er habe genügend private Probleme und würde sich jetzt nicht noch meinen Hirnf*c* geben. 
Möchte ich einfach nicht.

Ich möchte, dass es keine Elternhäuser gibt, die sich nicht vorstellen können, dass ihr Freddy oder Drago oder Ufug solch beschmierten Ausdrücke benutzen. 
Ich möchte, dass Eltern mal zutiefst beschämt reagieren, wenn man ihnen von den verbalen Entgleisungen ihres Siebzehnjährigen berichtet und zwar glaubhaft. 
Ich möchte, dass es wieder so etwas wie eine Grenze gibt, vor der man selbst im tiefsten Wutsumpf innehält und nicht überschreitet. 
Und manchmal möchte ich einem dieser unverschämten Seelen ins Gesicht brüllen: "Pass mal auf, du kleiner Lurch! Wenn du jetzt noch einmal deine miese Fres*e derart niederträchtig und despektierlich aufreißt, dann reiße ich dir gleich deinen Ar*ch auf!"
Kann und darf ich natürlich nicht, aber mit pädagogischer - in deren Augen - Laberei kommen wir hier auch nicht weiter. Leider!

Zum Glück gibt es Andere und die sind in der Mehrzahl. Die sind auch in ihrer Ausdrucksweise oftmals sehr grenzwertig, aber dabei niemals mir gegenüber unverschämt. Ganz im Gegenteil sogar: Sie sind in ihrer Art sehr liebenswürdig. 

Und so weiß ich besonders nach oben geschilderten Geschehnissen Aussagen wie:

"Frau Herzmoleküüül, isch weiß wo ihr Auto steht! Und das is' voll gut für Sie, denn isch bin Ihr Buddy. Isch schwör, wenn ich sehen würde, dass Sie mal Einer anmacht, isch würd den voll kaputtmachen und sagen: LASS DAS, das is meine Lehrerin!"

erst Recht zu schätzen!

So, ihr Lieben, ich melde mich sehr bald wieder, ist einfach gerade etwas stressig. 

Eure Penny, deren Glückssträhne zurück zu sein scheint! ❤️




 


 

Montag, 15. Februar 2016

Also gut

"Ist das deine Kind?"
Ich schaute mich um, da, in diesem ruhrpottigen Orientteppichladen und stellte fest: "Jupp, der Typ meint wirklich mich. Ist ja sonst auch - bis auf meinen Schüler - niemand hier!"

Nachdem ich ihm brav seine Begrüßungsfrage beantwortete, ging es weiter: 

"Hast du noch mehr Kinder?" und weil wir uns Aladins (ich nenne ihn einfach mal so) Meinung nach jetzt schon ziemlich gut kannten, scheute er sich nicht noch etwas intimer zu werden:

"Willst du noch mehr davon machen?"

Praktikumsbesuche. Mit dem Minimolekül. Immer wieder ein Erlebnis, wenn ich den nördlichen Ruhrpottkosmos bereise. Vom Friseursalon zum Teppichhändler alles dabei. Herrlich. 

Firat* war bei Tak*o. Für einen ganzen Tag, nämlich den ERSTEN PRAKTIKUMSTAG. Als ich in Woche zwei dort nachfrage, erfahre ich bloß, dass Firat nicht da ist. Nun denn. 

Heute war der erste Tag nach der Praktikumszeit. Auch Firat war zugegen. Leider nur für 20 Minuten. Denn erst erschien er 15 Minuten zu spät, dann konnte er sich nicht seine Jacke und seine Fäustlinge (ich dachte ja ich sehe nicht richtig. Ein GROßER Junge mit Kinderfäustlingen. Lachflash, sag ich euch!) ausziehen, weil er plötzlich Bauchweh hatte. Deswegen verschwand er für 25 Minuten "auf'm Pott"! Als er wiederkam, fragte ich ihn nach seinem Praktikum. Ich wiederhole mal seine Fragmente, macht euch selber ein Bild von meiner "beiläufigen" Aufgabe - neben des normalen Unterrichtsalltags - die verwirrten Seelen zu "entschlüsseln":

- erster Tag war gut
- zweiter Tag durfte ich nicht mehr kommen
- da waren so Jacken - da habe ich Nadel rein - da waren zehn Jacken - alle  kaputt
- die Frau hat gesagt 400€ Schaden. Komm nicht wieder!

Zack! ;)))
Und dann hatte Firat, das Täubchen, sein Lerntagebuch zum zehntausendsten Mal nicht dabei, weswegen ich ihn dann heute nach Hause schickte. 

Und da waren da noch Ekrem* und Ender* - die türkische Version von Ernie und Bert - die in einer KFZ-Werkstatt offenkundig gelangweilt/desinteressiert ihre Stunden abrissen und die an der Aufgabe des Meisters "Ey, dreht mal eben die Schraube raus" kläglich scheiterten. 

Lustig, sag ich euch. Und auch etwas beschämend teilweise. In etwa so, alsdass ich manchmal gerne sagen möchte: "Der ist nicht von mir! Ich kenne den gar nicht!"

So viel dazu. 

Und weil es derzeit so verdammt drollig bei Herzmoleküls abgeht, halte ich jetzt mal kurz die bisherigen 2016 Dramen fest. Also so für das Jahr 2016, von dem ich mir sicher bin, dass es hier mitliest und naja, die Pechsträhne eventuell ein wenig gerechter verteilt? Vielleicht mal an unsympathische Menschen? Jaaaaa?

- geblitzt worden (okay, selber Schuld, aber dennoch mimimimimiiiii)

- auf dem Weg zu Praktikumsbetrieben hat jemand unser Auto mit seinem "geschubst"! Sprich: komplette Seite zerschrammt.

- meine nagelneue Winterjacke ist kaputt. Ich habe sie zwar umgetauscht bekommen, aaaaaaber ich finde keine Ersatz, der mir gefällt und friere mir jetzt den Hintern ab. 

- Latte Macchiato umgehauen. Beim Wochenendfrühstück. Käse in Kaffee getunkt. Wäääääh!

- ... (beliebig fortführbar derzeit!)

Okay, 2016, ich akzeptiere, dass du jetzt sehr viel Munition verballert hast, aber jetzt darfst du den Kuschelkurs einschlagen. 

Und wo wir gerade beim Thema sind: Ich kuschle mich jetzt ins Bett und verknote mich mit Herrn Herzmolekül und jaaaahaaaa, das geht NEUERDINGS, denn das Minimolekül schläft in seinem Bett! HIGH FIVE, FREUNDE! 

Schlaft gut

Eure Penny, die nachts (beim Einschlafen) derzeit wieder schlimme Panikattacken hat. Kennt das jemand? ❤️


*Namen frei erfunden. Die Geschichten jedoch nicht







Donnerstag, 11. Februar 2016

Deine Reise

Seit heute weiß ich, dass du deine Reise antreten musstest. Du bist nicht freiwillig auf diese letzte Reise gegangen. Du bist nicht gefragt worden, ob du damit einverstanden bist oder ob der Zeitpunkt für dich in Ordnung ist. Nein. Denn das Schicksal, das hätte ziemlich bescheiden geschaut, wenn du, meine liebe, liebe taffe und kluge Lieblingsmatheexpertin ihm gesagt hättest: "Ich? Bereit? Einverstanden? Meine Kinder und meinen Mann einfach so zurücklassen? Wegen dieser einen Reise, für die es kein zurück mehr gibt? Fragst du das im Ernst, Schicksal?" 
Und dann wäre das passiert, was immer passierte, wenn du jemanden mit deinen brauen Augen durch deine Lehrerinnenbrille angeschaut hast: Es hätte gesehen, dass du sehr stark bist.  Unfassbar taff. Intelligent. Fleißig. Ehrgeizig. Und mutig. Ja, mutig warst du auch. Ich denke da an diese eine Geschichte wie du damals mit deinem Studienabschluss im Gepäck mit 50 Dollar dein Land verlassen hast, um in Deutschland durchzustarten. Um ein Abenteuerleben zu leben. Ja, das warst du alles. 
Und das Schicksal, das hätte sich verzogen und gesagt: "Sorry, war nur eine Frage, ich komme in 40 Jahren nochmal wieder!"
So wäre es gewesen, wenn du gefragt worden wärest. Bist du aber nicht. Wird niemand. Und so blieben dir knappe zwei Monate um dich noch zu verabschieden.
 
Konntest du das?
Konntest du noch deinen Kindern deine ewigliche Liebe unvergessen ins Herz pflanzen, so wie du es gewollt hast?
Konntest du deinem traurigen Mann sagen, dass er alles ist? Dass eure Familie alles ist?
Ich wünsche dir das so sehr. Und auch deinen Liebsten. 

Unsere letzte Quasselei im Lehrerzimmer am Kopierer lässt die Tränen purzeln. 
Wir standen da so herum, du warst ziemlich blass und ich fragte dich wie es dir gehe?
Wir sprachen über unsere Kinder, Pläne und wir verabschiedeten uns so, wie wir es tun, wenn wir uns in der nächsten Pause oder am nächsten Tag wiedersehen. 
Wie gerne hätte ich dich gedrückt, hätten wir gewusst, was selbst du noch gar nicht wusstest! 
Wie gerne hätte ich dir gesagt, was für eine lustige und liebenswerte Frau du bist!

Stattdessen gingst du aus der Tür mit deiner immer gleichen Ansprache an mich: "Tschüss, Kleine!"

Ich bin traurig und während ich diese Zeilen schreibe, kullern mir die Tränen. 
Unfassbar. 

Du wirst fehlen. Im Lehrerzimmer. Im Klassenraum. In meinem Herzen. 

Pass auf dich auf, große, starke H


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Wenn ihr jemanden habt, den ihr liebt. Der eure Familie ist. Der euer Leben ist, dann hadert nicht lange. Seid nicht ewig bös aufeinander, sondern geht hin und nehmt diesen Menschen feste in den Arm und sagt ihm, dass ihr ihn liebt. 

Eure heute sehr traurige Penny ❤️ 


Montag, 1. Februar 2016

Excel Rose

Haha, ich könnte mich über den Titel ja kringelig lachen, nech?
Und auch wenn ich auf weiter Flur damit alleine bin, dann isses halt so. 
Und ja, ich gedenke schon diesen heutigen - wenn auch kurzen - Post mit Sinn zu füllen. Immer langsam mit den alten Schildkröten. 

Meine liebenswerten verwirrten Seelen sind ab heute für zwei Wochen im Praktikum. Therefore (ich wollte das sooo lang mal wieder schreiben. Herr Herzmolekül sagt nämlich gerne Whatever, es sei ihm gegönnt, aber therefore ist doch auch hübsch oder?) musste ich vorhin mal ein paar Exceltabellen (na, macht es klingelingeling oder dingdong oder ratterratterratter?) mit "Der alten Morla" tippen. Und während ich da so auf das laaaaaaangsaaaaame Aufplöppen des Excelfensters wartete, da kam mir dieser Gossenhauer (na der da oben, der Wahnsinnstitel) in die Hirse. 

Eigentlich wollte ich ja nur mal eben mein Mutterherz hier auskippen und zwar aus gutem Grunde: Das Minimolekül hat seit heute einen irgendwie ihn zum Halberwachsenen machenden Kindersitz. Die Zeiten des MaxiCosi fahrenden Windelpupsis mit O-Ball am Bügel sind vorbei und das machte mich heute Mittag halbtraurig. Ja, nur halb. Zum Ganztraurig sein reicht es glücklicherweise nicht, denn er hat solch eine Freude in seinem neuen Sitz, süß. Einfach nur zum Auffressen süß! 

Und jetzt - für eine lupenreine, rtltaugliche Überleitung - zum Titel:

Den Axel Rose, hat den mal jemand von euch in letzter Zeit begutachtet und sofort erkannt? 
Also ich finde ja der heutige molchgesichtige Fettmops ist mit dem alten karohemdigen Superstar nicht mehr zu vergleichen. 

Und ein bisschen so ist das auch mit dem Dickmopsindianderminimolekül: Vor knapp 14 Monaten ersoff er fast im MaxiCosi und nu...nu musste ein größerer Sitz her. 
Nur, dass unser kleiner Mann selbstverständlich von Tag zu Tag NOCH niedlicher wird. Das kann man von Axel nun nicht gerade behaupten...


So, genug der Albernheiten, ich mache jetzt einen ganz seriösen Nachtschlaf!


Eure Penny, die den Jahresstart bis jetzt recht holprig einstuft, aber bekanntlich nicht die Flinte ins Korn wirft. 

Abgerechnet wird zum Schluss. Zum Schluss = Ende Dezember 2016!

❤️