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Mittwoch, 28. Mai 2014

Die Wärmflaschensplattergeschichte/Nichts für schwache Nerven, aber insbesondere für J.B.!

Ich bin eine Wärmefanatikerin.
Und eine Frostbeule. 
Kleine Korrektur: Die Schwangerschaft verhilft mir zu ungeahnten, warmen Körpertemparaturen. 
Um es kurz zu machen: Ich schwitze - vor allem nachts - wie ein Schwein in der Sauna. 
Nicht, dass mir das jetzt schon mal begegnet wäre, aber so muss es sein, wenn ein kleines rosa Ding in einer finnischen Holzhütte vor sich hinbrutzelt. 
Alles ist jedenfalls wunderbar durchblutet, ich renne nur noch im T-Shirt durch die Gegend und meine Füße...ach, es ist unglaublich, aber manchmal fühlt es sich so warm an als ginge ich gerade über heisse Asche. 
Das ist ein Phänomen, von dem ich jetzt schon weiß, dass es nach der Schwangerschaft wieder ins Frostbeule sein übergeht. Also genieße ich es, auch wenn die Haare nachts klättschnass am Kopf sind und selbst ein Knuselzopf und fast nichts anhaben keine Erleichterung bringen. 
Auf alle Fälle bin ich aufgrund der konstanten Friererei sowie auch sonst bei allen den Bauch betreffenden Wehwehchen riesige FANIN (ja, richtig, ich schreibe nicht FAN. Ich habe einen Faible für Wortneuschöpfungen und ich finde die weibliche Form, eben Fanin, einfach fantastisch. Dürft ihr gerne in die Welt tragen. Wirklich!) von Wärmflaschen. 
Ach, wie sehr ich sie liebte: Diese Herzformen. Schneemänner. Meist so wunderschön in herrlichem Strickdesign gekleidet. 
Die Wärmflasche war meine weibliche Heldin. 
Zu jeder Gelegenheit, auch einfach weil es so schön muckelig war, musste sie herhalten. An Füßen, Bauch, einfach überall wo sie mir gerade wohlige Wärme verschaffen sollte.
Es gab Phasen, da saß ich nur noch mit Wärmflasche am Schreibtisch und erwärmte zwischendurch meine Eisfinger an ihr. 
Und so kam es dann an einem Freitagabend eines kalten Herbsttages dazu (ich weiß noch genau, dass The Voice of Germany gerade angeschaltet war!), dass ich von Unterleibschmerzen und Kälte geplagt meine Wärmflasche brauchte. 
Und mein lieber Herr Herzmolekül, kümmernd wie er ist, ging bereitwillig in die Küche und schmiss den Wasserkocher an. 
Es war eine nagelneue, zertifizierte (mit Gütesiegel) Herzwärmflasche mit rotem Überzug. Ich freute mich darauf sie auf meinen Bauch zu legen. 
Eingemummelt in dickem Schlafanzug und Decke nahm ich sie also in Empfang, legte sie mir auf den Bauch und Herr Herzmolekül hüpfte zu mir zurück auf die Couch. 
Plötzlich, als ich so ganz relaxt dalag, bemerkte ich einen höllischen Schmerz, der sich durch meine Schlafanzughose auf Oberschenkel und Bauch verteilte. Ich schrie wie am Spieß. Und zappelte wie ein Fisch, um mich von der Decke zu befreien und diesen Schmerz loszuwerden. Das heiße Wasser lief auf das Sofa und jetzt verstand auch mein Mann was da wohl gerade passiert war und rannte zum Gefrierfach, um mir etwas Kühlendes zu bringen, während ich nur noch schrie, heulte und vor Schreck zitterte.
Ich musste mich hinstellen, denn die Couch war kochendheiss. Und weil ich schon ahnte, was mich erwartete und der Schmerz immer schlimmer wurde, zog ich zitternd und heulend die Buxe runter. Und was ich dort vorfand, oder besser, was wir dort beide vorfanden, das war...naja...sagen wir es so: mein linker Oberschenkel war auf einer Fläche von etwa 20qcm verbrannt. Und zwar nach wenigen Sekunden dermaßen verbrannt, dass die Haut bis zum Fleisch einfach weg war. Drum herum überall vom geflossenen Wasser Pusteln und Bläschen. Ich heulte weiter. Mein Mann packte mich in irgendein Kleid (eine Hose wäre bei dieser Verletzung nicht mehr anziehbar gewesen), draußen waren etwa 5 Grad und ab ins Krankenhaus. 
Dort verarztete man mich sofort und wollte mich dabehalten, weil die Verbrennung sehr stark war und das Infektionsrisiko hoch. 
Da hatten die Ärzte ihre Privatpatientenrechnung aber ohne mich gemacht, denn für Krankenhäuser und dortige Aufenthalte habe ich nicht sehr viel übrig. 
Jedenfalls bestand ich darauf, dass ich wieder nach Hause komme. Und ich bin in solchen Dingen stur. Richtig bockig. 
Die Schwester hatte dann ein Einsehen (oder kapierte einfach, dass ich nicht so einfach dortbleiben würde, also so ohne Fixateur und so) und gab uns eine starke antiseptische Salbe sowie Tramal als Tabletten mit und verabschiedete mich mit den Worten, ich solle diese Tabletten ruhig nehmen, denn wenn mein Schock nachher etwas nachließe, käme der richtige Schmerz. 
Und er kam. Noch gewaltiger als er ohnehin schon da war. Also sofort eine Tramal geschluckt, in der Nacht noch eine. 
Damit hatte ich einen schmerzfreien Samstag. Aber auch einen Tag, an dem ich das erste Mal in meinem Leben high, fix und fertig und komplett unzurechnungsfähig war. 
Im Internet nachgelesen, fand mein Mann dann auch heraus, dass seine gute Penny vollgepumpt mit Morphium war. Und dies nicht zu knapp. 
Nun ja, am Wochenende übernahm er aufopferungsvoll und absolut besorgt meine Wundbehandlung. 
Weitere 14 Tage wurde ich zunächst täglich und dann alle zwei Tage vom Hausarzt behandelt. 
Die Fleischwunde eiterte. Suppte. Wässerte. Die kleinen Bläschen drum herum wurden erst zu großen Wasserblasen und platzen dann, teilweise mit gelber Flüssigkeit, teilweise mit Wasser gefüllt, nach und nach auf. Man prophezeite mir bei dieser Wundgröße eine Narbe und jedes Mal, wenn auch die Arzthelferinnen beim Verbandswechsel schockiert auf das Desaster blickten, wusste ich, dass sie recht haben würden. 
Doch die Wundheilung ging wirklich gut voran und ich hatte nach einigen Monaten eine glatte, wenn auch etwas hellere verheilte Stelle. Diese wurde mit der Zeit auch immer dunkler und heute, knapp 1,5 Jahre später, kann ich sie noch erahnen, ein Fremder würde sie vermutlich gar nicht bemerken. 
Auf alle Fälle war es das. 
Die Zeit der Wärmflaschen war vorbei. 
Gebranntes Kind scheut das Feuer. 
Ich scheue seitdem jegliche, zuvor beinahe vergötterte Wärmflasche. 
Wie sich übrigens herausstellte, war nicht irgendetwas am Verschluss undicht. Nein, viiiiiiel besser: Der gesamte Boden war wohl porös (wie gesagt es war eine NEUE!) und deswegen ist sie dort eben aufgeplatzt. 
Ich will mir gar nicht vorstellen was gewesen wäre, hätte die Flasche selber keinen Bezug gehabt und hätte ich nicht den etwas schützenden Schlafanzug getragen. 

Deswegen seid immer schön vorsichtig mit den Teufelsdingern! 
Oder besser: benutzt ein Körnerkissen. Wobei...ich erzähle euch besser nicht wie mein Kirschkernkissen Feuer fing...

Lasst es euch gutgehen. 
Heute Abend steht unseren Eltern eine Überraschung bevor! 

Eure Hitzewallungs-Penny ❤️

Montag, 26. Mai 2014

Die Berliner Schnauze und der Nabelschnurglückstanz!

Wir haben endlich eine neue Putzdame. Heute war ihr erster Tag und bis auf die Tatsache, dass sie 30 Minuten zu spät kam (hatte mich wohl falsch verstanden), bin ich sehr zufrieden. Sie ist nett. Und hat alles weitestgehend so gemacht, dass ich wirklich sehr zufrieden bin. 
Das war übrigens eine ziemlich krasse Entscheidung. Ich bin nicht so jemand, der gerne fremde Menschen ins Haus lässt (und sie soll ja eigentlich einen Schlüssel bekommen und loslegen, wenn wir nicht da sind!). Jedenfalls kam sie letzte Woche bei schönstem Sonnenschein vorbei, ich zeigte ihr alles und als sie es sich dann bei uns auf der Terrasse gemütlich machte, mir voller Begeisterung ihre mazedonischen Kinder (hübsche Kinder. Wirklich drei ganz zauberhafte Kinder!) zeigte, da war es dann auch um mich geschehen und (Name ausdenk!) Ostara war gefunden. 
Jedenfalls bin ich jetzt ziemlich erleichtert. Auch, dass sie sich nächste Woche von sich aus um unseren Backofen kümmert. Wirklich. Das erleichtert mich allein ungemein. 

Nun zum Wesentlichen: Am Freitag hatte ich ja meine oberwitzige Untersuchung, damit ich den Schuldienst weiter aufnehmen darf.
War spannend. 
Es fing schon beim Publikum an: Wir saßen zu viert (eine tatsächlich mit Mutti!!!!) im Warteraum. Als die Ärztin (Berliner Dialekt, komplett durch den Wind, ich fürchte sie nimmt das ein oder andere Medikament am Wochenende zu "Testzwecken" mit nach Hause) mit einer Arzthelferin vor unseren Augen Schnick-Schnack-Schnuck spielte, da der Verlierer die allgemeine Schwangerenaufklärung machen musste, suchte ich bereits nach diesem Guido Cantz. Der kam und kam jedoch nicht. Und die Arzthelferin, Typ Prinzessin Valium, verlor. Langatmig erklärte sie uns unglaubliche Dinge, wie zum Beispiel, dass wir jetzt nicht mehr Erste-Hilfe leisten dürfen und dass die Sportlehrerinnen unter uns sich jetzt immer in den Sportstunden hinter einem Bällekasten verschanzen sollen, damit der Bauch nichts abbekommt. 
Ich muss dazu sagen, dass ich dort mit einer strubbeligen Öko-Grundschullehrerin, einer dicklichen Realschulpussilehrerin, weil mit Mama da!) und einer blonden, dürren Sahneschnitte-Grundschulmaus im Wartezimmer war. 
Nummer eins war dann die Realschulmopsi. Mutti hinterher. Eine Sekunde später trabt sie angefressen ins Wartezimmer zurück. Da durfte Mutti nicht zur amtsärztlichen Untersuchung! Frechheit. Niedertracht! 

Dann kam Blondie an die Reihe. Dafür musste sie ihr Ildiko von Kürthy Buch in ihre Korbtasche legen. Die Arme. Schien ihr schwer zu fallen. Ebenso schwer wie die Blutabnahme wohl später. "Ihre Vorgängerin hat gerade so gezittert, da konnte ich kein Blut abnehmen!"

Öko und meine Wenigkeit saßen nun also im Wartezimmer. Sie schielte mich gegenübersitzend ständig an, und als Mutti wieder zurückkam, mussten wir zeitgleich schmunzeln. Sie berichtete mir dann, dass sie mehrere Stunden am Wochenende Mathearbeiten korrigieren muss. Und da tat sie mir echt leid. Korrigieren ist scheisse. Als sie dann aber von ihrem 11 Mann Kollegium berichtete, da fragte ich doch mal nach der Schulform. Grundschule. Da tat sie mir noch mehr leid. Aber aus anderen Gründen. Nichts gegen GrundschullehrerInnen. Sandwichi ist ja auch eine. Ich weiß wie stressig das ist (besonders mit diesen Eltern!), aber ich habe mehrere Grundschullehrerinfreundinnen und die korrigieren berechtigterweise ihre Mathearbeiten nebenbei beim Socken zusammenlegen. Sorry. Unterrichtsvorbereitungen alles
gut und schön und zeitintensiv, aber Arbeiten...Mathearbeiten in der 3. Klasse...ähm ja...!
Jedenfalls war sie in der 7. oder 9. Woche. Sie wusste das selber nicht so genau. No Comment! 
Und als ich sagte, dass ich bereits in der 12. Woche bin und es jetzt erst gesagt hätte, weil ich ganz sicher sein wollte, dass alles gut geht und es komisch gefunden hätte es so früh zu berichten (schlechtes Omen und so) und als dann von ihr kam: "Häh? Wieso? Kann am
Anfang etwas schief gehen?", da wusste ich, die liebe Öko und ich, wir leben auf zwei unterschiedlichen Planeten und hatten rein zufällig einen Termin auf dem gleichen. 
Es wurde aber noch viel besser:
Die Berliner Schnauze im bunten Flatterkleid rief mich zu sich. Ich durfte mich setzen und dann kam es zu folgendem Dialog, den ich jetzt hier nicht aus Witzigkeitszwecken bearbeite oder frei interpretiere, sondern versuche so originalgetreu wie möglich aufzuschreiben! 

"Wie geht es Ihnen denn? Und zuvor erstmal Herzlichen Glückwunsch!"
"Vielen Dank. Mir geht es bestens!"
"In der wievielten Woche sind Se heute?"
"Anfang 12.!"
"Und dann kommen Se erst jezz? Wissen Se wat Se Ihrem Kind seit Wochen damit anjetan haben?"
"Ich wollte es einfach nicht so früh erzählen, weil ich in meinem Gefühl damit ein Unglück hätte heraufbeschwören können!"
"Ik sach Ihnen ma wat: Dat ist falsch. Dat Kind is in der ersten Woche schon da, wa! Se müssen dat jezz annehmen. Se müssen dat Glück zulassen. Dat bringt sonst nix, verstehn Se dat denn nich? Wenn man dat Glück zulässt, dann bleibt et och!"
In diesem Moment wusste ich, dass ich diese Frau hasste. Ich wusste, dass sie eine der Personen war, die so einen Dreck einfach gerne von sich geben, um irgendetwas Pseudo-Philisophisches gesagt zu haben. Um sich selber nach Feierabend High-Five geben zu können, dass man nicht nur eine bewundernswerte Göttin in Weiß ist, sondern auch eine solch tiefgründige, kluge Frau! 
Ich sagte ihr nicht, dass ich das Minimolekül bereits innigst liebte. Ich sagte ihr nicht, dass sein Vater schon wegen ihm das Sofa umgestellt hatte, weil der Laufstall oder die Wiege sonst keinen Platz hätten. Ich sagte ihr nicht, dass wir beide unser Glück zwar nicht fassen können, es aber jede Sekunde zuließen! Das ging sie nichts an, diese Person in weiß. 

"Hatten Se schon Windpocken?"
"Ja, definitiv!"
"Dann teste ich das!" (Somit war ich eine  Woche, nämlich bis zu den Laborergebnissen raus aus der Schule, was ich ja vermeiden wollte!)
"Röteltiter ist hoch jenuch. Dat brauch ich nich'! Ah, ik seh Se ham sich och auf Zytomegalie testen lassen und sind immun!"
"Ja, das ist doch gut!"
"Ja, ik teste trotzdem wie die Werte sind!"
Alles klar. Ich war raus. Raus aus der Schule. Wegen des Feiertags diese Woche mindestens bis nächsten Montag. 
Ich packte meine Sachen und verschwand. Kaffee auf. 

Zuhause bekam ich arge Bauchkämpfe und mein beruhigender Herr Herzmekül war noch nicht daheim.
Als er kam, war ich schon richtig panisch.  Als es dann aber nachließ und letztlich wegging, ging es wieder.

Ich habe mir dann am Freitag die erste Schwangerschaftshose meines Lebens gekauft. Meine Jeans passten mir zwar alle so noch, nur der Bauch wird irgendwie so schnell groß, dass es echt fies und unangenehm beim Sitzen war. Zumindest war ich hocherfreut, dass ich zwar an Po und Beinen in der 38er noch Platz habe (hatte mit Schlimmerem gerechnet), mein Bauch dafür aber auch jetzt so schön gemütlich im Bauchband, welches jetzt natürlich noch etwas schlabberig ist, abhängen kann. 

Zudem gab es die erste Flasche Bauchöl namens Mamaglück! Weil ich das
nämlich bin. Glücklich. Und der Bauch nun hoffentlich auch! 

Heute hatte ich dann einen Blutabnahmeschilddrüsenwertkontrolltermin und weil ich wegen der Krämpfe am Freitag doch etwas unruhig war (und in 2 Wochen erst wieder zum Schallen hätte kommen müssen/dürfen!), fragte ich, ob ich kurz zur Ärztin rein dürfe?
Ich durfte. Sie wollte nach meiner Schilderung einen Ultraschall machen. 
Ja, gerne doch.
Herzhüpf! Und HERZRASEN!
Sie schallte vaginal. Drehte den Monitor nicht und meinte sie schaue sich meine Eierstöcke an!
Hallooooooo??? Ich will mein kleines Minimolekül sehen. 
Noch schlimmeres Herzrasen!
Wasser sammelt sich in den Augen. 
Ziehen sie sich wieder etwas an, höre ich sie sagen. 
Und das Kind? Jetzt kommt die schlechte Nachricht. 
Aber dann fügt sie noch hinzu, dass es jetzt schon so groß sei, dass sie es sich nur mit dem Bauchultraschall anschauen könne. 
Ganz ehrlich: Ich ging in die Kabine und wischte meine Tränen weg. Und wieder einmal fand ich sie sehr unsensibel. Weiß sie denn nicht, was man durchmacht?
Jedenfalls schallte sie dann das erste Mal meinen Bauch. 
Und ich sah es sofort. Dieses kleine erkennbare Menschlein, überhaupt kein Böhnchen mehr. Mit seinen kleinen Armen und Beinchen paddelte es
fröhlich im Fruchtwasser, die Nabelschnur diente als Springseil, es
machte wilde Purzelbäume. 
Ich hätte es mir - trotz wirklich schlechter Ultraschallqualität - noch stundenlang anschauen können.
Meine Ärztin wollte sich jedoch eher mit Fruchtwassermenge und Mutterkuchen beschäftigen. 
Egal. 
Dem Minimolekül geht es prima. 
Es tanzt. Es tobt. Es macht glücklich. 

Denn das bin ich. 
Ohne Zweifel! 

Danke für eure Aufmerksamkeit. 
Ich gehe jetzt bügeln. 

Eure Panik-Penny, die sie gar nicht sein mag! 






Donnerstag, 22. Mai 2014

Von Geschwistern und Bauchbetatschereien

Meine Schwester. 
Seufz, kurz innehalten. 
Dass ich mal einen Blogeintrag so einleite, hätte ich auch nie gedacht.
Richtiger wäre ja zu schreiben meine SchwesterN. 
Aber heute geht es nur um eine der beiden. 
Und dies auch nur, weil es gerade so passend ist. 
Sie, zwei Jahre jünger als ich, gleiche berufliche Passion (wenn auch mit deutlich jüngeren Klienten), ist nämlich derzeit auch mit ihrem ersten Kind schwanger. Nein, schon ganz falsch: Sie und ihr Mann sind schwanger!
Als sie letztes Jahr anrief um die frohe Botschaft (die ja auch wirklich eine ist) zu verkünden, war sie gerade in der 9. Woche und eröffnete es mir am Telefon mit den Worten: "Öhm, wir sind irgendwiiiiiiiiie ein bisschen schwanger!"
Trocken. Humorlos. Und überhaupt wie ich nun mal bin, fragte ich dann auch gleich, ob sie meinen würde, dass sie im Speziellen ein Baby erwarte, oder es aber zu einem äußerst seltenen Phänomen gekommen sei, dass mein Schwager nun ebenfalls ein Baby ausbrüte?
Sie korrigierte sich dann und meinte: "Ne, nur ich!"
Natürlich freute und freue ich mich. 
Ganz ohne Neid, denn ich war mir da schon sicher, dass unsere Zeit eben käme, wenn sie kam. Außerdem war und bin ich der festen Ansicht, dass sich solch negativen Gedanken auf mich auswirken könnten. Und schlechtes Karma oder so, nein danke, bloß kein Risiko eingehen. 
Ich meine das wirklich Ernst.
Ich habe mich immer für all meine Freundinnen, Bekannten und Verwandten gefreut, wenn sie Nachwuchs erwarteten. Ohne komische Gedanken.
Ich konnte immer gönnen, auch wenn wir warteten und warteten und warteten...
Und ich konnte immer auf jedes kleine, zarte Wesen eingehen. Es herzen. Und ins Herz schließen. Jeglichen Greul und Neid verbot ich mir. Ich fand das eine zu sehr - naja - wie ich eben schon beschrieb - sich auf mein Leben eventuell negativ auswirkende Eigenschaft. Ich wollte kein vergiftetes Herz. 
Dabei blieb es auch als nun meine Schwester, die jüngere von uns beiden, Nachwuchs ankündigte. 
Ihr müsst vielleicht wissen, dass sie ein Sandwichkind ist. Danach folgt noch unser Nesthäkchen, die kleine Gräfin, die mir in ihrer Art sehr viel mehr ähnelt als die kleine Sandwichstulle. 
Jedenfalls ist Sandwichi (nennen wir sie jetzt einfach mal so) schon etwas speziell. Es wurde aus allem rund um ihre Schwangerschaft so ein Geheimnis gemacht. Sie war zickig. Ließ eigentlich niemanden während der ganzen Monate so richtig teilhaben. Ich habe nicht ein Mal erlebt, dass die kleine Gräfin noch meine Mutter ihren Bauch betatschten. Man betatscht den doch. Ich habe ihn jedenfalls ohne zu fragen betatscht. Verdammte Axt, das ist meine Schwester, da grabsche ich völlig selbstverständlich an den Bauch und will Babytritte spüren. Die kleine Gräfin fragte noch Ostern erwartungsfroh, ob es tritt, worauf Sandwichi dann meinte, dass es dies die ganze Zeit täte. Thema erledigt. Hallo? Ich hätte gesagt:"Los, Tante, leg die Hand hier hin, wir proben gerade den Molekültanz und das darfst du mal fühlen. Ach, was sage ich da: Das sollst und musst du jetzt fühlen!"
Ich kapiere das nicht.
Aber es ist wie es ist und die Schwangerschaftsmonate gingen dahin, sodass sie in wenigen Wochen schon in den Mutterschutz geht. 
Jetzt berichtete mir Schwester Nummer 2, die kleine Gräfin, dass meine Eltern sich das Kinderzimmer dort anschauen wollten, Sandwichi sie aber wohl ausgeladen hat,weil sie meinen würde, meine Eltern kämen nur aus reinem Pflichtgefühl. Ich weiß nicht wie viel daran wahr ist, denn Klein-Gräfin tendiert auch diesbezüglich zu ganz theatralischen Übertreibungen, aber vorstellbar ist es schon. So weit ich mich erinnere, war ich bisher noch nie ohne feierlichen Anlass dort geladen. Sie käme nie mal auf die Idee ihre Schwestern einfach mal zum netten Abend einzuladen. Und deswegen bin ich auch nicht im Traum auf die Idee gekommen dort mal spontan vorbeizufahren. Vermutlich wäre das gar kein Ding. Aber es ist irgendwie seltsam und deswegen lässt man es eben. Hätte sie auch nur ansatzweise mal angedeutet, dass das Zimmer fertig sei und hätte ich daraus auch nur im Entferntesten schließen können, dass sie sich freuen würde, wenn man es sich anschaut...oh man, ich hätte mich noch im Schlafanzug ins Auto gesetzt. Das ist meine Schwester. Und ich werde die Tante ihres Babys. Das ist doch eigentlich so schön. Und toll. 
Was mich aber an der ganzen Sachen wirklich nervt, ist eigentlich etwas Anderes:
Keiner unserer Familienmitglieder und Freunde weiß ja bis jetzt etwas vom Minimolekül. Erst recht weiß niemand von unserem Weg, den wir dafür gegangen sind. Und es nervt mich wirklich tierisch an, wenn ich alle 8 Wochen so ein Mitleidiges "Wie geht es euch denn?" per SMS von Sandwichi bekomme, nur um mir dann meine höfliche Gegenfrage mit "Ooooh, uns geht es soooooo super!" zu beantworten. 
Es liest sich immer so, als denke sie, sie müsse ihre arme, alte, kinderlose Schwester bemitleiden. Und als genieße sie es dann ihren Superschwangerschaftsmittelpunktszustand kundzutun. Darf sie ja auch. Aber nicht so. 
Und als dann noch kam: "Donnerstag gehen wir wieder Baaaaaaaabyyyyyyyyyyy gucken", boar, da war ich versucht zu schreiben:"Ach weißt du Sandwichi, war ich letzte Woche Montag auch noch. Aber jetzt muss ich erst wieder drei Wochen warten!"
Zack. Bumm. 
Versteht mich nicht falsch: Ich liebe meine Schwestern. Beide. Und all ihre schrulligen Eigenschaften.
Aber mich stören auch einige Dinge. 
Und vor allem stört mich, wenn man mir einerseits sein Glück so offensichtlich und penetrant unter die Nase reiben möchte, mich andererseits (und alle Anderen auch) irgendwie davon auch fernhält, auf Abstand hält, wie auch immer man das nennen mag, und vor allem, wenn man mich als naja, wie schon geschrieben, bedauernswert ansieht. 
Wenn sie wüsste, dass es gar nichts zum Bedauern gibt! 
An dieser Stelle lache ich mir ins Fäustchen. 

Ich will jedenfalls von der kleinen Gräfin betatscht werden. Vor allem soll sie wissen, dass sie das immer und jederzeit darf. Und wenn meine Eltern sich das Kinderzimmer nicht vorher anschauen, dann gibt es aber mächtig Palaver im Hause Herzmolekül! 

In diesem Sinne

Lasst euch nicht nerven! 

Eure Penny 



Mittwoch, 21. Mai 2014

Typisch Mann!

Ich rufe gerade noch mal in der Schule an, weil ich etwas verunsichert war, ob mein liebster Schulleiter mir für Freitag das richtige Formular mitgegeben hat. 
Ans Telefon geht unser "Mann für alle Fälle", ein liebenswürdiger Aushilfshausmeister/Sekretär/Alleskönner, da meine wirklich zuckersüße echte Schulleitungssekretärin im Gespräch ist:

"Oh, Hallo Frau Herzmolekül, wie geht es Ihnen denn?"
"Prima. Vielen Dank!"
Man hört Geplapper, es scheint voll im Schulleitungsbüro zu sein. 
"Ich höre gerade, dass Sie schwanger sind. Das ist ja toll!"
"Ja, finde ich auch! Kann ich mal die zuckersüße Sekretärin sprechen?"
"Klar. Sie hat das Gespräch jetzt beendet. Ich wünsche Ihnen eine gute Besserung!"
Stille!
"Ne, besser nicht!"
"Ach, was rede ich denn da. Ich meinte eigentlich: Herzlichen Glückwunsch!"

Was auch lustig ist, ist allein die Tatsache, dass Prinz Pfiffig gestern noch meinte:"Ich erzähle nichts, nur der zuckersüßen Sekretärin. Den Rest des Kollegiums können Sie informieren, wenn Sie mögen oder nicht!"
Ja, ne, ist klar. Jetzt wissen es mittlerweile bestimmt alle, wie gesagt es war voll und man sprach ganz offensichtlich von Frau Plauzi Herzmolekül!
Und diese Schule ist ein Nest für Gerüchte. Erst recht für Wahrheiten. 
Egal. 
Ich sag jedenfalls nichts. 
Wozu auch?
Bald schaffe ich mir mit meiner Plauze so offensichtlich Platz, dass keine Fragen offen bleiben! :))

In diesem Sinne: Gute Besserung an alle! 
❤️❤️❤️

Eure Penny, die in der Tratschhöhle arbeitet!   

Dienstag, 20. Mai 2014

Es wäre heut' nicht wie es ist, wär es damals nicht gewesen wie es war: Der Sinn des Lebens ist leben!

"Sie müssen das Gebäude ab sofort verlassen und dürfen es erst wieder betreten, wenn Sie dafür die Freigabe haben!"

Klingt nach Kontamination. Seuchenschutzprogramm. Irgendwas ganz, ganz Krassem. Und doch ist es letztlich "nur" die kleine süße Glücksbohne, die meinen Schulleiter heute zu diesen Worten trieb. 

Zuerst weihte ich zwei meiner engsten Kollegen ein. Mit beiden arbeite ich derzeit mit unseren Spezis am Intensivsten zusammen und ich wollte es ihnen bevor es zum Schulleiter ging vorher sagen. 
Und sie haben sich beide gefreut. 
Dass ich zudem nicht lange weg sein werde, erfreute wohl auch. 
Dann beim Schulleiter war es recht spaßig. Zunächst erzählte er mir, dass wir uns, wenn meine Lebenszeitverbeamtung in wenigen Monaten durch sei, mal auf unser Eingangstreppchen setzen müssten um Einen zu heben. 
DAS war dann auch mein Stichwort:"Ja, müssten wir machen. Aber wenn es geht sollten wir damit noch einige weitere Monate warten!"
Und siehe da, Prinz Pfiffig hat es sofort begriffen und sich auch mächtig gefreut. 
Das ist übrigens ein weiteres Privileg, welches ich zu schätzen weiß: In der freien Wirtschaft wäre da oftmals vermutlich nicht viel Freude, wenn Nachwuchs unterwegs ist. Viel mehr rattert und knattert es dann prompt in den Köpfen der Personalabteilung, wie Dieses und Jenes nun kompensiert werden möge? Und wer Kollegin Plauzi denn ersetzen könnte? 
Ich weiß wirklich zu schätzen, dass es in meinem Beruf nicht so ist.
Meine Bedingungen für eine schnelle Rückkehr wurden ohne mit der Wimper zu zucken befürwortet. Ebenso wie er Kinder befürwortet. Wäre ja auch etwas schräg, täte er dies nicht. Wir reden hier schließlich vom potenziellen Nachwuchs. 
Wobei meine Kollegin heute so herzerfrischend raushaute:"Ooooh, ist das toll. Endlich mal wieder ein schlaues Kind zwischen diesen ganzen dummen!"
Sie meint das nicht so. Sie mag unsere Schüler. Aber eben auch mich, und das ist ihre liebenswürdig schrullige Art dies kundzutun. 
Jedenfalls habe ich bis Freitag erstmal Beschäftigungsverbot. Komisches Gefühl. Überhaupt...dadurch, dass ich  gerade erstmalig in der realen Welt vom Minimolekül berichtet habe, wurde es ein wenig greifbarer, wenn es auch trotzdem noch unglaublich verrückt und so ist. 
Ich werde Mutter! Du wirst Vater! 
Das muss man sich mal vorstellen. 
Aber es ist so. 
Ich begreife. Allmählich. 
Und nächste Woche spielen wir das Großeltern-Aufklär-Spiel! 
Doch vorher trinke ich meinen Kakao und backe nachher noch einen Kuchen. 
Gemach. Gemach. 

Lust auf ein paar HeißhungeraufirgendwasaberkeineAhnungwas-Moleküle? 
Dann hepp! Aufgepasst. 


Eure ulkige und erleichterte Penny


Sonntag, 18. Mai 2014

Vom belanglosen Brustwachstum zum bedeutsamen Eichhörnchentod

Ihr mit mir liebenswürdig durchgeknallten Molekülweltbesucher,

heute belästige ich euch nicht mit solch schweren Themen wie den Auswanderern und dem legendären SV Werder und seinen Abkömmlingen, die gerne wieder dazugehören wollen. 

Heute berichte ich euch bloß von meinen Atombrüsten. Denn ja, ich darf mich zu denjenigen zählen, deren Männer stolz und bewundernd den Wachstum jener bemerken! 
Und so lag ich nichts ahnend völlig relaxt im Liegestuhl, als mein liebster Herzmolekülmann Folgendes sagte: 
"Wooooow, du hast wirklich einen Atombusen bekommen!"
Ich fasste mir glückselig an selbige Exemplare, quetschte und drückte und pushte sie ein wenig hoch und es blieb mir nichts anders übrig als ihm beizupflichten:
"Ja! Das stimmt. Sie sind wirklich riesig!"
Dabei schien ich meinem Mann wohl doch ziemlich selbstverliebt, um nicht zu sagen mopsverliebt, weswegen er laut losprustete. 
Dieses Spiel spielen wir übrigens schon einige Wochen. Es macht sehr viel Freude. Und wer weiß, vielleicht wachsen die Hupen ja tatsächlich. Und wenn ich schon voluminöser werde...dann bitte auch da! :) 

Des Weiteren haben wir festgestellt, dass wir unser kleines Minimolekül sehr behütet und beschützend aufziehen werden. Also naja, das war jetzt nicht so, dass wir es vorher anders gemacht hätten, aber jetzt ist es einfach noch bewusster in unseren Köpfen, was das alles bedeuten kann. Ach wisst ihr was: Ich mache es an einem anschaulichen Beispiel vielleicht deutlicher.

Als meine damalige gute Freundin, nennen wir sie Agathe, ihr damals etwa dreijähriger Sohn (Peppo, Namen ausdenken macht auch recht viel Spaß) und ich (Name ist ja klar: Penny) durch den Wald spazierten, da lag dort plötzlich ein bereits ziemlich mausetotes Eichhörnchen. Der Kleine schaute es tieftraurig an und fing an zu weinen. 
Ich beugte mich zu ihm runter und er schluchzte, dass das arme Tier nun kaputt sei. 
Ich sagte ihm damals:"Peppolein, du brauchst nicht traurig sein. Das kleine Eichhörnchen ist jetzt im Himmel und passt auf alle anderen Eichhörnchenkinder im Wald von oben auf!"
Peppo fand das schlüssig, wischte sich die Rotze vom Ärmel und war dabei sich zu sortieren...bis Agathe, etwas rabiater strukturiert, dazwischenfunkte und rumkrakelte:"Peppo! Das Eichhörnchen ist TOT! Es verwest jetzt hier auf dem Weg und dann ist nichts mehr von ihm übrig!" 
Dann zog sie das Kind am (Rotz)Ärmel und wir gingen einfach weiter. 
Ich war so dermaßen sauer auf Agathe, hatte aber natürlich überhaupt kein Recht das laut zu äußern, waren es doch ihr Kind und ihre Erziehung. 

Aber es ist mir bis heute in Erinnerung geblieben und wir sind uns einig: Bei uns wird das Leben nicht schön geredet. Es gibt eben schlimme Dinge auf dieser Welt. Aber es ist nicht unsere Aufgabe das Hässliche und Traurige noch schlimmer und beängstigender für ein Kind zu machen. Nein, wir werden es auffangen. Mit altersgerechten Geschichten versuchen zu trösten und jeglichen notwendigen Halt geben, den dieser kleine und irgendwann große Mensch brauchen wird. 
Wir werden ihm Sicherheit geben, dass alles immer gut werden wird. Wir werden es lieben und schützen und dann, wenn es bereit für die Wahrheit ist, dann werden wir sie natürlich nicht verleugnen. Aber wir werden dies behutsam machen. Und es wird trotz allem immer das Licht, das Schöne und das Muntere an Oberhand gewinnen. 
Ich wünsche mir nichts mehr, als dass dieses kleine Menschlein mit viel Sonne und Optimismus im Herzen groß werden darf, ohne dass es in einer Zuckerwattewelt lebt. 
Es soll aber vor allem wissen, dass seine Eltern stets da sein werden. Immer Sicherheit und Geborgenheit geben, auch wenn Dunkelheit herrscht. 
Und ich denke, dass daraus ein gesundes Selbstbewusstsein wachsen kann. 
Vor allem aber denke ich:"Uff, meine große Liebe und demnächst Papa Herzmolekül, das wird eine wahnsinnig schwierige Aufgabe, der wir uns da stellen. Aber ich weiß, dass auch wir daran wachsen werden." 

❤️

Lasst euch niemals von euren Prinzipien, Träumen und Wünschen abbringen. Das wäre der größte Verrat an euch selbst. 

Eure Penny (heute mit einigen Sonnenschutzcrememolekülen im Gepäck. Holt euch keinen Sonnenbrand) 

Donnerstag, 15. Mai 2014

Normale Gespräche mit türkischen Jungen!

"Schönes Bluse, Frau Herzmolekül."
"Oooh, danke!" (Ja, so eine Kussmundbluse lenkt vom Wesentlichen gut ab!)

"Soll ich Ihren Zopf neu flechten?"
"Wieso?"
"Der sieht unordentlich aus!"
"Und was ist, wenn ich das extra gemacht habe, weil ich das so unordentlich schöner finde?"
(Und wilder. Verwegener. Vom Volumen ablenkender!)
"Ne, machen Sie Haare auf. Dann flechte ich neu. Ich kann das gut!"


Und jetzt mal Tacheles hier:
Lieber Cengiz und Ali und Taifun und Abdul und wie ihr alle heißt,

wenn ihr das nächste Mal homophobe Sprüche loslasst, dann erinnere ich euch an diese Gegebenheiten! 
Nix vooooll schwuuuuuuul ist scheisse und so. 
Und jetzt zack zack: Nägel weiter lackieren!